Claudio

Claudio

Ziemlich am Anfang auf meiner Plattformsuche, erhielt ich eine Email von Claudio, 26 Lenze jung, gutaussehend den Fotos nach (und frech/witzig).

Aber 26 … Come on… 11 Jahre Unterschied? Gut, es sind nicht die 13 Jahre Schallmauer von „Du könntest mein Sohn sein“ aber nah genug dran, daß ich meinen üblichen freundlichen, aber bestimmten Satz schrieb „Sorry, ich suche eigentlich jemanden mehr in meiner Altersgruppe“.

Normalerweise reicht das… manchmal kommt noch ein „Danke, daß Du geantwortet hast“, meistens eher nichts. Aber Claudio schrieb etwas in der Art „Wenn Du in Deinem Profil schreibst, daß Du offen für Neues bist und gerne neue Dinge entdeckst – entdecke doch mal einen jüngeren Mann“ … Ich musste lachen und konnte nur ein „Touché“ zurückschreiben.
Es entwickelte sich für mich eine eher hmmm anständige Emailkonversation, eher spärlich, auch als wir auf Handy/SMS wechselten immer clean, immer nett – trotzdem entschieden wir uns für ein Treffen.  Nach 3 Anläufen haben wir es dann, zwar unter widrigen Umständen aber immerhin, geschafft – Claudio kam zu mir nach Hause.

Es klingelt und vor mir steht ein junger Mann … tatsächlich sieht er in Echt viel jünger aus, als auf den Fotos (das muß ich wirklich noch lernen, Fotos weichen von der Realität ab… einprägen diesen Satz)

Die ersten Minuten sind ein wenig steif, er ist erkältet, möchte einen Tee, möchte erstmal ins Wohnzimmer quatschen… Gut, ich bin ja nicht so.

Faszinierend ist diese Unterhaltung schon, mehrfach rutscht ihm ein „Kenn ich nicht raus“ – ob bei Bands, Autoren, Liedern, Kunst – wir finden dann langsam raus, daß das meiste VOR seiner Zeit und eben garnicht sein Interesse nachkommt. Nun gut, mir geht es allerdings bei vielen Sachen, die er gut findet genauso… Trotzdem, wir sind uns sympathisch und gerade als wir ins Schlafzimmer umziehen wollen, sagt Claudio „Weißt Du, daß Du meine Erste bist?“ – mir fällt neben der Teetasse auch fast meine komplette Mimik aus dem Gesicht… Das hat er glaub bemerkt und schiebt nach „Nein, nein… nicht so! Die erste Korpulente!“ Nein, die Mimik kehrt nicht ins Gesicht zurück… Nach kurzer Schrecksekunde sage ich „Na als Tipp – kurz vorm Poppen sollte man sowas vielleicht denken, aber nicht sagen“ – aber ich bin rollig und will poppen, also egal… Bin ich eben seine erste Korpulente – vielleicht kann ich was für die Frauenwelt tun… 😉
(Aber ich muß nicht erwähnen, daß jeglicher Funke von Interesse damit erloschen war… wäre ich nicht immer so rollig, wäre ich auch konsquenter im Rausschmeißen von solchen Vögeln)

Vorspiel – nunja, ähm, also geht so? Er war halt wirklich jung und ich wirklich nicht in der Verfassung eine Sex-Ed-Class abzuhalten und wie schon erwähnt – ich war rollig.

Immerhin konnte er das Kondom selber abrollen und hat auch den richtigen Eingang gefunden. Die gefühlten 30 Sekunden, die es gedauert haben, waren nett.
(Was soll man zu 30 Sekunden auch groß sagen? Hm)
Es kam ein zerknirschtes „Oh, Schuldigung – das ging jetzt wohl n bißchen schnell.“ *seufz* Erwähnte ich, daß er jung war?

Nun denn, man liegt ja dann doch irgendwie beieinander (also soll es eine 2. Runde geben). Normalerweise legen meine Männer mir den Arm um, streicheln noch etwas, reden mit mir… Claudio fing an sowohl meine iPhone Playlist als auch seine durchzuspielen und rumzuprobieren und zu kommentieren. Auch wenn es surreal klingt, aber es war echt lustig.

Auf einmal *zack* legt er die Telefon weg, quetscht einmal den rechten Nippel, einmal den linken, fingert einmal und schon hat er den Kondom übergerollt und es geht weiter, ein bißchen länger, aber spätestens nach der gelogenen Antwort auf seine Frage „Kommst Du?“, wars auch schon wieder vorbei.

Ich war glaube schon lange nicht mehr so froh, daß jemand seinen Zug erwischen mußte.  🙂

Es kamen noch 2 SMS von Claudio, beide bezogen sich auf mein iPhone, es kam keins mehr bezüglich eines weiteren Treffens – ich war heilfroh, so muß ich keine „Absage-SMS“ schreiben.

Kleiner Tipp für den jungen Mann: Parfum ist ja ganz nett, aber Deo ist essentiell. Und, manchmal ist es ratsamer nicht alles auszusprechen, was einem so durch den Kopf geht.

2 Gedanken zu “Claudio

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