Music was my first love … Freitagspost…

Music was my first love … Freitagspost…

Heidenei, was eine Woche – ich weiß gar nicht, wie ich das jetzt in einen Beitrag verpacken soll….
Hmm…

Ich versuche es mal in Stichworten und mit Musik.

Therapie und der junge Schwan
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Man (bzw. ich) möchte meinen, dass so eine kleine Affäre, Geschichte, Freundschaft (bitte selbst aussuchen) nicht diese Wellen schlagen soll/kann/muss. Mir wäre es auch lieber, wenn ich das Ganze abgehakt hätte. In manchen Momenten (Stunden, Minuten, Sekunden) bin ich da auch voll von überzeugt. Dann wiederum stehe ich da – wie heute – und habe Bauchschmerzen, weil mein „Spielpatenonkel“ nicht mit in die Spielhölle kommt und ich „alleine“ dahin muss … kann… darf… Die Ursachenforschung ist so seltsam, wie tief, wie aufwühlend … Ich habe das heute so beschrieben, wie jemand der Sprints trainiert… also anlaufen, Gas geben und dann gegen den Widerstand eines Gummibandes anrennen… und irgendwann verlieren und auf den Arsch knallen… Wieder aufstehen, weiter rennen, wieder gegen den Widerstand…
Mein Rennen sind die neuen Techniken, die Erkenntnisse – dass ich nicht schuld bin … dass es nichts gibt, was ich häte anders machen können… es lag nicht an mir … es war keine Entscheidung „gegen“ mich… ich war nicht „nicht gut genug“ … Es ist einfach seine Entscheidung – für sich und für die Liebe und die Beziehung… Punkt!
So könnte man das super stehen lassen. Und manchmal schaffe ich das auch.

Und dann kommt das Gummiband und *peng* bin ich wieder auf dem Arsch auf dem Boden: Ich bin nicht gut genug, nicht hübsch genug, nicht schlank genug, nicht lustig genug, nicht….. genug… Ist ja klar, dass er sich gegen mich entscheidet. Wer will sowas wie mich auch in seinem Leben haben – voll anstrengend, ständig am hin und her flippen, mal so mal so… immer am denken, immer am diskutieren und hinterfragen… und dann noch so ein Ballast… ist ja klar, dass Dich keiner liebt/will
Dann beginne ich mich einzurollen und klein zu machen und fange an mit den alten Mustern: Extra nett sein, Brücken bauen, Maske aufsetzen… ist doch alles gut… Nix passiert … geht schon… Unkraut vergeht nicht… was mich nicht umbringt und so… Haha, Späßchen gemacht….

Jetzt setzt die nächste Gehirnstelle ein zu schreien (oder alternativ meine Freunde): STOP! Das stimmt doch alles nicht und ist doch totaler Quatsch. Hat doch nichts mit Dir zu tun. Und der ist einfach viel zu jung… Und guck mal … XY findet Dich immer noch toll… Und warte doch mal ab, wie der junge Schwan angekrochen kommen wird… Sei einfach ganz entspannt, dann wird das schon… Lauf groß und gerade! Keinen Grund sich klein zu machen…
Ich höre meine Therapeutin, die mir sagt: Es ist doch vollkommen in Ordnung, wenn Sie einfach mal traurig und verletzt sind…? Das dürfen sie auch ruhig zeigen…!

Ich stehe also wieder auf und trabe langsam los, voll bereit zum Sprint… jetzt aber wissend, dass da das Gummiband ist… Trotzdem, bin ja ein Kämpfer und Dickschädel… Laufe los! Das Gummiband kann mich mal… Pfffffttttt! Wäre doch gelacht…! Dazu höre ich im Hinterkopf die Motivationslieder wie dieses hier:

Wer ist denn schon der junge Schwan, wer war der Leinenmann oder wer redet hier eigentlich noch von H.? Die wissen einfach nicht, was gut für sie ist…. Die belügen sich doch alle nur selbst und können nicht damit umgehen, dass ich ein Teil der Wahrheit bin… Überhebliche Menschen würden vielleicht sagen: Ich wäre Deine Rettung, Deine Lösung, Dein Glück… Aber DU willst ja nicht… Selbst schuld!
Denn ich sehe und verstehe und analysiere … Manchmal viiiiiiiiiiel zu viel… Ich sehe gescheiterte oder scheiternde Existenzen und Auswege. Gebe Ratschläge und möchte eigentlich die ganze Zeit nur folgendes Mitgeben:

In all diesen Verhaltensweisen versteckt ist dieses unbändige Bedürfnis nach Nähe, Anerkennung, Sicherheit und Liebe. Ich möchte, dass MIR sowas gesagt oder gezeigt wird – und dass ich das dann auch sehe und verstehe, DENN: Ich bekomme das gezeigt und mittlerweile auch gesagt, ich lerne langsam es anzunehmen und zu glauben. Ich werde besser. Aber es stillt nie den Hunger, es ist nie genug, ich kann nie entspannen.
Mir sollte es mehr als genug sein, dass der Leinenmann nie aufgegeben hat, immer noch da ist, sich immer noch interessiert, kümmert und Zeit investiert… in mich… einfach so … Ohne Ziel, ohne Aufforderung…
Ich weiss das. Ich sehe das. Ich verstehe das. Ich fühle es nicht immer. Ich kann mich darin und darauf nicht ausruhen.

Es reicht nicht, dass meine Besten und der Umarmer mir immer wieder sagen, dass ich wichtig für Sie bin, dass sie mich mögen/lieben/nicht missen wollen.

Denn am Ende des Tages ist der Mangel, ist das Bedürfnis in der Vergangenheit – und dort nie gestillt worden. Und wird bis heute nicht gestillt. Ich kann mich von meinen Eltern distanzieren, ich kann heute einen neuen Umgang mit ihnen finden. Ich kann meinen Bruder neu entdecken und mit ihm über unsere Kindheit sprechen und dabei erfahren, dass es ihm genauso ging und geht…
Am Ende des Tages sind damals aber die Weichen für heute gestellt worden. Sind die Verhaltensweisen „antrainiert“ worden. Es herrschte ein Mangel, mir fehlte etwas…

Die Verhaltensweisen heute sind die gleichen wie damals, die Trigger sind die gleichen …. die neue Lektion der vergangenen Wochen ist vielleicht am Ehesten diese, dass es keinen Unterschied macht, ob ich jemand von meinen Triggern, meiner Vergangenheit oder meinem „Wesen“ erzähle – ich „erkaufe“ mir damit keine Sicherheit, dass ich nicht verletzt werde.
Meine Idee, dass es mir ja „nur“ darum geht, die Worte zu hören (sei es „Ich liebe Dich“, „Ich will Dich nicht verlieren“ oder „Es tut mir leid“), weil die Worte wichtiger und wahrer sind als die Taten. Und dass ich mich dann „sicherer“ fühlen würde, da mehr drauf aufbauen kann, als auf Handlungen und Verhalten… Kompletter Bullshit 🙂

Meine Therapeutin empfahl mir heute mehr Geduld und sagte, dass wir ja auch noch Zeit haben… Genau… einfach mal durchatmen… und darauf besinnen, dass es schon verdammt stark und mutig ist und kraftvoll und zumindest ein bisschen Anerkennung an mich selbst vergeben… Dass ich an mir arbeite… So, Schulter klopfen kann man auch mal selbst erledigen 🙂

Wem der Text zu wirr ist, dem sei versichert, dass die Gedanken im meinem Kopf NOCH wirrer sind… 🙂

(Stichworte waren das ja nun wirklich nicht…ähm!)

