Freitag – Abwesenheitsnotiz 

Freitag – Abwesenheitsnotiz 

Hamburg ist anstrengend aber wunderschön.

Der Junge Schwan ist toll und erfreut mich weiterhin.

Der Leinenmann ist so still und leise verschwunden, dass ich im Blog nachschauen muss, ob es ihn wirklich gegeben hat. Und wer mich so einfach mit Links aus seinem Leben streichen kann, der kann mich mal – mit allen Konsequenzen. 

Ansonsten genieße ich den Stress, genieße die Anerkennung, schalte die negativen Gedanken ab und konzentriere mich aufs Positive 🙂

In diesem Sinne:

Ein schönes Wochenende

lila 

Wund

Wund

… hach…

Ich habe ganz vergessen, wie schön es sein kann einfach erschöpft in die Kissen zu fallen und am nächsten Morgen aufzuwachen und die „Kampfspuren“ spüren…

Es war ein super intensiver, schöner Abend… 🙂

Der junge Schwan hat für sein Alter schon verdammt viele Dämonen, die um ihn rumschwirren. Sachen, die normalerweise mein Helfersyndrom triggern… Interessanterweise kann ich es spüren, aber agiere nicht zwingend wie früher. Ich weiß, dass er das nicht möchte. Und ich schätze ihn und seine Offenheit zu sehr, als dass ich das aufs Spiel setzen wollen würde.

Es gibt auch kein „Machtgefälle“, keine Spielchen – ich bin da noch sehr oft ein bißchen irritiert, weil ich es so nicht kenne. Innerhalb von Sekunden freue ich mich aber einfach darüber, dass es genauso gut ist. Mal tease ich ihn, mal neckt er mich … Die Insider lassen andere dennoch mitlachen, uns aber auch noch andere Dinge verspüren… Oft genug flogen gestern Blitze zwischen den Augen hin und her… Einfach so … Ohne Krampf… Ohne Kampf… Jeder lässt den anderen sein.

Die Begegnung mit dem Leinenmann war unaufgeregt. Ich finde, dass er mir aus dem Weg geht, ich denke aber nicht mehr, dass es meine Aufgabe ist, die Brücke zu schlagen. Beim Beobachten aus der Ferne fragte ich immer in mich rein: Fehlt er mir? Empfinde ich noch etwas? Was genau hat mich damals angezogen?
Nein, Ja – Enttäuschung und Mitleid, Keinen blassen Schimmer mehr.

Es ist am Ende des Tages auch egal, weil ich mich durch die Distanz für Neues öffnen kann. Irgendwann lege ich mir im Laden eine klassische „Tanzkarte“ zu … Keine Ahnung, warum alle bei mir am Tisch stehen, aber ich find’s ganz nett… 🙂 Mit dem Schwan ist einiges interessant: Die körperliche Distanz aus Angst vor zuviel Nähe, das fehlende Knutschen und seine Angst vor Fortpflanzung sind Dinge, über die wir sprechen, die aber Zeit brauchen.

Und das haben wir: Zeit …. alle Zeit der Welt… es gibt kein Ziel, es gibt nur den Weg… Schritt für Schritt … in unserem Tempo…

Und – OMG, was dieser Mann mit seinen Händen anstellen kann ist unglaublich!
Damit auch mal die Cliché bedient werden: Was eine pure Freude es ist mit einem jungen, knackigen, durchtrainierten Körper spielen zu dürfen… Orrrrr… 🙂

Ich gehe mal tagträumen 🙂

Perjantai

Perjantai

… das war finnisch… 🙂 (Bitte mit Sendung-mit-der-Maus-Stimme vorstellen!)

