… es wird nicht besser

… es wird nicht besser

Das Arbeitsvolumen ist so erdrückend, dass der Schlaf auszubleiben droht. Und aufgrund meiner Erfahrung mit mir selbst weiß ich, dass das nicht gut ist.
Mal sehen, wie und ob ich das Gegensteuern schaffe.

Immerhin habe ich auf meine geliebte 2.Job-Phase im Theater verzichtet… ein Durchziehen dieser Doppelbelastung bedeutet zwar weniger Geld aber eine größere Chance auf das Erhalten des Nervenkostüms und des Geisteszustands 🙂

In diesem Sinne – habt ein schönes Wochenende!


Moodboard: Liebe

Moodboard: Liebe

„Aber ich glaube nun mal an die Macht der Liebe; Liebe ist eine einzigartige bewegliche Zauberkraft. Ich bezweifele, dass sie in den Sternen steht, aber ich glaube, dass Blut an Blut appelliert, Verstand an Verstand und Herz an Herz.“

Stephen King

******************

Das Zitat gefiel mir vor 2 Jahren so gut, dass ich es in einem Entwurf speicherte. Davon gibt es ein paar und im Rahmen des Declutterings meines Blogs, krame ich die jetzt nach und nach mal hervor.

Ich war zwar schon immer der romantische Träumer, so in der Art, dass Robbie Williams mich natürlich (!) auf seinem Motorrad abholt und seiner Mutter vorstellt, aber auf der anderen Seite kam selbst in diesen Träumen mein eigener Zeigefinger der mir vehement gegen die Stirn pochte. Der ist ja nicht blöd. Was will der mit Dir?

Jupp, und genau so war mir mein Leben lang klar, dass ich tatsächlich der EINE Topf sein werde, der seinen Deckel niemals finden wird. Je nach Phase lag das an meiner Figur oder an meiner Persönlichkeit… ach und natürlich immer daran, dass mich schlichtweg keiner wollen würde.

Jetzt kann man natürlich über self-fulfilling prophecy sprechen und dass es ja immer so kommt, wie man sich das ausmalt… weil das strahlt man ja auch aus und so… aaaaaaaber ich glaubte dennoch dran, dass ich das alles ändern kann, wenn … ja wenn ich mich nur mehr bemühe.

Ich kürze hier mal ab, denn der Punkt war ja oben erwähntes Zitat.

Heute wünsche ich mir weiterhin, dass ich noch mal die Chance bekomme, zu lieben und geliebt zu werden und zwar möglichst gegenseitig (Damit es keine Verwirrungen gibt). Deswegen entferne ich mich aus allen Beziehungen, die „eigentlich“ eine andere weibliche Hauptdarstellerin haben… und die immer als erste gewählt werden wird. Dafür kann ich unzählige Beispiele auch in der jüngsten Vergangenheit aufzählen – mache ich aber nicht.

Denn mittlerweile mache ich das sehr klar: Das möchte ich. Kannst Du mir das geben? Nein? Dann kann ich Dir nicht geben, was Du Dir von mir wünschst.

Denn daran würde ich auf Dauer kaputt gehen. Mein Glauben und mein Vertrauen in die Liebe ist sehr, sehr fragil. Ich muss das Restfünkchen bewahren. Sonst droht die Resignation.

 

und ich bin doch Romantikerin.

Aus den Entwürfen: Ausruhen

Aus den Entwürfen: Ausruhen

2 Jahre her, dieser Eintrag, der nicht veröffentlich wurde, weil ein „Beteiligter“ Leser war.  Nicht bearbeitet.

*******************

„Du ruhst Dich auf Deiner Krankheit aus“

„Du musst…“

„Nur Du kannst … “

„Du solltest… “

„Mach doch mal…“

Ein Auszug an Ratschlägen, Vorwürfen, externer Einschätzung meines Verhaltens …

Sie treffen mich und lähmen mich.

Warum?

Weil es keine Pause gibt und kein Ausruhen. Es gibt kein „müssen“, schon gar kein „können“ – „Doch, Du KANNST …“ – impliziert: Du willst nur nicht.