Ausserdem „Soundtrack of my Week“:

Zur Besten: „Hat die Dame in dem Video nicht einen wunderschönen Po? Und der Busen? Wow!“
Beste: „Äh, und er?“
Zur Besten: „Mann? Sixpack? Häh? Egal, guck‘ Dir doch mal die Frau an…“
Beste: „Wow, geile Haut… ich bin neidisch“

Keine Ahnung warum, aber der Wipp-Faktor ist extrem hoch…

Der Soundtrack vom Kurzurlaub mit der Besten in Gedanken, was wohl der Spender des Urlaubs so singt… 🙂

In diesem Sinne: Ein schönes langes Wochenende!
Macht was Schönes draus!

Lila

20 Gedanken zu “Music was my first love … Freitagspost…

  1. bauch/herz und ve zu den gleichen schlussfolgerungen kommen zu lassen ist für viele ein problem. dass dud arüber reflektierst und dich wohl nicht entscheiden kannst, zeigt nur, dass du nicht einfach damit umgehen kannst oder willst. das ist nicht schlimm, auch wenn es endlos mühsam ist. 🙂

      1. DAS wiederum ist leichter gesagt als getan… Das waren/sind schon extrem dunkle Phasen … Ich bin erstaunt, dass ich da immer wieder auftauche… und hoffe, dass das so bleibt… (das mit dem Auftauchen)

      2. ja, das will ich doch auch hoffen. und weiterhin hoffe ich, dass das tauchen weniger wird 🙂 besser gesagt: ich wünsche es mir für dich!

    1. Also ich komm‘ hier nicht weiter… im Nachdenken.. 🙂

      Ich finde Hühner nicht so schön wie Enten, vielleicht liegt es daran? Oder daß ich NIEMALS im Nil schwimmen würde, weil ich per se niiiiiiicht gerne in offene Gewässer gehe, weil es könnte ja sein See-Ungeheuer drin sein und nach meinen Zehen schnappen… (erwähnte ich das Spektakel, das ich biete, wenn ich in die Nordsee hüpfe? Muss ich bei Gelegenheit mal verbloggen)

      Soll mir das jetzt sagen, dass ich als Huhn gerne ne schöne Ente wäre und mich total suizidal in unbekannte Gewässer begebe, die mich umbringen werden? Was jeder sieht, außer dem dummen Huhn? 🙂

      Hmmmmm… 🙂

      1. Manchmal kommst du mir vor wie eine Ente, die sich für ein Huhn hält und am Ufer des Nils ein Ei findet und dasselbe voller Mutterglück ausbrütet. Wenn ihr das kleine Krokodil dann in den Hintern beißt, ist alles Quak.

      2. Aaaaaaaaah 😉

        Aber weißt Du, ich bin ja disneyfiziert… Also gehe ich das Risiko des Zuschnappens ein, weil vielleeeeicht wird es auch ein Kuschel-Kroko …

        (Äh, ja, okay… Der Vergleich hinkt… Ich mag Dein Bildnis… 🙂 )

  2. War am Ende froh, dass es Dir selbst wirr vorkommt. 🙂

    So bitter die Erkenntnisse für Dich sind, so hoffe ich, dass sie Dir helfen weiter damit umzugehen.

    Kennst Du bei z B Börsenkursen die 30 oder 200-Tage Durchschnittslinie? Das zeigt immer die kurz bzw langfristige Entwicklung. Basierend auf Deinen Schilderungen hast Du noch relativ viel Volatilität in Deiner 30-Tage Linie aber der Trend Deiner 200-Tage Linie geht ganz klar nach oben. Das sollte Dir zusätzliche Kraft geben.

    Letztlich kann ich Dir aus ganzem Herzen danken, denn viele Dinge die Du schreibst führen mir vor Augen, dass nicht alles im Leben selbstverständlich ist.

