Nicht gut genug

Nicht gut genug

Nie gut genug…
Nie ausreichend…
Nie Nummer 1…
Immer Kompromiss…
Immer „irgendwann“ …
Immer Prio Nummer 999…

Denkmuster seit Kindheit empfunden und gelebt…
Ins Ohr gemurmelt bekommen, dass man … dass Frau begehrter wird, geliebter wird, wenn sie schlank ist … Ich war 13… Damals schon Nummer 2 und nicht schön genug… Nicht schlank genug … Kurzfristig schlank gewesen, nicht mehr geliebt worden… Schlank bedeutet nicht automatisch Liebe… Erkenntnisse frühester Teenie-Jahre… Da ich nicht schlank bin, brauche ich keine Liebe…Alleine ist es eh‘ besser.

Vater liebt andere Frauen, andere Kinder mehr als die „ersten“… Nicht genug gewesen… Nicht gut genug gewesen…
Daraufhin immer Männer gesucht, die mir genau dies bestätigen…
Nicht gut genug, Nicht hübsch genug, Nicht wertig genug….
Es gibt und gab immer andere… Andere,die wichtiger, einfacher, hübscher, schlanker, witziger, klüger, heimeliger, friedlicher => liebenswerter sind.

Self-Fulfilling Prophecy oder erlebtes, immer wiederholendes Muster?

Beides!

Der Fortschritt dieser Tage?
Das Erkennen und der Versuch des Durchbrechens…

Ich muss für mich gut genug sein … Das reicht…

Der Rest da draußen? Screw you

47 Gedanken zu “Nicht gut genug

  1. Du schreibst mir aus dem Herzen!

    Muster durchbrechen ist das Stichwort. Und es lohnt sich. Wenn man an der richtigen Stelle ansetzt, kriegt man einen unglaublichen Energieschub, der einen durch das Ganze trägt. Und dann erkennt man, wie einfach es gehen kann 🙂

  2. Muster gut erkannt!
    Muster sind gut durcheinanderzubringen. Man kann sie löchern. Umstrukturieren.
    Bekämpfen hilft da nicht so.
    Eher ein gutes Sichselbst-Beeltern. Unbedingt nötig- jedenfalls für mich, ist eine feine, ausgesuchte Freundesfamilie!
    Gruß am Samstag

    1. Das ist wohl wahr … Aber auch das ist eine Erkenntnis, die gewonnen wurde … Dass Familie nicht zwingen Blut oder DNA beinhalten muss …

      Und das ist das schöne mit Mustern: Man kann auch einfach neue malen 🙂

  3. Wenn du gut genug für dich selbst sein wirst, dann wirst du es auch für eine andere Person sein. Ich habe manchmal das Gefühl, dass wenn wir heute in den Spiegel schauen, dann sehen wir sofort all die Punkte an uns, die wir nicht mögen. Wir sehen nicht den schönen Menschen, der da eigentlich vor uns steht und denken uns, dass jene unperfekte Person aus diesen und jenen Gründen nicht geliebt werden kann und wird. Beginne dein eigenes, wahres Bild zu erkennen und es lieb zu gewinnen. Denn glaube mir, es ist liebenswert.

    1. Lieber Ben,
      Du hast (leider) vollkommen recht … Ich denke auch, dass es so ist …. Zum Einen wird uns das sicher zum Großteil anerzogen… Irgendein „-er“ zu sein: Klüger, Schöner, Reicher….

      Die Liste ist unendlich…
      Die Kunst ist eben irgendwann das zu durchbrechen…. zu verstehen, dass manches gut so wie es ist und kein „-er“ mehr braucht …
      So wie es ist, ist gut …
      Einfach mal atmen und am Moment freuen und nicht bei der Jagd nach „-er“ zugrunde gehen 🙂

      1. Das Problem ist, dass es auf der Welt genügend Menschen gibt, die nur zu gern diese Jagd nach dem „-er“ bestreiten. Die ständig noch mehr herausholen wollen und nie zufrieden sind. Es ist ein Motor, der antreibt und für jene Leute funktioniert es. Problematisch ist es eben für die Leute, für die es nicht funktioniert. Die werden damit allein gelassen und sollen sich gefälligst am Riemen reißen. All die Sprüche wie „früher ging das ja auch alles“ blablabla und mit jedem Dummspruch wird da Gefühl, nicht zu passen, noch größer. Es ist aber eben nicht irgendein Spruch, der den Schalter umlegt. Das Heil in einer anderen Person zu suchen, erscheint daher durchaus logisch. Und es kann ja auch durchaus ein Anschub sein. Gerade wenn man sich selbst nicht liebt und eine andere Person es tut, dann kann plötzlich alles irgendwie stimmig werden. Leider hängt das Glück dann aber eben nur an dem Partner. Ich kenne das Gefühl, nicht genug zu sein, ausgesprochen gut. Ich kenne es so gut, dass ich mich fragte, wofür es das Leben noch wert ist. Ich weiß aber auch, dass man davon wegkommen kann. Das braucht Zeit und die Kraft mit Rückschlägen umzugehen, denn die kommen immer wieder. Bis man irgendwann tatsächlich beginnt, sich an den Momenten zu erfreuen und den Mist hinter sich lässt. Auch das macht einen dann nicht zum glücklichen Menschen, aber es ist für mich tausendmal besser, als zu versuchen, immer an mir rumzunörgeln und mich für meine fehlende Perfektion zu hassen.

