Wunschzettel

Wunschzettel

Ich habe vor ein paar Tagen den „Auftrag“ bekommen, einen Wunschzettel zu schreiben. Für mich, von mir, für meine Beziehungen, von meinen „Beziehungen“, von meinen Freunden … Ich werde die sicher weiterführen und ggf. auch aktualisieren. Ich habe so das Gefühl, dass sich das in den nächsten Wochen alles permanent ändern wird.

 

Für den Auftraggeber: Diese Wunschliste ist nicht personen-spezifisch. Wenn Du dich angesprochen fühlst – be my guest. „Deine“ personalisierte Wunschliste ist noch in Arbeit. Ob ich sie Dir je schicken werde? Who knows… Kommt auf’s Timing drauf an. 🙂

 

 

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Ich wünsche mir, dass …

… Wunden heilen – schneller als bisher.

… Erkenntnisse in Taten umgesetzt werden und nicht aus Feigheit Tagträume bleiben.

… Verlangte Ehrlichkeit genauso zurückgegeben wird.

… nur erwartet wird, was man in der Lage ist im eigenen Fall zu leisten.

… Jemand die Kraft, Lust und Ausdauer mitbringt, mich zu verstehen und kennen zu lernen.

… Mehr Männer die Eier in der Hose hätten und zu dem stehen, was sie sich wünschen. You can’t have it all, boys. Und wenn ihr Euch für Heim&Herd entscheidet, macht das mit ganzem Herzen. Kein mentales Fremdgehen, kein „Ist doch nix passiert“, kein „nur mal naschen“. Wenn ihr Freiheit&Abenteuer UND Heim&Herd wollt, klärt Euer Leben, so dass ihr das offen und ehrlich Leben könnt. Ansonsten belügt ihr neben Eurer Frau und Affären am meisten die Person in Eurem Spiegel beim Zähneputzen.

… Erkannt wird, dass auch „white lies“ lies beinhaltet und daher auch verletzen.

… Sich mehr entschuldigt wird. Für Fehleinschätzungen, verletzende Worte, Entscheidungen oder nicht eingehaltene Verabredungen. Es ist kein Zeichen von Schwäche „es tut mir leid“ zu sagen. Im Gegenteil.

… Die eigenen Probleme nicht auf mich zu projiziert werden. Ich habe wahrlich genug eigene Knackse, die durchaus sichtbar sind. Im Gegensatz zu einigen Menschen in meinem Leben arbeite ich immerhin daran. Ich würde mir wünschen, die Projektoren würden das auch tun.

… Ich lerne, dass ich nicht allen Menschen helfen kann. Die Erkenntnis ist wohl, dass ich nur ganz, ganz wenigen helfen kann. Wenn überhaupt.

… Ich aufhöre, mich in Männer zu verlieben, die mich nicht wollen.

… Ich aufhöre an Männern festzuhalten, die mich nicht wollen.

… Ich lerne, diese Männer zu erkennen, damit ich die oben genannten Punkte garnicht erst lernen muss.

… Ich nicht so verflucht „nett“ bin und permanent Rücksicht nehme. Bis zur Selbstaufgabe … Mal Egoist, mal Arschloch sein … Gerade bei den Männern der nahen Vergangenheit wäre das besser für mich gewesen.

… sich mehr bewegt wird. Diese Trägheit und Entschluss-Losigkeit … Die macht mich so müde und mürbe und widert mich an. Bewegen oder aufhören zu jammern. Kerr! Ganz kurze Geduldszündschnur an dieser Stelle, die Autorin.

… sich nicht hinter äußeren Einflüssen versteckt wird, die einen „angeblich“ zurückhalten. Wenn diese Einflüsse bremsen, ändere sie. Wenn man sie nicht ändern will oder sie sich nicht ändern lassen, akzeptieren, hinnehmen und damit leben. Aber nicht dahinter verstecken. Punkt! (Ich bin noch am überlegen, was ich für Einflüsse gelten lassen würde, die sich wirklich nicht ändern lassen. Freiwillige vor!)

… es wieder in Mode kommt, dass man zu seinen Entscheidungen steht. A) Welche trifft und b) dazu steht … Wankelmütigkeit, Opportunismus … Komme ich grade gar nicht drauf klar.

