Fri-Fra-Freitag….

Fri-Fra-Freitag….

Das wird ein langer Post – sorry! 🙂

Durch die Aufgabe von Marga beschäftige ich mich wieder meinen Malstiften… Ich konnte das mal… also, entdecken wir das doch einfach wieder? 😉

Durch DasManuel und Listenes und Herrn Ärmel habe ich die Liebe zur visuellen Kunst wieder entdeckt… und wie das so ist, dann begegnen einem auf einmal lauter Dinge, die vorher auch schon da waren, die man aber nicht gesehen hat… bzw. nicht wahrgenommen hat. Einer davon ist Lucas Levitan – Project Photoinvasion
Das Projekt finde ich ganz köstlich … Grandiosts quasi… 🙂

Hatte ich schon auf die wirklich wunderschöne Queen of Hearts hingewiesen? Nein? Doch? Naja, bei so was monumental Schönem kann man auch zweimal drauf hinweisen.
Und falls ihr nicht zu DasManuel auf die Seite wollt, was man durchaus manchmal verstehen könnte, dann guckt halt hier:
Queen of Hearts hell

Die Therapie lässt sich „gut“ an… ich bin noch nicht sicher, ob dieses „Erzählen Sie einfach mal“ so für mich funktioniert. Hier kann ich das besser … dort fällt es mir schwer. Und ich habe Angst … Angst, gewisse Türen aufzumachen… Angst, NOCH mehr Mist vor mir zu sehen… Angst, es dann einfach nicht mehr zu schaffen… Aber – das ist ja auch der Vorteil … ich kann mit der Therapeutin reden und habe gesagt, dass es mich stresst, mir ausdenken zu müssen, worüber ich reden will. Dann geht sofort der Apparat los, WIE ich was erzähle… und wieviel.. oder lieber das? Aber wie hört sich das an? Was denkt sie dann von mir? Und soweiter… Sehr anstrengend… 😦

Heute war ein Streit, eine Diskussion mit Bestandsthema der Stunde… Ich habe mich in einer Unterhaltung provozieren lassen, bin am Anfang spassig, dann etwas (meiner Meinung nach sehr) deutlicher geworden, habe mich erklärt, warum ich etwas nicht mag oder will… Versucht zu erklären, dass ich andere Wege gehe… Wege, die zu mir passen … Alles überflüssig, es kam nichts davon an – es wurde nur immer weiter gestochert. Ich habe mitgezählt, 7mal.. Anstelle, dass ich bereits bei Versuch 3 einfach sage: „Die Diskussion beenden wir jetzt. Ich möchte das nicht. Lass‘ uns das Thema wechseln“.
Und warum sage ich sowas nicht? Weil ich Angst habe, der andere könnte mich nicht mehr lieben, mögen, respektieren… und er/sie könnte gehen, mich verlassen.
Deswegen schicke ich Kollegen nicht weg, wenn ich eigentlich keine Zeit habe, verstricke mich in endlose Diskussionen, wo ein einfaches „ich möchte das einfach nicht.punkt.“ ausreichen müssten. Grenzen setzen. Wissen, wo meine Grenzen sind und diese einhalten.
Selbst ich naives Ding habe mittlerweile verstanden, dass das z.B. auch das größte Problem bei SM für mich darstellt. Ich bestehe nicht auf das Einhalten meiner Grenzen, sage nicht Stop, weil ich keine Ablehnung erfahren will, weil ich nicht enttäuschen will… weil ich denke, dass man(n) dann geht. Mich für schwierig und kompliziert hält. Ich kann nur geliebt werden, wenn ich hilfsbereit, lieb und unkompliziert bin. Wenn ich über meine Grenzen gehe. Ansonsten bin ich nicht liebenswert.
Wahrscheinlich, ich vermute mal so ins Blaue hinein, macht genau DAS Verhalten mich kompliziert und schwierig und wahrscheinlich wäre es einfacher, würde ich einfach ohne Angst sagen könne, was ich will und was ich nicht will…. *grrrrrr* 🙂

