Schlüpper hoch

Schlüpper hoch

MrsMcH bezeichnet gewisse Beiträge in meinem Blog gerne als Beiträge, in denen ich permanent meinen Schlüpper zeige oder den sogar ganz fallen lasse.

Ich habe das immer lächelnd quittiert, manchmal noch ein „ich bin so“ und „es hilft mir“ dahinter geschoben. Leider ist das nicht mehr ganz so einfach zu sagen, daher bleibt der Schlüpper jetzt mal oben. 🙂

Fakt ist:
Ja, es hilft mir. Meine Gedanken zu formen, niederzuschreiben, sortieren

Fakt ist:
Mir gefallen die Reaktionen, die das Gefühl des „Gehört werdens“ vermitteln. Mir gefallen auch die Reaktionen, die mit „tadeligem“ Unterton gegeben werden oder die Ratschläge, die ich nie erbeten, aber dennoch gerne angenommen habe. Und hoffentlich auch angemessen reagiert habe, weil ich wirklich, wirklich für jeden Kommentar, jede Anteilnahme, jeden Hinweis, und ja, jeden Tadel dankbar bin. Das möchte ich bitte nicht falsch verstanden wissen.

Fakt ist:
Diese Offenheit hilft vielen anderen – mir manchmal aber eben nicht. Denn es gibt keinen Grund mehr zu fragen „Wie geht’s Dir?“, „Lange nichts von Dir gehört?“ oder anderslautende Kontaktaufnahmen. Das mag für meine Gegenübers einfacher sein, man liest ja hier eh‘ schon alles, was soll man da noch fragen. Stimmt. Braucht man nicht mehr. Ich nehme mir damit aber die Möglichkeit zu merken, wenn sich Menschen für mich interessieren oder wem ich wichtig genug bin, eine Email zu tippen oder gar den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und mich anzurufen.

Fakt ist:
Die Erklärungsversuche meiner Denke und meines Verhaltens und dem Kopfchaos und der emotionalen Achterbahn haben das Gegenteil bewirkt.Ich hatte Angst, Menschen zu verlieren, die mir wichtig (geworden) sind, wenn ich mich nicht genug erkläre oder mich nicht genug entschuldige. Am Ende des Tages endet es aber doch an einem Punkt:
Ich bin das Problem, die Belastung, das Zurückhaltende.
Das möchte ich nicht mehr sein. Für keinen, außer mich selbst (und auch daran arbeite ich, es nicht mehr zu sein). Und ich möchte mir meine Erfolge, die ich bis hier hart erkämpft habe, nicht mehr madig machen lassen, weil es immer noch nicht ausreicht oder immer noch zuviel von allem ist.
Ich bin mein Anker, keiner muss das für mich sein.

Fazit:
Bis auf weitere wird hier weniger oder vielleicht auch gar nichts mehr über diese Dinge stehen – Therapie, Kopfchaos etc.pp. und wenn, wird es verschlüsselt werden. Dafür wird es ein anderes Passwort geben als bisher, daher dürfen sich dann auch gerne die melden, die bereits das alte Passwort aus der Popp-Geschichten-Zeit haben 🙂
Freitagsposts werde ich beibehalten und ich werde mein Papiertagebuch reviven… 🙂
Bis die Popp-Geschichten weitergehen, wird es hier also eher um fiktive Geschichten, Kreatives und Netz-Fundstücke gehen… Und wer wissen will, wie es mir geht?
Kontaktiert mich oder schaut in den Freitagsposts genau hin:

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In diesem Sinne, eine schöne Woche, Wochenende und so… Ich haue nämlich morgen für einen Kurztripp mit den Mädels nach Brügge ab… und wer weiss? Ob ich da wiederkomme?

Brügge sehen und sterben 🙂

Gehabt Euch wohl 🙂

32 Gedanken zu “Schlüpper hoch

  1. Also ich hoffe doch mal, dass du wiederkommst.

    Fakt ist, wer hier liest, der interessiert sich auch für dich und wem du wichtig genug bist, der Kommentiert auch mal und gibt auf ungebetene Ratschläge. Daran kannst du die Menschen erkennen.
    Also ich hätte gerne das Passwort. Ich glaube ich hatte das mal, aber da du ja lange nichts geschütztes mehr geschrieben hattest…. wärst du so freundlich?

    Viel Spaß in Brügge!!!!

