Dampf

Dampf

Orrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr, was WAR ich sauer…

Unglaublich!

Alles vorstellen, dass ich Anders-Sein akzeptieren muss, hilft nicht.

Wir sind Freunde, sagt er.
Sind wir nicht, Freunde leben nicht im Dunklen.

Ich bin Deine asexuelle Geliebte, Dein Kummerkasten, Dein Entertainment, Dein medizinischer Ratgeber, Allzeit-Bereit … bis „Pscht, ich muss Schluss machen, die Frau kommt heim“.

Dann „Ach, ich hätte ja mal anrufen können.“ – Joah, hättest Du … ich verheimliche Dich nicht. Du stehst offen in meinem Leben, jeder weiß von Dir, ich habe nicht die Probleme, die Du hast.

Mein Fehler? Ich bin zu nett zu Dir. Tatsächlich. Denn am Ende des Tages, gebe ich Dir mit meinem „Nettsein“ und dem „Anpassen und Verstehen Deiner Situation“ alle Macht. Du entscheidest, wann wir sprechen. Du entscheidest, worüber wir sprechen. Wenn Dir ein Thema nicht passt, gehst Du einfach. Mal für Minuten, mal für Stunden, mal für Tage.

Es bleibt die Quintessenz: Es ist einfach nicht fair. DU bist nicht fair.

Ich bin viel zu fair… ich habe SOVIEL gegen Dich in der Hand, ich kann Dein Leben zerstören – mit einem Schnipps, einem Swipe auf dem Handy… Man möge meinen, ich habe die Macht … AM ARSCH, habe ich die.
Es ist sowas von LÄCHERLICH.

Ich versuche mir vor Augen zu halten, was Du alles für mich tust … Dass das „Äußerungen Deiner Wertschätzung sind“ …. FIIIIIIIIIICK DIIIIIIIIIIIIIIIIIICH!

Die WILL ich nicht, ich will DAS andere – ich will nicht mehr im Geheimen mit Dir „leben“ … ich will Dich anrufen können, wenn mir danach ist – wie ich JEDEN Freund anrufen kann… Ich will mit Dir ins Kino gehen und ich will Deinem SCHEISS-FREUND offen die Meinung sagen dürfen und ihm dann am Besten den Mittelfinger RICHTIG FETT ins Gesicht strecken.

Ich will, dass Du zu meinen Geburtstagen kommen kannst und dass wir Scherze machen können – wie früher.

Ich will, dass es Dich STÖRT und WURMT, dass es den Schwan gibt. Du feuerst mich an und puschelst alle Cheerleader-Pompoms, die Du finden kannst. ICH KÖNNTE KOTZEN!

Kämpf um mich, hoffe mich NIE zu verlieren, halte an mir fest… Gib‘ mir eine Chance mich nicht permanent als LOOSER in diesem Spiel zu fühlen.

DAS will ich…

VERFICKTE SCHEISSE!

Wir arbeiten an- und miteinander, wir reden, wir streiten, wir schweigen… Wir klären, wir fangen wieder von vorne an…

Aber immernoch baden ich und andere DEINEN Bockmist aus… Weil Du Dir genommen hast, was Du wolltest, weil Du auf den Resten rumgetrampelt bist…

Ich trage das für den Rest meines Lebens mit rum und ich kann nicht ehrlich sagen, was mir grade die Petersilie verhagelt, WER mir gerade die Petersilie verhagelt – weil ein falsches Wort Dein Leben zerstört.

AAAAAARRRRRRRRRRGH! Diese Fantasie, es einfach zu machen… Dich leiden und am Boden zu sehen … Manchmal … Manchmal wird das Bedürfnis, die GIER danach so groß, dass ich mich selbst festhalten muss … Meine Finger, meinen Mund verschliessen, die Augen zusammenkneiffen, die Welt ausblenden… ein Vulkan… Kurz vorm Ausbruch.

Denn, was habe ICH zu verlieren?

„Nur“ Dich – ist das ein Verlust? Wirklich ein Verlust?

ORRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR ich bin sauer!

End of passion play, crumbling away
I’m your source of self-destruction
Veins that pump with fear
Sucking darkest clear
Feeding on your death’s construction

Taste me and you will see
More is all you need
Dedicated to
How I’m killing you

****************************
Dieser Post ist inspiriert von einer Person – gültig für viele Personen in meinem Leben….

19 Gedanken zu “Dampf

  1. ach scheiße und so wie du schreibst hättest du die macht und hast sie doch nicht im geringsten und doch hast du schlussendlich alles in der Hand, zumindest soviel dich nicht weiter abhängig zu machen von jemanden der dich nur benutzt

    1. Am Ende habe immer ICH alles in der Hand, was mich betrifft … Ich muss entscheiden, wie ich mich behandeln lasse… und mit wem ich was zu tun habe… Ich kann andere Leute nicht ändern, ich kann ihre Sicht auf mich nicht ändern…

      Insofern – ich habe die Macht – ich muss nur die richtigen Entscheidungen treffen… und dabei hilft einem keiner… das muss man selbst machen…

  2. Brilliante Analyse – bis auf den einen Punkt: Warum spielst Du da (noch) mit? Was ist das Gute an der Situation, dass sie es nicht erst seit drei Tagen gibt sondern wohl schon länger? Was hat er / die Situation, dass Du daran festgehalten hast bzw. es nicht ändern wolltest? Wo / Wie hat er welche ‚Macht‘, dass Du bisher das so gemacht hast? Warum hat er diese ‚Macht‘? Wer hat sie ihm gegeben?
    Er mag ja arschig mit Dir umgehen – aber Du lässt ja anscheinend mir Dir auch arschig umgehen. Zu einer (verkorksten) Freundschaft / Beziehung / was auch immer gehören immer zwei.

