Was ein (langes) Wochenende

Was ein (langes) Wochenende

Puh … Achterbahn ist garnichts dagegen….

Wo fange ich an…? Vorne 😉

 

Also, es rumorte ja noch immer in mir – die Sache mit H. – sie war ja wieder nicht abgeschlossen und durch das Beschäftigen mit den Nachwirkungen und dem Erkennen von Ängsten, Verhaltensweisen etc.pp. war einfach Redebedarf. Zumal es für mich super bitter war zu sehen, dass vieles von dem, was ich mir von ihm gewünscht habe, bei den Frauen jetzt auf einmal möglich ist und war …  Und ich mir SICHER war, dass er NICHTS verstanden hatte, was Frau A. ihm so mit auf den Weg gegeben hatte, als sie mit ihm gesprochen hatte. Immerhin hatte er nach dem Gespräch selber das Bedürfnis zu sprechen. Also suchten wir einen Termin … 5 wochen lang … immer wieder hin- und hergeschiebe (eigentlich wie früher)…

Mein Problem bei solchen Situationen: Ich disktuiere mit Menschen in deren Abwesenheit … und zwar Nacht für Nacht für Nacht… manchmal habe ich es nicht mitbekommen, aber ich wusste morgens, dass ich nachts geweint hatte … Manchmal reichte der Blick auf mein Halsband, um mich traurig werden zu lassen – KURZ – SO konnte es nicht weitergehen, so wollte ich das nicht mehr..

Das Gespräch war gut…  Für mich … Ich war ja nun auch gut darauf vorbereitet 😉
Irgendwann zu 2/3 fiel quasi ein ganzes Gebirge von meiner Brust, weil er die richtigen Worte sagte – die, die ich die ganze Zeit hatte hören wollen …

Ich hatte für mich den richtigen Abschluss gefunden.

Im Anschluss wollte ich mich mit dem lieben M. treffen, hatte eigentlich noch genug Zeit … Aber grade als ich fröhlich pfeifend nach Hause kam, ein Anruf meiner Mum – Familiennotfall. Also schnell fertig gemacht, zu meinem besuchenden Onkel geflitzt, Schlüssel abgegeben, zum Date gerast und dann einen der besten Abende seit sehr, sehr langem gehabt.

Man weiss ja immer nicht so genau, wie das ist, wenn man jemand trifft, den man nur per Schreibe kennt. Aber es war unverkrampft und lustig und ich konnte über alles reden und er war auch nicht stumm.  Einfach nur schön. Er hat mich dann noch heimgefahren, so gegen 2 Uhr glaube ich, und ist weiter auf die Rolle – der Jungspund *g*

Ich hatte die erste ruhige Nacht seit Monaten – wie erholsam Schlaf doch sein kann.

Ich war k.o. und wusste ja, dass der nächste Tag ähnlich verlaufen würde 😉 Also tagsüber alles irgendwie gewuppt und abends so verwirrt gewesen, dass ich eine Stunde zu früh am Treffpunkt mit meinen Freunden war… Und wieder erst um 2:30h im Bett gewesen. Aber auch hier – endlich wieder unbeschwerte Abende geniessen können – himmlisch!

Sonntag hätte ich einfach nur schlafen können. Aber zum Einen wollte Oma im Krankenhaus besucht werden und zum anderen hatte ich ein Schnupperdate – zum Spaziergehen! Wer denkt sich denn bitte immer sowas aus? Wo zum ersten Date doch auch extra die schicken Schuhe angezogen werden wollen? *seufz* Also von Oma dann direkt an den Main und ca. 1h mit dem Herren am Ufer entlang… Ich finde das ja schräg – man kann sich nicht anschauen, läuft nebeneinander her … ohne Ziel… Seltsam. Irgendwann haben wir uns hingesetzt und geredet … er leiser über das Thema als ich, er verhaltener als ich, weil er der Meinung war, dass ich ja schon voll der Profi war mit all dem, was ich schon erlebt habe… Ich merke das immer wieder,diesen Spagat zwischen „Ich rede über das Erlebte“ und „Ich stehe noch ganz am Anfang“ ist sauschwer… Noch habe ich nicht die richtige Mischung herausgefunden. Weil auch dieser Herr nun denkt, ich bin SM-Technisch eine Nummer zu gross für ihn… Dabei ist es mir doch viel lieber, wenn man langsam anfangen kann … Gemeinsam entdecken, was Spass macht – wie es funktionieren kann… Also, das muss ich noch üben … Aber einfach die Klappe halten, das geht ja nun auch nicht… Ich bin noch nicht schlauer!
Nun bin ich aber auch nicht der Typ von diesem Herren – „mollig“ stand da in „Situationsabhängig“ – aber seine gesamte Körpersprache signalisierte – das ist nicht die Situation… oder ich nicht „mollig“ .. Keine Ahnung – ich habe noch kein Feedback *g*

