Kraftschöpfen

Kraftschöpfen

Anlehnend an den gestrigen Beitrag, welche Männer welche Songs beeinflusst haben – oder umgekehrt – und die tolle Idee von Jule ein wenig abändernd (Täglich werde ich nicht schaffen, ich nehme „Phasen“ *g*) wieder aufgreifend, hier mein momentaner mentaler Motivationssong…. 🙂

(Gottseidank sind die ärgerlichen, aggressiven, Hass-Songs wieder ein bisschen in den Hintergrund getreten *g* )

Bestandsaufnahme, einmal anders…

Bestandsaufnahme, einmal anders…

Ich bin ein musikalischer Mensch, halbwegs im aktiven Sinne, dauerinteressiert und abhängig im passiven Sinne. Die meisten  Großergeignisse in meinem Leben lassen sich mit einem Lied verknüpfen, alle Herzensmänner auf jeden Fall… Lebenssituationen bekommen durch ein Lied ein „Motto“ , eine neue Dynamik, ich quasi einen Tritt in den Hintern…. Das hier wären denn mal die Männer, die mich geprägt (meist positiv) haben.
(Und weil es immer wieder jemand gibt, der es einfach immer falsch interpretieren möchte: Keiner, der in den Videos gezeigten, agierenden Personen ist direkt damit gemeint, ja, Sinéad ist eine Frau, gut beobachtet, 100 Gummipunkte – die Lieder stehen FÜR jemanden … *seufz* P.S.: Dieser Beitrag ist einem Leser gewidmet, der nicht gerne liest, aber gerne meckert … Viel Spaß *g* )




























To be continued….

(Bevor die Kommentare zu den Boybands kommen – ja, teilweise Fan – es gab aber auch Männer in meinem Leben, die diese Lieder lauthals mitsingen konnten *g*)

Warum lese ich … (5)

Warum lese ich … (5)

Ben’s farbenfrohen Blog?

Ach der Ben … 🙂

Ritter, Engel, Mehrteil-Künstler oder sollte ich sagen Cliffhanger-Quäler? 🙂

Am Schönsten finde ich immer, dass ich beim Lesen grübeln darf, wieviel davon Real und Fiktion ist … Manchmal wünsche ich mir das eine und mal das andere… Aber gedanklich wirbelt jede dieser kleinen Perlen in meinem Hirn rum,meisten grinse oder lächle ich beim Lesen … oder es kullert eine … na gut, manchmal auch zwei Tränen … Wenn er die Frauen wieder gehen lässt aus den Geschichten… oder sie garnicht trifft… buuuuuuuuuuuh! 🙂

Aber meistens muss ich nicht „Buh“ schreien und eine Kleenexbox muss ich auch nicht so oft anmahnen, wie bei Frau B.  – aber eines mache ich fast immer – mir wünschen, dass ich so schreiben könnte… 🙂

http://farbenfroehlich.wordpress.com/

Lese- und Zahlenfetzen zum Seitenspringen und meine eigenen zwei Cent

Lese- und Zahlenfetzen zum Seitenspringen und meine eigenen zwei Cent

Letzten Samstag auf dem Balkon, Urlaubsstapel Zeitschriften, Gedanken am Weglaufen, immer an blöde Orte, Gespräche mit Fragen, die ich nicht wirklich beantworten will oder kann und wenn ich will oder kann, dann sind diese Antworten mit Folgetaten verbunden … Wer A sagt und so … Wieso keiner in meinem Leben mal Wegweiser für mich aufstellt? Und wieso habe ich diesen Magnetismus für die falschen Männer? Und wieso die Blindheit für die Richtigen? Und wieso sind, wenn ich die Richtigen mal sehe UND gut finde, die Umstände einfach gegen mich?

In solche ein Gedankenkarussell flogen diverse Artikel über Beziehungen, die Gedanken über „offene“ Beziehungen noch im Hinterkopf, Sir Alec’s Frage nach Zahlen: Laut einer Studie der Universität Göttingen geht jeder zweite Partner fremd.