    1. Ich seh‘ das auch so… und ich freue mich auch wirklich über jeden Kommentar und gebe auch entsprechend Feedback per Like oder Antwort (hoffe ich)

      Ich gehe ja nicht weg… Ich hmm verlagere nur die Thematik 🙂

      Passwort bekommst Du, wenn es was geschütztes zu schreiben gibt, versprochen…

      Ha! Ich werde sowas von vielen Biergläsern/-flaschen posten aus Brügge! 🙂

      1. Also so wie ich das mitbekomme, ja, du gibst Feedback – manchmal fast länger als der eigentliche Beitrag. 🙂

        Na dann bin ich mal gespannt was wir aus Brügge zu sehen bekommen. Aber muss das unbedingt Bier sein… ging nicht auch nen Hugo oder Aperol Spritz… oder Whisky… oder lecker süße Cocktails? 😉

      2. Äh… Belgisches Bier ist legendär…. Kirschbier… Da brauchst Du keine Cocktails, ehrlich… das schmeckt total lecker… 🙂 Oioioioioioiiiiii ich nehme extra einen großen Koffer für den Ex- bzw. Import mit 🙂

  2. Schade, habe dich in voller Fülle immer sehr gerne gelesen. Gerade wegen den verschiedenen interessanten Thematiken. Und ich denke, die Menschen, die du privat kennst, haben trotz des Lesens hier noch genug Gründe zu fragen wie es dir geht!

    Gehab dich wohl … ich freue mich auf viele weitere Posts von dir! LG Katja.

    1. Mit meinen Entscheidungen ist das ja auch immer so eine Sache *g* Auf meinem Grabstein wird sicher nie „Mrs.Konsequent“ stehen…

      Leider ist es tatsächlich so, dass gerade die Menschen, die mich persönlichen kennen und hier mitlesen, genau das eingestellt haben und ich nicht genau weiß, warum. Mag auch die Angst vor der Antwort sein…. Was machen die, wenn ich sage „nicht gut“ ? 🙂

      Dies gilt es herauszufinden… 🙂

      Und vielleicht ist es auch ein Ansporn neue Thematiken zu entdecken… In meiner gnadenlosen Selbstüberschätzung würde ich ja behaupten, ein Leben mit mir wird nie einfarbig oder langweilig 🙂

      Danke Dir für Deinen Kommentar 😉

      1. Ich denke du wirst trotzdem mein liebster Blog bleiben. Egal woran du uns teilhaben lässt … es ist sicher spannend ;).

  3. Ich ziehe den Hut und irgendwie freue ich mich über die Erkenntnis nicht alles teilen zu können/wollen. Viel habe hier viel gelesen und oft den Kopf geschüttelt. Nicht, weil ich darin ein seelisches Blankziehen in Schriftform gelesen habe, sondern es in meinen Augen ein Abriss der Gedanken und Geschehnisse aufgeschnappt habe, die von deiner Seite eine Reaktion hervorgerufen hat. Ich mochte nie beurteilen, ob ich als Leser angemessen reagieren konnte. Vieles habe ich nicht geschrieben, was ich dazu dachte. Dieses vor dem Hintergrund nicht immer zwischen den Zeilen lesen zu können.
    Ist es hilfreich, wenn man einen Kommentar schreibt? Hat es dir wirklich geholfen? Dir, oder den anderen, die hier gelesen haben? Ich sehe einen Blog wie diesen als sehr schwierig an. Schwierig, weil Kommentare schmeicheln und als geschriebene Worte verstummen, wo sie hinterfragen sollten. Vor einem Lösungsansatz für ein Problem steht immer die Anamnese und Diagnose (um es mal medizinisch auszudrücken). Um wirklich zu helfen, dir Wege zu zeigen, ohne dir vor den Kopf zu schlagen, bedarf es mehr als ein paar getippte Zeilen. Und wer sollte dich auffangen, wenn ein Kommentar an deiner schwachen Stelle trifft? Dieser vielleicht gar nicht so gemeint war und nur so bei dir angekommen ist?

    Fakt ist: Ich halte viel von Mrs. und dem, was sie so von sich gibt. Vielleicht war es überfällig.

    In diesem Sinne: Höre auf die, die dich genau kennen und die Mimik in deinem Gesicht zu deuten vermögen, wenn du sprichst. Sie sind die Helfer.

    Wenn, was ich schrieb nicht falsch war, was ein Widerspruch zu den obigen Zeilen steht, dann werde ich gelegentlich weiterlesen. (Meinen Briefkasten kennst du)

    Weiterhin alles Gute auf deinem langen Weg.

