Muster

Muster

Es zeichnet sich ein Muster ab.

Der Freitagstermin in der Therapie ist eher immer „Meeeeeeh“ … Er ist um 8 Uhr morgens, auf diese Zeit bin ich nicht programmiert… Ich möchte eigentlich noch im Bett liegen. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, die Stunde geht meist langsam rum, ist zäh… es ist alles doof! Der restliche Arbeitstag ist dann auch echt schwer… die Konzentration fehlt, die Lust sowieso und eigentlich will ich nur in mein Bett.

Selbst mit Laden und Magic spielen bleibt der Freitag zäh, das Wochenende ist meist „ok“, spätestens aber Sonntag abend im Bett erwischt mich ein Tief… und was für eins. Im Hintergrund muss der Kopf gearbeitet haben, mir fallen Sachen ein und auf.. Ich habe nur Tränen in den Augen, man(n) kann es mir nicht recht machen (es hilft nicht, dass keiner wirklich „da“ ist)… Meeeeeh.. So fühlt sich dann auch der Montag morgen an…
Dann: Physiotherapie, ich kann mich wieder besser bewegen, die Laune steigt. Die Gedanken vom Wochenende entknoten sich, machen Platz, formen sich zu neuen Erkenntnissen.

Dienstag: Die Therapiestunde geht IMMER wie im Flug rum. Ich habe mich kaum hingelegt, schon muss ich wieder aufstehen. Und es blubbert nur so aus mir raus und das noch und das noch und eigentlich das noch…. jaaaaaaaaa mehr Zeit, mehr erzählen, mehr erklären.
Der restliche Arbeitstag ist okay, ich fühle mich „normal“, kann Projekte gut bearbeiten und erledige viel.

Diese „gute“, wenn auch emotional-neutrale, Laune hält an – bis Donnerstag abend… Denn da beginnt der Kopf zu überlegen „Was erzähle ich dann morgen in der Stunde? Es ist doch nichts passiert!“

Und schwupps ist schon wieder Freitag…

So ist das jetzt jede Woche gewesen… *argl*

Ja, irgendwie total nachvollziehbar… aber … eeeeeeeeeeeey! So geht das nicht! 🙂
Das ist ANTIZYKLISCH! Wochenende ist Gute-Laune-Zeit! Mennoooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo *pöbel* (extra für Frau K!)

19 Gedanken zu “Muster

  1. Jetzt, wo das Muster erkannt ist, wird das Muster alles tun, um sich zu ändern. Wehr Dich nicht dagegen, nimm es als spannenden Prozess mit Höhen und Tiefen, mit Dramatik und Leidenschaft …

      1. Nein. Du wirst es tun. Schon deine Antwort zeigt wie unsicher du bist. Elemimiere Worte / Sätze wie „Vielleicht, ich werde es versuchen, das Problem ist ..“ Es gibt kein Problem. Aber immer eine Lösung.

  2. Das ist ja nun wirklich blöd, wenn das Wochenende so verhagelt ist, wenngleich es umso schöner ist, dass die Woche die so viel Kraft gibt. Bist du unter der Woche momentan mehr im Tageslicht, als am Wochenende?

    1. Hmm… Ich sitze unter der Woche eigentlich immer im Büro, manchmal noch im dunklen Theaterkeller… Also weder mehr noch weniger als am Wochenende. Normalerweise gehe ich am Wochenende walken, das ist jetzt aber seit einiger Zeit wetterbedingt schwierig (die Matscheböden und mein mangelendes Gleichgewicht sind da echt doof).
      Vielleicht habe ich noch nicht die richigen „Ventile“ gefunden? Keine Ahnung… Die Wochenenden sind halt normalerweise meine Krafttank-Quellen… wenn die jetzt so werden, wird das schwierig… 🙂

      1. Okay…kann aus Walken nicht Wandern werden? Ich muss gestehen, dass ich gerade auch weniger vor die Tür gehe und ich spüre auch den negativen Effekt. Joggen war ich seit drei Wochen nicht mehr, das ist eigentlich viel zu lang her. Da muss ich mich selbst ein wenig quälen, damit die Stimmung wieder gehoben wird. Das ist eben neben all den Dingen, die man eh schon hat, eine Sache, die man nicht außer Acht lassen darf. Dass es ein ganz natürliches Verlangen nach Licht gibt und das im Winter leidet.

        Fühle dich herzlich gedrückt!
        Ben

      2. Mir fehlt das Rad fahren so immens… Mein Immunsystem vermisst das auch… Ich wusste nie, wie „gut“ ich zu mir war, dass ich das Rad als Fortbewegungsmittel Nummer 1 hatte. Mich nerven die ÖPNVs nur noch, ich möchte aufs Rad zurück… Ich bin noch zu unsicher für Regen und Dunkelheit… Aber die Tage meiner Monatskarte sind gezählt! Und Du hast Recht… Wenn ich nicht Rad fahren kann, kann ich vielleicht einfach ein bißchen mehr Spazierengehen… einfach mal raus… Und ja, das vergisst man sehr leicht, dass Licht essentiell ist für die Stimmung. Merke ich beim Aufstehen, weil es nicht mehr Stockdunkel draussen ist. Sofort bessere Laune…

        Danke lieber Ben, den Drücker nehme ich gerne 🙂

    1. Hmm ich kann schriftlich gut pöbeln, aber dann muss ich echt rot sehen. Ansonsten fällt mir das sehr schwer – zu pöbeln.

