Friday-Post

Friday-Post

DER Links-Aussen auf Solopfaden für einen schönen Ausklang der Woche 🙂
Die neuen Werke sind sehr zu empfehlen, hier aus gegebenem Anlass ein älteres Werk.

Mein Freitagsritual werde ich mir – trotz Herz-Bruch – nicht nehmen lassen, daher freue ich mich auf heute abend. Das dann sogar in der Extended-Version mit Motorrad-Akrobatik und Krach im Anschluss…

Hach, das Leben ist schön…. 🙂

Euch ein schönes Wochenende!

Stock geklaut…

Stock geklaut…

Die werte Candy Bukowski hat ein paar Stöckchen geworfen, ich fand die Fragen so toll und habe die dann auch mal beantwortet.

 

– Schreiben ist…

Befreiend! Beruhigend! Bekräftigend! Beharrlich! Begreifen!
Ich habe schon immer Tagebuch geschrieben, was ich heute nur unter extremen Lach- und Kicheranfällen lesen kann, zumindest teilweise. Und gebloggt habe ich auch schon an anderen Stellen. Es ist ein Ventil ohne das ich vielleicht platzen würde.

 

– Bloggst Du offen oder anonym und warum so und nicht anders?

Mittlerweile Semi-Anonym, würde ich sagen. Am Anfang stand die Angst erkannt und be-/verurteilt zu werden im Raum, mittlerweile könnten mich Menschen aus dem RL durchaus erkennen. Auch wenn es mir nicht mehr soviel ausmachen würde, enttarnt zu werden, würde ich das wie wann und wo gerne selber in der Hand haben. Da ich aber auch gerne Blogger IRL treffe, bleibt es bei der Aussage „Semi-Anonym“ 🙂

 

– Worüber schreibst Du, was ist Dein Genre? (fiese Frage, ich weiß 😉 )

Mich und meine Gedanken. Die Frage ist gar nicht so fies? 😉 Begonnen als Date-/Sex-/BDSM-Blog, Einfluß aus dem Herzen, dem Persönlichen ist es jetzt …. hmm ja, mein Gedankenspeicher, meine „Cloud“, meine Kraftquelle, Inspiration, Tagebuch, Scribble-Buch… Es gibt keinen rein fiktionalen Text bei mir, alles hat irgendwie mit mir zu tun. Manchmal verrenne ich mich dabei, hole mir eine Beule, aber es macht einfach Spaß zu Schreiben und zu Teilen…
Definitiv keine große Poesie .. Dichtung liegt mir leider garnicht, bis jetzt … Aber hier hat sich schon soviel entwickelt, wer weiß also, was als nächstes auftaucht 😉

 

– Begrenzt Du Dich selbst dabei, gibt es eine Schere?

Nur insofern, als dass ich keine Echt- oder Klarnamen verwendet… Alle anderen Personen, inklusive mir, existieren… leben… atmen…
Nach ein paar Kommentar-Trollen habe ich eine Weile auf Persönliches verzichtet, aber die scheinen sich mittlerweile verzogen zu haben, haben eine andere Spielwiese gefunden und ich möchte eigentlich auf meinem Blog nicht nur an der Oberfläche kratzen.
Manchmal merke ich, dass ich mit angezogener Handbremse schreibe, die Artikel überarbeite ich dann ab und an mal… Aber ansonsten versuche ich impulsiv aus dem Hier und Jetzt zu schreiben.

 

– Das Beste und das Blödeste am bloggen ist…

Das Beste? Die anderen Blogger … Auf alle Fälle die anderen Blogger. Ich lese viel, kommentiere gerne und viel. Ich mag‘ (fast) alle Kommentare auf meinem Blog, selbst die Unangenehmen geben mir „food for thoughts“. Unhöflich waren bis jetzt nur wenige, ich genieße den Austausch.

Das Blödeste? Dass ich mich mittlerweile dabei ertappe, wie ich schon in einer Situation darüber nachdenke, wie ich das verbloggen könnte. 😉

 

– Was ist Dein liebster, eigener Text und warum?

