Happy Birthday, IronWoman

Happy Birthday, IronWoman

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Mal ein Foto von mir… 🙂

Das wurde vor genau einem Jahr in mich reinverpflanzt und treibt dort auch immer noch und noch für weitere 6-7 Monate sein Unwesen.

  • 1 Jahr Physiotherapie – fast eine Gnade, weil „alte“ Verletzungen mitbehandelt werden und ich das erste Mal seit sehr langer Zeit keinen Spannungskopfschmerz habe.
  • 1 Jahr Narbenpflege – 100 Leute fragen, 100 Antworten bekommen… Ich schwöre auf Bepanthen Narbengel, Bi-Oil und Akkupunktur-Narbenpflaster
  • 1 Jahr kein Radfahren – MEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEH
  • 1 Jahr den linken Arm nicht wirklich als Teil des Körpers sehen
  • 1 Jahr lang nicht richtig tanzen können 😦
  • 1 Jahr lang normale Tätigkeiten wieder üben – Würstchen schneiden, Brot schmieren, Auto fahren, Haare kämmen … Faszinierend, wie schnell man das verlernt
  • 1 Jahr kein „ordentlicher“ SM … Handschellen auf dem Rücken? Geht nicht! 🙂
  • 1 Jahr lang kein BH … oder selten … weil ANSTRENGEND anzuziehen und unpraktisch bei Physiotherapie
  • 1 Jahr lang über jeden Zentimeter Arm heben freuen … die erste Konzert-LaOla war grandios einarmig…
  • 1 Jahr lang Schmerzen verschiedener Arten
  • 1 Jahr nicht richtig schwimmen können
  • 1 Jahr lang den Körper bewusster wahrnehmen, ihn mehr pflegen und wundern, wo alles weh-wehchen stecken

1 Jahr voller neuer Erfahrungen, 1 Metallplatte, 12 Nägel …

M wie Männer …. miese Männer…

M wie Männer …. miese Männer…

In einer kurzen Café-Unterhaltung fiel meiner Freundin auf, dass fast alle Männer, die „mies“ zu mir waren oder mir wie Miesmuscheln bekommen sind (nämlich garnicht), Vornamen haben, die mit M anfingen.

Vielleicht sollte ich mich von M&M’s genauso fernhalten wie von den M-ännern dieser Welt…

Es gibt ja auch viele grauselige Adjektive …

Der makabere M
Der misanthropische M
Der missbrauchende M
Der miesepetrige M
Der müffelnde M
Der maulende M
Der marode M

Hach, die Kombinationen sind endlos… 🙂

Friday – kurz und knackig

Friday – kurz und knackig

Es gibt nicht viel zu berichten, glaube ich…

Mit R. gibt es keinen Kontakt mehr, ich habe das beendet, es ist gerade nicht die richtige Zeit und ich habe mich zu viel und zu oft geärgert. Das war/ist es nicht wert.

Mit dem Leinenmann gibt es guten, momentan unkomplizierten Kontakt.

Meine neue Bleistift-Box zum Scribbeln ist gekommen.. Koh-I-Noor .. mag ich sehr gerne in den ersten zaghaften Versuchen.

Fensterblick

Das Bild bezieht sich auch auf die Mal-Stöcken-Aufgabe von Marga… Der Blick aus meinem Schlafzimmerfenster… 🙂
Zumindest im Idealfall.. „Mein“ Eichhörnchen liebt übrigens Kuchen jeder Art.. hmm 🙂

Die liebe Maja/Listenes hat die Aufgabe übrigens hier schon bravourös erfüllt 🙂

Gleich geht es in den Laden spielen und *hüstel* für das Turnier morgen „trainieren“ … Äh… ja … 🙂
Ich freue mich auf später … Ich bin ein Herzchen und werde erwartet…. Juhuu 🙂

Und, damit ihr was auf die Ohren bekommt… und weil es das freudige Highlight dieser Woche ist – Fall Out Boy kommen auf Tour.. Hach! Watt freu‘ ick miiiiiiiiiiiir…

Und jetzt – abhotten!!!

I’m two quarters and a heart down
And I don’t want to forget how your voice sounds
These words are all I have so I’ll write them
So you need them just to get by

[…]

Why don’t you show me the little bit of spine
You’ve been saving for his mattress (mattress, mattress)
I only want sympathy in the form of you
Crawling into bed with me

Das „Mal – Skizzen – Stöckchen“

Das „Mal – Skizzen – Stöckchen“

Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah! Ist das coooooooooooooooool! Ich hüpfe vor Begeisterung auf meinem Stuhl hin- und her! Hach, das ist schön!
Und erinnert mich daran, dass noch 3 „Anfänge“ bei mir auf dem Block schlummern und fertig gestellt werden wollen..