Die Stürme, die mich treffen, sind einfach nicht vorherzusehen, vorherzusehen… sie passieren.
Hinzukommt, dass mittlerweile „meine Situation“ schon vorab als grundsätzlich gegeben dargestellt wird. Also: Man(n) denkt, sagt, vermutet – ich reagiere nicht aufgrund von Dings1 oder Dings2 so, sondern weil ich ja krank bin, oder überemotional, oder exorbitant empfindlich. Mann spricht mir die Mündigkeit meiner Emotionen und meine geistige Zurechnungsfähigkeit ab. Das empört mich mehr als ich es in Worte ausdrücken kann. Besonders weil es für mich den absoluten Vertrauensbruch bedeutet. Ich vertraue, erzähle, erkläre… und es wird gegen mich verwendet – Herzlichen Glückwunsch, damit ist erfolgreich jedes Fitzelchen Vertrauen zerstört … und das mit einem Schlag…
Die Erwartung, dass ich lerne, dass ich mich ändere sind hoch – der Willen und die Bereitschaft mir entgegen zu kommen und ebenso zu ändern, zu arbeiten … nicht da.. Weil diese Arbeit woanders geleistet wird. In einer anderen Beziehung. Frau erkennt da ein Muster und ja, eindeutig ein Ungleichgewicht… I know… Ich bin schon unterwegs… Es dauert, aber ich komme irgendwann an… Halt mit ein paar Umwegen…
Dieser Kreisverkehr bekommt eine Ampel… Das geht so nicht weiter. Ich bin mittlerweile lieber eine Ewigkeit an einer roten Ampel als mich dem Stress des Kreisverkehrs auszusetzen. Die richtige Ausfahrt kommt einfach nicht. Vielleicht ist das einfach mal einzusehen.

Das Vor-Gespräch zu einem weiteren Gespräch verlief ernüchternd. Die Andeutung, dass kein befriedigendes Ergebnis zu erzielen sei, reicht eigentlich, um zu wissen, dass es überflüssig sein wird. Weder kam beim Gegenüber der Wunsch nach einem Gespräch auf, noch ist der Bedarf da. Es wird für mich gemacht. Es sind meine Probleme, meine Dämonen und es ist meine Situation … alleine… Ich könnte mich wunderbar über mich selber ärgern, dass ich genau hier wieder stehe… Der Kreisverkehr hat mich wieder an den Punkt von letzter Woche gebracht. Erkenne das eigentliche Problem, erkenne die Mechanismen und erforsche die Ursachen, drehe an den Schrauben und löse das Problem 🙂 Alles andere wird auf Dauer nicht helfen … So? So komme ich immer wieder am gleichen Punkt an…

Ich schrubte mal, dass ich alles an dem Herzensmann mochte, John Legend war Zitatgeber … Ich wünsche mir und arbeite daran, dass es mal wieder so sein kann… irgendwann, mit dem/den richtigen Partner(n)… Der das dann aus vollstem Herzen zu mir sagen kann… Der nicht meine Fehler sucht, um seine eigenen Unzulänglichkeiten und Fehler zu kaschieren, damit er sich nicht damit beschäftigen muss. Die Verlagerung des „Kriegsschauplatzes“ – eine Taktik, die mir wohl bekannt ist. Never try to lie to a liar… Ich kenn‘ das… ich kann das…
Anyhow, ich rede und schreibe mich in eine Rage, die nichts bringt… Denn die Rage trifft Beton… Schwer entflammbar…

How many times do I have to tell you
Even when you’re crying you’re beautiful too
The world is beating you down, I’m around through every mood
You’re my downfall, you’re my muse
My worst distraction, my rhythm and blues
I can’t stop singing, it’s ringing in my head for you

Aber es gibt auch Positives zu berichten.
Mittlerweile wird Sport und auch Radfahren wieder zur Normalität… und damit auch das Bewusstsein, wie sehr mir das zum inneren Ausgleich gefehlt hat.

