Liebe – D/s?

Liebe – D/s?

Da in meinen Kommentaren grade heftigst darüber diskutiert wird, ob ich verliebt war oder nicht … Ob ich so wirke oder nicht … Ob D/s ohne Liebe geht oder nicht … Man möge die Kommentare lesen, um die Tragweite zu verstehen.
Auf jeden Fall habe ich mich mit meinem Mentor-Dom unterhalten und der meinte dazu wie folgt:

Liebe ist ein großes Wort. D/s geht nicht ohne eine emotionale Bindung. Die muss vorhanden sein, schon einmal um das benötigte Vertrauen zu haben und sich fallen lassen zu können. Ich persönlich denke nicht, dass man D/s ausleben kann wie einen OneNightStand. Es ist kompliziert [mit anderen darüber zu sprechen], weil Außenstehende keine Ahnung haben, was D/s emotional anstellen kann. Die sehen wie jemandem der Arsch versohlt wird, aber warum – interessiert nicht. Und es ist nicht damit getan, ein bißchen härter zu sein. Zu D/s gehört eine Menge mehr.

Und von einer sub habe ich ziemlich genau die gleichen Worte gehört.

 

Ich brauche nicht die große Liebe, aber eine emotionale Bindung… Sonst habe ich davon nicht das, was ich davon haben möchte. Wenn es um die reine Orgasmus-Beschaffungsmassnahme geht, geht es auch mal ohne Gefühle – das ist dann aber kein D/s … Das ist vielleicht harter Sex mit ein paar Schlägen… Aber da gelten für mich und den Mann ganz andere Regeln als bei D/s …

22 Gedanken zu “Liebe – D/s?

  1. Stimme dir da voll und ganz zu. DS ohne emotionale Bindung (wie auch immer sie geartet) geht nicht. Ich für mich brauche bei einem realen „Spiel“ dafür sogar das L-Wort. Es ist nicht nur das Vertrauen was dabei eine Rolle spielt, vielmehr schenke ich mich jemandem – und das kann ich nur von ganzem Herzen, wenn ich den oder diejenige liebe. Online – so wie du es gerade erlebst – geht es auch, so finde ich, wenn das Gegenüber das gewisse Etwas hat, man Sympatie für diesen hat, ich auf einer Wellenlänge liege und ich mir vorstellen könnte, das es auch real passen könnte.

  2. Ich weiß gar nicht, warum jetzt so großartig über Liebe oder „nur“ eine starkes Vertrauensverhältnis gestritten wird. Zwischen Dir und H bestand ein Verhältnis, das verletzt wurde. Und an R sieht man, dass es auch anders gehen kann.

    1. R. war jetzt der Dom, den Lila nur virtuell kennt und das auch erst seit kurzer Zeit? Ohne dass er sie jemals live gesehen/gespürt/gefühlt hat?
      Sorry, wenn ich da reingrätsche, aber menschliche Qualitäten kann man doch erst nach sehr langem, persönlichem und regelmäßigen Kontakt erkennen. Und selbst dann ist man vor Fehltritten nicht sicher (siehe H.).

      1. R. „kenne“ ich schon seit Dezember … Und ich sehe das anders als Du, ich komme aber auch aus der Chatterszene der späten 90ern – ich kann einen Menschen online „kennenlernen“ – wenn dieser das ebenso möchte wie ich. Mein Freundeskreis besteht auch fast 20 Jahre später zu 50% aus „Online-Kontakten“. 😉
        R. und ich wissen auch wie wir aussehen und wir werden ja nicht gleich heiraten (wäre eh‘ illegal *g*). Aber deswegen kann er mir doch gut tun? 😉

        Und wie Du so schön geschrieben hast: Ich bin auch vor Fehltritten nicht sicher, wenn ich die Person in echt, live, mit Körperkontakt kenne … Also – wo ist der Unterschied, wie ich dieses Risiko eingehe? Wenn ich DAS Risiko komplett ausschliessen möchte, DANN muss ich mich in meiner Wohnung verkriechen. Belügen und Enttäuschen kann Dich auch jemand nach 20 Jahren Ehe – eine Garantie gibt es hier nicht.

      2. Dann haben wir eine andere Auffassung von „Freundschaft“. Ich kennen alle Menschen, mit denen ich befreundet bin, persönlich. Wenn es mir schlecht geht, brauche ich ne Umarmung und wenn es mir gut geht, möchte ich mit meinen Freunden die Nacht durchtanzen und nicht in irgendeinem Chatroom rumtippen. Dem virtuellen Raum fehlt meiner Meinung nach die Echtheitskomponente. Auch ich habe Männer übers Internet kennengelernt und einige von ihnen haben sich eine Hochglanz-Online-Identität aufgebaut, die sie real nicht einlösen konnten.

