Nachtrag zu „Wirre Gedankenwelt“ – subdrop

Nachtrag zu „Wirre Gedankenwelt“ – subdrop

Vor einigen Tagen hatte ich hier ja über die wirren Gedankenwelten und den Schwierigkeiten des „Rauskommens“ aus der sub-Rolle geschrieben.

Nachdem das nicht aufhörte und in unschöne Mailwechsel mit diversen Menschen ausartete, wo ich teilweise später nochmal meine eigenen Emails gelesen habe und ein großes „HÄ?“ über dem Kopf hatte (nicht auszumalen, was der andere Teil der Unterhaltung sich da so gedacht hat…), habe ich den Rat eines Lesers befolgt und mich mal auf die Suche nach „Sub-Foren“ gemacht… Die Emotionen machten für mich in diesem Wechselbad und Zusammenhang keinen Sinn und alle Analysierungsversuche und Verhaltensmaßnahmen, die sonst so gegriffen und funktioniert hatten, ergaben am Ende kein schlüssiges Bild …

Die Hilfe meines Freundeskreises ist an dieser Stelle eh beschränkt, deren Vermutungen waren alle falsch, fühlten sich zumindest falsch an… Ansatzweise hatte ich die Befürchtung, daß doch irgendwie in meinem Kopf nicht alle Kabel den richtigen Anschluß hatten – kurz: Ich kannte mich so einfach nicht wieder, ich kannte mich nicht aus, es war schlichtweg anstrengend, weil ich selber nicht wußte, welche Synapse in meinem Kopf als nächstes überschnappt und wie ich auf was reagiere…. Ich finde mich so selber unerträglich….

Also, was war es dann? Beim Recherchieren bin ich auf mehrere Artikel gestoßen, die sich mit „subdrop“ beschäftigen … (Wer mehr dazu lesen möchte, hier ist ein guter Anfangspunkt …) Es passt auf jeden Fall auf meine Verhaltensweise, Empfindungen und erklärt zumindest, was das für eine miserable Achterbahn die letzten Tage war… Ich saß beim Lesen gestern mit Tränen in den Augen vor meinem PC, weil ich so erleichtert war, daß ich NICHT am durchdrehen bin, daß ich NICHT die Einzige bin und daß ich was „dagegen“ tun kann…
Alles, was dort beschrieben wird, macht total Sinn – man muß nur erstmal drauf kommen, daß sowas im Körper passiert und daß das natürlich auch Auswirkungen auf Psyche und Verhaltensweisen haben kann… 🙂
Bei mir, und das möchte ich extra betonen, weil es glaube ich mind. 2 verschiedene Trigger für subdrop gibt – positive und negative… Bei mir auf jeden Fall positive, da gibt es überhaupt keine Frage und Diskussion… Ich denke, daß ich auch mittlerweile weiß, was die Erinnerungslücken zu bedeuten haben und das basiert alles (ALLES – wer es nicht verstanden hat, hier nochmal in groß) auf positiven Erlebnissen.
In den Foren wurde zuerst abgefragt, ob mein Dom gut zu mir ist, richtiges aftercare betreibt, das Fingerzeigen ging da ganz schnell in eine Richtung, die total falsch ist. Der arme Mann hat alles richtig gemacht und kann da überhaupt nichts dafür, im Gegenteil… ich bin ihm weiterhin sehr dankbar, daß er mir immer wieder aufzeigt, daß diese Welt meine Welt ist, daß ich da reinpasse, daß mir das Spaß macht und mich endlich angekommen fühlen lässt. Und daß es noch soooooo wahnsinnig viel zu entdecken gibt … 🙂

Beruhigend fand ich auch, daß dort Hilfen und Tipps aufgezeigt werden, wie man besser damit umgehen kann … Und, instinktiv hatte ich das alles schon gemacht und dadurch ja auch deutliche Besserung der Gesamtsituation erzielt… (Manchmal bin ich ja garnicht so doof *g*)

Aber ganz ehrlich, wer rechnet denn mit sowas? Voll der Curveball … Bitch! Immer, wenn ich mich halbwegs komfortabel fühle, weil ich mich mehr „zuhause“ fühle, kommt sowas und erinnert mich daran „Ganz langsam junge Dame, SIE stehen noch ganz am Anfang“

Ich hab’s kapiert…. 🙂

Über die kleinen Dinge im Leben freuen….