Ich + Du = Wir

Selten habe ich so herznah geschrieben wie in diesem Text, alle meine Wünsche, Hoffnungen, Gefühle reingelegt.
Auch wenn das Ziel der Begierde schreiend davon gelaufen ist beim Lesen und auf dem Weg alles Porzellan zerbrochen und alle Türen zugeschlagen hat … ich würde das gerne nochmal schreiben, wenn es der richtige Mensch denn auch zu schätzen weiß. Vielleicht gelingt mir das.

 

– Das große Thema meines Lebens lautet…

Öhm … Leben: Erleben, Durchleben,Überleben. Veränderung, Lernen, Weiterentwickeln.

 

– Ich bin eine coole Socke, weil…

… ich alles tue, um genau DAS nicht zu sein.

… ich wie ein cheerleadernder Powerwaschbär bin und gerne mal Schampus trinkend auf einer Kellertreppe sitze, mit anderen Bloggern.

… ich selbst im tiefsten Dunkel ein Streichholzheftchen dabei habe.

 

– Ich bin arschlangweilig, wenn es darum geht…

… zu bügeln. Deswegen mache ich das nicht mehr. Ab und an muss ich das beruflich machen, das reicht. Im privaten Leben habe ich so gut wie keine Bügelpflichtigen Dinge. Abgeschafft.
Vielleicht bin ich da aber auch SAUkreativ dabei, dem aus dem Weg zu gehen … das ist eine Frage der Perspektive 😉

Charakterlich wäre ich gerne ein wenig mutiger, falls das die Frage war.

 

– Der Wert der Dinge bemisst sich für mich ….

… an den damit verknüpften Erlebnissen – Erinnerungen will ich es nicht nennen, obwohl das mit rein spielt, aber dann wären es nur Dinge der Vergangenheit.

Ich leg‘ das Stöckchen mal zurück zu Frau B’s Stapel und wünsche Euch einen guten Start in die Woche. 🙂

Find Dich gut

Find Dich gut

Hach, es ist so schön, dass soviele meiner Lieblingskünstler grade neue Alben raushauen. Die Lila freut das extremst.

Als Kontrast zu gestern, dann heute mal eine Hymne für’s sich selber toll finden. Eine Aufgabe, die ich noch meistern muss. Das Lied zum Motivieren habe ich ja jetzt schonmal. 🙂

Farin Urlaub Racing Team – Faszination Weltraum – Find Dich gut

 

Wenn dich dein Leben schon lang nicht mehr reizt
weil es ständig nur Kritik gibt, doch mit Lob wird gegeizt
dann hilft nur eins: die Fahne raus
halte sie hoch, spende dir selber Applaus

Find dich gut, find dich einfach super
wenns kein anderer tut
Find dich gut, hau dir auf die Schulter
mach dir selber Mut

Bist du schon lange auf Liebesentzug
weil du nur toll bist, aber nie toll genug?
Du hast zwar grad Wunder vollbracht
doch niemand kommt und sagt: das hast du super gemacht!

Find dich gut, find dich einzigartig-
das bist du, absolut
Find dich gut, nicke anerkennend
zieh vor dir selbst den Hut

Du bist zu gut für diese Welt
nur: bescheiden, wie du bist, hast du das keinem erzählt
doch wenn die anderen dein Genie nicht erkennen
sei nicht so schüchtern, und werde dein eigener Fan

Find dich gut, knie mal vor dir nieder
zoll dir selbst Tribut
Find dich gut, streichel dich mal wieder
wenns kein anderer tut

„Wie geliebt“ … wie Faust auf Auge….

„Wie geliebt“ … wie Faust auf Auge….

Eigentlich geht es Dir gut, nur ab und zu fehlt Dir noch was
Als ob Du nach etwas suchst
Nach etwas mehr als nur Spass
Mehr als ’ne gute Zeit
Noch mehr als nur sorgenfrei
Statt einer endlosen Nacht, etwas was Dir auch am Morgen noch bleibt
Doch allmählich wächst Deine Angst
steigert sich jeden Tag
Das, was Du vom Leben verlangst,
etwas mehr als es zu geben vermag
Etwas, das eh nur die Wenigstens haben
Dir seh’n es nur die Wenigstens an
Da scheinbar bei Dir alles passt
Nur dass Du das Eine nicht hast