Soweit ich herausfinden konnte, ist die Studie nicht die aktuellste Sache dieser Welt, aber ob sich da die Zahlen wirklich so verändern?  Und dass die Zahl so hoch sein könnte, hat mich schon ein wenig erschreckt.

Ich bin ja bekennender Beziehungs-Skeptiker…. Man nennt mich auch gerne mal Fatalistin … Ich persönlich würde mich als Realistin mit einem gesunden Part Optimismus nennen. Es ist ja nicht so, dass ich es immer wünsche, dass Beziehungen scheitern … Im Gegenteil … Bei jedem neuen Paar, bei jeder neuen Liebe hoffe und wünsche ich, dass es für immer ist! Und für immer glücklich! Wirklich…Eigentlich bin ich die schlimmste Romantikerin wo gibt… Aber allein mir fehlt der Glaube 🙂

Woran also liegt es, dass soviele verpartnerte Menschen Seitensprünge suchen? Mal offen und ehrlich, mal semi-ehrlich und mal komplett verheimlicht…?

Dazu aus dem Dossier der Brigitte:

„Therapeut Ulrich Clement meint, dass Leidenschaft ermüdet, weil wir alle zwei fundamentale Bedürfnisse haben, die einander leider völlig widersprechen: Einerseits wünschen wir uns Verlässlichkeit und Sicherheit, andererseits Neuheit und Überraschungen. Es ist normal, beides zu wollen. Aber in einer Beziehung sehr schwer, beides zu bekommen. Denn dafür müssten wir denselben Menschen spannend und erregend finden, der uns Sicherheit und Vertrautheit bieten soll. Weil dieser Konflikt schwer zu lösen ist, versuchen die meisten Menschen, ihr Bedürfnis nach Abenteuer aufzugeben. Nur: Die Sehnsucht danach bleibt, selbst wenn Sie verdrängt wird.“

und

„Viele halten den Anspruch auf dauerhafte Leidenschaft für wirklichkeitsfremd, den Anspruch auf Stabilität dagegen für realistisch. Tatsächlich garantieren und weder gemeinsame Jahre noch goldene Ringe, dass der Mensch, den wir lieben, morgen, in einem Monat, in einem Jahr noch da sein wird. Laut Statistiken scheitert jede zweite bis dritte Ehe. Was macht mich so sicher, dass ausgerechnet wir zu den Glücklichen zählen werden.“

 

Klingt doch irgendwie logisch? Ich fühlte mich beim Lesen an eine Unterhaltung mit Sir Alec erinnert, wo wir unseren Bedarf nach Beziehung mit Autostrassen verglichen…. Der Autobahn mit links und rechts Leitplanken und einem geraden Weg von A nach B … Oder die Serpentinen, ohne Absicherung rechts und links, nicht wissend, was nach der nächsten Kurve kommt … wo einem schlecht wird, wenn man zu schnell fährt oder auch gerne mal abstürzen kann…

Was würde ich mir für mich wünschen und wie würde ich es beim nächsten Mal gerne besser machen? Wünsche ich mir eine offene Beziehung? Könnte ich mit der Eifersucht umgehen? Könnte er mit der Eifersucht umgehen?

Die Fälle offener Beziehung, die mir bis jetzt untergekommen sind, waren alle in meinen Augen keine echten. Ich hatte es in einem der letzten Blogbeiträge ja schon geschrieben: Es ist keine offene Beziehung, wenn der Partner sagt „Mach was Du willst, mit wem Du willst, ich will es nur nicht mitbekommen“. Die Probleme liegen auf der Hand: Die wenigsten Menschen können es im Alltag verstecken, wenn sie ein neues Abenteuer für sich entdeckt haben. Sei das ein neues Buch, ein neues Hobby oder ein neuer Mensch … Die Begeisterung ist allgegenwärtig. Im heutigen Zeitalter nimmt dabei die Zeit für das Messagen sicher auch zu und alleine das fällt dem Partner doch auf. Also fängt das Versteckspiel an – es wird geschrieben oder telefoniert, wenn der andere es nicht mitbekommt. Und damit kommen wir zu einer meiner Fragen von vor einem Jahr: An welchem Punkt fängt Fremdgehen denn an? Schon im Kopf? Im Zeitvolumen? Im Herz? Beim Sex? Beim Kuss?