Über die kleinen Dinge im Leben freuen….

 

… heute waren das Dinge wie die Email von Jonas: „xxte geht klar, ich schreibs mir in den Kalender 😉 Früher kannst wirklich nicht? ;)“ ….

oder liebevoll „Schlumpf“ genannt zu werden ….

oder Kollegen aus der Patsche helfen können…

oder Menschen, die zu „lange“ im Urlaub waren, wieder mit Emails bewerfen zu können und Antwort zu bekommen….

oder das neue „Nervenrad nach Wartburg“ auszupacken und ohne Anfassen eine Gänsehaut am ganzen Körper zu verspüren…

oder auf eine „Ich fürchte mit uns wird das doch nichts???“-Email ein Terminangebot zu erhalten….

oder mit Gleichgesinnten einen regen Emailaustausch zu haben und sich nicht mehr so „anders“ zu fühlen….

Geht doch… 🙂
Ich sollte mehr auf mein Karmakonto vertrauen, scheint nicht so schlecht zu sein… 🙂

SSC, RACK, CNC…. Vokabeln lernen – Echt jetzt? ;-)

SSC, RACK, CNC…. Vokabeln lernen – Echt jetzt? ;-)

Versprochen ist versprochen, hier also der Eintrag bezüglich MEINER Entscheidung auch in Richtung CNC zu gehen und was das eigentlich alles heißt.
Also, wenn man sich auf dem „BDSM“-Gebiet als Neuling bewegt und so gestrickt ist, wie ich das bin, dann liest man – viel! Sehr viel!
Wenn man DANN auch noch Glück hat und früh an einen Veteranen gerät, der einem mit väterlichen Rat zur Seite steht und jede noch so bescheuerte Frage beantwortet ohne daß er vor Lachen in die Tastatur beißt (Zumindest hoffe ich, daß er das NICHT getan hat ;-P), dann hat man schonmal die halbe Miete um halbwegs verstehen zu können, worüber alle anderen eigentlich reden.

Nachdem mir bei meinem ersten Schritt auf fetisch gleich ein Sklavenvertrag zugeschickt wurde, mir ein Intimpiercing sowie Intimtattoo mit Initialen angedroht wurden, habe ich beschlossen mich erstmal schlau zu machen.

Wie schon mehrfach erwähnt gibt es dafür neben den einschlägigen, über google auffindbaren Seiten, viele Blogger und viele Bücher, mein Liebstes habe ich schon öfters erwähnt ist „The ultimate Guide to Kink“ und auch „The new bottom book“ war extrem hilfreich.
Von meinen Kontakten in die Szene war mir schon klar, daß gewisse Dinge nicht sein müssen (Wie Sklavenverträge), andere dafür aber dringend zu beachten sind (Safewords)…. Ich hatte schon erwähnt, daß ich Glück hatte mit den Männern, die ich dann tatsächlich getroffen habe, daß beide vom Mindset sehr sub-orientiert sind, nicht zwingend in Rastern der Szene denken und beide nicht Rollenspiel-Fetische ausleben wollen.
UND, daß beide von sich aus die Sprache auf Hardlimits, Softlimits und Safwords gebracht haben, ich also garnicht erst in die Verlegenheit gekommen bin, danach fragen zu müssen.
Mittlerweile ist das eine meiner allerliebsten Siebmaschen: Ich schicke meinen Anfänger-BDSM-Code raus und warte auf die Reaktion… Ist sie verständnisvoll, fragend, nachforschend… Top! Kommt ein „aber DAS geht doch garnicht?“ … Flop!

