Schweigen (der Männer)

Schweigen (der Männer)

Ich habe schon mehrfach über Schweigen als Kommunikationsmittel geschrieben, zum Beispiel bei H.
Ich sollte mir vielleicht den Text von MrsMcH zu diesem Thema nochmal genauer durchlesen zu finden hier, aber es ist einfach so, dass mich das gedanklich beschäftigt.

Ich habe da so einen Mann an der Hand, der jedesmal, wenn irgendwas schief läuft oder wir nicht einer Meinung sind und er keinen Bock auf Stress hat, einfach abtaucht.
Mitten im Satz ist er quasi weg. Still. Stumm. Für Tage, Wochen, manchmal Monate … Auf diversen Plattformen kann man (bzw. ich) sehen, dass er noch lebt. Er spricht mich aber nicht an, er reagiert nicht, er schweigt einfach. Man(n) könnte dies als Mindfuck-Spielchen oder „Mal gucken, wer länger durchhält-Spielchen“ definieren, ob er das tut, weiss ich nicht mal. Fakt ist, dass ich jetzt schon mehrfach betont habe, dass das für mich nicht funktioniert. In der Vergangenheit hätte ich bereits mehrfach versucht, die Situation aufzudröseln, hätte den ersten Schritt gemacht (ich kenn‘ sowas ja – das Ego steht da schon echt wie ein breitbeiniges Arschloch im Weg, kann mann nicht einfach so dran vorbeigehen) … aber ich mag‘ nicht mehr dröseln. Es sollte einfach nicht so kompliziert sein. Ich brauche auch nicht mehr. Denn – es ist wie so oft beschrieben: Wenn ein Mann will, dann meldet er sich auch. Meldet er sich nicht, dann will er auch nicht.
Es ist einfach – ganz einfach.
Möchte man einen Menschen besitzen, soll er ein „Mein“, „Dein“, „Sein“, „Ihr“ tragen, dann trägt man nicht nur einen Titel auf der Zunge sondern auch Verantwortung. Für körperliches aber vor allem seelisches Wohlergehen. Um das sicher zu stellen, bedarf es der Kommunikation und damit auch dem Ignorieren des eigenen Egos. Kann man das nicht, kann man nichts besitzen. Es ist ganz einfach.
Mir bedeutet das was, ich kann das, ich mache das und praktiziere das. Es fällt mir nicht immer leicht, aber ich möchte nicht anders behandelt werden, daher behandle ich nach meinem Moralempfinden- Das sind aber eben meine Ansprüche. Meine Ansichten. Und eben auch meine Erwartungen.
Es ist ganz einfach. Entweder man(n) meldet sich, oder eben nicht.

Der andere Mann an meiner anderen Hand verfällt regelmäßig in ein anderes Schweigen – das der Schockstarre … aus der „Ich sage besser gar nichts mehr, dann kann ich auch nichts falsches sagen“-Motivation heraus… Manchmal vermutete ich in der Vergangenheit auch ein schmollendes Schweigen, manchmal ein desinteressiertes, ab und an ein wütendes Schweigen. Auch alle wunderbar NICHT geeignet als Kommunikationsmittel, wenn man nicht zusammenlebt, keine Chance auf den Gesichtsausdruck und die Tonalität der gesprochenen Worte hat.
(Kein Emoticon der Welt transportiert ein schmollendes Schweigen.)
Alle Versionen sind einfach total UNPRODUKTIV … Kommt keiner weiter mit! Ich mag‘ in der Vergangenheit oft zu impulsiv gewesen sein, hätte sicher öfter mehr nachdenken können, bevor ich etwas aus mir rausschreie… Aber ich schweige eben nicht. Ich hoffe, dieser Mann lernt, dass es einen einfach nicht weiterbringt, wenn man nichts sagt und vor lauter „Angst“ schweig. Dass das meist schlimmer ist, als einfach auszusprechen, dass man unsicher ist … oder etwas nicht verstanden hat … oder verletzt wurde … oder eine Grenze überschritten wurde… Es gibt wenig wirklich erfolgreiche Gedankenleser auf dieser Welt, ich habe noch keinen getroffen 🙂