Wenn nicht klar kommuniziert wird, wo Fremdgehen anfängt, weil der Partner nichts davon wissen will – was macht der sehnsüchtelnde Part denn dann? Und wie oft führt man diese Unterhaltung mit seinem Partner? Was zu Beginn der Beziehung vielleicht okay war, ist ein Jahr später überhaupt nicht mehr okay.

Und was ist, wenn einer von beiden permanent seine Neigungen „unterdrückt“? Klar, Kompromisse machen muss jeder, gerade in Beziehungen. Aber geht es wirklich auf Dauer gut, wenn jemand ständig diese Lust wegschiebt für den sonntäglichen Erdbeerkuchen auf der Terrasse? Versteht mich nicht falsch, das ist toll und natürlich ist es auch nicht okay, wenn einer von beiden sagt „ich will das aber und du willst es eben nicht und deswegen hol‘ ich mir das woanders – komm‘ damit klar“… Aber es muss doch noch ein Mittelding geben? Und eine Perspektive? Und eine gemeinsame Lösung oder sehe ich das zu „sexlastig“?  Ist Sex in langfristigen Beziehungen irgendwann Nebensache? Und sind sich da immer beide einig, dass dem so ist? Hier ist Kommunikation gefragt und eine gemeinsame Lösung finden… Jeder muss einen Schritt in die Mitte machen, sonst kann das meiner Meinung nach nicht klappen und dann wird der ehemals partnerschaftliche Kompromiss irgendwann zu einem eiskalten, schmerzenden Vorwurf.

Mein Fazit aus diesen Gedanken und meinen Erlebnissen: Wenn dann müssen beide Partner offen leben und auch beide Partner andere Partner haben … Und es muss darüber geredet werden, in regelmäßigen Abständen. Und selbst dann bleibt ein Restrisiko, dass es unausgeglichen bleibt und Verletzungen vorkommen … Und beide Seiten müssen sich mit den jeweiligen Vorlieben und Neigungen und Fantasien des anderen auseinandersetzen. Ein „Iiiiiih, bleib weg mit den Handschellen“ ist eben keine Lösung… (finde ich)

Im engeren Freundeskreis wird viel geheiratet und viel getrennt und es gibt Entscheidungen „nebeneinander her zu leben“ … Jede dieser Personen hat gute Gründe für die Entscheidungen, aber der Zweifel, ob man sich richtig entscheidet, bleibt … Weil es ja meist eben nicht nur um einen selber geht und oft auch gar nicht die Zügel in einer Hand alleine liegen.

Ein paar weitere Statistiken von Ragnar Beer und Theratalk

  • Eine Vorstudie ergab, dass etwa 76 Prozent der Männer und 84 Prozent der Frauen sexuelle Unzufriedenheit in der Beziehung als Grund für den begangenen Seitensprung sahen.
  • Eine Befragung unter 3334 heterosexuellen Männern (34 %) und Frauen (66 %), deren Partner fremdgegangen waren, zeigt, dass die Betrogenen oft unter posttraumatischen Belastungsstörungen wie Depressionen, Angstattacken oder Herzrhythmusstörungen leiden. Die Studie ergab außerdem, dass ein Seitensprung nur in seltenen Fällen ein One-Night-Stand war. Über zwei Drittel der Betrogenen gaben an, dass die Affären ihrer Partner länger als einen Monat andauerten.
50 % der betrogenen Männer und 55 % der betrogenen Frauen kontrollieren, ob sie von ihrem Partner noch immer oder wieder betrogen werden …
… die Betrogenen durchsuchen die Taschen ihres Partners, durchstöbern seine Post, lesen seine E-Mails und checken sein Handy auf Telefonate und SMS
48 % der Männer und 53 % der Frauen haben die Untreue ihres Partners erahnt
58 % der Frauen, die etwas geahnt hatten, haben den Seitensprung herausgefunden
51 % der Männer, die etwas geahnt hatten, haben den Seitensprung herausgefunden
70 % der Frauen sind wütend auf die andere Frau, 68 % auch auf den eigenen Mann
70 % der Männer sind wütend auf den anderen Mann, aber nur 47 % auf ihre Partnerin“