So, SSC – Safe,Sane,Consensual

Idealerweise finden die ersten Schritte unter diesen Bedingungen statt, sprich es finden vorher Gespräche statt, es werden Limits festgelegt genauso wie sich auf ein Safword(system) geeinigt – die Ampel ist allseits beliebt (gerade bei Anfängern), weil es den „gelben“ Zwischenschritt gibt, der es sub erlaubt auf etwas hinzuweisen oder zu stoppen, was gerade läuft ohne die komplette Session abzubrechen. (Die größte Herausforderung, die ich je zu überwinden hatte, war tatsächlich zu safeworden… tricky little thing!) Heiko, und jeder andere gute Dom, würde sagen, daß KEIN DOM sauer, böse, beleidigt oder sonstwas ist, wenn sub das Safword benutzt. Genauso wie sie sagen würden, daß es einen guten Dom auszeichnet, wenn sub das nie benutzen muss. Aber, oh well, Dinge passieren, gerade am Anfang, wenn man sich noch nicht gut kennt, kann es dazu immer mal kommen… Ich persönlich glaube Doms sind erst dann richtig sauer, wenn sub hinterher sagen würde, dass etwas nicht ok war und sub aber nicht gesafewordet hat… Es ist aber nunmal eine gemeinsame Lernstrecke…. aber ich schweife ab!
Ich habe keine Ahnung über die Statistik, aber aus dem Bauch raus würde ich sagen, die Meisten, die miteinander spielen, spielen SSC.

Für mich war die Lektüre, das Eingestehen meiner Fantasien und die Gespräche mit Heiko der Grund, mich damit zu beschäftigen, was möchte ich – was fehlt mir noch – welche Spielarten gibt es noch?

Der Vollständigkeit halber, es gibt auch Risk-Aware Consensual Kink, wie ich das verstanden, erweitert es das Gesamtspielpaket um Aktivitäten, die selbst in der Szene als mitunter umstritten gelten (Wenn ich raten soll, würde ich hier alles einordnen, was mit extremer Atemkontrolle, Blut, Nadeln zu tun hat und Dingen, die einfach Verletzungen hervorrufen können – körperlich wie geistig)

Und dann gibt es CNC – Consensual non-consent (Haha, METAKONSENT heisst das übrigens auf Deutsch, echt jetzt? *g*)
Kurz: Ich werde kein Safeword haben und alles, was passiert, ist außerhalb meiner Kontrolle…

YES! 🙂

Eine der größten Hürden für mich war es mir meine Rapefantasies einzugestehen. Ich bin von einer starken Mutter zu einer starken Frau erzogen worden, Feminstin, absolut gegen Vergewaltigung und Gewalt gegen Frauen… Für mich zu sagen „hmm ja, bitte schlag mich und zwar so, daß ich schreie“  – schon schwer gewesen…
Dann auch noch einzugestehen, daß man mir keine größere Freude machen kann, als mich zu quälen und sich zu nehmen, was MANN möchte… Auch nicht einfach…
Rapefantasies gehören ins ganz große Tabu-Feld für Frauen (sicher auch für Männer, wer sagt schon gerne „hey, darf ich Dich mal vergewaltigen, ich steh da total drauf“) – Aber sie sind da und ich habe lange genug meine Wünsche unterdrückt, also, das war ein Punkt.
Der andere ist tatsächlich der, daß ich bei SSC nur bedingt abschalten kann, auch wenn ich wirklich, wirklich weiß, daß ich mein Safeword nicht brauche, ein inneres Männchen murmelt permanent in meinem Kopf, daß ich es ja nutzen KÖNNTE!
Wobei es besser geworden ist, seit ich es in meinem Kopf SO gepolt habe, daß ich das Safeword wirklich NUR benutze, wenn es körperlich nicht mehr geht. Und nicht, weil mir das nicht passt oder die Stellung unangenehm ist oder der Schmerz jetzt irgendwie nicht kickt… Aber dennoch, irgendwie hört man immer in sich rein und lässt sich nicht fallen (wobei auch das besser wird, je besser man jemand kennt)

Es gibt noch mehr Gründe, aber die sind tatsächlich mal privater Natur ;-P

Ich freue mich auf jeden Fall darauf, auch wenn ich nicht absehen kann, wann es passieren wird und was danach passiert und überhaupt… aber, der Weg ist das Ziel und ich habe alle Zeit der Welt… (hoffe ich)

Ich schreibe mal einen kleine Disclaimer:
Alles hier von mir Beschriebene, sind meine Interpretationen, mitnichten gebe ich vor oder behaupte, das ultimative Lexikon zu sein. Ich beschreibe lediglich, wie ich die Begriffe und damit verbunden Spielarten verstehe und für MICH umsetze. Wer sich hier weiterbilden möchte, dem empfehle ich seine lokalen Treffen der BDSM-Szene, die diversen Forum im Netz, die Lektüre oben genannter Bücher oder ein gutes, intensives Gespräch mit einem erfahreneren BDSMler, welcher Ausrichtung auch immer.