Danke, liebe Maya für’s Mitmachen!!! 😉

Listenes

Hallo Leute!

Ich wurde vor einer Weile von lila für ein sogenanntes „Mal – Skizzen – Stöckchen“ nominiert!
In diesem Stöckchen beantwortet man die gestellten Fragen durch Zeichnungen. Eigentlich ist es selbsterklärend wenn man sich das Aufgaben Bild anguckt und dieses sieht wie folgt aus:

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Ich finde das dieses Stöckchen, ausgehend von Marga und lila, eine richtig gute Idee ist weshalb ich mich am liebsten sofort dran gesetzt hätte, nur leider standen mir einige Prüfungen bevor… nun konnte ich es aber pünktlich vor Altweiber noch fertig zeichnen und hier ist es!

Mal SKizzen Stoeckchen
Für alle die gerne mehr dazu wissen wollen, folgen nun weitere Ausführungen.

Glück:
Ich wollte irgendwie meinen Freund, meine Freunde und meine Familie darstellen, weil das aber viel zu viele Menschen geworden wären, habe ich mich einfach für meinen Freund als Person und alle anderen in symbolischer Form entschieden. Wenn ich glücklich bin esse ich gerne, vor allem…

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Irish Coffee zum Frühstück

Irish Coffee zum Frühstück

Himbeereis zum Frühstück… Aaaaaach, Schnee von gestern!

Richtiger Rock’n’Roll verlangt Whiskey/Whisky zum Frühstück *hüstel*

Dazu passen dann auch – voll Rock’n’Roll halt – diese tollen Tassen (da war zwar „nur“ der Cappu drinnen, aber ey, immerhin!)

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Das Foto hat die wirklich sehr talentierte MrsMcH geschossen, den Irish Coffee hat sie auch getrunken – und betonte ich den Rock’n’Roll? – wir hüpften also in diesem Wohnzimmer-Stil-Cafè auf unseren Sesseln rum, wie auf Gummibällen, versuchten die Männergeschichten zu entwirren, sinnierten über Foto-Möglichkeiten und tranken Irish Coffee (also ich schnüffelte nur!) … Und am Boden sammelte sich der Alkohol… Das war ein Schauspiel – schlürfen, Zucker, schlürfen, Sahne, schlürfen, Zucker … Ein Schelm, wer da irgendwas doppeldeutiges denkt! Ts! Wirklich! 🙂

Es war auf jeden Fall wieder ein sehr schöner Vormittag … Es werden weitere Wohnzimmer-Cafés gesucht… 🙂

Der Nachmittag wurde dann gekrönt mit Nachrichten vom Umarmer und der Sahneschnitte, der mir erst ein Foto von sich und einem Schäferhund schickte (EEEEEEEEEEEEEKS!) und dann den Hund seiner Freundin zusprach. *grins* Dennoch bleiben die Unterhaltungen agil und die Verabredungen mehren sich. Freitag abend verliess ich übrigens den Laden mit 3 neuen Telefonnummern … öhm… ja… Sehr charmant wurde ich auf unter 30 geschätzt… Und zu einer Männer-Spiel-Runde eingeladen mit den Worten „Da würde eine weibliche Hand gut tun“ – ich kichere immer noch in mich rein … Die Situation war zu köstlich, den armen jungen Mann habe ich total verunsichert … Eidewei… 🙂

Immerhin war dieses Wochenende, wahrscheinlich aufgrund der vielen frischen Luft und Sonne sowie der schönen Aktivitäten, nicht so schlimm, wie das letzte! Aber was erzähl‘ ich jetzt bloß morgen in der Therapie? *argl*

Könnte ja erzählen, dass beide Männer auf Tauchstation ins Schweigeland gegangen sind… Aber dann müsste ich ja genauer erzählen, warum ich immer noch Mauern einrenne… Öhm.

Interessanter Artikel im Stern diese Woche, übrigens, für alle, die sich mit Therapeuten auseinander setzen (müssen/wollen) – sehr faszinierend, wie katastrophal die Wahl des falschen Therapeuten sein kann und wieviel schwarze Schafe es auch hier gibt… Wo etwas, was eigentlich helfen soll, doch soviel Schaden anrichtet… Weia

Einen guten Start in die Woche,

Lila

Was? Schon wieder Freitag?

Was? Schon wieder Freitag?