Wenn es so einfach wäre.

Jedem, der sowas auch nur annähernd denkt, wünsche ich mittlerweile eine Woche in meinen Schuhen. Wirklich. Aus tiefstem Herzen und trotz Karma-Minus-Punkten.
Ich werde regelrecht wütend, weil es nicht nur demotivierend ist, so etwas zu hören. Sondern es meine Leistung nicht anerkennt. Weil es beleidigt. Erniedrigt. Verletzt. Lähmt – sagte ich das schon?
Der Standard-Satz zwischen meinen Besties und mir? „Der/Die sollte auch mal in Therapie“.
Könnte ich das entscheiden, wären tatsächlich mehr Menschen in Therapie und würden das Reflektieren lernen und vor allem das „An sich arbeiten“ – und dann unterhalten wir uns nochmal darüber, ob ich mich auf meiner Depression ausruhe, ob ich sie vorschiebe und als Entschuldigung für alles verwende und ob ich Pause mache.
Seriously?

******************************
Mein Fehler.

Ich habe falsch gedacht. Ich dachte, es wird einfacher, wenn ich erkläre … wenn ich sage, wie Dinge für mich sind … was ich mir wünsche… was ich brauche … was mir helfen würde.
An sich nicht falsch – Falsch dabei ist die Erwartung, dass andere das hören, verstehen und umsetzen.
Der größte Denkfehler? Würde mir jemand, der mir wichtig ist, sowas sagen? Ich würde mich daran halten. Ich würde versuchen, die Dinge zu machen, die helfen. Die Dinge vermeiden, die schlecht sind. Würde nachfragen, wenn ich etwas nicht verstehe. Würde fragen: Was brauchst Du von mir, damit es für Dich einfacher wird.
Ich bin nicht wie andere, andere sind nicht wie ich. Punkt.

Denk- und Verhaltensfehler erkannt. Versuche mich zu ändern. Versuche Entscheidungen für mich zu treffen – Eiere dabei trotzdem über das Glatteis – weil ich weiss, dass diese Entscheidungen für andere drohend wirken, wie ein Ultimatum, eine übertrieben Trotzreaktion. Ja, geht man von der „normalen“ Basis aus, wirkt es übertrieben – vielleicht trotzig. Ich erkläre nichts mehr. Es bringt niemanden weiter. Menschen um mich rum nicht, mich auch nicht. Wenn ich nichts erkläre, kann ich wenigstens nicht enttäuscht werden, dass es nichts ändert. Es ist einfacher zu sagen: „Ich hätte vielleicht was sagen müssen“ als „Ich habe Dir das doch gesagt“. Ich kann keine Vorwürfe machen, wenn ich die Fehler mache. Also mache ich bewusst den Fehler und behalte mich für mich.

Man wünscht sich weniger Unruhe von mir, weniger Emotionalität, weniger Auf- und Ab. Weniger harte Aussagen in schlechten Zeiten. Mehr und schnellere Veränderung. Oder man wünscht sich, dass ich wieder so bin wie früher, da war alles einfacher. Man wünscht sich von mir, dass ich mit dem Sturkopf aufhöre und weniger Trotzig bin, nicht so kompliziert. Dass ich mal was Neues zu berichten habe. Dass auf die Frage „wie geht es Dir“ nur noch die Standard-Antwort kommt „Gut, Danke und Dir“.
Ich habe verstanden.
Wo habe ich meine Masken hingelegt? Die müssen noch irgendwie hier rumliegen. Passen noch.

********************************

Ich fahre mitten in der Nacht los, um Freunden in der Not zu helfen.

Umgekehrt? Fährt niemand los. Nicht mal, wenn ich mich überwinde und um Hilfe bitte.

Ich lege meine Termine um, damit ich Zeit mit lieben Menschen verbringen kann. Weil ich dachte, dass es auf Gegenseitigkeit beruht.

Umgekehrt? Legt keiner seine Termine um oder versucht „Quality Time“ zu schaffen. 3, 5, 8 Wochen nicht sehen? Passiert. Es folgt keine Nachfrage, keine Alternativen… Friss oder stirb. Finden Termine statt, sind auf einmal mehr Menschen da als Angekündigt. Telefonate, wenn sie denn stattfinden, finden immer „on the run“ statt. Dazwischengeschoben.