Wenn eine Kleinigkeit fehlt
und eigentlich gings Dir gut
Aber du wünschtest Dir oft Du hättest
Doch Du hattest kein Mut
Was ist das alles hier wert
wenns keiner mit Dir teilt
Denn Du hast so vieles zu geben
Aber findest keinen
Wenn eine Kleinigkeit fehlt
und eigentlich geht’s Dir gut
Aber du wünschtest Dir oft Du hättest
Doch Du hattest kein Mut
ja, Du hast viele Freunde
nur nicht diesen einen Mensch
Der Dich ein Leben lang begleitet und sein Eigen nennt

Manchmal lädst Du Dir Leute ein
Ist doch gut, dass es Freunde gibt
Denn Du fühlst Dich gut bei Ihnen
Nur eben nicht geliebt
Doch alle sind da für Dich
nur was, wenn sie wieder gehen
Kannst Du Deinem Spiegelbild
Dann noch gegenüber stehen
Denn was es Dir ständig zeigt
Ist „Du hast es nicht geschafft“
Mal tust Du Dir selber leid
und das nimmt Dir noch mehr Kraft
Mal kämpfst Du dagegen an
doch leider gibt es keinen Mensch
Der Dich begleitet und sein Leben lang sein Eigen nennt

Wenn eine Kleinigkeit fehlt
und eigentlich gings Dir gut
Aber du wünschtest Dir oft Du hättest
Doch Du hattest kein Mut
Was ist das alles hier wert
wenns keiner mit Dir teilt
Denn Du hast sovieles zu geben
Aber findest keinen
Wenn eine Kleinigkeit fehlt
und eigentlich geht’s Dir gut
Aber du wünschtest Dir oft Du hättest
Doch Du hattest kein Mut
ja, Du hast viele Freunde
nur nicht diesen einen Mensch
Der Dich ein Leben lang begleitet und sein Eigen nennt

Für Dich hat jede Nacht 100.000 Stunden
Du liegst wieder ewig wach
Zuwenig Schlaf gefunden
Deine Zweifel kreisen Dich
Von allen Seiten ein
Vielleicht bist Du ja einfach nicht dafür bestimmt zu zweit zu sein
Bestimmt gibt es da draussen Tausende, denen es genauso geht.
Wenn die auch so drauf sind, brauchst Du keinen von denen mit nach Hause zu nehmen.
Denn am Ende bleibt nur wieder dieses eine Gefühl
Nie zu kriegen, was man eigentlich will.

Wenn eine Kleinigkeit fehlt
und eigentlich gings Dir gut
Aber du wünschtest Dir oft Du hättest
Doch Du hattest kein Mut
Was ist das alles hier wert
wenns keiner mit Dir teilt
Denn Du hast sovieles zu geben
Aber findest keinen
Wenn eine Kleinigkeit fehlt
und eigentlich geht’s Dir gut
Aber du wünschtest Dir oft Du hättest
Doch Du hattest kein Mut
ja, Du hast viele Freunde
nur nicht diesen einen Mensch
Der Dich ein Leben lang begleitet und sein Eigen nennt

Leider noch kein Video oder Soundcloud-Link verfügbar, einfach mal auf dem neuen Album der Fantastischen Vier anhören

Transfusion

Transfusion

Ihr ist kalt. Ihre Augen sind geschlossen, aus der Ferne nimmt sie ein Summen war und ein Pochen.
Halt, nein, das Pochen kommt von Innen… Ein beruhigender, langsamer Rhythmus…. Do-Dong, Do-Dong, Do-Dong… ihr Herz…. Schlägt…. Noch. Langsam. Ihr ist kalt.

Sie weiß nicht, wie lange sie geschlafen hat, traumlos. Ihr ist immer noch kalt. Sie versucht die Augen zu öffnen, die Wimpern sind verklebt. Eine Mischung von Mascara, Tränen und Schlafmatzen. Sie möchte reiben, kann jedoch nicht – sie ist fixiert … Von was und wo und wie? Sie weiß es nicht. Mit Zwang und dem Verlust von ein paar Wimpern öffnet sie ihre Augen. Zwinkert, mehrfach, blinkt, die Augen tränen.