Wenn ich jede Woche so ausführlich blogge, kann ich ja eigentlich die Zusammenfassung mal sausen lassen, ne? ABER eine antrainierte, liebgewonnene Macke, kann man ruhig mal beibehalten und hier kann ich immer so wunderbar „neue“ Musik posten… 🙂

Das Tief am Mittwoch abend ging die ganze Nacht durch, geschlafen habe ich nur wenig und wenn dann leicht (das will bei mir was heissen). Donnerstag dann mit der Besten Mittags getroffen. Sie schaute mich lächelnd aufmunternd an und sagte 3 wahre Dinge:

1.) Lerne endlich, dass Du gut so bist wie Du bist. Wenn andere den Luxus haben, auf Dich verzichten zu können, dann ist das deren Verlust und Problem. Glaube mir, wenn ich Dir sage, dass das schon immer so war: Dass Du anerkannt, gemocht und respektiert warst – schon in der Schule. Es ist so schade, dass Du das nicht gesehen hast und erst jetzt lernst das zu sehen.

2.) Werfe Ballast ab! Die Männer, die Dich ärgern, werden sich nicht ändern. Keine Klär-Gespräche dieser Welt, werden DIR gut tun… Diese Gespräche helfen im Zweifel nur den Männern, weil sie nochmals betonen können, dass es alles nur an Dir liegt. Lass es und geh‘ „cold turkey“

3.) Aller Anfang ist schwer, auch die Therapie wird „leichter“.

Puh… Das hat alles gut getan und geholfen.
Die Therapeutin meinte heute auch, dass sie zwar kein Prophet seie, sie aber davon ausginge, dass es bei mir leichter werden wird. Dass mich die Sitzungen nicht mehr so aus der Bahn werfen, wenn ich mal Übung drin habe.
Desweiteren hat sie versucht mit mir zu ergründen, was Mittwoch so „schief“ gelaufen ist und es ist faszinierend zu sehen, dass so ein dämlicher Einbruch von einer super positiven Aussage meiner Chefin kommt.
Kurzgefasst: Meine Chefin hat mir so tolle Sachen gesagt, dass ich – wieder einmal – feststellen musste, wie verschoben meine Selbstwahrnehmung ist. Und auch, wenn die langsam besser wird, es ist immer noch kurios zu sehen WIE gravierend das ist. Und dann auch: Wie anstrengend das gewesen sein muss. Das alles zusammen… Führte dann in meinen Synapsen zu einem lauten „PENG!“
Faszinierend.

Nun – Es gibt wieder einen prallgefüllten Korb an Bonbons für das Wochenende: Heute abend Bad in der Nerdmenge inklusive Sahneschnitte (grade kam die SMS von ihm) – jippieh. Morgen frühstücken mit der überaus talentierten MrsMcH – ick freu mir so 🙂 (stehen ganz viele Eierspeisen auf der Karte… *g*)
Samstag abend wird Filme-Abend – die Oscars nahen und ich will wenigstens ein paar Filme gesehen haben, vor der Verleihung.
Sonntag Zumba mit der Besten und danach das vorletzte Mal in den Keller des Theaters (vorerst) – aber die Pause brauche ich dringend.

Der Bogen nochmal kurz zu den Männern, dieses Lied macht mich positiv feddich… Ich mag Karmin, sowohl die Coversversionen als auch das eigene Material. Genau mein Ding.

When dreams can’t wait a flood of fate
Is breaking over all that we know
I know a place to go escape
But lately I get lost on the road

And I don’t really know just how to say it
We speak all day and never talk
Cause you and me were never complicated
So how’d we end up on the rocks

The tidal wave is forcing us to swim at a distance
So our love is washing away
With all the push and pull we’re caught up in
Can we brave the tidal wave

UND – für morgens in der Bahn, um auf die richtige Betriebstemperatur zu kommen, empfehle ich den hier.
Abhotten – JETZT! 😉
Euch ein schönes Wochenende!

If you’re feeling like I feel throw your fist through the ceiling
Some people call it crazy well I call it healing
If you need love turn around, do the helicopter
If you’re sick, baby girl I would love to be your doctor

Goodbye my loves

Goodbye my loves

Hello Darkness, my old friend…

Ouh, gestern war es am Ende sauschlechter Tag.
Nicht schön, dabei ist nichts passiert. Nichts negatives zumindest. Im Gegenteil.