Also … diese Woche war ja mal wieder ein kleines turbulentes Miststück 🙂

Das Dampfablassen und das Nachbeben zeigen an Tag 2 nur eines: Erleichterung … Freiheit zu Atmen … Freiheit zum Denken und Freiheit zum Geniessen

Mit meiner Therapeutin musste ich heute sogar richtig lachen, weil ich mich beschrieben hatte, wie es mir geht, wenn ich etwas oder jemand Neues für mich Entdecke.
Pure Begeisterung! Die man mir anmerkt, die ich auch gerne jeden Wissen lasse, ich teile diese Freude auch gerne… Zu Sir Alecs Freude hier wieder das Bildnis vom Welpen… 😉

Aber so ungefähr darf man sich das vorstellen:

(Ja, ich kann das ABC auch rülpsen 😉 )

Ein Teilfazit ist, ich muss lernen, auch dieses Gefühl, diese Begeisterung zu erkennen und steuern zu können. Weil es mir in der Begeisterung leider oft passiert, dass ich Fehler oder Schlechtes nicht sehe(n will) und ich mich dann Menschen öffne, die damit nicht umgehen können und im Schlimmsten Fall Schaden anrichten.

Mein kleiner, großer Schwan ist eine pure Freude.

Ich verbiete mir Gedanken wie „niedlich, süß, putzig“ – denn manchmal ist er genau das… Wenn die Naivität und/oder seine Jugend durchbricht…
Ich verbiete mir Sätze, die altklug klingen, denn ich weiss, wie sehr es nervt, wenn mir jemand erzählen will, dass ich das „mit dem Alter“ noch lerne…
Ich mag es, dass er offen zugeben kann, wenn ihn etwas überfordert…
Ich mag es, dass er einfach sagt „ich find Dich toll“
Ich liebe unsere versaute Ebene *g*
Ich liebe sein Lächeln und die Grübchen, die er so sehr hasst, weil sie unmännlich sind.
Ich amüsiere mich über seine „Figurprobleme“, er möchte mehr Muskeln – wirkt männlicher – ahja 🙂
Ich habe Pippi in den Augen, wenn er mir tagsüber Fotos von seiner Arbeit schickt, die er mit so einer Hingabe macht… es ist eine Wonne… es ist schön, wenn man an sowas erinnert wird.
Ich geniesse die Wirkung, die ich auch ihn zu haben scheine. Ich freue mich da einfach dran.
Und somit freue ich mich auch weiterhin auf Freitags… Es bleibt einfach ein toller Wochentag.

Es regnet heute Komplimente für die Klamotte und für die Haare … ich weiß garnicht, was hier los ist *grins*

Ein schönes Wochenende 😉

Lila

Nachbeben

Nachbeben

Der Vulkan brach gestern doch aus, wie erwartet – wie vielleicht gewünscht und brachte das von beiden Seiten scheinbar ersehnte Ende einer qual- und schmerzvollen Ära.

Warum das nicht früher besiegelt wurde?
Hmm also von der Gegenseite gehe ich von der Motivation der Schuldgefühle und des schlechten Gewissens aus.

Meine Seite?
Das ist sehr komplex und dazu muss ich in meine Kindheit zurückreisen.
Die Verhaltensmuster, die mich heute quälen und die ich nur schwer ablegen kann (Was ich aber vermehrt mache), sind früh eingepflanzt und trainiert worden.
Die Wertevorstellung, dass ich nur liebenswert bin, wenn ich „gut“ bin, lieb bin, mich unverzichtbar mache, nicht aufbegehre, mich anpasse… Die sind tief verwurzelt.
Genauso gibt es die tiefe, irrationale Angst, verlassen zu werden. Selbst wenn ich WEISS, dass ich das
a) überlebe und es mir
b) besser gehen wird
kann ich diese Entscheidung nicht für mich treffen, weil es mich zerreisst und ich leide wie Tier.

Ich fange an zu verhandeln und zu betteln …. „Bitte, bitte, geh‘ nicht, ich werde mich bessern, versprochen, bestimmt“

Das ist das Szenario.

Seit gestern abend nicht mehr.

Weder kann noch will ich mich bessern. Ich war und bin gut so, wie ich bin.
Dass die andere Seite auf mich verzichten kann, trifft mich weniger als ich es gedacht habe. Ich weiß, dass der Verlust langfristig an der Position gravierender ist als an meiner.