Letztes Wochenende, mitten unter den ganzen Geeks/Nerds, gab es mehrfach die Sekundenerkenntnis von „Hey, ich glaub‘ der mag mich“ (rein menschlich *g*), es kamen ständig Leute zu mir, setzten sich neben mich, suchten mich… Es wurde viel geredet und noch viel mehr gelacht. Ich stand nie alleine rum.
Es gab intensive, sehr persönliche Gespräche… teilweise sehr intim… es gab viel, viel schönen freundschaftlichen Körperkontakt und gegenseitige „Sympathiebekundungen“ – einfach, weil man es kann. Und weil man will, dass der andere weiss, dass man ihn mag und nicht missen möchte – dass man dankbar ist, dass die andere Person einem die Zeit und die Aufmerksamkeit schenkt… Dass nicht übel genommen wird, wenn keine Zeit ist und nicht aufgegeben wird gemeinsame Termine zu finden… So kann es eben auch laufen.
(Und wenn ich das dann mit dem Status anderer Beziehungen betrachte, weiss ich, dass ich mich bewegen muss… oder nicht mehr ärgern, sondern akzeptieren)

Ich habe meine eigenen Fortschritte festgestellt, ich habe Ziele erreicht, die ich mir vorgenommen hatte… sehr befriedigendes Erlebnis. Dann machte ich erst den Fehler, diese Leistung jemand anderem zu zuschreiben… in der Form von „habe ich Dir zu verdanken“ … Geärgert, weil das nichts bedeutete… und geärgert, weil es eigentlich nicht stimmt. Ich habe das ganz alleine geschafft… Weil ich zäh bin … und kämpfen kann… und nicht aufgebe… So! Und auch das hat mich gefreut, dass ich das alleine für mich gesehen habe. Dass ich mir selber zugestehe, etwas erreicht zu haben. Gemocht zu werden.

Ich bin weiterhin konsequent und spreche Dinge an, auch wenn diese bedeuten können, dass ich Menschen verliere. Ich schreibe hier offen und ehrlich und einige „Betroffene“ lesen mit, erfahren oft auf diesem Wege, was in mir vorgeht. Dies ist nicht der Tatsache geschuldet, dass ich nicht versuchen würde mich anderswo, an passenderer Stelle zu erklären. Oft ist die Zeit nicht da, nicht die Geduld, nicht die richtige Stimmung … Mir geht es aber besser, wenn die Dinge raus sind – rausgeschrieben, ausgesprochen… Oft (sehr oft sogar) fällt mir währenddessen etwas ein – eine Lösung, weitere Argumente, Kompromisse… Ideen … Früher hätte ich das so wahrscheinlich weder angesprochen noch hier veröffentlicht ohne Passwort-Schutz. Aber mittlerweile? Nun … wenn etwas hier ausge“schriebenes“ ausreicht, um zu verlieren… Dann würde ich sagen, war die Bindung nicht stark genug… Der Wille und Wunsch nicht groß genug… Dann hat es einfach nicht gereicht oder gepasst. Das ist schade, aber letztendlich nicht zu ändern. Wenn ich nicht sagen, schreiben kann, was ich denke… Wenn meine Wünsche nach Kommunikation nicht erfüllt werden… dann ist es vielleicht so, dass es nicht ausreicht – für Version A … Aber vielleicht reicht es für Version B … vielleicht muss nur der Blickwinkel sich ändern, die Erwartungen, die Funktionen… und schwupps, dann passt es vielleicht auch wieder…? Wir werden sehen, ob das Schleifen an den Kanten für etwas weniger Verletzungen führen kann 🙂

Dann sagte man mir, ich sei nicht hart: Von wegen ich kann nicht hart sein… Watch and learn. Ich möchte nicht hart sein, aber ich kann … und ich werde … Gefiltert, wer welche Handschuhe verdient hat – Samt- oder Boxhandschuh mit Eisen gefüllt. 🙂