Ich mache die Situationen nicht kompliziert, mich kann man jederzeit auf verschiedenstem Wege erreichen. Die Situationen der Menschen um mich rum sind kompliziert. Ich passe mich dem an.

Umgekehrt? Passiert sowas nicht, nicht mal in Ausnahmesituationen. Weil mittlerweile jede Situation mit mir eine Ausnahmesituation zu sein scheint.

Ich gehe immer wieder den ersten Schritt, auch wenn mir nicht danach ist – zum Einen, weil ich es kann – zum Anderen, weil ich mit einem einprogrammierten schlechten Gewissen rumlaufe. Mit der Muttermilch aufgesogen – im Zweifel bin ich schuld, auch wenn ich nichts gemacht habe – ich bin schuld. Also muss ich es auch wieder hinbiegen. Egal, ob ich mich danach fühle oder nicht.

Umgekehrt? Sind wir in Woche 5 des Schweigens. Geht keiner den ersten Schritt.

Fazit: So sehr ich daran arbeite, dass ich andere akzeptiere, die umgekehrte Akzeptanz findet nicht statt oder anders ausgedrückt – ich merke sie nicht. Weil Menschen nicht mehr verbalisieren. Sie tun etwas und wollen damit etwas ausdrücken. Nur wie soll ich das verstehen? Wie soll ich das deuten? Es findet ein Ratespiel statt, die Arbeit der Interpretation liegt zu 100% bei mir. Warum? Sag‘ doch einfach, was es bedeuten soll? Sprich‘ mal ein Lob aus, Sag‘ einfach mal „Ey, das tut mir jetzt echt voll leid, aber es geht leider nicht anders, ich bin da selbst voll traurig drüber“, beim nächsten Wiedersehen reicht ein „Hey, ich hab‘ Dich voll vermisst?“ … Was spricht gegen ein „ich hoffe, es ist alles okay bei Dir und Dir gehts gut“ – muss ja nicht mal mit Fragezeichen sein. Es gibt so viele Dinge, die man sagen kann. Ein „Tun“ ist eben nicht immer sichtbar – vielleicht erkläre ich deswegen permanent mein Handeln, um es Unmissverständlich zu machen?

***************************

Wie oft habe ich die letzten Tage gedacht und getestet: Wie lange dauert es, bis mich jemand vermisst? Wer würde als Erstes merken, dass ich nicht mehr da bin? Wen würde es interessieren? Wen treffen? Erschreckenderweise würde ich tatsächlich nicht vermisst werden. Erstmal. Sollte ich jemals in meiner Wohnung stürzen, es käme niemand zur Hilfe. Ich muss locker 48 warten, bis jemand auffällt, dass ich nicht da bin, wo ich sein soll. Denn selbst, wenn ich Termine bei Physio oder meiner Therapeutin nicht einhalten würde? Es würde mindestens 1-2 Termine dauern, bis sie meine Mutter alarmieren würden. Meine Arbeitskollegen? 2-3 Tage, bevor sie meine Mutter alarmieren würden. Meine Freunde? Manche von denen wüssten nicht mal, wen sie anrufen sollten, um herauszufinden, ob ich noch lebe.
Ich bin nicht suizidgefährdet, ich mag das Leben viel zu sehr. Aber manchmal wünschte ich, ich könnte eine Pause machen, könnte mich ausruhen. Könnte all das machen, was andere mir vorwerfen.
Was ist keine Frage des Wollens, es ist eine Frage des Noch-Nicht-Könnens.