In diesem Sinne, immer ans Karmakonto denken! 🙂

Wirre Gedankenwelt

Wirre Gedankenwelt

Eher unfreiwillig hatte ich am Wochenende viel Zeit für Gedankenspiele… So sehr ich mich bemüht habe für Ablenkung zu sorgen (einen ganzen Tag 9jährige beim Geburtstag bespaßen, Charityrun absolvieren, mit meiner Familie zu „streiten“…), so richtig wollte das Gedankenkarussell nicht stillstehen.

Ich hatte vor einiger Zeit schonmal angefangen einen offenen Brief an „Doms“ zu schreiben, damals in Enttäuschung und Wut darüber, daß etwas nicht so klappte, wie ich das in der Kommunikation wollte…

Das Grundproblem des Briefes bleibt aber bestehen und bis heute habe ich noch keine hilfreichen Quellen oder Menschen im Netz gefunden, die mir erklären, wie ich mein Problem lösen kann … Vorab – Mein „BeziehungsZiel“ (sofern man das überhaupt bei Beziehung so betiteln sollte) wäre irgendwann eine offene Beziehung mit D/s-Gefälle, getrennten Wohnungen und damit Spielraum für beide mit einem transparenten Terminkalender, möglichst natürlich mit einem Mann, der mein Hauptdom ist und den Lebensstil mit mir teilt … achja, mögen sollte ich ihn vielleicht auch noch… und er mich … klingt nach eierlegender Wollmilchsau… *gnmpf*

Unterwerfung ist das höchste Maß der Leidenschaft.
Geboren aus der Liebe, entstanden aus dem Vertrauen, erblüht sie im Einklang mit Demut, Gehorsam und Respekt… dem gegenüber, der die ihm zu Füssen gelegte Seele auf Händen trägt.

Wo liegt jetzt mein Problem?! Ich versuche das mal zu beschreiben, vielleicht weiß einer meiner BDSM-Veteranen da draußen einen Rat.

Nach einigen Fehltritten weiß ich wie ich Casual im Vanilla-Bereich praktizieren kann, ohne daß Verletzungen bei einer Partei entstehen… Wie das im D/s-Gefüge gehen soll, ist mir noch immer nicht ganz klar…

Ich habe schlichtweg keine Ahnung, wie ich auf der einen Seite ein absolutes und blindes Vertrauen aufbauen soll, mich seelisch entblößen und darbieten soll, meinen Körper in eine andere Hand geben soll und gleichzeitig ansonsten eine gewisse Distanz wahren soll ? *facepalm*

=> Genausowenig ist es mir klar, wie Doms das schaffen sollen … Ich kann aber nur aus meinen Erfahrungen schöpfen und die sind sub-bezogen. Ich würde mich aber freuen, wenn meine mitlesenden Doms vielleicht dazu kommentieren könnten… Mir ist schon klar, daß idealerweise eine monogame bzw. offene D/s-Beziehung zu Grunde liegt, aber nun wird es doch auch nicht so selten sein, daß man sich Casual trifft – wie schaltet Mann da um? <=

(ich muss z.B. feststellen, daß ich nach den Treffen mit Heiko mindestens eine Woche brauche bis halbwegs alles in meinem Kopf verarbeitet ist… zumindest halbwegs einsortiert ist, was passiert ist… solange kann man ja nun kein intensives aftercare erwarten…)

Für mich, als eine selbständige Frau, die im Sonnenlicht NICHTS mit der sub der Nacht zu tun hat, ist dieses Konzept des Fallenlassens, des Kopfausschaltens, des Unterwerfens, des Auslieferns der Kick … Ich merke vermehrt, daß ich nach einem stressigen Tag am liebsten zu einem meiner Männer fahren würde und sie den Tag wegschlagen, wegficken, wegquälen lassen würde…
Insofern ist für mich der größte Twist im Kopf tatsächlich die Schizophrenie, daß ich während der Sessions quasi auf Kommando, alle Mauern einreiße… Sie aber spätestens am nächsten Morgen wieder intakt aufgebaut haben muss… Für den Schritt ZUR sub habe ich mir mittlerweile Rituale aufgebaut, die für mich funktionieren… Das beginnt mit dem Duschen, Schminken, Hübsch anziehen und endet damit, daß ich Augenbinde oder Halsband umgelegt bekomme… Für den Schritt zurück bin ich noch auf der Suche und für jeden Hinweis dankbar, wie das vielleicht etwas einfacher gehen könnte, als vor mich hinzubrüten und dem inneren Streitgespräch zu lauschen…

und DAS, geneigte Leserschaft, war nur EIN Strang in meinem wirren Gedankenkarussells… 😉

