Wund

Wund

… hach…

Ich habe ganz vergessen, wie schön es sein kann einfach erschöpft in die Kissen zu fallen und am nächsten Morgen aufzuwachen und die „Kampfspuren“ spüren…

Es war ein super intensiver, schöner Abend… 🙂

Der junge Schwan hat für sein Alter schon verdammt viele Dämonen, die um ihn rumschwirren. Sachen, die normalerweise mein Helfersyndrom triggern… Interessanterweise kann ich es spüren, aber agiere nicht zwingend wie früher. Ich weiß, dass er das nicht möchte. Und ich schätze ihn und seine Offenheit zu sehr, als dass ich das aufs Spiel setzen wollen würde.

Es gibt auch kein „Machtgefälle“, keine Spielchen – ich bin da noch sehr oft ein bißchen irritiert, weil ich es so nicht kenne. Innerhalb von Sekunden freue ich mich aber einfach darüber, dass es genauso gut ist. Mal tease ich ihn, mal neckt er mich … Die Insider lassen andere dennoch mitlachen, uns aber auch noch andere Dinge verspüren… Oft genug flogen gestern Blitze zwischen den Augen hin und her… Einfach so … Ohne Krampf… Ohne Kampf… Jeder lässt den anderen sein.

Die Begegnung mit dem Leinenmann war unaufgeregt. Ich finde, dass er mir aus dem Weg geht, ich denke aber nicht mehr, dass es meine Aufgabe ist, die Brücke zu schlagen. Beim Beobachten aus der Ferne fragte ich immer in mich rein: Fehlt er mir? Empfinde ich noch etwas? Was genau hat mich damals angezogen?
Nein, Ja – Enttäuschung und Mitleid, Keinen blassen Schimmer mehr.

Es ist am Ende des Tages auch egal, weil ich mich durch die Distanz für Neues öffnen kann. Irgendwann lege ich mir im Laden eine klassische „Tanzkarte“ zu … Keine Ahnung, warum alle bei mir am Tisch stehen, aber ich find’s ganz nett… 🙂 Mit dem Schwan ist einiges interessant: Die körperliche Distanz aus Angst vor zuviel Nähe, das fehlende Knutschen und seine Angst vor Fortpflanzung sind Dinge, über die wir sprechen, die aber Zeit brauchen.

Und das haben wir: Zeit …. alle Zeit der Welt… es gibt kein Ziel, es gibt nur den Weg… Schritt für Schritt … in unserem Tempo…

Und – OMG, was dieser Mann mit seinen Händen anstellen kann ist unglaublich!
Damit auch mal die Cliché bedient werden: Was eine pure Freude es ist mit einem jungen, knackigen, durchtrainierten Körper spielen zu dürfen… Orrrrr… 🙂

Ich gehe mal tagträumen 🙂

12 Gedanken zu “Wund

  1. Sehr lustig, dass du dich zügeln musst, in der Kommunikation nicht sexistisch/hierarchisierend zu werden. Ich les hier gerade nur quer, deshalb nur als Anmerkung zu verstehen: HIer erscheinen nur Männer mit deutlichen Beschränkungen: Zu jung, zu verheiratet sehe ich aktuell. Anscheinend hättest du ja aber gerne eine echte Option. Wenn du dich mit den defizitären Optionen beschäftigst, und seien sie noch so knackig, übersiehst du die ressourcenhaften, bzw. bist emotional nicht erreichbar für anderes. Man bezahlt immer einen Preis. Auch beim Zeitvertreib. Wenn das deine Begegnungsform ist, dann solltest du für diese Entscheidung auch dann Verantwortung übernehmen, wenn sie an ihre vorhersehbaren Grenzen stösst.

    1. Ich glaube nicht, dass ich momentan bereit bin für eine echte Option … Mir ist bewusst, dass „zu jung“ auch eine Beschränkung ist – aber eine für mich lehrreiche und befreiende … Da es keine Zukunft gibt, muss ich weder über eine nachdenken noch dafür arbeiten….

      Unfrei bin ich nicht aufgrund der Wahl des Partners… Sondern wegen mir und meiner Historie… Und daran arbeite ich 🙂

    2. Und: Ich glaube durchaus, dass ich in jeder Hinsicht Verantwortung übernehme… Auch wenn es Dinge betrifft, die aus meiner Kindheit kommen, wo ich vielleicht „nichts für kann“ so versuche ich auch da einen Weg zu finden, zu lernen, damit zu leben und umzugehen.

      Mein Ziel ist es nicht mehr dauernd traurig zu sein… nicht mehr die Maske nach außen zu zeigen, die mit innen nichts gemeinsam hat … mal zufrieden vielleicht sogar mal glücklich zu sein und das ohne die Angst, dass danach der Absturz kommt … Mit mir selbst Leben zu können, mich zu Mögen, vielleicht mal zu lieben …

      Nein, ich suche gerade bewusst nicht nach einem festen, zukunftsorientierten Partner, soweit bin ich noch nicht … Den Jungen Schwan habe ich auch nicht gesucht und er ist mehr als ein Zeitvertreib aber eben auch weniger als eine feste Beziehung…
      Uuuuund: Gerade an ihm kann ich die ersten Erfolge der Therapie feststellen … Weil es für mich anders ist, ich bin anders … Ich kann das nur schwer erklären, aber es ist so …

      Und deswegen ist es gerade jetzt gut so wie es ist. Langfristige Pläne mache ich grade nicht… Ich will erstmal sehen, wo mich der Weg hinführt … Und dann, wenn ich weiß, was ich überhaupt möchte und wenn ich mit mir selbst Leben kann, dann kann ich auch nach anderen Optionen suchen 🙂

  2. ja, dieses wundsein, ich nenne das oversexed……und ich liebe es, im anzug rumzulaufen und die spätfolgen noch an mir zu spüren…..und niemand weiss es. wundervoll. geniess es!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s