Es begann mit einem echten Durchbruch in der Physiotherapie… Ich kann wieder so \o/ machen. Das erste Mal seit einem Jahr.
Ich sagte einer Kollegin, wie sehr ich sie schätze und wir lagen uns lach-weinend in den Armen.
Ich habe Probleme gelöst, Pläne gemacht, gelacht, gute Musik gehört… Kommentare gelesen und beantwortet.
Und am Ende des ersten Teil des Arbeitstages meiner Chefin, die auch eine Freundin ist, aufgrund meiner Fehlzeiten (die kommen werden) von der Therapie erzählt. Ich hätte nicht müssen, aber ich wollte. Auch weil ich spüre, dass es sein kann, dass ich nicht immer von der Therapie auf die Arbeit zurückkehren kann. Und ich möchte ihr das so sagen können. Und Ihre Unterstützung haben, wenn ich mal nicht 100% funktioniere.
Es war kein sonderlich emotionales, bzw. schwieriges Gespräch. Sie sagte mir sehr viele positive Dinge, wie sehr sie mich als Mensch schätzt und wie wichtig ich für das Team bin (das Herz und die Seele), wie gut ich für und zu meinen Kollegen bin und dass sie gerade bei mir nie vermutet hätte, dass ich so traurig bin.

Auf der Freundesebene hat der Umarmer heute viele virtuelle Umarmungen geschickt, die Sahneschnitte hat sich gemeldet, dass er sich auf Freitag freut… Nur meine beiden Männer* blieben stumm oder verziehen sich auf das Niveau einer flüchtigen Laberrhabarber-Bekanntschaft.

Und dann begann‘ es – total rapide und ich weiß heute immer noch nicht, was der Auslöser war… Ich frage mich mittlerweile, ob es immer einen konkreten Auslöser gibt oder ob es auch einfach mal so richtig Scheisse sein darf.

Nun, ich machte den gravierenden Fehler und schrieb in der Verzweiflung wenigstens eine Baustelle im Kopf etwas zu „begradigen“ einen „Freund“ an, der über meinen Zustand Bescheid weiss und äußerte meine Bedenken. Dass ich Ordnung im Kopf brauche, weil ich sonst von einer Brücke springe. Ähm ja. Ich bin nicht stolz darauf, dass mir das entfleucht ist, aber es war in dem Moment ein absolut ehrlicher Gedanke.

Hierzu dennoch, mit einer Nacht drüber schlafen, ein paar Erläuterungen:

1.) Ich bin und war nie suizidal. An sich mag ich Leben. Manchmal mag ich es eben auch nicht und der Gedanke, anderen keine Belastung mehr zu sein, schleicht sich durchaus in meine Gedanken. Ich werde dem Gedanken aber nicht nachgeben. Ich bin ein Kämpfer.
2.) Dieses Rauschen im Kopf und die Schwere des Seins ist manchmal einfach EXORBITANT. Schwer bis gar nicht zu ertragen. Rational allerdings auch nicht fassbar. Daher auch nicht immer erklärbar. Es ist einfach da.
3.) Es war ein Hilfeschrei aus dem Bauch heraus. Ich war so durch den Wind, ich habe nicht nachgedacht als ich es schrubte. Ich muss dies wohl in Zukunft noch genauer machen – nachdenken.
4.) Sollte ich jemals mit dem Gedanken „Suizid“ genauer und realer spielen, werde ich sicher vorher niemandem Bescheid geben, da ich auch hier keinem zur Last fallen wollen würde. Aber wie bei Punkt 1 geschrieben. Es ist für mich keine Option, nicht wegen Doppel-D. Zum Thema Sterbehilfe und Freitod bei Krankheiten kann sich jeder seine eigene Meinung bilden, ich habe da auch eine zu.
5.) Mein Onkel hat sich umgebracht, es ist kein Thema mit dem ich leichtfertig umgehe. Dies ist mir wichtig zu betonen, denn mitnichten finde ich Suizid besonders in Verbindung mit Depressionen (aber auch generell) ein sehr schwieriges Themae. Lapidar dahinsagen sollte man das einfach nicht. Besonders in Hinblick auf meine Situation, werde ich auf solche Gefühlsäußerungen verzichten.

Es war gestern ein sehr, sehr, sehr tiefes Loch. Ich heulte permanent (also die Tränen kullerten ununterbrochen). Ich kann mir das heute nur so erklären, dass es eine Mischung aus ganz vielen kleinen Puzzleteilchen waren, die alle nicht ins Gesamtbild passten und so sehr ich auch drücke und versuche, sie passend zu machen, sie wollen einfach nicht so wie ich das will.

Aber, die Reaktion meines „Freundes“ war …. erschreckend – wenn auch menschlich (denke ich, ich würde allerdings nicht so reagieren – aber da ist es wieder, Akzeptanz des Anders-Seins).
Er bat mich meine Therapeutin oder meine engeren Freunde anzurufen.