Mitten im Fussball-Spiel bin ich ins Bett, als ob ich etwas geahnt hätte, denn um 5 Uhr morgens stand meine Mutter an meinem Bett, sie kam gerade aus dem Krankenhaus… Meine Oma war um 3 Uhr morgens gestorben (Das Krankenhaus ist bei mir um die Ecke). Ich habe so schlaftrunken erstmal meine Bettdecke hochgehoben und meine Mutter mit drunter genommen und festgehalten….  und ein bisschen mit ihr geweint… Dann Kaffee gemacht, ihr was zum Frühstück gemacht und mit ihr bis 7 Uhr geredet und gewartet, bis wir meinen Bruder und alle anderen wichtigen Menschen anrufen konnten.

Es kam nicht unerwartet und sie musste nicht leiden … Und ich hatte einen schönen Abschied am Sonntag von ihr,  wie gut, dass ich hin bin und sie nochmal umarmen konnte.

Nun ist wieder ein kleines bisschen Traurigkeit im Leben … Aber auch Lachen und Freude, wenn ich an ihr Leben denke … Insofern – alles gut so, wie es ist…

Was ein Wochenende, kann ich da nur sagen….

 

Ich wünsche Euch allen einen verspäteten Start in die Woche… 🙂

23 Gedanken zu “Was ein (langes) Wochenende

  1. Liebe Lila, mein herzliches Beileid. 😦

    Zu dem davor geschriebenen, freu mich für Dich, dass du endlich den von dir herbeigesehnten Abschluss hast. Dann kanns ja jetzt befreit wieder los gehen! *g*

  2. Mmh, zuerst einmal mein herzliches Beileid. Die Endgültigkeit des Todes ist immer doof. Man kann sich mit Vernunft versuchen zu trösten, aber am Ende ist ein geliebter Mensch nun einmal nicht mehr da. In diesem Moment fallen die negativen Dinge einfach ab und man hat nur noch die positiven Erinnerungen. Behalte Dir diese Erinnerungen. Omas sind eine feine Sache.

    Die anderen Themen geraten dadurch etwas in den Hintergrund, aber das liest sich doch sehr positiv. Kannst Du bitte wieder Namen zuordnen. Ich habe bei Buchstaben Probleme den Überblick zu behalten. 🙂

    1. Sofern man das über den Tod überhaupt sagen kann – dieser kam zur rechten Zeit! Alles, was jetzt noch gekommen wäre, wäre wahrscheinlich für niemanden, am wenigstens für keine Oma, schön gewesen … Daher hat die alte Dame den richtigen Zeitpunkt gewählt 🙂

      Hmm ich muss mal hören, ob der Herr M. einen Namen möchte, wo wäre ich denn im Alphabet? S oder?
      Der andere Herr bekommt keinen Namen, der bleibt ja nicht … Von H. Wirst Du nichts mehr lesen und Frau a. Ist mit H. Verbunden und taucht daher auch nie wieder auf … 🙂
      Ist doch alles ganz einfach 🙂

      1. Ja, aktuell hätte ich es noch auf die Reihe bekommen, aber wer weiß, ob Du wieder richtig loslegst und zack haben wir wieder x Männer am Start und dann ist da noch dieses Frauenthema. Das lässt sich mit Vornamen besser auseinander halten.

  3. Meine Liebe! auch von mir ein herzliches Beileid.
    Ist es nicht schön, dass Du das mit H. hoffentlich jetzt endlich erledigst hast. Und jetzt viel Erfolg beim finden.

    1. Danke …

      Es fühlt sich an wie ein neues Kapitel … Und die Lebensfreude ist zurückgekehrt… ich lächle und lache und meine es auch so… Ich bin wieder ich selbst 🙂

  4. Ich sitze hier aufm Klo … und weine. 😥

    Du Arme, mein herzliches Beileid! Als wäre das Leben immer wieder um Ausgleich bemüht.

