Keck bis zuletzt

Keck bis zuletzt

Hachja,

Trauerfeiern können ja traurig sein – war die für meine Oma auch – teilweise sehr sogar, besonders als Musik lief …

 

Erwähnte ich dieses hier?

 

Aber, den Knüller brachte ja irgendwie meine Oma selber noch – als wir den am Anfang offenen Sarg schliessen wollten – es waren nur die „mutigen“ der Familie im Raum, sprich meine Mama, Tante, ich, mein Bruder und seine Freundin – ging der Sargdeckel nicht zu … 😉

Durch den Temperaturunterschied hatten sich Deckel und Unterteil verzogen, es ging garnichts… Wir haben alle so herzlich gelacht … in der Stimmung bin ich dann raus zur „Trauergemeinde“ und habe meinen Onkel zu Hilfe geholt… Der konnte mit meinem Grinsen und Kichern erstmal nichts anfangen – aber auch er konnte dann nicht anders und lachte mit.

Wir haben uns vorgestellt wie Ome keck kichernd von oben runterguckt und ihren Spass gehabt hat.

Eine weitere Geschichte für die Stammbücher…. 🙂

Was ein (langes) Wochenende

Was ein (langes) Wochenende

Puh … Achterbahn ist garnichts dagegen….

Wo fange ich an…? Vorne 😉

 

Also, es rumorte ja noch immer in mir – die Sache mit H. – sie war ja wieder nicht abgeschlossen und durch das Beschäftigen mit den Nachwirkungen und dem Erkennen von Ängsten, Verhaltensweisen etc.pp. war einfach Redebedarf. Zumal es für mich super bitter war zu sehen, dass vieles von dem, was ich mir von ihm gewünscht habe, bei den Frauen jetzt auf einmal möglich ist und war …  Und ich mir SICHER war, dass er NICHTS verstanden hatte, was Frau A. ihm so mit auf den Weg gegeben hatte, als sie mit ihm gesprochen hatte. Immerhin hatte er nach dem Gespräch selber das Bedürfnis zu sprechen. Also suchten wir einen Termin … 5 wochen lang … immer wieder hin- und hergeschiebe (eigentlich wie früher)…

Mein Problem bei solchen Situationen: Ich disktuiere mit Menschen in deren Abwesenheit … und zwar Nacht für Nacht für Nacht… manchmal habe ich es nicht mitbekommen, aber ich wusste morgens, dass ich nachts geweint hatte … Manchmal reichte der Blick auf mein Halsband, um mich traurig werden zu lassen – KURZ – SO konnte es nicht weitergehen, so wollte ich das nicht mehr..

Das Gespräch war gut…  Für mich … Ich war ja nun auch gut darauf vorbereitet 😉
Irgendwann zu 2/3 fiel quasi ein ganzes Gebirge von meiner Brust, weil er die richtigen Worte sagte – die, die ich die ganze Zeit hatte hören wollen …

Ich hatte für mich den richtigen Abschluss gefunden.

Im Anschluss wollte ich mich mit dem lieben M. treffen, hatte eigentlich noch genug Zeit … Aber grade als ich fröhlich pfeifend nach Hause kam, ein Anruf meiner Mum – Familiennotfall. Also schnell fertig gemacht, zu meinem besuchenden Onkel geflitzt, Schlüssel abgegeben, zum Date gerast und dann einen der besten Abende seit sehr, sehr langem gehabt.

Man weiss ja immer nicht so genau, wie das ist, wenn man jemand trifft, den man nur per Schreibe kennt. Aber es war unverkrampft und lustig und ich konnte über alles reden und er war auch nicht stumm.  Einfach nur schön. Er hat mich dann noch heimgefahren, so gegen 2 Uhr glaube ich, und ist weiter auf die Rolle – der Jungspund *g*

Ich hatte die erste ruhige Nacht seit Monaten – wie erholsam Schlaf doch sein kann.

Ich war k.o. und wusste ja, dass der nächste Tag ähnlich verlaufen würde 😉 Also tagsüber alles irgendwie gewuppt und abends so verwirrt gewesen, dass ich eine Stunde zu früh am Treffpunkt mit meinen Freunden war… Und wieder erst um 2:30h im Bett gewesen. Aber auch hier – endlich wieder unbeschwerte Abende geniessen können – himmlisch!

Sonntag hätte ich einfach nur schlafen können. Aber zum Einen wollte Oma im Krankenhaus besucht werden und zum anderen hatte ich ein Schnupperdate – zum Spaziergehen! Wer denkt sich denn bitte immer sowas aus? Wo zum ersten Date doch auch extra die schicken Schuhe angezogen werden wollen? *seufz* Also von Oma dann direkt an den Main und ca. 1h mit dem Herren am Ufer entlang… Ich finde das ja schräg – man kann sich nicht anschauen, läuft nebeneinander her … ohne Ziel… Seltsam. Irgendwann haben wir uns hingesetzt und geredet … er leiser über das Thema als ich, er verhaltener als ich, weil er der Meinung war, dass ich ja schon voll der Profi war mit all dem, was ich schon erlebt habe… Ich merke das immer wieder,diesen Spagat zwischen „Ich rede über das Erlebte“ und „Ich stehe noch ganz am Anfang“ ist sauschwer… Noch habe ich nicht die richtige Mischung herausgefunden. Weil auch dieser Herr nun denkt, ich bin SM-Technisch eine Nummer zu gross für ihn… Dabei ist es mir doch viel lieber, wenn man langsam anfangen kann … Gemeinsam entdecken, was Spass macht – wie es funktionieren kann… Also, das muss ich noch üben … Aber einfach die Klappe halten, das geht ja nun auch nicht… Ich bin noch nicht schlauer!
Nun bin ich aber auch nicht der Typ von diesem Herren – „mollig“ stand da in „Situationsabhängig“ – aber seine gesamte Körpersprache signalisierte – das ist nicht die Situation… oder ich nicht „mollig“ .. Keine Ahnung – ich habe noch kein Feedback *g*

Mitten im Fussball-Spiel bin ich ins Bett, als ob ich etwas geahnt hätte, denn um 5 Uhr morgens stand meine Mutter an meinem Bett, sie kam gerade aus dem Krankenhaus… Meine Oma war um 3 Uhr morgens gestorben (Das Krankenhaus ist bei mir um die Ecke). Ich habe so schlaftrunken erstmal meine Bettdecke hochgehoben und meine Mutter mit drunter genommen und festgehalten….  und ein bisschen mit ihr geweint… Dann Kaffee gemacht, ihr was zum Frühstück gemacht und mit ihr bis 7 Uhr geredet und gewartet, bis wir meinen Bruder und alle anderen wichtigen Menschen anrufen konnten.

Es kam nicht unerwartet und sie musste nicht leiden … Und ich hatte einen schönen Abschied am Sonntag von ihr,  wie gut, dass ich hin bin und sie nochmal umarmen konnte.

Nun ist wieder ein kleines bisschen Traurigkeit im Leben … Aber auch Lachen und Freude, wenn ich an ihr Leben denke … Insofern – alles gut so, wie es ist…

Was ein Wochenende, kann ich da nur sagen….

 

Ich wünsche Euch allen einen verspäteten Start in die Woche… 🙂