    1. Ich bin ja immerhin einsichtig, ob der Wirrheit der Gedanken… mir ist das schon klar, daß das kaum nachzuvollziehen ist… Aber ich verdeutliche gerne mal, wie so der „Alltag“ aussieht… Frag‘ mal Freunde von mir, denen ich das ab und an wirklich mal „vorspiele“ wie das in meinem Kopf abgeht… „Being John Malkovich“ kam heute dabei auf… 😉

      Aber ich verstehe, was Du meinst, auch wenn ich kein Börsianer bin (Meine 5 BVB-Aktion sind da auch keine Ausrede) …. Ich war sehr überrascht, dass mir von 3 Seiten unabhängig voneinander bescheinigt wurde, daß ich durchaus Fortschritte mache – spürbare – auch für meine Umwelt.
      Ich stelle das nicht immer fest, für mich fühlt es sich jetzt oft schlimmer an als zu der Zeit, wo ich alles zugedeckt und verdrängt habe… Es gibt Tage, wo ich mich frage, ob das jemals aufhört oder wenigstens leichter wird… und es gibt Tage, da schaue ich zurück und stelle fest, wie weit ich schon gegangen bin…

      Den Börsenkurs-Vergleich werde ich auf jeden Fall im Auge behalten, der ist gut … 🙂

      Danke!

  3. Interessanterweise fand ich den Eintrag erstaunlich strukturiert und sehr klar in seinen Gedanken. Logisch, in Überlegungen wie Erkenntnissen. Hmm …

    Vor diesem Hintergrund ist das in meinen Augen der beste Indikator dafür, dass du immer unkomplizierter mit deiner Situation umgehst, mit ihr lebst statt gegen sie.

    Ich glaube, solange man beim Tauchen weiß, wo oben ist, taucht man auch wieder auf. Und dein oben ist (dir) immer klarer.

    1. Vielleicht weil Du mich a) besser und in echt kennst und b) Du ähnlich wirr denkst – mitunter ?
      So oder so, freut es mich aber trotzdem, wenn von Außen Fortschritte zu sehen und zu spüren sind … 🙂

  4. Liebe Lila,
    ich finde es gar nicht wirr. So schön Spielen und Austoben auch ist, Liebhaben und Liebgehabtwerden kann es doch nie ersetzen. Man muss unterscheiden, was man sucht und von Zeit zu Zeit abgleichen, ob verfolgte Ziele und verwendete Methoden sich noch entsprechen.
    Neulich hörte ich „wir bekommen, was wir zu verdienen glauben“. Was glaubst du denn zu verdienen?
    viele Grüße, Lisa

    1. Hallo Lisa,

      Ja – hmm – das ist eine sehr gute Frage, deren Antwort absolut von der Tagesform abhängt… an vielen Tagen kann ich mittlerweile zumindest sagen, dass ich es verdiene respektiert und geliebt/gemocht zu werden. Das schließt für mich den allgemeinen Umgang miteinander ein – ein gewisses Maß an Ehrlichkeit und Offenheit. Das verdiene ich.
      Ich würde gerne hinzufügen – weil auch ich genau das lebe – ABER ich mache das tatsächlich ohne die Erwartung von Gegenseitigkeit mittlerweile. Ich habe verstanden, dass es nur darum gehen kann, wie ich bin, wie ich mich verhalte … Ich kann nicht oder kaum beeinflussen oder gar ändern, wie andere sich verhalten.
      Aber: mittlerweile weiß ich, dass ich gehen kann … Und mache das mitunter auch… 🙂

      Tatsächlich wirft die Frage bei mir einige Gedanken auf – weil ich eigentlich weniger weiß als früher, was ich möchte und mir wünsche… 🙂

      Sollte ich vielleicht mal wieder drüber nachdenken 🙂

      Liebe Grüße,
      Lila

  5. Hallo Lila,
    die vielen Eindrücke, die Du hier versammelt hast, die sind ja so vielfarbig, zwar jeder für sich schön, aber – sie helfen Dir nicht, zu ordnen, tragen vielleicht eher noch zur Verwirrung bei.
    Aus musikalischer Richtung wäre vielleicht Deuter eher das, was Du in so einer Situation brauchst, etwas Stille statt Hip-Hop. Eher Yoga als Dancefloor.

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