Mich machte das richtig wütend, was vielleicht hilfreich war, denn danach war das Loch weg, aber das Unverständnis darüber, dass ich Ordnung brauche und manchmal einfach nur jemand der fragt „Wie geht es Dir, was ist denn los?“ als Zeichen, dass ich meinen Müll und meine konfuse Gedankenwelt abladen und genauer betrachten kann. Diese sofortige Abwehrhaltung, ohne jegliche Nachfrage, hat getroffen.
Um so schlimmer, weil ich für diesen „Freund“ immer da war. Immer da bin. Und er nutzt das gerne – wenn es in sein Zeitgefüge und seine Bedarfsmomente passt.
(Aber ich darf nicht mehr aufrechnen, was in der Vergangenheit war, sagte er.)

In solchen Zeiten erkennt man dennoch, wer für einen da sein will und kann und wer nicht.

Es ist also an mir, genauer zu selektieren, mit wem ich über Doppel-D spreche. Je mehr ich Menschen erzähle, die am Ende des Tages damit nicht umgehen können, desto verletztlicher mache ich mich. Der Stempel „krank“ ist diesen Leuten ins Gehirn gebrannt, wenn es um mich geht. Es werden die sein, die irgendwann Themen nicht mehr ansprechen, mich nicht mehr fragen, wie es mir geht, aus Angst, ich könnte sagen „schlecht“… Denn was machen diese Menschen dann? „Schade“ sagen, sich umdrehen und gehen? Oder peinlich berührt auf den Boden schauen? Thema wechseln?
Kann ich mich also darauf einstellen, dass Menschen, die MIR ihren ganzen Seelenmüll vor die Füsse gekotzt haben, mich in unmögliche und belastende Situationen gebracht haben, mit mir jetzt über das Wetter reden werden? Ich denke, so kann ich das verstehen.
Die heile Welt soll nicht zerstört werden, die Illusion aufrecht gehalten werden.

Kann ich. Will ich aber nicht mehr.

Diese Menschen können dahin gehen, wo sie hergekommen sind.
In ihrer vermeintlich heile Welt, wo Konflikte totgeschwiegen werden, Probleme weg-gewartet werden. Kompromisse geschlossen werden, die auf falschen Tatsachen und Lügen bestehen. In die Welt, wo man sich darüber echauffieren kann, dass man kein Vertrauen entgegengebracht bekommt und in der eigenen Wahrnehmung einfach mal ignoriert, dass man jahrelang belogen und betrogen hat. Wo immer ein Schuldiger gefunden wird, der Schuldige aber nie im Spiegel zurückschaut. In die heile Welt, die von innen so dermassen verrottet oder verwest ist, dass es so dermassen stinkt. Die aber so tun, als wäre DAS normal und ich wäre nicht normal.
Nein, das ist nicht alles gestern rausgekommen. Das gärt schon eine Weile in mir, weil ich mir das schon lange anschaue. Warum ich nichts dazu sage? Meine Meinung ist nicht gefragt.
Man wirft mir dann in perfekt einstudierte Deflektion alles möglich vor, um nicht an den eigenen Problemherd ranzumüssen.
Hier ist also klar kein Handlungsbedarf mehr, außer Konsequenz und Distanz meinerseits.

Das bekomme ich hin.

Ich lese ja auch ganz gerne Motivationsblogs, bin da aber immer sehr selektiv in dem, was ich für mich mitnehme. Coaching an sich finde ich super, aber der Coach muss passen.
Melanie schrieb heute über die 3 Erfolgsverhinderer – Faulheit, Feigheit, Eitelkeit.
Sofort schiesst mir der Leinenmann in den Kopf … und Sekunden später schiesse ich mir in den Kopf… Ich bin auch feige an dieser Stelle. Aber warum? Was fehlt mir, wenn er mir fehlen würde?

Solange ich diese Frage nicht beantworten kann, kann ich das Thema nicht abhaken. Ich werde das aber angehen. Denn als ich gestern ein Pro-Con-Liste machte, um genau diese Antwort zu finden, fragte ich mich: Wenn ich ihn heute irgendwo auf einer Party treffen würde … Würde ich mich für oder gegen ihn entscheiden? Fände ich ihn interessant? Attraktiv? Teile ich seine Ansichten? Schwierige Fragen auf die ich (noch) keine Antworten habe. Ich kann mit Gewissheit sagen, dass ich manchmal neben ihm sitze – ihm in seiner Interaktion mit anderen zuhöre, zuschaue… Ich ertappe mich dabei zu denken „ich mag nicht, wie Du mit anderen sprichst“… Das ist unhöflich, deinteressiert und herablassend – mitunter. Ich frage mich dann: Spricht er auch mit mir so? Ja, manchmal. Ja, darüber rege ich mich sehr auf. Weil es so gar nicht „mir“ entspricht. Ich habe ihm das durchaus auch schon gesagt, aber wie bei allen anderen Themen, die ihn betreffen, wird abgewiegelt … deflektiert und das Ende der Unterhaltung (in letzter Zeit immer mit dem Hinweis, dass ich mich sonst wieder aufrege… erwähnte ich, dass ich das hasse?) herbeigeführt. Der Leinenmann merkt sich keine Gesichter und keine Namen, er legt keinen Wert darauf neue Menschen kennen zu lernen. Das ist und war mir immer ein Alarmsignal. Ich konnte es nur nicht richtig deuten. Und ja, ich bin da gegen Mauern gerannt, denn ich kann nicht verstehen, dass man mit dem zufrieden sein kann, was er hat. Ich habe irgendwann gesagt, dass er genau die Freunde hat, die er verdient. Und es wird klar: Nicht nur, die er verdient, sondern auch die, die er will. Er will nicht mehr. Es ist genug für ihn – so wie es ist.