Als Abschluss: Wenn ich mal wieder nicht weiss, wohin mit diesen turbulent nervigen Aggressionen, dann mach ich doch demnächst das hier:
(Gestern noch umarmt den Schnuggel mit der Bomberjacke… Ich mag „kleine“ Bands, sagte ich, dass ich Fan bin? Ich LIEBE es… 🙂 )

Ich werde auch dieses Wochenende nur bedingt „Ruhe“ haben, aber wie immer sind die Dinge einfach ZU schön, um sie nicht zu machen… Entspannen, Kind sein, zu heissen Beats abgehen… Freunde sehen… Was gibt es Besseres? 🙂

In diesem Sinne … ein wunderschönes Wochenende…

Lila

17 Gedanken zu “Fri-Fra-Freitag….

  1. Bei all der Rage und auch dem Frust: Ich lese da durchaus Positives.
    Also: Die Devise heißt weiter: GO LILA! Die Puschel immer schön hochhalten! Sieht gut aus.
    Weiter viel Kraft und Ausdauer. Freu dich auf den Menschen, der am Ende dabei rauskommt!

  2. Ich mag alles, was ich soeben gelesen habe. Und die Tonalität dieses Eintrags begeistert, im Vergleich zu ‚Grau‘. Ich weiß, dass es schwer ist, diese Tonalität in positive Gedanken zu konvertieren (vor allem: kontinuierlich), schließe mich jedoch Vorkommentatoren an in ihrer Zustimmung und Zuversicht.

    Das ist jetzt zwar wieder so eine kurze Antwort, und ich habe mir sicherlich schon einmal mehr Mühe gegeben :P, aber mehr gibt es nicht dazu zu sagen.

    Ah doch: Vielen Dank für die erneute Erwähnung, ich bin virtuell schon ganz rot. Aber wieso will man manchmal meinen Blog nicht besuchen? Verstehe ich nicht … 😉

    1. Alles? Hmm 🙂 Soso…

      Also wenn man MICH fragt, gibt es dazu noch sehr viel zu sagen, aber die Lektion der Woche ist vielleicht einfach auch – Klappe halten. Lange nicht mehr praktizierte Technik, die aber sicher wieder mehr ihre Berechtigung finden wird.

      Du und rot? Ich glaube nicht 🙂

      Warum Menschen nicht „gerne“ auf Deinen Blog gehen? Och.. ich weiß nicht .. es gibt da so einen Disclaimer-Eintrag… gibt es den noch bei Dir? *grins*

      1. Momentan ist es doch mehr als harmlos bei Dir… Babycomix… Ich freue mich auf die Umsetzung der ersten Ess-Versuche mit eigenem Löffel 🙂

        Btw. meine Kollegin erspähte gerade die Queen und war hellauf begeistert und meinte dann „Hmm in rot erinnert die mich an was…… [PAUSE]…. Die Herzbarbie, die ich mal hatte“ … Ich bin also nicht alleine mit dieser Assoziation.. Die gewählte Stelle an meinem Körper fand sie übrigens auch passend und auch, dass ich die nippelbedeckte Variante verwende *g*

      2. Hey. Das Baby SCHREIT!

        Witzig das mit der Barbie. Und interessant, weil ich ja an Barbie die ganze Zeit überhaupt nicht gedacht habe.

        Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen auf die Umsetzung!

      3. Joh… hört der geneigte Leser ja nicht… Sieht einfach nur zum Anbeissen aus … selbst beim Schreien *g* NOCH untermalst Du das ja nicht mit einer Tonspur… 🙂

        Du bist jetzt auch nicht SO die Zielgruppe von Barbie… öhm… wobei… hmmm wenn ich mir da genau überlege? 🙂

        Du musst vor der Umsetzung noch was dran machen, aber dazu woanders mehr… 🙂

      4. Viel „verstörender“, dass Du jetzt 2 „Kunstwerke“ hintereinander mit Herzchen versehen hast… Ich bin mir nicht sicher, ob ich dieser radikalen äh Veränderung von abgehackten Extremitäten zu Herzchenbildern folgen kann… 🙂

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