Ich strafe auch nicht mit meinem Schweigen … Ich kenne genug, die das tun. Ich bin mit Menschen aufgewachsen, die das tun. Ich habe es früher auch getan und dabei fast einen Menschen in den Suizid getrieben. Ich habe mich geändert. Das ist einfach kein Stil. Und vor allem ist es nicht das, was es für den Schweiger vielleicht sein soll: Es ist nicht zielführend. Man wirkt weder souverän noch stark, wenn Schweigen als Waffe verwendet wird. Zum Einen kann man das super schnell aushebeln (Jahrelang praktiziert – easy peasy.. ), man kann sich dem auch entziehen, wissend, dass der Schweiger innerlich kocht, seine Wut und sein Ärger ihn/sie von innen auffrisst … Gibt ja kein Ziel.. nur das eigene Schweigen, die eigene Stille… Man kann eben nicht Spass haben und Straf-Schweigen gleichzeitig… Kurz: Es ist einfach armselig…

Hach, vielleicht lese ich doch nochmal den Text von MrsMcH 🙂

Mein liebstes Schweigen ist mit meiner besten Freundin… gegenüber auf der Couch sitzend, Füsse unter der Decke, Teetasse in der Hand und einfach mal – nichts sagen…
Köstlich…

Ich werde gut darin, meine eigene Gartentür fest zu verschliessen und andere in ihren Vorgärten unglücklich dem Unkraut zuschauen zu lassen… Ohne Tipps zu geben, ohne eine helfende Hand anzubieten. Ich bringe meinen Vorgarten in Ordnung … das reicht…

Achso, ein weiteres gutes Schweigen gibt es – Wenn Du nichts Gutes zu sagen hast, sag‘ einfach gar nichts.. 🙂

In diesem Sinne … stapft schön durch den Schnee

Lila

Last chris…. Friday… :-)

Last chris…. Friday… :-)

Sodele,

immerhin eine Konstante hat sich in mein Leben geschlichen und das ist dieser, mir mittlerweile liebgewonnene, Freitagspost.

Was eine verf***e unweihnachtliche Vorweihnachtszeit… Der volle Terminkalender verbunden mit den Nachwirkungen der Therarpiegespräche, den ersten Konsequenzen, dem Versuch Verhaltensweisen langsam zu justieren … Puh… 🙂
Ich hätte mir einen Weihnachtsurlaub verdient, habe aber keinen – dafür sturmfreie Bude im Büro … Keine Kinder, keine entfernte Verwandschaft – Telefon- und Blumendienst… 🙂
Und Zeit hier ein bisschen weiterzukommen. Ich habe ein paar Beiträge in der Pipeline, die ich kopfässig nicht attackieren konnte. Immer nur Freitagspost ist doch auch traurig.
Männer dürfen momentan dort bleiben, wo sie sind – an ihren angestammten Plätzen, in ihren mir angenehmen Rollen… Klingt arrogant und egoistisch, aber man sagte mir kürlich, dass mit mehr Egoismus auch mehr Selbstsicherheit käme. Probieren wir das doch mal aus.

Der Leinenmann und ich führten mal wieder spannende Diskussionen ums Verständnis. Es ist faszinierend, wie ungleich Wahrnehmungen sein können, selbst nach dem 100sten Vorfall steht man manchmal da und denkt sich „ich habs’s doch jetzt oft genug gesagt? Wieso kommt das nicht an?“ und die andere Seite steht da, total verunsichert, unfähig sich zu bewegen, weil jede Bewegung eine falsche sein könnte. Ketzerisch könnte man sich die Frage stellen, was es ist, was den einen am anderen hält, in einer rational betrachtet ausweglosen Situation, die eigentlich nur ins Chaos führt, führen kann. Manchmal ist es aber auch einfach gut, sich gar keine Fragen zu stellen, sondern den Ist-Zustand zu optimieren – ohne Pläne zu schmieden, Träume und Wünsche zu formulieren oder Entscheidungen treffen zu müssen. Manchmal ist Stillstand auch gut so.