(Im Rückblick bleibt die Frage, warum zum Geier der Leinenmann mich überhaupt ins Visier genommen hat, wenn sein Leben doch alles hat, was er braucht.)

Dann passe ich da aber nicht rein. Denn ich bin und will mehr. Wenn wir von guten Freunden sprechen, dann reicht das nicht. Nicht für mich.
Ich habe den Fehler begangen, den ich am Anfang immer begehe – Ich glaube daran, dass der Andere durch mein Verhalten ganz schnell nicht mehr auf mich verzichten möchte. Ich mache mich „unverzichtbar“, denke ich. Und denke dann, dass der Andere sich ja dann auch ein bisschen anpassen kann, um mich nicht zu verlieren. Denn schliesslich mache ich das auch… Kapitaler Denkfehler. Niemals, niiiieeeemals darauf bauen, dass sich der Andere oder ich mich anpassen muss. Freundschaft kann auch mal Arbeit bedeuten, sie kann mal unangenehm sein, sie darf auch mal ruhen. Aber niemals, darf sie Anpassung bedeuten, nur damit es funktioniert. Weil – das funktioniert auf Dauer einfach nicht.

Daher bleibt für mich nur: Akzeptieren.

Dass der Andere anders tickt, anders denkt, anders handelt, anders entscheidet. Wenn mich das Ticken, Denken, Handeln oder Entscheiden trifft, negativ trifft oder verletzt, dann kann und muss ich überlegen, ob ich das akzeptieren möchte. Und ich muss mich entscheiden – für mich.
In diesem konkreten Fall: Ich muss seinem schleichenden Tod nicht zuschauen. Die Explosion wird so groß sein, die werde ich auch aus der Ferne mitbekommen. Und ich weiß jetzt schon, dass es für eine Sekunde eine Genugtuung sein wird. Ich finde es nur so schade, dass, bis es soweit kommt, mehrere Menschen unglücklich vor sich hin vegetieren müssen. Aber ich werde keiner dieser Menschen sein. Das ist meine Entscheidung.

Zu Unterhaltungen mit dem Leinenmann noch zwei Gedanken von Paul Kaufmann. Paul schreibt hier über eine Unterhaltung über seinen offenen Beziehungs-Stil, ich finde aber, dass diese Dinge nicht nur auf diese eine Art der Beziehung passen, sondern auf Menschen im Allgemeinen:

„Zu vertrauen, dass der andere sich etwas auf immer verkneift, das aber so mächtig ist wie die Sexualität, ist ein dummer Gedanke. Das geht nicht gut. Es ignoriert den Umstand das sexuelle Wünsche nicht wegzurationalisieren sind. So sehr man sich das vielleicht auch wünscht. Sie finden Ihren Weg immer.“

und

„Eifersucht ist keine heilige Kuh. Sie ist ein Signal. Wenn Du Eifersucht spürst, also wenn sie wirklich schmerzt, dann ist das ein Hinweis, dass mit Dir etwas nicht stimmt! Mit Dir! Nicht mit der Beziehung oder Deinem Partner. Eifersucht ist Angst. Es ist die Angst etwas zu verlieren. Wenn Du die Fragen immer weiter hinunterdestillierst, bleibt nur die Angst ums Ego, den Selbstwert. Dein Ego fühlt sich bedroht, weil es etwas verliert, was es vermeintlich unbedingt braucht. Wenn Du einen anderen Menschen so sehr brauchst, dass Dein Ego ins Rutschen gerät, wenn Du ihn verlierst, dann ist etwas faul. Du bist nicht intakt. Dein Selbstwert hat sein Fundament auf einen anderen Menschen gebaut.“

Ich weiss, dass ich in Unterhaltungen mit dem Ex-Herzmann, genau diese Dinge zu ihm gesagt habe. Damit er seine Frau versteht. Damit er entsprechend handeln kann. Ich habe dabei zwei Dinge übersehen:

1.) Das gilt auch für ihn.
2.) Das gilt auch für mich.
(Selbererkenntnis und so….)