Sie schaut an sich runter: Auf einem Stahlstuhl sitzend, Handgelenke und Fußgelenke an den Stuhl gebunden, Schläuche überall. Aus mehreren Stellen ihres Körpers kommen Schläuche raus, durch die eine Flüssigkeit entflieht, tiefrot, warm…. Ihr ist kalt, so kalt.

Sie hebt den Kopf soweit es geht und schaut sich um, rechts und links nur dämmriges Licht, irgendwo flackert etwas… ein Feuer? Sie hört dieses Summen wieder, hört ein Lachen…. Die Schläuche führen abwärts… Sie richtet sich auf und lehnt sich vor… Ihr wird schwindelig… Das „Do-Dong“ wird schneller und ihr schwindelig… Sie macht die Augen zu, ihr ist kalt.

Als sie die Augen wieder öffnet, hat sie Welt aufgehört den Stuhl im Kreis zu drehen. Langsam lehnt sie sich vor und lunst in den Abgrund, warm und hell erleuchtet.
Sieht SIE, prall und rosig, eine Armee von Babies um sie herum, alle freudig die nächste Zitze erhoffend. Um den Sessel stehen Flaschen, Gläser, Tassen… Gefüllt mit roter Milch, voller Lebenskraft, gewürzt mit Liebe und Optimismus. Mama trinkt davon, leckt sich die Lippen, Schmatz, reibt sich das feste Runde Bäuchlein, nimmt sich ein Kind und legt es an. Gierig saugt es, die Extase der Symbiose ist in beiden Gesichtern zu sehen.

Erschöpft lehnt sie sich im Stuhl zurück. Sie versteht nicht. Noch nicht. Ihr ist kalt.

Das Summen, es wird lauter… Das Quieken und Lachen sind einem sanften Schnarchen gewichen. Sie schaut über die Armlehne runter, die Glut taucht alles in warmes, rotes Licht. Sie schaut an ihren Schläuchen hinab, folgt ihnen, sie enden bei ihm. Er sitzt in einem Käfig, das Summen ist die elektrische Spannung, die ihn daran hindert auszubrechen, aufzuhören, ihn zwingen weiterzumachen, keine Pause. Kontinuierlich saugt er die verschiedenen Schläuche an, spuckt das Blut, ihr Blut, in einen großen Topf, rührt um, gibt Gewürze wie Vertrauen, Sicherheit und Zukunft hinzu. Schmeckt ab, rührt um und saugt und spuckt weiter.
Wenn der Topf voll genug ist, füllt er die Suppe des Lebens in Flaschen und Kannen ab, stellt sie auf ein beheiztes Fließband, das direkt zu IHREM Sessel führt.

Ihr ist nicht mehr kalt, die Hitze der Erkenntnis, die Ausweglosigkeit der Situation lässt ihr Blut kochen. Er bemerkt die Temperaturveränderung, schaut hoch, müde Augen treffen sich.

Sie weiß, sie wird sterben – so oder so. Wenigstens einen Versuch wird sie starten, ein letztes Mal kämpfen. Sie dreht und wendet sich, bäumt sich auf. Das Seil schneidet tief in ihr Fleisch, hinterlässt Spuren. Langsam löst sich einer der Schläuche… Mit einem „Plopp“ verlässt er ihren Körper, fällt nach unten, ihr Blut tropft auf die Glut, es zischt. SIE wacht auf, grunzt ihn an, schaut nach oben, schaut ihr in die Augen, zornig funkelnd, hämisch lächelnd. SIE weiß, dass es jetzt nicht mehr lange dauern wird, es wird schneller gehen. Das Letzte Blut ist in Wallung, läuft ihm entgegen, brennt, köchelt, verbrennt ihm den Mund. Er hustet, röchelt, bekommt keine Luft. Sein Gesicht läuft blau an, sie hört ein panisches Grunzen, lautes hilfeschreiendes Quieken. Lehnt sich zurück, der Sog lässt nach. Das Summen wird leiser, das Pochen langsamer.

Ihr ist kalt, sie versteht. Sie macht die Augen zu und ergibt sich der warmen Umarmung des Todes. Warm, endlich warm.