Also für mich ziehe ich hieraus das Fazit, dass mein Bauchgefühl stimmt – Fremdgehen ist heimlich fast unmöglich 🙂

Ich klammere mal die „Unfälle“ aus, also zuviel Alkohol getrunken und One-Night-Stand z.B. Ich rede primär von den Herrschaften, die geplant untreu werden und bewusst eine Affäre suchen. Ich möchte z.B. selten wissen, warum der Mann Affären sucht… Ich möchte mir die Probleme nicht anhören, ich würde anfangen Probleme lösen zu wollen … Helfersyndrom und so

Aber sie erzählen es mir meist trotzdem und oft ist es eben die gleiche Geschichte: Sie hat nicht so oft Lust wie er, Sie mag nicht die Sachen, die er ausprobieren will … Das sind die Top Two.

Heute morgen gerade dazu gelesen, dass Liebe und damit auch Sex Zeit brauchen … Dass in unserem heutigen Alltag Liebe, Zeit für den Partner, Zeit für den Sex, kleine Rituale oft hinten herunterfallen, weil alles andere wichtiger ist und man abends bzw. morgens keine Zeit dafür hat… und irgendwann fällt es nicht mehr auf, dass es nicht mehr da ist… Weniger joggen, mehr vögeln – quasi 🙂
Datenights wieder einrichten, bewusst Zeit nehmen füreinander…
Es ist ja eigentlich so simpel und trotzdem … klappt es oft nicht…

Ich beobachte das für mich weiter, es ist ein Ding der Unmöglichkeit keinen Kontakt zu verheirateten Männern zu haben … Das steht in all meinen Profilen und auch wenn ich eine Absage erteile mit genau dieser Begründung, wird das oft nicht akzeptiert (und ja, dann liegt es an mir einfach nicht mehr zu reagieren … Das mache ich mittlerweile nach meiner Absage auch nicht mehr). Diese mangelnde Einsicht, dass am Ende ich auch ein grosser Verlierer in dem Spiel sein kann, wenn ich mich auf einen vergebenen Mann einlasse – die fehlt beim Gegenüber… Da kommt oft nur „aber ist doch meine Ehe, die ich aufs Spiel setze“ – äh, ja, nun … es ist aber auch mein Herz, im schlimmsten Fall… Denn was, wenn er mir gefällt … was, wenn ich mich in ihn verliebe? Ich werde niemals in der Lage sein etwas einzufordern, ich werde immer nur dann beachtet, wenn gerade Zeit ist und ich werde einfach niemals Priorität haben oder Nummer Eins sein … Das gilt in allem .. Es wird zuerst das Zuhause, das Sichere beschützt – wer dabei unter die Räder kommt? Egal… Am Ende höre ich dann wahrscheinlich noch einen Satz wie „Du wusstest doch, dass ich verheiratet bin“ … Also bliebe nur die Option des seelenlosen Ficks … Gibt es … Hatte und habe ich … Hat seine Daseinsberechtigung … Auf lange Sicht ist das aber eben nicht befriedigend für mich … Es dient der sexuellen Befriedigung, nicht der seelischen Geborgenheit…

Also bleibt als Fazit weiterhin die (für mich) spannende Frage: Was will ich?

 

Ich denke weiter nach… 🙂

 

Noch eine schöne Woche!