… klare Ansagen gemacht werden. Ich muss das gerade lernen, es ist eine der schwersten Lektionen meines Lebens. Total atypisches Verhalten für mich. ABER – tatsächlich hilfreich. Sag‘ mir, was Du willst, was Du nicht willst, was Du Dir wünschst, was Du nicht leiden kannst, was Dich stört … So kann man wenigstens miteinander reden. Entweder wir finden einen Konsens und/oder Kompromiss, oder aber eben nicht. Dann ist das auch okay. Aber zumindest fragt sich hinterher keiner „was gewesen wäre wenn“. Verschwendete Lebenszeit! 🙂

 

… ich ganz viel, was hier steht, hinter meine eigenen zarten Öhrchen schreibe und nicht mehr vergesse. 🙂

 

Einen schönen Start in die Woche, Ihr Lieben! 🙂

23 Gedanken zu “Wunschzettel

  1. Oh Lila… manchmal ist es wirklich erschreckend, wenn dein Wunschzettel, so komplett meiner sein könnte. Quasi eine eins zu eins Umlegung.
    Wäre eigentlich nochmal spannend, das zu hinterfragen, mit all denen, die sich dem noch anschließen. Allerdings würde das wohl bedeuten, alte, gut verschlossene Kästen zu öffnen.
    Und das lieber nicht in dieser be-von- sinnlichen Zeit 🙂
    Heute sehr verbundene Grüße durch die Lande , Mia

  2. Also ich wünsch mir einen Flachbildfernseher. Der widerspricht nicht und ist auch nicht wankelmütig. Dazu ein tolles Weihnachtsfest mit Freunden. Und eine Schneeballschlacht. Und ein Buch, das mich fesselt, hehe.

    1. Also Flachbildschirm hab‘ ich schon. Weihnachten hat noch Chancen schön zu werden und Bücher, die mich fesseln? Gibt es einige – „mein“ Buch bekomm‘ ich bis Weihnachten leider nicht mehr fertig 😉

      1. Das beziehe ich nicht auf die Tatsache, DASS du ihn schreiben musst, sondern auf das, WAS du geschrieben hast.

        Das finde ich immer nich sehr gut.

  3. Ich kann sehr empfehlen, als Ergänzung zur Wunschliste auch eine Loslass-Liste zu schreiben. Mit all den Gefühlen, Dingen, Personen, Gedanken, Ängsten die du nicht mit ins nächste Jahr nehmen möchtest. Und die dann verbrennen. Das ist sehr befreiend 🙂

    1. *grins* Ich wäre einfach schon froh, wenn ETWAS davon passier oder weniger Bockmist wie 2014 vor meiner Tür gelassen hat.. bzw. was ich verpasst habe, frühzeitig weg zu machen… 🙂
      Und es darf auch ein Prozess sein.
      Aber MANN fragte mich nach meinen Wünschen und meine Mama hat immer gesagt. Wünschen kannst Du Dir alles!

      Also habe ich mal frei von der Leber weg gewünscht … 🙂

      1. So eine frischefreie Leber soll ja gesund sein.
        Und eines verrate ich dir gleich: ETWAS davon wird passieren. Ist ja schon längst im Gange (sagt die Querleserin mit beschränktem Überblick und dennoch Tendenz sehenden).

        Gibt es eigentlich große Unterschiede zwischen deinem Blog-Ich und deinem 3D-Ich? Was würdest du sagen?

      2. Mmmhhh Leber mit Röstzwiebeln und Äpfelchen… Mittagessenszeit 😉

        Etwas wird bestimmt passieren – wenn nicht, dann liegt es eindeutig an mir und dann kann ich mich Ende 2015 auch nicht beschweren.

        Hmm – mal so, mal so würde ich sagen. Die Männerzeit war sehr „ich“, dann gab es Phasen, da war ich mehr Blog-Ich und weniger Ich-Ich, weil mich das zu angreifbar gemacht hätten… Sagen wir es mal so: Ich versuche immer so authentisch wie möglich zu bleiben. Bis jetzt ist noch keiner der Leser, die ich getroffen habe, nach 5 Minuten aufgestanden, weil ich so krass anders bin, als ich hier über mich schreibe. Aber, ich denke schon, dass ich in 3-D „mehr“ bin und auch mehr teile. Das finde ich aber noch relativ „normal“. Ich habe auf jeden Fall keinen fiktiven Charakter erfunden, den ich hier schreiben lasse – oder ein Alter-Ego – ich schreibe hier hin, wenn ich leide oder lache und auch wenn ich Fehler gemacht habe.
        Fiktion findet hier ja eher selten statt und wenn, dann markiere ich diese künftig als solche – da kam es in der Vergangenheit zu Irritationen. Ich möchte aber nicht damit spielen, dass geraten werden muss, ob ich etwas erlebt oder erdacht habe. Dafür sind die Fäden und Themen zu verworren, das können andere besser … Ich will ja meist auch gerne Feedback, da finde ich es schon wichtig, dass ich das Feedback auch meinem 3D-Ich passend bekomme und das geht nur, wenn das eben auch irgendwie auf dem Blog präsent ist.

        Viele Worte für eine eigentlich einfache Antwort: Nein, so groß sind die Unterschiede meines Erachtens nicht. Dem Zwecke der Anonymität und Herz-und-Seelenschutzes geschuldet, findet einiges hier NICHT statt. Das Ziel ist dennoch, dass man mich wiedererkennt. Dass ich mich wiedererkenne 😉

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