        Dir kann guttun, wer will. Projiziere nur nicht deine Hoffnung auf jemanden, der sie vielleicht gar nicht erfüllen kann. (No offense, R.!)

        Hast du Angst, dich zu verkriechen und vielleicht erst mal ein wenig allein zu sein nach all dem Chaos? So schlimm fände ich das nicht. Immer nach Ablenkung oder neuen Reizen zu suchen, hilft nicht unbedingt bei der Auseinandersetzung mit H. Denn das alles bewältigen musst du im Endeffekt alleine. Oder – wie du schreibst – mit deinem Therapeuten.

      3. Muss es ein „entweder-oder“ sein? Und ich habe nicht geschrieben, dass dieser Freundeskreis weiterhin nur online besteht … Die meisten sehe ich Regelmäßig? Und die anderen 50% sind quasi um die Ecke.

        Wer garantiert Dir, dass der Typ, den Du im Café kennengelernt hast, in Wahrheit nicht verheiratet mit Kindern ist oder ein Serienkiller im schicken Anzug? 🙂

        Und: ich habe keine Angst mich zu verkriechen oder alleine zu sein? Ich verarbeite H. seit Januar alleine und mit meinem Therapeuten… Ich habe 2 Monate komplett alleine verbracht (im wahrsten Sinne des Wortes … Zuhause … Alleine)
        Ich habe damit kein Problem, ich habe die Zeit genutzt und jetzt ist eben die Zeit wieder rauszugehen und Neues zu entdecken. 🙂

      4. Nein, natürlich ist man vor Fehltritten nicht sicher, auch nicht, wenn man eine lange Zeit zusammen ist. Ich weiß nur gar nicht, was die ganze Diskussion gerade für einen Sinn verfolgt?

      5. Den Sinn, sich einzugestehen, dass einen ein anderer (neuer) Dom genauso wenig retten kann wie der Dom davor. Das, was Lila wirklich langfristig braucht, wird sie weder bei R. noch bei H. finden.

      6. Habe ich irgendwo geschrieben, dass ich gerettet werden möchte?! Oder muss?! 🙂
        Und wenn Du aufmerksam liest, dann steht in fast jedem Beitrag, in fast jedem Kommentar, dass ich weiß, woran ich arbeiten muss?
        Was ich nicht verstehe, ist Dein absoluter Drang, dass ich das in absoluter Einsamkeit mache? Das mag Dir geholfen haben, für mich ist ein andere Weg besser … Sagt übrigens auch mein Therapeut 🙂

      7. Lila, tu was du möchtest. Anstatt gerettet werden passt wohl geliebt werden besser. Das Maß, das du an Liebe brauchst, musst dir erst mal selbst schenken, anstatt es wieder in den Armen eines neuen Mannes zu suchen. Nicht nur H. ist süchtig nach bedingungsloser Bewunderung … Vielleicht stößt du irgendwann mit deinem Therapeuten auf das Offensichtliche. (Lesbomat hat dazu einen ganz passenden Kommentar geschrieben.)

  3. „R.“ meldet sich mal zu Wort – aber nicht um sehr konkret zu werden. Das wäre derzeit nur Öl ins Feuer zu kippen. Von daher… Okey-Dokey, here we go.

  4. Ich stimme nicht zu, kippe allerdings ebenfalls kein Öl und schone dein Harmoniebedürfnis.

    Am End‘ schafft sich jeder seine eigene Komfortzone und wie diese geartet ist, dürfen Außenstehende nicht beeinflussen … Extrem- und Grenzfälle bewusst ausgeschlossen.

    LG

    1. Danke 🙂

      Aber das heisst,dass Du in jede Deine Spielpartner/-innen verliebt bist? Oder an welcher Stelle stimmst Du nicht zu? 😉
      Meine Harmoniebedürfnis ist eh‘ schon in Schräglage, also als her damit … 😉

      1. Meiner Ansicht nach sind emotionale Bindungen (bis hin zur Liebe) für eine D/S-Beziehung nicht zwingend erforderlich bzw. es kann in meinen Augen sogar den besonderen Reiz ausmachen, wenn man sich ’nicht riechen‘ kann. Im übertragenen Sinne natürlich, Hygiene ftw!

        Ich betone: MEINER Ansicht nach … 😉

      2. Ich glaube es gibt soviele Menschen im D/s und jeder hat seine eigenen Ansichten, Regeln und Vorlieben … Am Ende muss doch jeder seine Nische finden und jemand, der da im Zweifelsfall mitspielt 🙂
        Deswegen schrubte ich ja „ich wünsche“ mir das mit emotionaler Bindung, ich kann auch anders aber das ist dann eben wirklich Spielen 🙂

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