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche…

Aller guten Dinge sind (hoffentlich nicht nur) 3

Aller guten Dinge sind (hoffentlich nicht nur) 3

Vorwort:
Ich habe den Artikel recht frisch verfasst und ihn dann einen Tag liegen lassen, weil ich nicht wusste, ob ich ihn überhaupt veröffentlichen möchte. Zum ersten Mal seit langem habe ich nicht zwingend das Bedürfnis alles zu teilen…. Trotz meiner eigenen Zensur denke ich, daß der Artikel wiedergibt, was passiert ist…
Und Heiko wollte ihn gerne veröffentlicht sehen… Jaja 😉
Seine Wünsche erfülle ich ja gerne, hier also der Nachtrag zur letzten Heiko-Episode….

Hachja, ich bin immernoch todmüde, weiß nicht, wie ich im Büro meine Augen offen halten soll und gerade heute ist ein ewig langer Tag… Ich warte auf meine Kollegen und Input und kann doch keinen klaren Gedanken fassen…

Heiko und ich haben unser geplatztes Treffen von letzter Woche nachgeholt… ausführlich nachgeholt…
Bei uns gibt es ja mittlerweile fast keine Limits mehr und auch wenn ich ein Safeword habe, spielen wir heute „ich habe kein safeword“ … bzw. der Deal war… ich kann mein Safeword benutzen, aber dann steht er auf, zieht sich an und geht… *gngngng*
(Bevor hier jetzt alle BDSM-Kenner und Doms aufschreien „DAS geht nicht, das ist schlechtes Domverhalten“ – das war so abgemacht, wir „üben“ für CNC … auf meinen Wunsch hin… Also Ruhe! *g*)
Ich hatte meine „Aufgabe“ ja schon letzte Woche bekommen: Corsage, Strapse … wenns klingelt die Tür öffnen und dann mit dem Rücken zur Tür in mein favorisiertes Zimmer knien… achso, ja, wir haben bei mir gespielt *g*
Auf den Tisch hatte ich alles ausgebreitet, auf das ICH Lust hatte, schon vermutend, daß davon das Wenigste zum Einsatz kommen würde… und ich sollte Recht behalten
Achso, es sollte auch schon mein Plug in mir sein, aber kennt ihr das? Es gibt Analtage und Nicht-Analtage … und es war eigentlich ein Nicht-Anal-Tag… dachte ich… (Ich sollte eines Besseren belehrt werden).

Mit geschlossenen Augen kniete ich also auf meinem Wohnzimmerteppich, mein Herz schlug so laut, unglaublich… ich hörte ihn reinkommen, hörte die Ketten rasseln als er die Tasche abstellte… er sagte leise „Hallo“ und stülpte mir ziemlich schnell einen Beutel (durch den ich atmen konnte) über den Kopf… Schnitt ein Loch für den Mund und Teile der Nase aus und zog die Kordeln zusammen. Dann legte er mir sein Halsband um, als ich mich gegen ihn lehnte, bekam ich auf die Finger geschlagen (oookaaaay, er meint das ernst… *g*). Er setzte sich neben mich und erklärte mir die Spielregeln für heute abend – wie fies ist das denn? Alter Sadist ;-P
Gut, nur mit der Drohung, daß er mich dann 2 Minuten ins Timeout stellt, hätte ich sicher nicht diese innere Anspannung gehabt „JAAAAA nicht zu safeworden“… Verbal habe ich das auch nicht, aber einige meiner Körperreaktionen hätte ich als Safeword verstanden, er ist eben doch netter, als es manchmal klingt *g*