Daher, lieber Leinenmann, das hier ist für Dich:

Bringing me higher than I’ve ever been before
I’m holding it back, just wanna shout out give me more
You’re just a hideaway, you’re just a feeling
You let my heart escape, beyond the meaning

Not even I can find a way to stop the storm
Oh, baby, it’s out of my control, whats going on?
You’re just a chance I take to keep on dreaming
You’re just another day that keeps me breathing
aah aah aah yeah
You’re a day that keeps me dreaming

Auf ein stressfreieres, harmonischers, spielerisch leichteres neues Jahr – plus alle anderen Wünsche, die Du bereits auf anderem Wege erhalten hast.
Und verdammt noch Mal: Komm‘ in die Puschen und mach‘ mehr schöne Kunst, verdammte Hacke! Echt jetzt mal! Und KOMM‘ mir nicht wieder mit Zeit… Sonst musst Du ein Profilfoto von Dir als weissen Hasen aus Alice im Wunderland malen. 🙂

Für alle anderen gibt es eines meiner Lieblingsweihnachtslieder – eben weil es so gar keins sein will 😉

Falls wir uns nicht mehr lesen – Euch allen schöne freie Tage, soviel Weihnachten wie ihr mögt und ertragen könnt.

Dicken Schmatzer in die Runde,

Lila

TGIF …

TGIF …

nunja … TGIF würde ich ja schreien, wenn ich wüsste, dass es besser wird am Wochenende. Das Hamsterrad dreht sich aber unaufhörlich weiter, egal welcher Wochentag es ist.

Ich liebe mein Projekt „Klare Ansagen machen“ mittlerweile … Sehr schön! Im Büro kann ich es mittlerweile sehr gut umsetzen, zum Leidwesen der Betroffenen. Aber meine Zeit ist zu kostbar – faule Kompromisse und „na guuuuuuuuut, vielleeeeichts“ – näh …

Als meine Mutter mir unter Tränen vorwarf, ich würde ihr aus dem Weg gehen und sie meiden, habe ich sehr ruhig dargelegt, dass das stimmt und eine Reaktion auf ihr Verhalten sei. Es kam dann noch ein Schwung Vorwürfe und Anschuldigungen und es war damit der perfekte Moment ihr zu berichten, dass ich eine Therapie anfange.
Wir sind dann sehr schnell von ihr zu meinem Vater und meiner Familie abgedriftet, ich bin noch nicht bereit mit ihr die sie betreffenden Themen zu bequatschen. Aber immerhin ist es ausgesprochen. Und man kann sich neu aufeinander einstellen. Mal sehen.

R. macht mir sehr viel Freude(n) … Ich habe fast das Gefühl, dass er ein wenig in Weihnachts-Laune ist 🙂 Dabei ist er doch so gerne ein wenig grumpy-geheimnisvoll-distanziert 🙂

Zum Leinenmann gibt es kaum noch was zu sagen. Die Emotionen schwanken zwischen Verachtung, Mitleid & Enttäuschung und einer Trauer, ob der immerwährenden Hoffnungsfrage „was wäre gewesen wenn?“. Sein Verhalten bleibt weiterhin mehr als unschlüssig für mich. Es ist aber nicht mehr meine Aufgabe dieses zu entschlüsseln. Kann ich eh‘ nicht. Und da sich nichts ändert, bleibt mir nicht mehr als mit der Schulter zu zucken und weiter zu gehen.

In diesen und anderen Situationen lege ich mir folgendes Liedchen auf die Lippen und hüpfe beschwingter auf der Straße meines Lebens weiter.

In diesem Sinne hoffe ich, dass Ihr alle ein wunderschönes Wochenende habt.

3. Kerzchen nicht vergessen 🙂

Lila

Wunschzettel

Wunschzettel

Ich habe vor ein paar Tagen den „Auftrag“ bekommen, einen Wunschzettel zu schreiben. Für mich, von mir, für meine Beziehungen, von meinen „Beziehungen“, von meinen Freunden … Ich werde die sicher weiterführen und ggf. auch aktualisieren. Ich habe so das Gefühl, dass sich das in den nächsten Wochen alles permanent ändern wird.

 

Für den Auftraggeber: Diese Wunschliste ist nicht personen-spezifisch. Wenn Du dich angesprochen fühlst – be my guest. „Deine“ personalisierte Wunschliste ist noch in Arbeit. Ob ich sie Dir je schicken werde? Who knows… Kommt auf’s Timing drauf an. 🙂

 

 

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Ich wünsche mir, dass …

… Wunden heilen – schneller als bisher.

… Erkenntnisse in Taten umgesetzt werden und nicht aus Feigheit Tagträume bleiben.