      1. Naja, wie du siehst… ging es dann plötzlich doch. Keine Ahnung, was da los war. Hab das Foto schon paar Tage gespeichert und für dich gedacht. Aber du hast mich ja versetzt am Freitag… tsssss…

  4. Leben nach Mustern ist nur was für Menschen ohne Phantasie, meine liebste Madame Lila. Und sehe ich Sie ja nun sowas von überhaupt nicht katalogisiert! Also, weg mit den Mustern und ganz die Lila, die wir so fetzig finden. Grußkuß, Ihre Frau Knobloch, ungemustert.

    1. Danke, liebe Frau K.
      Aber die fetzige Lila kann nur rauskommen und Fetzen, wenn genug Energie da ist und die raube ich mir gerade selber 🙂
      Aber wie immer haben Ihre Worte gut getan, vielen lieben Dank und einen goldig-sonnigen Herbstgruss zurück 🙂

    1. Der Spruch hat sich eingebrannt, habe ich doch gesagt 🙂
      Danke 🙂 ich finde auch, dass mir das sehr gut (zu-)stehen würde 🙂
      Ich gebe die Hoffnung nicht auf 🙂 Waschbären-Ehrenwort

  5. du hast das sehr persönlich gesagt, aber es ist mehr als richtig. für mich ist das immer „seine eigene mitte finden“…..ich habe 40 jahre meines lebens damit zugebracht und bin jetzt rundum glücklich…….tu es einfach, sei dir selbst genug!

  6. Morgen ist bei uns Marathon. Jeder Läufer hat eine Nummer. Es wird einen Ersten geben, einen Letzten. Und ein paar Dazwischen. Ja und dann noch ich, der eine schöne Stelle zum Zuschauen hat, wenn die Menge an mir vorbeiströmt. Werde nicht mitbekommen wer siegt. An der Stelle sind alle noch beieinander. Viele, sehr viele Läufer, nicht auseinanderzuhalten. Wird’s mir zu viel, brauche ich mich nur umzudrehen, dann sehe ich auf den Fluss hinab, der auch strömt und irgendwo mündet, doch keinen Sieger kennt. Und während ich hierhin oder dorthin schaue, beiße ich gelegentlich in mein Brötchen, denn so ein Rennen dauert lang und macht hungrig, selbst wenn man nur Zuschauer ist. Nummer 1 im Rennen? Auf dem Brötchen ist Salami, hinter mir der Fluss, wahrscheinlich ein schöner Tag. Gegenwart.
    Freundlichst
    Ihr Herr Hund, unverständlich, aber auch mit einem Vater

    1. Herr Hund 🙂
      Ich glaube, dass ich’s durchaus verstanden habe … Zumindest für mich war ein Teil sehr verständlich und den nehme ich mir zu Herzen… 🙂
      Danke 🙂

      1. Ach, ich finde das nur ärgerlich… Wenn doch nur mal alle gesund wären *seufz* Mir fehlt eine stabile Abwehr … Am Kampfgeist mangelt es ja nicht … Lichtblick: Kloppo ist nicht vom Platz geflogen 🙂

  7. Ich stimme Ben zu, die jagt nach dem „-er“ macht uns zum sklaven (hätte ich das nicht so formulieren sollen? GGG) sich selbst erkennen und sich selbst führen ohne darauf zu achten ob man gerade gesellschaftsfähig ist, ist eine gute übung. einfach mal in jogginghose und knautschleibchen raus gehen, einkaufen. die bewundernden blicke genießen. die verachtung auskosten und den zig augen zeigen, dass man es nicht nötig hat sich eine schöne hülle zu verpassen.

    ich arbeite seit einigen jahren als sexualassistent mit behinderten menschen. was mir da alles an schönheit schon begegnet ist, findet niemand in einem modekatalog, keiner auf dem laufsteg, nicht in magazinen. natürlich weiß eine spastikerin, dass sie keinen „eleganten“ gang hat, aber niemand sonst bringt die nackten brüste SO in bewegung, selbstverständlich ist eine brustamputation keine ergänzung, und gerade weil eine fingerdicke narbe auf dem brustkorb jemandem das leben gerettet hat, sieht man die schönheit des menschen als ganzes und wertvoll. das leben selbst ist unsere schönheit, ist unser geist und bietet uns alles, es auszukosten. das redet sich leicht daher und ich bin keiner, der sich mit vergleichen abspeist, doch

    nicht wie wir aussehen ist unsere schönheit, sondern das was wir tun, was wir schaffen zu sein, ist schön. unsere freude, unsere trauer ist schön. ob ich mit einer dicken frau kuschle, mit einer beinlosen oder einem modell – das kuscheln ist schön….
    und was du uns hier bietest macht dich zur schönsten der welt
    ich umarme dich du schöne lalelulila

    1. Danke lieber Gerald!
      Du hast in allem sehr wahres gesagt … Und ich möchte das nicht mehr, ich mochte es noch nie … Wird Zeit, dass ich das für mich verinnerliche 🙂

  8. Ich kann dich so gut verstehen. Etwas nie erreichen zu können, eben weil der Anspruch, der gesetzt wurde, das innere Gefühl vollkommen übersteigt.

    Doch, deine Erkenntnis ist das wichtigste überhaupt, und die wird schon schwer genug sein. Ich weiß es selber.

    1. Ich weiss ja nicht, ob das immer so eine gute Sache ist, dass meine Beiträge in Deinem Kopf festsitzen…. 🙂

      Ich gebe mein Bestes, dass es eine grandiose Woche wird, die Donnerstag in Amsterdam ihren Höhepunkt hat 😉

      1. Das stimmt wohl, weil meistens habe ich dann auch einen Spiegel hinter dem Rücken versteckt, den ich dir dann unters hübsche Näschen halten werde 😉

      1. Ich bin froh, wenn der Tenor ‚Versuchen‘ ist. Auch wenn es mitunter Mut erfordert.

        Whoah, das ist jetzt aber ganz schön ‚meta‘, oder!? :*

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