    Ich freue mich aber, dass auch dieser Eintrag vor positivem Denken nur so strotzt. Trotz der Hiobsbotschaft.

    1. Du liest meine Beiträge auf dem Klo? Emails würd‘ ich ja verstehen, aber den Beitrag??? *g*
      Aber ganz im Ernst: Es ist traurig, aber für alle besser so … Und sie hat nicht mehr gelitten, ich habe eine schöne Erinnerung an sie… Alles gut 😉

      Und die Optimistin in mir hast Du doch nun kennengelernt 😉

      1. Zeit will effektiv genutzt werden.

        War in dem Moment auch irgendwie passend, wegen dem Geweine.

        Letzten Endes muss man in Bezug auf Angehörige tatsächlich froh sein, wenn das letzte Ende schnell und schmerzlos kommt – Trost spendet dies in den allermeisten Fällen dennoch nicht.

      2. *augenroll* Also wirklich! Ich muss doch sehr bitten … Meine Beiträge sind ja wohl nicht an einen Effektivitätsfaktor gebunden *Schmoll*

        Gehst Du dann auch zum Lachen in den Keller, wenn Du zum Weinen aufs Klo gehst? 😉

        Ich bin vorallem für meine Oma froh, dass es so kam … Ich habe bei meiner anderen Oma erlebt wie grausam das ist, wenn die Menschen ihr Siechtum mitbekommen und nicht in die Demenz abdriften oder nur so selten, dass sie selbst das mitbekommen und sich schämen… Das ist nicht schön, für keinen – am wenigsten für den Betroffenen… Daher wirklich – alles gut! Wir werden eine schöne Trauerfeier (huch, fast Freier geschrieben!) haben am Samstag – ich habe eine Pianoversion von „Westerland“ gefunden, wir werden einen schönen Abschied haben und es geht ihr besser – wo auch immer 🙂

      3. Is‘ doch ganz einfach: Bedürfnis – Toilette – iPhone – Internet skimmen. Das hat doch nichts mit ‚Effektivitätsfaktoren‘ bestimmter Inhalte zu tun. 😛

        Das Weinen war ja nicht geplant. Insofern, nein, lachen geht auch über Tage. Weißt du doch. 😀

        ‚Die Ärzte‘ auf einer Trauerfeier – episch! Und dann noch mit Trauerfreier …

        Liebe Grüße

      4. Schluss jetzt mit den Toilettenunterhaltungen ;-P

        Wenn schon, denn schon … Stilecht bis zum Schluss … Ob ich den Song dann noch tränenfrei geniessen kann, wird sich zeigen 😉

        Karma soll mich einfach mal in Ruhe lassen, ich hatte genug Kacke an der Backe (reim!)

  5. Ich drücke Sie mal an mein Mieder, meine Liebe. Herzliches Beileid. Und jetzt drücke ich Sie nochmal. Für die Gutmusikkeauswahl für die Abschiedsfeier. Und dann nochmal, weil, ja… so überhaupt. Ihre Frau Knobloch, schniefend.

    1. Ach, Danke lieber Frau Knobloch, das tut gut!
      Die Musikauswahl wird mich zumindest zum Schmunzeln bringen, die Piano-Version des jungen Künstlers ist sehr famos 😉
      Nicht schniefend! Meine Oma war eine fröhliche Frau – Spontan träller ich „meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“, wenn ich an sie denke …. 🙂

      1. Ich las in den Kommentaren, daß sie ein erfülltes Leben hatte und nicht litt. Die Endgültigkeit des Abschieds von diesem Leben, läßt mich trotzdem immer seufzen…
        Hören Sie die von dem Felixklavierspieler? Die finde ich sehr weichzartschön.

  6. Liebe Lila, das mit deiner Oma tut mir sehr leid. Aber sie hat ihre volle Lebenszeit genießen dürfen und wacht bestimmt über dir, wenn du mal wieder Unsinn machst zupft sie dich am Ohr.

    Anscheinend ist Abschied gerade ein Lebensthema von dir. Aber du weißt ja, die Küchenpsychologie sagt: nur wer bewusst Abschied nehmen kann und die Trauer zulässt, kann die Freude der Ankunft genießen.

    Deine Lesbomatin

    1. Dankeschön! Ja – das scheint gerade das große Thema zu sein … Ist okay … denn genau das, was die Küchenpsychologie sagt, stimmt … Und das zu erleben, macht dann das Abschied-Nehmen wenigstens „sinnvoll“ … 🙂

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