… Verlangte Ehrlichkeit genauso zurückgegeben wird.

… nur erwartet wird, was man in der Lage ist im eigenen Fall zu leisten.

… Jemand die Kraft, Lust und Ausdauer mitbringt, mich zu verstehen und kennen zu lernen.

… Mehr Männer die Eier in der Hose hätten und zu dem stehen, was sie sich wünschen. You can’t have it all, boys. Und wenn ihr Euch für Heim&Herd entscheidet, macht das mit ganzem Herzen. Kein mentales Fremdgehen, kein „Ist doch nix passiert“, kein „nur mal naschen“. Wenn ihr Freiheit&Abenteuer UND Heim&Herd wollt, klärt Euer Leben, so dass ihr das offen und ehrlich Leben könnt. Ansonsten belügt ihr neben Eurer Frau und Affären am meisten die Person in Eurem Spiegel beim Zähneputzen.

… Erkannt wird, dass auch „white lies“ lies beinhaltet und daher auch verletzen.

… Sich mehr entschuldigt wird. Für Fehleinschätzungen, verletzende Worte, Entscheidungen oder nicht eingehaltene Verabredungen. Es ist kein Zeichen von Schwäche „es tut mir leid“ zu sagen. Im Gegenteil.

… Die eigenen Probleme nicht auf mich zu projiziert werden. Ich habe wahrlich genug eigene Knackse, die durchaus sichtbar sind. Im Gegensatz zu einigen Menschen in meinem Leben arbeite ich immerhin daran. Ich würde mir wünschen, die Projektoren würden das auch tun.

… Ich lerne, dass ich nicht allen Menschen helfen kann. Die Erkenntnis ist wohl, dass ich nur ganz, ganz wenigen helfen kann. Wenn überhaupt.

… Ich aufhöre, mich in Männer zu verlieben, die mich nicht wollen.

… Ich aufhöre an Männern festzuhalten, die mich nicht wollen.

… Ich lerne, diese Männer zu erkennen, damit ich die oben genannten Punkte garnicht erst lernen muss.

… Ich nicht so verflucht „nett“ bin und permanent Rücksicht nehme. Bis zur Selbstaufgabe … Mal Egoist, mal Arschloch sein … Gerade bei den Männern der nahen Vergangenheit wäre das besser für mich gewesen.

… sich mehr bewegt wird. Diese Trägheit und Entschluss-Losigkeit … Die macht mich so müde und mürbe und widert mich an. Bewegen oder aufhören zu jammern. Kerr! Ganz kurze Geduldszündschnur an dieser Stelle, die Autorin.

… sich nicht hinter äußeren Einflüssen versteckt wird, die einen „angeblich“ zurückhalten. Wenn diese Einflüsse bremsen, ändere sie. Wenn man sie nicht ändern will oder sie sich nicht ändern lassen, akzeptieren, hinnehmen und damit leben. Aber nicht dahinter verstecken. Punkt! (Ich bin noch am überlegen, was ich für Einflüsse gelten lassen würde, die sich wirklich nicht ändern lassen. Freiwillige vor!)

… es wieder in Mode kommt, dass man zu seinen Entscheidungen steht. A) Welche trifft und b) dazu steht … Wankelmütigkeit, Opportunismus … Komme ich grade gar nicht drauf klar.

… klare Ansagen gemacht werden. Ich muss das gerade lernen, es ist eine der schwersten Lektionen meines Lebens. Total atypisches Verhalten für mich. ABER – tatsächlich hilfreich. Sag‘ mir, was Du willst, was Du nicht willst, was Du Dir wünschst, was Du nicht leiden kannst, was Dich stört … So kann man wenigstens miteinander reden. Entweder wir finden einen Konsens und/oder Kompromiss, oder aber eben nicht. Dann ist das auch okay. Aber zumindest fragt sich hinterher keiner „was gewesen wäre wenn“. Verschwendete Lebenszeit! 🙂

 

… ich ganz viel, was hier steht, hinter meine eigenen zarten Öhrchen schreibe und nicht mehr vergesse. 🙂

 

Einen schönen Start in die Woche, Ihr Lieben! 🙂

Schleierlüften, Teil 2

Schleierlüften, Teil 2

DasManuel wollte noch ein paar Fakten von mir… bittersüß-lovely …. öhm, ja… nun… okay.