Ich bin mir sicher, dass es Techniken und Tricks gibt, die mir helfen. Ich bin mir sicher, dass ich lernen werde, mit Situationen und mit mir

Aus den Entwürfen: Jagged little pill, mein Leinenmann

Aus den Entwürfen: Jagged little pill, mein Leinenmann

Tatsächlich über 3 Jahre her… aber oh ja, ich kann das nachfühlen… möchte es aber nicht. Würde es aber wieder so schreiben. Jeden Tag. Und ja, das war der Moment, wo ich nicht mehr weiter wollte. Wo der Schmerz SO groß war, dass mein Ende eine Option war. Dass es anders kam, ist ein Beweis meiner Stärke. Du hast es nicht geschafft. ICH habe es geschafft. FU

******

„Jagged little pill“ wird 20 … Ach herjee… Ich bin alt… auf dem Papier, nicht im Kopf, nicht im Aussehen… Meine CD’s feiern Ihre Volljährigkeit… 🙂

Ich schweife ab… Schon immer eines meiner liebsten Lieder auf dem Album war „Head over feet“ … Ich stolper immer noch kurz über „feet“ anstelle von „heels“… und erfreue mich der Songerschreiberei von Alanis… Gestern kam es in einem Mash-Up vor und ich hörte seit langem mal wieder bewusst dieses Lied… und den Text… und fühlte mich ertappt… Wie es mir in letzter Zeit öfter geht… Denn Selbsterkenntnis ist ein permanentes Ertappen… 🙂

Da es mit dem Leinenmann nicht vorwärts und nicht rückwärts geht, sondern wieder mal in Schweigen zurückgezogen wird, aus Gründen, die ich raten kann – was mir aber mittlerweile zu anstrengend ist. Und da es von seiner Seite keinen Bedarf an Klärung gibt, wenn dann nur „mir zuliebe“ – Almosen möchte ich nicht mehr – muss ich also versuchen, für mich einen Abschluss zu finden.

Seit wir darüber gesprochen haben, hinterfrage ich jeder seiner Aktionen, seiner Aussagen – meint er sie wirklich? Macht er das aus Mitleid? Aus Schuldgefühlen? Das macht mich krank … im wahrsten Sinne des Wortes. Daher – nein, ich möchte keine Freundschaft, die auf Schuldgefühlen aufbaut.
Ich möchte auch gar keine weiteren Ausflüchte, Ausreden und Lügen hören. Denn: Er hat Fehler gemacht. Mehrere. Er hat falsche Entscheidungen getroffen. Mehrere. Er hat die Situation nicht richtig beurteilt. Mehrfach. Und er hat einfach weitergemacht. Weil er Lust dazu hatte. Weil es Spass gemacht hat. Weil er daraus was mitgenommen hat.
Bravo… Applaus… und so… Schön für Ihn. 🙂
Das Mindeste, was ich an dieser Stelle dann erwarte?

„Lern‘ was draus! Aus all dem Schmerz, den Experimenten, der Inspiration und Hilfe – lern‘ was draus“

Ob das passiert? Die Antwort wäre sicher „innerlich und mit dem richtigen Timing“ … 🙂

Tjoah, was soll man dazu noch sagen? Mir fällt dazu nichts mehr ein und ich entdecke ein vermehrtes inneres und äußeres Schulterzucken.
(Wahrscheinlich kommen daher meine Verspannungen im Nackenbereich 🙂 )

I had no choice but to hear you
You stated your case time and again
I thought about it

You treat me like I’m a princess
I’m not used to liking that
You ask how my day was

You’ve already won me over in spite of me
Don’t be alarmed if I fall head over feet
Don’t be surprised if I love you for all that you are
I couldn’t help it
It’s all your fault