  3. (D)Ein Problem: Deine Denk- und Verhaltensmuster. Du stehst quasi auf diese Art der Behandlung, die sich auch bei solchen Freundschaften äußert. Wütend bist du nur auf dich.

    1. „Drauf stehen“ würde ich es jetzt nicht nennen. Ich kenne/kannte es nicht anders. Es zeigt sich, dass diese Verhaltensmuster schon in frühster Kindheit zu finden sind. Immernoch im Verhalten mit meiner Familie zu finden ist. Leider. Und leider sind die Auswirkungen in den heutigen Freundschaften nur die Spitze vom Eisberg.

      Ja, ich bin extrem wütend auf mich. Aber die Anspannung drinnen zu behalten, hilft mir auch nicht weiter.

      Indem ich mir solche Ausbrüche gegen mich und andere auch zugestehe, bin ich freier als je zuvor. Denn sie sind authentischer als das, was vorher zu finden und zu sehen war.

      Ein maskenhaftes Lächeln und ein sanftes „ist schon gut“ – nein, nichts ist gut.

  4. Heute hält man am besten 100m Sicherheitsabstand.

    Lass es raus.

    Die Kritik erspare ich Dir. Du weißt es selbst und hattest es vor einigen Wochen geschrieben. Es ist die Auswahl der Männer. Garbage Is, garbage out.

    1. Aber hallo …

      Ja, weiss ich .. es nervt trotzdem … und es nervt, dass ich die Lösung des Problems bin… Im Endeffekt habe ich mich gerade selbst angeschrien… 😦

      1. Eine Freundin hatte die Beziehung zu einem verheirateten Mann irgendwann beendet, da es nicht weiter ging. Er wollte das nicht akzeptieren und nervte so lange bis sie es irgendwann seiner Frau sagte. Danach war Ruhe.

      2. Naja das ist ja nicht das Ziel und wir reden nicht von einer Beziehung sondern von Freundschaft. Eigentlich.

        Meines Erachtens sollte es kein Problem darstellen … andere verheiratete Freunde kann ich auch anrufen … 😉

  5. Gut gekübelt, Liebste. Aaaaber, und Sie ahnen, was jetzt kommt: Hier bitte nur üben, die Wutspeierey gehört in andere Visagen gerotzt. Sie müssen endlich mal die Muster erkennen und durchbrechen. Wie lange wollen Sie die Berg- und Talfahrt noch ertragen?
    Genug gemeckert, hier ein Zipf‘ vonner Kittelschürze, ordentlich reinrotzen, dann einen Krachknutscher auf die Wutglühlilanase von mir.
    Alles Liebe und Arsch hoch, Ihre Frau Knobloch.

    1. Die Muster sind erkannt, die Lösung besprochen … Allein die Umsetzung zieht sich etwas… und glauben Sie mir, die Wut wird den betreffenden Visagen ins Gesicht gerotzt. Soweit bin ich immerhin schon.

      Ich schneuz‘ trotzdem mal… 🙂

      Dankeschön!

      1. Liebste, Sie schreiben an den Sir: „Im Endeffekt habe ich mich gerade selbst angeschrien…“ und genau das meine ich. Ihre Wut muß ihr richtiges Ziel erreichen, wenn Sie sich selbst ankübeln, wächst sie ja nur noch mehr. Und natürlich wird das ein langer Prozess, aber er ist schaffbar.
        Ich habe meine schönste Dederonschürze angelegt für Sie: Blaßlila mit dunkellila Blümchen, pinken Scheißherzchen und kitschrosa Krönchen. KommSe mal ans Biedermieder, nach Wut söllte Bepuschelung folgen.
        Zugetane Grüße, Sie verrücktes Hühnchen, Sie, Ihre Frau Knobloch.

      2. Aaaaaaaaaaaah, das Bild ist zu schön, Frau K! Da versinke ich doch soooooooofort in die Umarmung!

        Es war im Endeffekt sehr gut, dass ich das gemacht habe. Denn diese Wut musste raus und sie hat tatsächlich bewirkt, dass dieses „Elend“ beendet wurde. Ja, es hätte auch jemand ins Gesicht verdient gehabt – ich glaube, dass die Message auch so angekommen ist und das mit dem „ins Gesicht“ hole ich bei passender Gelegenheit nach.

        Danke für die Bepuschelung und die immer sehr liebevollen Tritte in den Allerwertesten *schmatz*

  6. Es ist alles schon gesagt dazu … Ich steuere nur bei, dass ich vor vielen Jahren auch in so einer Situation steckte, und trotz aller Vernunft war der Abschied hart. Ich mag Metallica 🙂 Liebe Grüße. Melanie

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