Wo war ich? Achso, ja, auf dem Teppich… Dann legte er mir Handschellen an … *gngngngngng* Die lösen ja mittlerweile schon so eine kleine Panikattacke aus, aber gut, wenn er meint, er wird schon aufpassen… Ich konzentriere mich dann mal auf meinen Atem… Ich kürze ein wenig ab, auch weil ich die Reihenfolge nicht mehr weiß und nicht mehr weiß, was alles passiert ist – die Hälfte meiner blauen Flecken kann ich keiner seiner Aktionen zuordnen… Es war DT dabei, ganz furchtbar fieses Nippelzwicken (Wenn ich nicht soviel Respekt vor ihm hätte, hätte ich ihn Arsch genannt! Oder hab ich? Nein, glaube nicht*g*), Schlagen mit einem fiesen kleinen Teil, das sich nachher als Schlauchstück herausgestellt hat (Kerr, das brennt!).
Zwischendurch tauschte er die Handschellen gegen meine geliebten Ledermanschetten ein, meine Handgelenke sind einfach nicht für Handschellen gemacht… Fies – er verband mein Halsband mit meinen hinter dem Rücken verschränkten Armen… sinken die Arme, würge ich mich selber… DAS war dann wirklich Panik pur… weil ich während DT ja eh am „Ersticken“ bin (ich weiß, ich übertreibe ein wenig… Büsschen!), beim Wegwühlen von ihm habe ich mir aber dann tatsächlich selber die Luft abgeschnürt… ich mußte mich aufsetzen, gegen den Druck seiner Hand, und dann hat er die Installation aufgelöst… (für mich fühlte sich das wie körperliches Safeworden an, aber das ist dann vielleicht das Talent des Doms zu unterscheiden, wie „ernst“ eine Reaktion ist…?)

Es ging also auf dem Boden weiter…. Fußzeh lutschen (jaaaa, das ist voll erotisch, wenn der andere gepflegte Füße hat.. mmmh), er fickte mich mit meinem Lieblingsvibrator und ja, steckte den Plug rein…. (gut, ich hatte ihn gewarnt). Die anstrengende Haltung (Arme links und rechts weit ausgestreckt, Kopf auf den Boden, Beine gespreizt, Hintern hoch) führte zu Ausweichbewegungen meinerseits…. Und wurden korrigiert und mit Klappsen bestraft… Und dann Anal genommen werden… Ich mag das ja nach den ersten hmmm 3-4 Stößen, die sind immer zum davonlaufen… krabbeln… kriechen… Ähja… Und dann war die erste Runde fertig…
Der Beutel hatte zu extremen Naselaufen und Augentränen geführt, ich glaub ich sah aus wie Sau, aber ich bleib ja erstmal liegen … ich kann nicht wirklich reden, ich beweg mich nicht, ich liege nur – atme und höre auf meinen eigenen Herzschlag… Er kümmert sich, er streichelt mich, er lässt mich aber auch runterkommen, er hat mich diesmal glaube ich sehr genau beobachtet… Alles gut… 😉
Er machte sich sauber, ich machte mich sauber, wir machten den Wein auf, sassen gemeinsam kuschelnd auf der Couch, tranken ein Glas nach dem anderen und redeten über alle offenen Themen, die sich so angesammelt hatten und wofür Email dann eben doch manchmal unpraktisch ist…
Das sind die besonderen Momente, die ich eben nur mit ihm teile – Kopf und Seele… 😉
Keine Ahnung wie lange wir gequatscht haben, die 2. Flasche Wein war auf, meine Finger gingen auf Wanderschaft… die zweite Runde konnte beginnen… Und was für eine…

Es fing relativ „normal“ an… Kette in Halsband, ins Schlafzimmer krabbeln, an meinem Bett festgekettet werden… Standard, ne? *g*
Ich muß mal recherchieren, ob ich die einzige Frau bin, die bei gewissen Vibratoroberflächen und -längen anfängt leicht zu bluten… Es sah nach mehr aus, weil ich eben auch abgespritzt habe, ich glaub, es hat ihn ein wenig beunruhigt… Also Ketten wieder ab, saubermachen und Plan B….