Da mein eigentlich geplanter Beitrag für heute gerade sehr ins Persönliche abdriftet und eine öffentliche Hinrichtung für jemanden bedeuten würde, stelle ich diesen erstmal zurück und gebe noch ein paar Fakten über mich und mein ach-so-tolles-Leben preis.

Den Banner mag ich weiterhin nicht verlinken und weitere Nominierte wird es nicht geben. Wenn ihr mir etwas von Euch preisgeben möchtet, fühlt Euch frei und macht einfach mit 🙂

 

1.) Ich habe eine Leidenschaft für Nilpferde. Das war mal extremer. In meinem Schlafzimmer ist meine 1m hohe und genauso breite Emma-Elizabeth mein Hut-Halter. Eine Pappmache-Nilpferd-Dame im Badeanzug. Das ist das größte Exemplar meiner Sammlung. Das kleinste ist eine Vitaminpille aus den USA für Kinder. Im Oktober habe ich ein Nilpferd gestreichelt und gefüttert. Großartig.

2.) Männer waren/sind für mich notgeile, unkontrollierte Wesen. Aufgrund unschöner Ereignisse in meiner Kindheit und Jugend mit unserem Hausarzt, habe ich mich lange nicht von meinem Vater oder Bruder anfassen lassen.Wenn ich nach ihnen in die Badewanne bin (trotz neuem Wasser), bedeutete das für mich, dass ich die Wanne mit Desinfektionsmittel gewaschen habe, damit kein Sperma mehr in der Badewanne hing (nicht, dass ich jemals einen von Ihnen beim onanieren in der Badewanne gesehen hätte). Jahrelang hatte ich daher ein etwas gespaltenes Verhältnis zu Sperma und erst vor Kurzem den Ekel davor weitestgehend abgelegt. Manchmal möchte ich beim Blow- oder Handjob dennoch gerne Gummihandschuhe tragen. Gottseidank empfinden manche das als Fetischerfüllung.

 

3.) Ich bin Mitglied und glühender Fan von Borussia Dortmund. Mitleid möchte ich diese Saison dennoch keins. Wer nicht mit seinem Verein und den Spielern mitleiden kann, der ist kein Fan sondern Kunde. Siehe alle „Fans“ vom FC Bayern München *pfffffffft* Daher verzeihe ich Herrn Götze auch den unangebrachten Wechsel nicht, egal ob er das WM-Tor geschossen hat oder nicht.

 

4.) Ich esse ungern etwas aus dem Wasserelement. Fische können nur dann meine Speise werden, wenn Sie ohne Gräten,Haut, Kopf oder intensiven Fischgemack daherkommen. Backfisch und Fischstäbchen …oookaaaay. Was gar nicht geht, sind Meeresfrüchte – Muscheln, Hummer, Krabben … Die Konsistenz dieser Dinge lässt mir schon beim Schreiben den Schauer über den Rücken laufen. Austern wiederum kann ich „essen“, bezahlen würde ich dafür allerdings nie. Warum jemand für kalte Rotze mit Zitronensaft Geld ausgibt, ist mir bis heute nicht klargeworden. Aber ich habe schon viele Wetten gewonnen, da man(n) mir nie zutraut, dass ich 6-12 davon runterbekomme. Teures Wettvergnügen 🙂

 

5.) Ich kann ein bißchen Lippenlesen. Als Kind hatte ich mehrere bakterielle Entzündungen im Ohr, immer schon war ich anfällig im HNO-Bereich. Diese bösen Bakterien haben sich allerdings an meinen Gehörknöchelchen gütlich getan. Daher habe ich nicht mehr die Originale im Ohr sondern Plastiken und bin links sehr eingeschränkt und rechts nur ein bißchen. Im Winter und in der Erkältungszeit oder nach Flügen kann das noch mehr eingeschränkt sein. Daher habe ich früh gelernt, den Menschen beim Sprechen auf die Lippen zu schauen. Ich denke mir, dass ich deswegen nicht so gut deutsche Synchronisationen schauen kann, weil ich selbst im Kino auf die Lippen der Schauspieler schaue. Sehr schizophrenes Gefühl.