Auch wenn es keine Gewinner oder Verlierer in diesem Spiel gibt und ein Ende immer traurig ist und auch Tränen geflossen sind, so bin ich für mich ein Gewinner.
Weil ich loslassen konnte … und es ist nichts passiert – kein Höllenschlund hat sich aufgetan, die Lungen zogen weiter die Luft ein und stiessen sie wieder aus, das Herz schlug weiter… Das Leben geht weiter.

Und das ist gut so.

Dampf

Dampf

Orrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr, was WAR ich sauer…

Unglaublich!

Alles vorstellen, dass ich Anders-Sein akzeptieren muss, hilft nicht.

Wir sind Freunde, sagt er.
Sind wir nicht, Freunde leben nicht im Dunklen.

Ich bin Deine asexuelle Geliebte, Dein Kummerkasten, Dein Entertainment, Dein medizinischer Ratgeber, Allzeit-Bereit … bis „Pscht, ich muss Schluss machen, die Frau kommt heim“.

Dann „Ach, ich hätte ja mal anrufen können.“ – Joah, hättest Du … ich verheimliche Dich nicht. Du stehst offen in meinem Leben, jeder weiß von Dir, ich habe nicht die Probleme, die Du hast.

Mein Fehler? Ich bin zu nett zu Dir. Tatsächlich. Denn am Ende des Tages, gebe ich Dir mit meinem „Nettsein“ und dem „Anpassen und Verstehen Deiner Situation“ alle Macht. Du entscheidest, wann wir sprechen. Du entscheidest, worüber wir sprechen. Wenn Dir ein Thema nicht passt, gehst Du einfach. Mal für Minuten, mal für Stunden, mal für Tage.

Es bleibt die Quintessenz: Es ist einfach nicht fair. DU bist nicht fair.

Ich bin viel zu fair… ich habe SOVIEL gegen Dich in der Hand, ich kann Dein Leben zerstören – mit einem Schnipps, einem Swipe auf dem Handy… Man möge meinen, ich habe die Macht … AM ARSCH, habe ich die.
Es ist sowas von LÄCHERLICH.

Ich versuche mir vor Augen zu halten, was Du alles für mich tust … Dass das „Äußerungen Deiner Wertschätzung sind“ …. FIIIIIIIIIICK DIIIIIIIIIIIIIIIIIICH!

Die WILL ich nicht, ich will DAS andere – ich will nicht mehr im Geheimen mit Dir „leben“ … ich will Dich anrufen können, wenn mir danach ist – wie ich JEDEN Freund anrufen kann… Ich will mit Dir ins Kino gehen und ich will Deinem SCHEISS-FREUND offen die Meinung sagen dürfen und ihm dann am Besten den Mittelfinger RICHTIG FETT ins Gesicht strecken.

Ich will, dass Du zu meinen Geburtstagen kommen kannst und dass wir Scherze machen können – wie früher.

Ich will, dass es Dich STÖRT und WURMT, dass es den Schwan gibt. Du feuerst mich an und puschelst alle Cheerleader-Pompoms, die Du finden kannst. ICH KÖNNTE KOTZEN!

Kämpf um mich, hoffe mich NIE zu verlieren, halte an mir fest… Gib‘ mir eine Chance mich nicht permanent als LOOSER in diesem Spiel zu fühlen.

DAS will ich…

VERFICKTE SCHEISSE!

Wir arbeiten an- und miteinander, wir reden, wir streiten, wir schweigen… Wir klären, wir fangen wieder von vorne an…

Aber immernoch baden ich und andere DEINEN Bockmist aus… Weil Du Dir genommen hast, was Du wolltest, weil Du auf den Resten rumgetrampelt bist…

Ich trage das für den Rest meines Lebens mit rum und ich kann nicht ehrlich sagen, was mir grade die Petersilie verhagelt, WER mir gerade die Petersilie verhagelt – weil ein falsches Wort Dein Leben zerstört.

AAAAAARRRRRRRRRRGH! Diese Fantasie, es einfach zu machen… Dich leiden und am Boden zu sehen … Manchmal … Manchmal wird das Bedürfnis, die GIER danach so groß, dass ich mich selbst festhalten muss … Meine Finger, meinen Mund verschliessen, die Augen zusammenkneiffen, die Welt ausblenden… ein Vulkan… Kurz vorm Ausbruch.