Ich habe immer gesagt, dass ich total eifersüchtig bin.
Zum Einen, weil ich darauf baue, dass mein Partner das hört und versteht und in Zukunft darauf achtet mich nicht eifersüchtig zu machen. (Ja, ich weiß, total Banane). Zum Anderen habe ich Eifersucht immer als etwas durchaus positives gesehen, zeige ich dem Anderen doch damit, dass er mir viel bedeutet… Zeigt ihm, wieviel er mir doch wert ist.
Niemals in einer Millionen Jahre hätte ich meine Eifersucht mit meiner Verlustangst in Verbindung gebracht. (Besser spät als nie!) Beim Durchblättern des Tagesbuches, das ich zusammen mit meiner besten Freundin geschrieben habe, ist mir aufgefallen, dass Eifersucht und damit meine Verlustangst eines unserer größten Themen war. Und uns fast zerbrochen hätte, hat es aber nicht. Wir haben beide zusammen an der Freundschaft gefeilt und es das stabilste Beziehungsgebilde in meinem Leben.

FAZIT:

Also, so tief der gestrige Tag auch war und ich hoffe, dass ich so einen so schnell nicht wieder durchmachen muss/werde (und ja, ich werde mit meiner Therapeutin darüber sprechen), habe ich doch ein paar Dinge draus mitgenommen. Ich werde weiter Abschied nehmen von Menschen, Dingen und Verhaltensweisen (besonders meinen eigenen), die nicht gut für mich sind. Grenzen setzen, auch wenn es weh tut. An der Verlustangst arbeiten, mir rational aufzuschreiben, was passiert wenn… Und so lange da dann nicht der sofortige Herztod steht, werde ich, so bin ich mir relativ sicher, weiterleben. Also gibt es keinen Grund Dinge nicht auszusprechen, Verhalten nicht zu ändern, nur weil der Andere gehen könnte. Die Trauer über den Verlust eines Menschen ist weitaus erträglicher, wenn dieser einem durch sein Verhalten zeigt, dass es nicht viel zu betrauern gibt. Ich werde die Diskussion nicht mehr führen, dass ich vertrauen muss, dass es anders ist. Ich spüre es nicht, ich sehe es nicht. Es erschliesst sich mir nicht, warum ich die Arbeit leisten soll für den anderen mitzudenken und in ihr Nicht-Sagen und Nicht-Tun reininterpretieren soll, dass das ein positives Verhalten mit gegenüber sein soll. Wenn ein „Hey, wie geht’s Dir?“, eine Nachricht, ein Bild, ein Spruch… oder nur ein Grinsefratzensmiley zuviel sind… worauf, worin genau soll ich die Interpretationsgrundlage finden? Im Vertrauen in den Anderen. Nun. Ich denke es ist an der Zeit ehrlich zu sein – da ist kein Vertrauen. Nicht diese Art Vertrauen. Ich vertraue in die Verschwiegenheit. Aber sonst? Wurde für alles andere das Gegenteil bewiesen: Ich wurde vergessen, ignoriert, stehen gelassen, verlassen, belogen, verletzt und abgeschoben. Worauf soll sich dieses Vertrauen aufbauen? Ich glaube nicht, dass ich hier eine Mauer einrenne … daher stehe ich mit einer *facepalm*-Geste da und sage einfach: Ich verstehe es nicht, erkläre es mir.

SEHR lange Rede, kurzer Sinn: Erklärungen sind immer willkommen. Ich bin ein absoluter Fan vom Verstehen – von mir, von anderen. Ich verstehe gerne. Denn dann kann ich akzeptieren – mich und andere.

P.S.: Ich drücke jetzt auf „Publizieren“, auch wenn dieser Beitrag, dieser Gedankenfaden noch lange nicht fertig gesponnen ist.

Sahneschnitte

Sahneschnitte

Ach herrje … wieso denn eigentlich gerade JETZT? Geeeeeeeeeehts noch blöder Karmaverteiler? 🙂

Also, da ist dieser Typ… leider genau mein Typ… optisch, oberflächlich gesehen… Passt… 🙂
Und – er ist auch noch nett? Gruselig!
Und – er findet mich scheinbar zumindest mal unterhaltsam… interessant…? Wah!
Und – er ist nicht weggerannt, als ich seine Nummer haben wollte UND er hat zuerst geschrieben… Notiz am Rande: Sein Name erscheint immer mit einem gebrochenen Herzchen… zu süß *g*

Seitdem schreiben wir uns regelmäßig, nicht viel, aber genug… Freitag sind wir zum Spielen (KARTEN! Gedanken mal aus der Gosse, das hier ist ein anständiger/s Blog! 🙂 )verabredet.