 

6.) Ich habe eine Hundephobie. Extremst! Bis zum Herzstillstand und der lähmenden Starre. Ich hatte aufgrund dessen schon mehrere Stürze mit dem Rad und selbst bei einem Mini-Hund wechsel ich gerne mal die Strassenseite ODER schiebe, wenn denn vorhanden, meine Begleitung zwischen mich und den Hund. Wenn ich Menschen zum ersten Mal besuche, frage ich, ob dort ein Hund wohnt. Mitunter habe ich daraufhin schon Besuche abgesagt. Ich kann mich an Hunde durchaus gewöhnen, aber wenn sie Bellen oder etwas unvorhergesehenes machen, treten die Zustände wie oben beschrieben ein. Ich sass schon ganze Gartenparties auf meinen Händen und bin nicht aufs Klo, weil ein Hund im Garten rumtollte. Ich werde besser und versuche mich dem mehr zu stellen. Was dazu führte, dass ich letztens 2mal kurz hintereinander in die gleichen Hundebesitzer hineingeraten bin, die Hunde mich beschnupperten und die Besitzer meinten, dass ich eine absolute Hundeperson sei. WAH!

7.) Ich habe Phasen, wo ich ganze Nächte vor Kinder-Videospielen verbringe. Lego-Harry-Potter oder Lego-Star-Wars auf der Xbox haben mich ganze Urlaubsnächte gekostet. Macht nix! Macht auch Spaß!

 

Einen schönen Sonntag Euch allen im Bloggiversum 🙂

Scheiterhaufen

Scheiterhaufen

DasManuel hat auf Druck einer bestimmten MrsMcH eigene Fragen zum Stöckchen-Wurf ausgespuckt, aber leider den Stockwurf ignoriert. Da ich die Fragen interessant fand, habe ich sie mal beantwortet … 🙂

 

Hat dein Leben einen Sinn?

Hat irgendein Leben einen tieferen Sinn? Primäre Funktionen wie atmen, essen, trinken, schlafen mal ausgenommen, hoffe ich doch, dass meine Lebenszeit nicht gänzlich un-sinnig war. Aber ob ich eine tiefere Motivation, ein Ziel oder einen Sinn in mein Leben hinein interpretieren würde? Da fehlt mir sowohl der spirituelle als auch das gegenteilige fatalistische Denkansatz.

Wenn du ein Ereignis (irgendeines) ungeschehen machen könntest, welches wäre das? Und warum genau dieses?

Das ist eine für mich sehr einfach zu beantwortende Frage: Ich würde mich gerne nicht mit Heiko getroffen haben. Ihn am Besten nicht kennengelernt haben. Warum?
Weil es das erste Mal in meinem Leben so war, dass mein kleiner Leitspruch „everything happens for a reason“ oder „ich möchte nichts bereuen“ nicht gegriffen, keinen Sinn gemacht haben. Das, was ich von ihm gelernt habe, hätte ich besser oder anders auch von anderen lernen können. Das was ich NUR von ihm lernen konnte, hätte ich lieber nicht gelernt. Sich wochenlang für verrückt zu halten zum Beispiel. Keinen Ansprechpartner zu haben, weil dieser einen mit einer falschen Biographie und falschen Erfahrungswerten in Sicherheit gewogen hat. Das wären Dinge gewesen, die ich mir gerne erspart hätte. Ebenso die ganzen Streitigkeiten, Kämpfe und Verletzungen. Das Nachtreten am Ende – all‘ das hätte nicht sein müssen. Und ich hätte es wissen können, wenn ich auf mein Bauchgefühl gehört hätte. Habe ich aber nicht. Pech.

Um aber eben doch etwas Gutes daraus zu ziehen: Durch ihn ist der Grundstein für die depressive Episode gelegt worden, die letztendlich zur Therapie und zu einer hoffentlich besseren Zukunft führen wird.

Dennoch bleibe ich dabei: Wenn ich könnte, würde ich …

 

Woran glaubst du?

Puh! Schon wieder so eine Frage. Wenn ich definieren muss, woran ich glaube und dem Ganzen einen Namen geben soll, dann wäre das am Ehesten Schicksal oder Karma.
Ich würde gerne sagen, dass ich an mich glaube – das ist aber nicht oder selten der Fall.

Vielleicht ist die beste Antwort, dass ich immer an das Gute im anderen Menschen glaube. Und das auch gerne sage. Ich bin an dieser Stelle hoffnungslos naiv… 🙂

 

Welcher ist dein größter Makel?