      Maximal noch 76 Wochen zzgl. Urlaub/Krankheit/Abwesenheit… :-/
      Vielleicht verschieben sich die Tage und Uhrzeiten noch, aber es wird generell erstmal bei zweimal die Woche bleiben …

      1. Spricht für dich, dass du nicht aus Prinzip oder Lust und Laune zu pöbeln verstehst.

        Das dauert ja noch ein bisschen. Ich empfehle (mit der Narrenkappe auf dem Kopf) die Freitagsstunde mindestens einmal für ein überteuertes aber höchst befriedigendes Nickerchen zu nutzen und dann mit der Dekadenz der ganzen Situation das Wochenende zu rocken.

        Ich nehm die Kappe jetzt wieder ab…

      2. Vielleicht musst du gar nicht mutig sein. Nur die Augen schließen und denken: Jetzt überleg ich mir mal ein richtig gutes Thema.
        Ich glaube, das könnte bei mir lange genug dauern, um wegzudämmern.

        Ich danke auch!

  3. zweimal wöchentlich Therapie – Respekt! Kein Wunder, dass Dein Hirn Kapriolen schlägt. Ist das denn gewünscht oder kann man das etwas „entschleunigen“?

    1. Hallo 🙂

      Also momentan ist das der Status, der beantragt wurde. Da die Dringlichkeit den diagnostizierenden Damen hoch erschien und eine Routine und Intensität erreicht werden soll, ist/war das wohl der Plan… Ob das mal entzerrt wird und auf einmal die Woche verteilt wird, weiss ich nicht .. da fehlen mir die Erfahrungswerte, was diese Art der Therapie angeht…

  4. Neee, Lila, seit wann ist denn „Menno“, auch noch mit langkwietschigem, weinerlichem eeeeee eine gepflegte Pöbeley? Ich bitte Sie! Und was hat diese dämliche Gelbfresse im letzten Absatz zu suchen? PassenSe mal auf:
    „Verfi**te Kackscheiße, ich will nicht, daß mir mein Wochenende so verhagelt ist! Mist, verdammter und ich kann mich dafür nur selbst bepöbeln. Menschenskinder, Knoblochen, jetzt reiß dich mal am Mieder! Jetzt haste das Muster erkannt und flennst wieder bloß rum! Arsch hoch, leg halt am Freitag ’ne Stunde Sport zusätzlich ein, kotz dich körperlich aus … was heißt, wenns nicht hilft? Jetzt hadere doch nicht gleich von vorneherein wieder rum. Mannmannmann, jetzt krieg endlich selber deinen Schneewittchenarsch in Marsch…“
    So eine öffentliche Pöbeley meinerseits bleibt die Ausnahme, liebe Madame Lila, ich bleibe aber beim Schildmaidangebot, wenn Sie das möchten. Herzliche Grüße, Ihre Frau Knobloch, zugetan.

    1. Hmm die Gelbfresse ist meine „Ist alles gut“-Funktionalität – ein Instinkt… Anerzogen und anerlernt über JAHRZEHNTE … ich kann garnicht sagen, wie anstrengend das mitunter manchmal ist… Weil eigentlich ist das eine pure hässliche Teufelsfratze… aber wer will die schon sehen? und wer will mit so jemand was zu tun haben? (Rhetorik, meine Liebe, Rhetorik)
      Das ist und war und wird eine meiner größten Baustellen sein … Nicht um jeden Preis lieb sein, schön sein, gut sein, passend sein…
      Was nicht heisst, dass ich nicht Kämpfen kann … aber komischerweise selten -für mich-
      So ganz habe ich alle Mechanismen noch nicht entdeckt… Aber das Aufzeigen solcher Mechanismen hilft… Und jawoll, die Pöbeley wird geübt – versprochen!

      1. Wie wäre es für den Anfang einfach mal die Gelbfresse wegzulassen, wenn eben nicht alles gut ist? Und wer sagt denn, daß das wahre Gesicht eine häßliche Teufelsfratze ist? Sie selbst?! Das glaube ich Ihnen nämlich nicht. Mag sein, ein verheultes,aufgequollenes Rotaugenelendsgesicht, aber das ist uns allen eigen zuweilen…
        Ich schreibe Ihnen hier als Freundin und sehr unbedarft, aber ehrlich geradeweg. Und natürlich aus eigener kleiner Ich-Perspektive. Die Direktpöbeley hat mir schon oft geholfen, bis hin zu vereitelten Übergriffen, an der Eulentaktik arbeite ich auch noch. Also, Liebste, Kopf hoch, Brust raus und sich sagen, wie wichtig, einzigartig und kostbar Sie sind! Und verdammte Axt: Extrem liebenswert! So, jetzt wird gekuschelt: KommSe ma ans Miederbieder…

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