Lila

P.S.: Auch das hier aus dem Brigitte-Dossier fand ich sehr spannend und ja, ich versuche immer so schnell wie möglich die Menschen „in echt“ zu treffen *g*

Wolfgang Paetzold: „Wir müssen wieder lernen, ohne die elektronische Nabelschnur zu leben, altmodisch und sinnlich zu werden. Begehren entsteht aus Mangel, und die ständige Verfügbarkeit ist eine Form der Gefangenschaft. Es ist völlig in Ordnung digital Kontakt aufzunehmen – aber dann sollte man so schnell wie möglich die Ebenen wechseln und sich „in echt“ begegnen.“

 

 

P.P.S.: Das ist für Dich, Sir Alec 🙂

  • In Russland geht nur jeder vierte Russe fremd. Insbesondere Moskau allerdings fällt aus dem Rahmen – denn dort gehen 76% aller männlichen Einwohner fremd. Die Geliebte wird dabei als Statussymbol betrachtet. Bei den Frauen sind es wesentlich weniger, die fremdgehen. In ganz Russland sind es etwa 20% der Frauen, in Moskau etwa 40%.
  • In Italien betrügen nach eigener Aussage 67% der Männer ihre Ehefrauen. Das Forschungsinstitut Censis hat allerdings ausgewertet, dass lediglich 25% der Männer tatsächlich fremdgehen.
  • 29% der Schweizer haben außerehelichen Sex – und zwar sowohl Männer als auch Frauen
  • In Schweden gehen 38% der Männer und 23% der Frauen fremd
  • In den USA gehen lediglich 15 bis 17 Prozent fremd – und das auch noch mit schlechtem Gewissen, wie eine Studie der Forscherin Pepper Schwartz beweist. Dabei spielen Schuldgefühle und moralische und religiöse Bedenken eine wichtige Rolle.
Warum lese ich … (4)

Warum lese ich … (4)

Frau Knobloch?

Eine Anekdote vorweg: Da ich mobil lese und nicht immer zwingend auf die Website des Blogs gehe, dachte ich mir am Anfang, so nach ein paar Einträgen „Was hat diese Frau denn mit Beissen zu tun?“… in meinem verkorksten „wie-merke-ich-mir-Namen“ wurde aus Frau K’s URL bite-me-too … Bitte nicht fragen .. ich habe heute sehr gelacht und mich daran erinnert, wie ich dann das erste Mal entdeckte, dass es „bitte mit o“ heisst … Egal, ich hab’s mir gemerkt… Das ist doch die Hauptsache.

Zurück zum Thema:

Weil diese Wort-Erfindereien und Wort-Strudel und Wort-Labyrinthe einzigartig sind, herausfordernd und unterhaltend und einfach – wow …
Ich muss gestehen, dass ich diese Einträge wirklich nicht im Vorbei-Schauen lesen kann, bei einigem kann ich das – querlesen – Berufskrankheit… bei Frau K. ist das fatal…. Ich verstehe am Ende nichts und habe das Schönste wahrscheinlich übersehen … Also nochmal lesen, jetzt mit Ruhe und ohne Störungen… Und selbst DANN bin ich mir sicher, dass ich irgendwo ein von ihr geschaffenes Wort einfach als bekannt mitgelesen habe … So „natürlich“ baut sie diese Gebilde in ihre Texte. Mich freut es, dass ich durch solche Blogs zum bewussten Lesen gezwungen werde, passiert viel zu selten, bei einem Informationsjunkie wie mir 🙂

Einfach famos!

http://bittemito.wordpress.com/

Ist-Stand

Ist-Stand

Heute ist Freitag, der Tag der „Abrechnung“ in der Woche im Job – wie gut waren die Leistungen, plus/minus zur Vorwoche … Passt doch perfekt für ein kleines Update, vielleicht schaffe ich das tatsächlich wöchentlich – jetzt wo die Männerzahl abnimmt, muss ich ja für neue Themen sorgen

(oha, ich bin dann vielleicht kein monothematisches Blog mehr...*eeeeeks* :-))

 

Also, im Urlaub konnte ich ja endlich die Trauer zulassen und damit auch endlich verarbeiten – zu all den Verlusten und schiefgelaufenen Dingen des letzten Jahres. Sommerurlaub ist für mich immer wie für andere Leute der Jahreswechsel … Bilanz ziehen, Reflektieren, neu ausrichten – wenn nötig.