Ich bin hoffnungslos naiv … und fatalistisch … das ist eine unglaublich anstrengende Kombination.
Mein größter Makel ist meine Impulsivität/Ungeduld. Die beiden Eigenschaften geben sich nicht soviel, was den Wettkampf um den größten Makel angeht 🙂

 

Dir wird ein Tag absoluter strafrechtlicher Immunität gewährt, den du selbst bestimmst – du kannst 24Stunden lang tun und lassen, was du willst. Welchen Tag wählst du? Wie verlebst du diesen Tag?

Da müsste mir ja erstmal einfallen, was ich gerne machen würde, was illegal wäre. Hmm! Ich bin kein Drogen- oder Alkoholkonsument. An Selbstjustiz glaube ich nicht. Wenn ich mein Bankkonto füllen könnte und das Geld auch nach Ablauf der 24h behalten dürfte, das hätte einen praktischen Sinn.

Den Bundestag lila anstreichen und mit Glitzer bestreuen. Die Waschmaschine ist so grau und trist.

 

Schreiben bedeutet für dich …?

Mittlerweile gedankliche Freiheit und Entlastung. Und ich hoffe in Zukunft auf einen Ausbau meiner kreativen Ader … Fiktion oder Wahrheit? Ich mag‘ den Gedankenspagat beim Lesen, ich möchte auch so schreiben.

 

Welcher war der bislang glücklichste Moment deines Lebens und warum?

Ich würde sagen, die Geburt der Tochter meiner besten Freundin. Ich war Geburtspartner und durfte die Nabelschnur durchschneiden. Ich fand‘ das toll und habe mit diesem Kind bis heute ein besondere Beziehung.

 

Welcher war der bislang traurigste Moment deines Lebens und warum?

Das ist in der jetzigen Phase echt eine gemeine Frage. Momentan finde ich fast alles traurig und in der Retrospektive ist auch vieles grau und traurig. So sehr, dass ich mich manchmal frage, warum ich noch so oft lachen kann und warum ich in all dieser Verzweiflung nicht aufhöre zu existieren, da es ja eh‘ niemanden interessieren würde, ob ich atme oder nicht.
Vielleicht den Punkt vor ein paar Wochen, als mir klar war, was ich alles verloren habe und was ich nicht nachholen, aufholen, wiederholen kann… Nie können werde. Die Endgültigkeit von allem und das Zerrinnen der verfügbaren Zeit.

 

Welches Handeln birgt größere Verantwortung und warum: Leben zu geben – oder zu nehmen?

Geben! Das ist eine übermenschliche Bürde für einen anderen Menschen und dessen Wohlergehen verantwortlich zu sein. Ein Grund, warum ich kein Kind habe, ist, dass ich mir dessen immer bewusst war und niemals freiwillig alleinerziehend hätte sein wollen. Aus purem Egoismus ein Kind in die Welt zu setzen (was in der Jugend mal mein Plan war, weil ich unbedingt Mutter sein wollte), kam mit dem Alter und dem Bewusstwerden der Verantwortung und dem Erkennen, dass man NIE alles richtig machen kann mit Kindern und Kindererziehung, das Wissen, dass ich das nicht möchte.

Leben nehmen: Da möchte ich gerne unterscheiden. Ich denke in diesem Fall bewusst an Sterbehilfe und das wünsche ich mir für mich. Dass, wenn ich nicht mehr möchte, mir jemand helfen wird, das Elend zu beenden. Und genauso möchte ich diesen Wunsch meinen Liebsten erfüllen können, wenn diese das wünschen.

 

Wo ich gerade davon rede … Wenn du wählen müsstest, entweder die gesamte Menschheit auszulöschen oder 50% davon, zufällig bestimmt (es kann dich treffen) – wie würdest du entscheiden?

Verstehe ich nicht, warum möchte jemand die gesamte Menschheit auslöschen? Aber wenn ich mich entscheiden muss, dann nehme ich die 50% – ich glaube per se an die Institution Mensch und möchte diese nicht auslöschen. Und wenn es mich trifft – nunja, ich hatte bis dato ein eigentlich ganz okayes Leben. Dann ist dem eben so. Ich habe keine Bucket-List, die ich noch panisch abarbeiten muss. 🙂