Denn, was habe ICH zu verlieren?

„Nur“ Dich – ist das ein Verlust? Wirklich ein Verlust?

ORRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR ich bin sauer!

End of passion play, crumbling away
I’m your source of self-destruction
Veins that pump with fear
Sucking darkest clear
Feeding on your death’s construction

Taste me and you will see
More is all you need
Dedicated to
How I’m killing you

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Dieser Post ist inspiriert von einer Person – gültig für viele Personen in meinem Leben….

Loslassen (2) und Genießen

Loslassen (2) und Genießen

Danke erstmal für alle Eure Gedanken und Kommentare, die letzten Tage. Ihr habt mir damit sehr geholfen und ich habe mir sehr viel davon zu Herzen genommen.

Und (auch) deswegen habe ich gestern einfach losgelassen und den Moment genossen. Der junge Schwan und ich hatten einen sehr schönen entspannten Abend. Einfach so.

Während wir sprachen, hörte ich in mich hinein und es kamen keinen Gegenargumente, keine Zweifel.

Nur ein „Mach einfach, was Du fühlst. Sag‘ einfach, was Du denkst. Sei einfach, wie Du bist“

Und genau das habe ich gemacht, gesagt und bin ich gewesen.

Laufen lassen, geniessen und die negativen Gedanken ignorieren. Er mag mich so, wie ich bin. Ich mag mich, wie ich mit ihm sein darf.

Braucht es mehr? Gerade nicht.

Zwischendrin

Zwischendrin

Es ist nicht wirklich still, aber auch nicht wirklich laut.
Es ist nicht wirklich gesprochen, aber auch nicht wirklich geschwiegen.
Es ist nicht wirklich schlecht, aber auch nicht wirklich gut.

Es ist irgendwie alles und nichts und jede Facette dazwischen.

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Das Bild trifft mein Inneres ziemlich genau.
Ich dachte, dass ich schon „Besser“ geworden bin, stabiler… Vielleicht bin ich das auch, vielleicht rede ich es mir nur ein…

Es bedarf oft nur eine kleine Unwegsamkeit, Unachtsamkeit, eine kleine Bemerkung und mein ganzes schön aufgebautes Kartenhaus kann zusammenbrechen. Es ist noch lange nicht so stabil, wie ich es gerne hätte. Die Auf- und Abbewegungen machen mir Angst, ich möchte weder in das Eine noch das Andere extrem.

Ich will geniessen können, ohne sofort Konsequenzen befürchten zu müssen, die für niemanden ausser mir selbst ersichtlich sind. Die auch nur ich trage (und okay, der ein oder andere Puffer, der meine Launen ertragen muss)

Ich möchte auf der einen Seite offen mit meinem Doppel-D umgehen können. Auf der anderen Seite möchte ich es kein Thema sein lassen, es nicht in den Vordergrund stellen, mich nicht darüber definieren.

Ich möchte all das Gute sehen, dass andere Menschen in mir sehen. Die Ironie? Ich überzeuge Menschen immer und gerne von ihren eigenen Vorzügen. Der junge Schwan hat einen göttlichen Hintern. Ich sag‘ ihm das. Er glaubt es mir nicht. Ich sage es ihm immer und immer wieder. Ich glaube daran, dass er mir irgendwann glaubt. Würde das anders herum funktionieren? Ich weiß es nicht.

Ich stehe oft noch neben mir, lese und höre, was Menschen über mich sagen, was sie von mir denken. Und wie oft möchte ich mich umdrehen und schauen, wer da hinter mir steht, weil mich können sie ja nicht meinen. Das wäre ja Irrsinn.

Es wird besser. Ich freue mich an kleinen Dingen, ich erkenne langsam meinen Wert und fange an zu glauben, wenn man mir sagt „Ich finde Dich toll“. Es ist aber eben nur ein Kartenhaus und der kleinste Windhauch bringt alles zum Einsturz.

Bauen wir neu auf. Bis es stehenbleibt.

Bis ich stehenbleibe und mich nicht der kleinste Kieselstein zum Stolpern bringt.