An Dich:
Ich wollte da nicht hin. Ich wollte keine verheirateten Männer mehr und ich wollte den Weg nicht einschlagen. Du wusstest, dass ich verwundet und schwach war, hast es mehrfach betont, dass Du das weisst. Suggeriert, dass ich Dir gerade deswegen vertrauen kann. Und dennoch – Du hast nicht aufgehört zu bohren, zu locken- weil Du es besser wissen wolltest, weil Du Recht haben wolltest. (Applaus, Du hattest Recht… und nun?) Immer und immer und immer wieder hast Du damit angefangen, stated your case time and again, selbst als wir wussten, dass es nicht klappt… Als ich mich – DIR ZULIEBE – zurück gezogen habe – hast Du immer wieder mit dem Porsche gespielt, Dir Deinen Spass und Deinen Kick geholt. Selbst als Du wusstest, dass ich emotional involviert bin und dass ich Erwartungen an Dich, an uns habe, dass das Ganze kein Spiel für mich ist – selbst dann hast Du immer und immer wieder „nur“ gespielt. Du hast Dinge in Aussicht gestellt, die es real hätten werden lassen können. Immer abgestritten, dass das alles „nur“ ein Spiel ist, gesagt, dass es Dir mehr bedeutet. Du hast abgestritten, dass Du Dich selbst belügst, immer und immer wieder. Und dabei immer alles auf Armlänge von Dir ferngehalten, was Realität bedeutet hätte. Panik und Paranoia vorgeschoben und dennoch soviel Vertrauen in meine Fairness und Menschlichkeit gelegt.
(Wieso bin ich nur so nett? )

Wäre das alles vielleicht auch anders gegangen? Wenn was? Was hätte anders sein sollen, müssen? Das Timing? Die Intensität? Wäre es vor 1,5 Jahren besser gewesen? Oder wäre der Zusammenbruch dann nicht nur bei mir erfolgt, sondern bei allen Beteiligten? Und ja, die Frage bleibt erlaubt, ob es mir dann besser ginge. Die wirkliche, ehrliche Antwort ist „ja“. Mir ginge es besser, wenn alle Beteiligten bluten und leiden würden. Ich bekomme keine Engelsflügel und keine Heiligenschein für diese Aussage, aber damit kann ich eh‘ nichts anfangen. Aber ich könnte mich darin suhlen, dass Du den Preis für Deine Taten bezahlen musst. Ich bezahle den Preis für meine eigenen Entscheidungen und meine Naivität und Dummheit, das reicht – ich sollte nicht noch für Deine Irrungen zahlen müssen. Ich hätte es besser wissen müssen, aber ich habe Dir geglaubt und ich wollte Dir glaube. Entgegen aller anderen skeptischen Stimmen. Ich wollte Dir vertrauen und das habe ich gemacht. Head over feet…. Kopfüber in die Hölle. Selbst schuld, i know.

„Bitte gehen Sie zurück auf „Los“ und ziehen Sie keine 4.0000 Euro ein.“

Dann sind wir doch alle froh, dass es erstmal nur mich trifft, was? 😉

Denn das, worin Du jetzt lebst, hast Du Dir, habt ihr Euch, selber gebaut. Ihr habt es gewählt, Du hast es kaputt gemacht, Du musst es wieder aufbauen. Du kannst immer und immer wieder darauf pochen, dass Deine Taten kein Betrug waren/sind. Das ist (nur) Deine Sicht auf die Dinge. Du solltest aber wenigstens im Hinterkopf haben, dass das nicht alle so sehen. Am Wenigsten die anderen Beteiligten. Ansonsten gäbe es ja auch keinen Grund, diese Fakten und Taten und Wünsche geheimzuhalten. So wie Dein halbes Ich ein Geheimnis ist… Tief vergraben in den Weiten der virtuellen Welt.

Und weil heute Jubiläum ist, lass‘ mich Dir ein anderes Zitat von Alanis mit auf den Weg geben:

Ich mache das, ich lerne … auch wenn es weh tut, stelle ich mich den Dingen und den Menschen. Ich versuche an mir zu arbeiten, ich versuche mich so zu ändern, dass es für MICH besser passt. Nicht für Andere, das habe ich lange genug gemacht. Und ich gebe auch nichts auf – für andere. (Und nein, das verstehe ich nicht unter Kompromiss, wenn es um essentielle Dinge wie Teile der Persönlichkeit geht).

Ich für mich habe erkannt, dass ich erstmal zu mir ehrlich sein und mit mir leben können und mich mögen können muss, bevor es andere sein und tun können.