H. hatte mit seiner letzten Email noch zwei Tiefschläge gesetzt, die verarbeitet werden wollten, Kopfmässig konnte ich drüber lachen, Herz und Bauch waren wütend, wollte sich verteidigen .. Ausnahmsweise hat der Kopf gewonnen – zuviel Kraft und Energie wurde schon in diesen Menschen versenkt, zuviel Zeit an diese Geschichte verloren… Irgendwann ist mal gut…

Und was soll ich sagen – es geht … sogar besser als gedacht. Babysteps!

Mein Hormonhaushalt ist gottseidank auch wieder in Ordnung und damit ist auch die verlorene Libido wiedergefunden – es kann ja manchmal so einfache Lösungen geben! 🙂

Und mit der wiedergefundenen Libido kommt auch die Lust und Neugier auf Männer zurück *g* Man kann viel über mich sagen, aber nicht, dass ich aus dem Erlebten nichts lernen würde. Ich habe gelernt, ich bin wachsamer, vorsichtiger geworden, lege zwar meine Karten offen auf den Tisch, aber investiere nicht zuviel, damit der Rückzug nicht so schmerzhaft wird.

Ich versuche mich von verheirateten Männern fernzuhalten, was tatsächlich schwieriger ist als ich dachte… Wenn diese von „offenen Beziehungen“ erzählen, prasselt mein Fragenkatalog auf sie nieder, meistens ist es eben genau das nicht – eben nicht offen und damit vorallem nicht ehrlich. Das möchte ich nicht mehr… Es führt oft genug zu Verletzungen, die wirklich unnötig sind und das dann noch unter dem Deckmantel der Offenheit… Ich versuche immernoch herauszufinden, wer damit eigentlich am meisten belogen wird… Ich, die (Ehe-)Frau oder derjenige selber… In der Illusion alles im Griff zu haben… Wäre ich wirklich dieses manipulative Lügenwesen, zu dem ich abgestempelt wurde, dann hätte ich hier perfekte Opfer… und diese dann keine Beziehung mehr… *kopfschüttel* Wenn ich gut drauf bin, dann weise ich die Kontakter darauf hin, ob sie wüssten, was sie mir da gerade an die Hand geben…. Ich bin mir nicht sicher, ob die Paranoiden, die mir nicht mal ein Foto schicken wollen, mir nicht manchmal lieber sind… *shrug*

Alles in allem sehe ich diese Dates mit offenen Augen entgegen: Entweder habe ich eine gute Zeit, lerne im Idealfall einfach einen netten Menschen kennen oder ich habe 1-2 Stunden meiner Zeit mit jemand verbracht, den ich nicht mehr wiedersehe … Nicht mehr, nicht weniger… Was ich nicht mehr mache, ist zu schnell auf ein Sexdate einlassen und schon garnicht direkt bei mir zuhause… Und schonerstrechtmalgarnicht mit der Anal-Option.. Selbst in diesem Beziehungsstatus des „Casual Datings“ gibt es scheinbar Wertungen und Währungen… Anal ist eine davon… Scheinbar… Und „Outdoor“ … Hoch im Kurs… 🙂

Meine Grundaufgabe ist aber momentan das Herausfinden der Wegrichtung … Ich kann mich mit sovielen Männern und Frauen treffen wie ich will, ich werde damit momentan wahrscheinlich nicht weiterkommen… Weil ich garnicht so recht weiss, was ich möchte … Ausser: Nicht mehr Leiden, wieder fröhlich sein, Menschen kennenlernen, lachen und vögeln…