Auf Bett legen, Beutel über den Kopf, Arme ans Kopfteil und Beine höher als die Arme ans Kopfteil – gibt eine extrem gut präsentierte Pussy… 😉
Ich hab glaub sowas wie „ohoh“ gesagt, weil ich dachte, ich weiß, was er gleich macht… Sagte das auf sein Nachfragen auch, aber natürlich (NATÜRLICH!) hat er dann was ganz anderes gemacht… Nämlich Clit gerieben… Eigentlich ist das immer TOTAL unangenehm, wenn die Herren nicht draufspucken oder ihre Finger sonstwie befeuchten… (Eigentlich müssten Männer das doch von ihren eigenen primären Geschlechtsteilen wissen? Oder ist ein Handjob mit trockenen Handflächen anregend? Bitte um Rückmeldung der Leser *g*) Und so war es auch hier erst nicht sehr angenehm, aber ich bin ja schließlich nicht zum Spaß hier und irgendwann wird sowieso alles von alleine feucht… Die Knubbeltechnik, die er dann anwendete, war eine ganz fiese, ich habe keine Ahnung, was er genau gemacht hat, aber es war eine schmerzvolle Erregung… und dann fing er an zu schlagen (ich wußte es, ha!)
Fuckfuckfuckfuckfuckfuckfuck…. gibt es einen besseren Schmerz als diesen? Aaaargh…. Ich war sowieso schon vom Fingern am Zucken, jetzt versuchte ich meine Beine zusammenzupressen, ich muß nicht sagen, daß das nicht geklappt hat…?!?! Ich zuckte und wand mich, je nachdem, was er grade machte… Dann fing er an mich zu lecken (Sagte ich schon, daß er das sehr gut beherrscht? tut er…) und dann … Biss er zu…
OMG!
Wie ich das liebe! Was das mit mir macht! Und wie scheiße weh es tut, wenn er in die Schamlippen beißt… *zähnezusammenbeiß*
Ich wimmerte, ich versuchte tatsächlich mich irgendwie wegzudrehen, ich hab keine Ahnung, was ich alles gemacht habe… Hat bestimmt lustig ausgesehen…. 😉
Keine Ahnung, wie oft es mich druchgeschüttelt hat… (Zwischendruch fragte er, ob ich genug hab…. ich? Hallo? *pfff*), irgendwann ließ er von mir ab, ich lag da und es schüttelte mich weiter und weiter und weiter… Faszinierend… Als er wiederkam, löste er die Ketten und legte seine Hand zwischen meine Beine, was mich sofort zusammenzucken ließ – aber er war lieb 😉
Ich lag einfach nur da, ich konnte mich absolut nicht bewegen… Puh….

Er machte sich bettfertig, ich machte mich bettfertig – wir haben bei offener Balkontür geschlafen (Ich wohn im EG, daher habe ich das noch nie gemacht … ist aber cool!). „Mein kleiner Heizofen“ war auf vollen Touren, so daß ich den ersten Teil der Nacht nichtmal meine Decke gebraucht habe… *g*
Ich mag das mit ihm einzuschlafen, wir schlafen beide glaube ich (noch) nicht wirklich gut miteinander in einem Bett… ich glaube, ich bin sehr unruhig, besonders in meinem vergleichsweise kleinen Bett… Aber ich durfte diesmal soviel ankuscheln und mir seinen Arm schnappen wie ich wollte…. \o/
Ich glaube so gegen halb sechs ging meine Hand auf Wanderschaft… *g* Ich mag auch das Aufwachen mit ihm… und er ließ mich gewähren… Diese leisen Momenten genieße ich total … Es war glaub der tiefste DT, den wir je praktiziert hatten, es war gut, daß mein Magen leer war, die Galle schmecke ich jetzt noch in meinem Hals… Es war jedes Hochwürgen wert… 😉
Wir kuschelten weiter…. Noch 5 Minuten…. nochmal 5 Minuten… jetzt aber wirklich die letzten 5 Minuten…
Dann schaltet man ja doch irgendwann wieder auf Alltagsmodus, er packte seine Sachen, ich fing an aufzuräumen…. Die Verabschiedung war schön… Er ging heim zum Duschen, ich legte mich wieder in seine Decke und ließ den Tag 45 Minuten später anfangen…
Mit einem Lächeln im müden Gesicht…
Danke :-*

P.S.: Mein „armes“ Bett hat übrigens jetzt ein verbogenes Kopfteil… Immer wenn ich in mein Schlafzimmer komme, muss ich grinsen… *g*