Ich hoffe und denke, dass dies der letzte „Abrechnungseintrag“ sein wird. Es ist jetzt einfach mal gut. Ich hatte mir vorgenommen an der „Vergebung“ meines Seelenfriedens zuliebe zu arbeiten und ich mache das per Aussprache. Da diese nicht stattfindet, muss es eben per Auskotzen auf dem Blog sein 🙂
Es tut mir sehr leid für die Leser, dass ihr die Grütze immer mitlesen müsst. 😉

Immerhin – es sind ein paar weitere Skizzen entstanden für Marga’s Stöckchen-Mal-Aufgabe 😉

Aus den Entwürfen: „Ich wünschte es wäre Freitag … ach ne, moment…“

Aus den Entwürfen: „Ich wünschte es wäre Freitag … ach ne, moment…“

Habe ich in meinen Entwürfen gefunden. Hatte ich damals nicht veröffentlicht, weil „die andere Seite“ hier mit gelesen hat und ich ja bloß keinen Konflikt wollte.

Sehe ich heute anders – kann er gerne lesen. Ändert sowieso nichts. Weil dieser Mann schlichtweg nichts falsch machen kann, nichts ändern kann und einfach ein ganz armer Tropf ist, der so dermaßen schlecht vom Schicksal behandelt wird – da kann man schon mal egoistisch und ein Arschloch sein… ne? 🙂 Wenn man alle gleich Scheiße behandelt, dann ist es ja auch okay.

 

Diese Logik ist mir weiterhin sehr befremdlich.

Ich weiß, ich gehe viel zu oft von mir aus und sehe meine Standards als nicht besonders hoch an. Mittlerweile weiß ich allerdings, dass zumindest meine Erwartungen im Punkt „Selbstreflektion“ und „Empathie“ wohl höher sind als die des Durchschnittmenschens. Auch scheint meine Bereitschaft, mich auf Menschen einzulassen, sie zu verstehen und keine mutwilligen Schäden verursachen zu wollen, größer zu sein als bei Einigen.

 

Nun denn, ich akzeptiere diese Sonderposition … Ich finde sie weiterhin nicht so besonders.old-letters-old-letter-handwriting-51343

 
******************************************************

ist ja Freitag. Tatsächlich wünschte ich, es wäre letzter Freitag.

Ich würde gerne in der Zeit zurückreisen und die emotionale Sprachbarriere aufheben, die ich aufgrund von Überrumpelung und Überforderung hatte.
„Und Du hast ja auch nichts gesagt!“ steht im Raum.
Stimmt, habe ich nicht. Und damit ist der rationalen Seele ja genügend Argumentation geliefert. Hätte ja was sagen können.
Richtig, in einem rational-bestimmten Universum kann man immer was sagen – warum genau hast Du denn nichts gesagt?

Schweigen wird als Zustimmung dessen gedeutet, was gerade gesagt oder entschieden wurde. Ich habe sogar noch hingeschaut, auf eine Reaktion gehofft, habe Luft geholt, wollte was sagen und wurde ausgebremst.

Nach dem Eklat im Sommer habe ich mich genauso verhalten, wie es besprochen war und wie ich es in der Therapie gelernt habe. Da man mit der Entscheidung des 3. Beteiligten d’accord ist, gibt es da auch nicht mehr viel zu zu sagen.

Die Erkenntnis schmerzt und dennoch ist eben doch irgendwie logisch.

Ich arbeite hart an mir und versuche mit meinen Dämonen klar zu kommen. Als Dank dafür, dass ich versuche es besser zu machen, bekomme ich… Einen weiteren Tritt in den Arsch. Aus der Tür raus.

„Jetzt übertreibst Du wieder“ – gesprochen von jemand, der nicht am Ende des Fusses ist. Der die Regeln aufstellt und vorgibt und der kein Problem damit hat, wenn über Freunde oder Leichen gegangen werden muss, auf dem Weg zu seinem Ziel.

So hat es angefangen und so endet es.

Der Wille, die Gier etwas haben zu wollen, hat damals alles kaputt gemacht. Ich war collateral Damage in Deinem Ego-Trip. Ich gehe seit dem zweimal die Woche in Therapie. Was machst Du so?

Ja, vielleicht ist man manchmal der Stärkere, wenn man in der Lage ist FÜR SICH die Entscheidung zu treffen, dass es keinen Sinn mehr macht zu kämpfen.