DAS sollte ja nun nicht so schwierig sein…

Für die Skeptiker: Ich bin nicht nur auf Online-Portalen unterwegs, ich bin durchaus in der realen Echt-Konakte-Welt aktiv, „suche“ nicht nur nach SM-kompatiblen Partnern, bin mitnichten festgelegt… Es stimmen also die Vorzeichen, aber noch spüre ich – ich bin nicht bereit… Nicht bereit zu vertrauen… Mich verkriechen halte ich für die falsche Lösung, daher durchaus das Rausgehen und Kaffee-Trinken-Dates… Aber es bleibt eben das Wachsame … immer ein Auge offen halten, nach der Lüge, der Falle, der Waffe des Gegenüber 😉

Mein Arm ist soweit wieder hergestellt, dass ich endlich wieder Sport machen kann, das sollte die Laune auch etwas auspegeln, die familiären Querelen sind auch endlich, der Job läuft… Die Stimmungstiefs sind manchmal noch echt heftig, die „Gegenmittel“ – sprich meine Freunde – aber stärker…Ha! 🙂

Fazit: Die Gesamtsituation ist gut und entspannt sich…  Ein Danke für alle aufmunternden Kommentare und auch für die Kommentare, die vielleicht schwerer zu lesen waren aber dennoch gedanklich genau das Richtige, wenn auch Unbequeme, angestossen haben….

In diesem Sinne wünsche ich Euch ein echt heisses, sonniges Wochenende!
Geniesst es und wenn Euch warm ist – nicht jammern – Eis essen! 😉

Ein Ausflug

Ein Ausflug

auf die dominante Seite, das hatte sich durch Zufall vor ein paar Wochen so ergeben. Weder besprochen noch geplant, es ist „einfach passiert“ – allerdings auch nur Online… Also das „Spielen“…. der Kontakt war schon real und „in echt“ 🙂

Ich habe es schon immer vermutet, dass ich eine sehr dominante Seite habe, konnte mir aber immer nicht vorstellen, diese auszuleben – und schon gar nicht als Domme für einen männlichen Sub. Dafür gibt und gab es mehrere Gründe, einer von ihnen – das Unwissen – gerade über die männliche Anatomie und deren Funktionalität … nein, das ist auch falsch – ich weiss schon, wie die funktioniert, aber eben nicht so sehr wie es sich für den Mann anfühlt, wenn es denn funktioniert… also, ihr wisst schon, was ich meine *g*

Nun hatte sich das irgendwie in Gesprächen ergeben und das Interesse war da, aber auch die Angst und die Zurückhaltung … Also haben wir, nein, habe ich einfach mitten im Gespräch angefangen mal auszuprobieren… Ich habe wahnsinnig viel gelernt und auch gelacht, Ballstretcher und wie diese funktionieren – faszinierend!!!

Mir hat es echt viel Spass gemacht, mir Aufgaben auszudenken, die schon anspruchsvoll waren, manchmal ein bisschen gemein – aber was ich eben nicht bin – niemals fies … Die Verantwortung für jemand anderen zu übernehmen, fand ich anstrengend und schön gleichzeitig … Ob ich das dauerhaft wollen würde? Das wage ich mal zu bezweifeln… Edgetraining, Zipline, Plug, Klammern, Strafarbeiten … War alles dabei … Und ich glaube zumindest mal, dass er in dieser Zeit eine sehr gute Zeit hatte *grins*

Was es definitiv NICHT für mich war? Sexuell erregend… Also zumindest nicht in dieser Form, die eben eher „seinem“ Lustgewinn diente, als dem meinen… Da ich keine Bilder als Beweise wollte, was bei mir sonst ja auch gerne mal dem Kopfkino dient, wusste ich – das macht mir Spass, aber das wird nicht meine dauerhafte Neu-Orientierung… Nicht für die sexuellen Gelüste 🙂

