Loslassgeschichtenlawine – Teil 5

Loslassgeschichtenlawine – Teil 5

Eine Geschichte zum weiter schreiben, eine Weitererzählung. Die famose Idee ward realisiert und ins Blog-Universum eingespeist von der ehrenwerten Frau Käthe Knobloch und dem farbenfrohen Ben Fröhlich.
Eigentlich ist Fiktion ja nicht mein Metier, aber ich hatte sofort ein paar „interessant“ Gedanken, die mir im Kopf rumschwirrten und die rauswollen.

Wer sich einlesen möchte, kann sich bei Käthe (Teil 1), Frau Ahnungslos (Teil 2) , Marga (Teil 3) und Silvia inspirieren lassen, oder einfach losschreiben, wo es bei mir aufhört.
Alles über den Ablauf findet Ihr bei Ben.

Los geht’s

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Paula ging immer einen Schritt schneller, obwohl sie mindesten 2 Köpfe kleiner war als Peter. Warum schleichen Männer immer gerade dann, wenn es mal wichtig wäre schneller zu gehen, denkt sich Paula und dreht den Kopf kurz nach hinten.
Bevor sie losgegangen waren, hatte sie Peter die Folie aus dem Verbandkasten um die Hüften geschlungen und ihm die Warnweste in die Hand gedrückt. Okay, er war barfuß… Herrjee, aber kann man nicht mal die Zähne zusammenbeissen?

Paula stapfte schnaubend weiter, irgendwie kam diese Fabrik ja auch nicht näher und überhaupt – es machte sich ein stechender Kopfschmerz in ihrem Schädel breit und auch der restliche Körper fühlte sich arg zerschunden an. Was war nur letzte Nacht passiert? Und wieso sind alle, wirklich ALLE Erinnerungen weg?

Es ist still, bis auf ein paar Kiekser von Peter, wenn er mal wieder auf einen Ast oder einen Stein getreten ist und Paula’s konstantes verächtliches Schnauben auf genau diese Laute. Kein Vogelgezwitscher, kein Bienen-Summen, kein Hummel-Brummen… Still.

Da! Paula bleibt stehen. Ein Knurren… sie könnte schwören, dass sie ein Knurren gehört hat. Langsam dreht sie sich um, schaut zu Peter…. Der auf einem Bein rumhüpft … Schneckenhäuser sind teuflische kleine Dinger, kichert Paula in sich rein. Sie schaut sich weiter um, kann auf der Riesenwiese nichts entdecken, sieht in der Ferne das Auto, zuckt mit den Schultern und geht weiter. Einbildung ist auch eine Bildung, denkt sie bei sich.

Nach ein paar Minuten hat zumindest sie es geschafft und steht auf dem Fabrikgelände.

Kaputte Fenster, Spinnweben, Dreck …. Erster Eindruck ist ja nicht so erfreulich, denkt sie sich. Geht die Mauern entlang, um eine Tür zu finden. Peter ist mittlerweile auch auf dem Fabrikgelände angekommen, jetzt pienzt er, weil die Kieselsteine sich in seine Füße bohren. Männer, denkt Paula und geht weiter. Die „Tür“ ist eine massive Eisenpforte… Glänzend, fast wie neu, mit einem modernen Hi-Tech-Touchpad für einen Fingerabdruck ausgerüstet.

Das wird ja immer skurriler, denkt Paule und wühlt in ihrer Jackentasche nach einem Kaugummi. Nachdenklich starrt sie die Tür an. Sofort kommen ihr Bücher in den Sinn, die sie in letzter Zeit gelesen hat: Entführung durch Außerirdische, die in einem Versuchslabor auf der Erde die Menschen erforschen… Oder der Serienkiller, der einen Spaß daran hatte, sich seine eigene Franken-Bride zusammenzubasteln und auf einem verlassenen Gelände die Leichen verscharrte…. Oder das mit der Entführung – das Opfer wurde verschüttet in einer Grube mit lediglich einem Rohr zum Luftholen zurückgelassen … Die Kidnapper machten eine Schnitzeljagd daraus…

Paula schüttelt sich, alles Quatsch, sowas gibt es doch nur im Roman. Sie tritt ein paar Schritte zurück und schreit los.

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Fortsetzung erwünscht… Wer möchte? 😉

Ella von Ellasblickwinkel hat sich für Teil 6 gemeldet und bereits geschrieben 😉

24 Gedanken zu “Loslassgeschichtenlawine – Teil 5

  1. So gar nicht meine Paula und deswegen umso besser! Ich verneige mich röckerafffeinknicksend, verehrte Madame Lila. Hach, die Lawine, sie rollt weiter, ich freue mich kieselgestadekollerig. Die Idee mit der Schutzfolie und der Warnweste… Ich habe nun einen Peteranblick vorm inneren Auge, weia. Loveparadeteilnehmer und schlümmeres!
    Danke fürs Lesevergnügen und einen Feinstabend Ihnen, Ihre Frau Knobloch, ungruselig zugetan.

    1. Liebe Frau K., das war doch ein Ziel … Wobei ich kurz schwankte ihre Paula wieder aufzunehmen … Aber das war mir zu „eindeutig“ 😉

      Hehe Loveparadeteilnehmer … Stimmt 🙂

      Ich bin auch sehr gespannt, wie es weiter geht bei Ella!! 😉

  2. Ui…was ihr da alle für neue Zweige und Dinge aufbaut. Wenigstens hat der arme Kerl jetzt mal ein paar Klamotten bekommen und ich sehe schon deine dominante Seite, die den Mann gern kopfschüttelnd quält 😛

    1. Iiiiiiich? Dominant?? Wie kommste denn da drauf? 🙂

      Ich bin ja mal gespannt, wie der Letzte (du?) alle Fäden wieder zusammenknüpft … Ich musste mir ja schon die Teile vor mir ausdrucken und lesen, um nicht ganz abzudrehen 🙂

      1. Es werden ja auch vorher schon Fäden wieder verknüpft werden, da mache ich mir keine Sorgen. Und wann und wo ich mal einsteige, lasse ich momentan gern noch offen. Aber schauen wir mal, wann sich jemand bei dir für die Fortsetzung findet.

      2. Oh cool. Ich lese so selten die Kommentare 🙂 vielleicht sollte sich mal ein Blogger finden, der jeden Tag nur über die Kommentare bzw. über die Community bloggt 😀

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