Mein Kopf nimmt dies momentan einfach mal so hin, mein Herz ist sowieso noch anderweitig am Reparieren – guckt aber schonmal, ob unter den vielen Pflastern noch ein Plätzchen frei ist (ich mache ja auch Plätze auf meinem Herzchen für Freunde frei) – und ich stelle fest: Ich geniesse das einfach. Es macht Spaß. Er macht mir Spaß und gute Laune. Er ist aufmerksam und aktiv. Und ich glaube einfach auch als Mensch sehr interessant. Ich habe noch nicht viele Schichten freigelegt, aber die, die ich sehe, finde ich gut.
Die andere Seite meines Kopfes schreit allerdings auch: „Der ist viel zu schön für Dich, der steht bestimmt nur auf Model-Typen, lange blonde Haare, schlank, große Titten“ 🙂
Die Kommunikation dieser Art in meinem Kopf ist sehr amüsant zuweilen… 🙂 Zuweilen ist sie einfach nur anstrengend.

Fakt ist – ich werde es einfach mal laufen lassen. Geniessen. Lachen. Kennenlernen. Und schauen, was da noch so passiert – ohne Druck und ohne Ziel. Einfach mal so. Einfach mal gut sein lassen.
Mehr ist nicht .. aber das bisschen? Absolut angenehm und vorallem => UNKOMPLIZIERT!

Der Umarmer mag ihn auch, ein gutes Zeichen.

Hach!

Muster

Muster

Es zeichnet sich ein Muster ab.

Der Freitagstermin in der Therapie ist eher immer „Meeeeeeh“ … Er ist um 8 Uhr morgens, auf diese Zeit bin ich nicht programmiert… Ich möchte eigentlich noch im Bett liegen. Ich weiß nicht, was ich sagen soll, die Stunde geht meist langsam rum, ist zäh… es ist alles doof! Der restliche Arbeitstag ist dann auch echt schwer… die Konzentration fehlt, die Lust sowieso und eigentlich will ich nur in mein Bett.

Selbst mit Laden und Magic spielen bleibt der Freitag zäh, das Wochenende ist meist „ok“, spätestens aber Sonntag abend im Bett erwischt mich ein Tief… und was für eins. Im Hintergrund muss der Kopf gearbeitet haben, mir fallen Sachen ein und auf.. Ich habe nur Tränen in den Augen, man(n) kann es mir nicht recht machen (es hilft nicht, dass keiner wirklich „da“ ist)… Meeeeeh.. So fühlt sich dann auch der Montag morgen an…
Dann: Physiotherapie, ich kann mich wieder besser bewegen, die Laune steigt. Die Gedanken vom Wochenende entknoten sich, machen Platz, formen sich zu neuen Erkenntnissen.

Dienstag: Die Therapiestunde geht IMMER wie im Flug rum. Ich habe mich kaum hingelegt, schon muss ich wieder aufstehen. Und es blubbert nur so aus mir raus und das noch und das noch und eigentlich das noch…. jaaaaaaaaa mehr Zeit, mehr erzählen, mehr erklären.
Der restliche Arbeitstag ist okay, ich fühle mich „normal“, kann Projekte gut bearbeiten und erledige viel.

Diese „gute“, wenn auch emotional-neutrale, Laune hält an – bis Donnerstag abend… Denn da beginnt der Kopf zu überlegen „Was erzähle ich dann morgen in der Stunde? Es ist doch nichts passiert!“

Und schwupps ist schon wieder Freitag…

So ist das jetzt jede Woche gewesen… *argl*

Ja, irgendwie total nachvollziehbar… aber … eeeeeeeeeeeey! So geht das nicht! 🙂
Das ist ANTIZYKLISCH! Wochenende ist Gute-Laune-Zeit! Mennoooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooooo *pöbel* (extra für Frau K!)

SCHLECHT FÜHLEN

SCHLECHT FÜHLEN

Und deswegen ist der Plan, all dies nicht mehr zu tun… 🙂

ZITATE VON WEISEN MENSCHEN

Wenn du dich schlecht fühlen möchtest, dann denke darüber nach, was mit deinem Nächsten nicht stimmt. Und wenn du dich noch schlechter fühlen möchtest, dann sag deinem Nächsten was mit ihm nicht stimmt. Und wenn du es noch schlimmer machen möchtest, dann denk darüber nach, was mit dir nicht stimmt. Und wenn du es noch viel schlimmer machen möchtest, dann denk darüber nach, was andere Leute denken, was mit dir nicht stimmt.

Marshall B. Rosenberg

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