Ob ich jemals all die Dinge SELBER einem Menschen anlege oder antue, die er quasi in meinem Auftrag gemacht hat? Keine Ahnung, ich habe da immer noch innerliche Blockaden mir das vorzustellen… Weiterhin schwierig fände ich das Thema „Schläge“, besonders mit der Hand…

Aber die Macht? Oooooooh, die hat mir sehr gut gefallen… Ein bisschen ZU gut…. 🙂

Was ich am „subben“ so mag, den Kopf abschalten und alles von mir zu werfen und einfach nur loslassen zu können, das fehlt natürlich total beim „dommen“ … Ich hatte hohe Ansprüche an mich, wollte Fehler, die ich bei Doms gesehen und erlebt hatte, nicht selber machen … und damit wird es einfach anstrengend… Schön, aber anstrengend… Gleichzeitig ist es auch unheimlich schön zu wissen, was ein andere Mensch gerade „für“ mich macht… Das gefiel mir schon auch sehr gut.

Es endete dann leider bevor wir in die gemeinsame Spiel-Phase eintreten konnten … Verheiratete Männer haben eben einen grossen Haken und der heisst Ehefrau. *g*

Da ich niemals wissentlich eine Ehe sprengen oder torpedieren würde oder werde (hoffe ich), musste ich mich zurückziehen und habe daraus aber zumindest gelernt, dass ich Männer NOCH sehr viel genauer befragen werde, wie ihre sogenannte „offene“ Beziehung denn geartet ist … Denn „offen“ ist nicht gleich „offen“ … Und selbst wenn „offen“ vereinbart ist, heisst es nicht, dass „offen“ praktiziert wird… Dinge wie „Ich darf das, aber sie darf nichts davon merken“ sind in der Übersetzung eben doch nur „Fremdgehen mit mehr Angst im Nacken“ – Furchtbar diffizil diese ganzen Definitionen 🙂

An alle Männer, die diese Vereinbarung mit ihrer Ehefrau irgendwann mal getroffen haben: Frauen riechen sowas … 🙂 Frauen sind die geborenen Detektive *g* Entweder sie kommt damit klar, dass ihr andere Frauen, wenn auch in anderen Funktionen, habt, oder eben nicht… Dieses „ich will davon nur nichts mitbekommen“ funktioniert nur bei einer Miniiiiiikleinen Prozentzahl an Männern … Und meistens nur, weil sie nichts mitbekommen WILL …. Meine Meinung. Wenn es hier mitlesende Männer gibt, die das schon anders erlebt haben, ich freue mich über Beispiele, die mir das Gegenteil beweisen 🙂
Fazit: Ja, es hat Spass gemacht und ich werde es sicher wieder mal ausprobieren… Und ja, demnach bin ich ein Switch … Es gibt Schlimmeres im Leben, als das 🙂

Warum lese ich …. (3)

Warum lese ich …. (3)

Sir Alec’s Blog?

Um ehrlich zu sein, ich glaube am Anfang konnte ich da gar nichts lesen, ich las Sir Alec zu allererst in meinen Kommentaren, dann in fast allen anderen Blogs, denen ich folge, in den Kommentaren und dann auch in meinem Email-Postfach.

Ohne seine Kommentare wären manche Einträge nicht entstanden, diverse Köpfe nicht aus den Sandhaufen gekommen und einige Herzen nicht mehr geheilt… Denke ich mal 🙂

Und sein Blog? Wenn ich EIN Wort aussuchen müsste, wäre das „minimalistisch“.

Weil es wenig Einträge gibt (Ja, ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl), die sind dann oft schnörkellos direkt und daher oft auch kurz. Aber ab und an gibt es auch längere, aber egal, ob kurz oder lang, zum Denken regen sie alle an. Mal zum Nachdenken, mal um Nachforschen und mal zum Nachhaken…. 🙂

Ausserdem gibt Sir Alec selber sehr gute Leseempfehlungen… Einfach seinem Kommentarpfad folgen und anfangen zu lesen.

http://guinness44.wordpress.com/