Gesellschaft – Ich und mein neues „Ich“ mittendrin … oder im Untergrund?

Gesellschaft – Ich und mein neues „Ich“ mittendrin … oder im Untergrund?

So richtig bewußt habe ich den Entschluß ja nicht gefällt, daß ich von nun an ausprobiere, wie das Leben einer – im Volksmund als „Schlampe“ betitelten  – von mir als selbstentscheidende, ungebundene, freie Frau bezeichnete zu führen.

Mit dem nötigen Selbstbewußtsein und Rückgrat bin ich (eigentlich) ausgestattet, insofern überrascht es mich selber mit am meisten,

– daß ich ständig auf der Bestätigung und der Zustimmung meiner Freunde und auch vollkommen Fremder bin

– daß ich den ständigen Drang habe, mich erklären und ausdrücken zu müssen

– daß ich für alles, was ich in diesem Feld mache, Rechtfertigungen suche

– daß ich mir „heimlich“ überlege, wie ich über mich denken würde, wenn ich nicht ich wäre

– daß ich sehr abwäge, wem ich was und wieviel erzähle und

– daß ich es mir schwermache, hier offen zu schreiben, wenn ich überlege, wer das alles lesen könnte

Nun – denen, die meine Klarnamen kennen: Sorry, ich muß diese Plattform nutzen, um alles rauslassen zu können, das bedeutet eventuell expliziteres Schreiben, als es Euer inneres Kopfkino es verträgt… (Ihr seid hiermit vorgewarnt *g*)

Ich hole mir immernoch regelmäßig „Absolution“, muß von meinen eingeweihnten Freunden hören, daß sie mich immernoch schätzen und mich nicht verurteilen und immernoch liebhaben, daß Sie mir vertrauen, daß ich weiß, was ich tue (öhm, naja…. meistens)

Und DAS wurmt mich fast am allermeisten, daß ich es (noch) nicht schaffe, wirklich das Rückgrat und Selbstbewußtsein zu haben um in die Welt zu schreien „JA, ich MAG es so, es GEFÄLLT mir, ich STEH da drauf… WHO CARES?“

Es liegt eben nicht in meiner Natur NICHT über Dinge zu reden… insofern muß ich das irgendwo machen können, in epischer Länge, immer wieder und detailliert – das bin ich, das war ich und das werde ich immer sein… Aber nun gibt es diesen „anderen“ Teil – über den ich nicht (viel) reden kann… Es formt sich so langsam eine Art Doppelleben. Daher ein Dank an die weiten des WWW, die Anonymität und die kostenlose Therapiestunde.

Meine Lover dürfen nicht auf meinem privaten Facebook- oder Twitteraccount drauf, weil ich nicht möchte, daß sie zuviel von mir wissen… von meinem anderen Ich. Genauso können es meine RL-Freunde nicht immer ertragen, was ich gerade mache – oder möchten es nicht wissen, oder Beides.

Schwierig, ich fange schon an Rituale zu entwickeln, wenn ich mich für ein Date vorbereite, wo ich mein dunkles ICH langsam aufwecke, das ansonsten etwas nach hinten geschoben wird, damit der Alltag, das Berufsleben nicht gestört wird…
(As if – natürlich „stören“ die kleinen Whatsapp-Nachrichten meiner Männer angenehm den Alltag…*G*)

Nie hätte ich gedacht, daß die Entscheidung mit wem ich wie Sex habe meinen Horizont in all diese neuen Gedankenrichtungen öffnet… Kann man als emanzipierte Frau devoten Sex haben? Was ist heutzutage Feminismus? Was sind meine Hard Limits, was meine Soft Limits? Fragen über Fragen….

Es gibt ein paar sehr hilfreiche Vorreiterinnen im Netz, deren Blogs ich wirklich liebe, gerne lese und gerne weiterempfehlen möchte –  ich bin bei weitem noch nicht so weit wie diese Damen…. aber ich bin auf dem Weg!

https://twitter.com/thehappywhore

http://freidimensionalblog.wordpress.com

http://clarissethorn.com/

http://robinsurbanlifestories.wordpress.com/

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