    1. Danke Dir 😉

      Ich kann tatsächlich sagen, dass bis auf zwei Ausnahmen vor sehr langer Zeit, sich hier immer nur gute Kommentatoren getummelt haben.
      Sie haben sich vielleicht viel zu oft gefragt, warum sie sich die Mühe machen, Ratschläge zu formulieren, wenn ich im nächsten Augenblick wieder das gleiche Verhalten zeige 🙂

      Natürlich ist das hier – von beiden Seiten aus – immer nur ein Minikleiner Ausschnitt und 100% subjektiv geschrieben. Ich bin mir sicher, dass die anderen Beteiligten die Geschichten/Geschehnisse anders darstellen würden.

      Ich muss auch sagen, dass, wenn ich nicht das Gefühl haben würde drastisch werden zu müssen, ich es nicht zwingend einstellen würde. ich verstehe aber durchaus auch das Unwohlsein beim Zuschauen von Blank-Ziehern 😉
      Ich finde das als Leser auch mitunter schwierig.

      Wie immer… danke für den Kommentar 🙂

  4. und noch hinterhergeschoben…

    da oben steht:
    Am Ende des Tages endet es aber doch an einem Punkt:
    > Ich bin das Problem, die Belastung, das Zurückhaltende.<

    NEIN! kein mensch ist das problem selbst. die frage ist nur, wie schwer ein problem, (das selbstempfinden) zu einem problem wird, weil man es nicht selbst steuern kann.

    1. Hmm also wenn ich zusammenfasse, was mir heute vor die Füße geworfen wurde, muss ich feststellen, dass ich ein Problem für manche Menschen darstelle.
      Das müssen aber diese Menschen für sich lösen. Ich kann das nicht für Sie tun.
      Aber ich muss auch meinen Teil tun und mich vor solchen Menschen schützen. Und mich lieber an die halte, die mich als Bereicherung und Geschenk empfinden 🙂

      Aber es ist – gerade mit meinem Knacks – schwer bei sowas stark zu bleiben und nicht zu glauben, was bei mir ankommt von dem Gesagten. Und auch wenn das Problem die Kombination zwei nicht-kompatibler Menschen sind, bin ich eben Kämpfer und Arbeiter. Ich glaube daran, dass (fast) alles justierbar ist und es für alles einen Kompromiss gibt.

  5. nicht für alles – meine liebe lila.
    und schon fangen wir wi(e)der an baustellen an. die du doch so hier nicht weiterführen wolltest 😉
    ein kompromiss ist immer ein mittelweg zweier möglichen entscheidungen. du jedoch brauchst momentan eine klare abgrenzung und ablösung, um deinen weg zu finden.

      1. du „schrubtest“ auch, du würdest auf den dachboden gehen und entrümpeln, worauf ich dir eine antwort gab. jetzt hat sie`s habe ich gedacht. (wie auch zu einer zweiten change für einen menschen) du hast also die artscheibe nicht gekauft.

      2. Es ist halt nicht so einfach, Gewohnheiten und Gepflogenheiten zu ändern und ich bin an dieser Stelle glaub auch ein wenig schwer von Begriff 🙂
        Aber auf dem Zeugnis stünde „hat sich stets bemüht“ 😉

  6. steht bei mir auch in vielen fächern. die noten vergeben aber andere als urteil über mein handeln. ich lache darüber – weil ich immer nur ich bin und sein kann. 🙂

  7. Nach dem Vorgeschmack deiner kreativen Ader freue ich mich auf diese Seite deiner Schreiberei (wie ich alle deine Seiten geschätzt habe und noch immer tue).
    Ich wünsche dir einen wunderschönen Urlaub!

  8. Mrs Mch hat da nicht unrecht wenngleich es interessant war zu lesen. Wie immer, es istDein Blog und Deine Entscheidung was Du veröffentlichst und was nicht.

    So ein Reisebericht über Brügge wäre cool. Ich kenne nur den Film aber seitdem will ich mal hin.

    1. Also wenn der Beitrag schon allein dafür gut war, dass der Sir aus der Versenkung kommt … *grins*

      Ich muss es einfach sehen, ich weiss nicht, ob es die richtige Entscheidung ist, ich weiss nur, dass es auffällig viele Verhaltenänderungen gibt im Kreis derer, die ich auch im echten Leben sehe.

      Brügge: Ich freu‘ mich total und werde sicher berichten, versprochen!

      1. Egal, ob es die richtige Entscheidung ist oder nicht – wichtig ist (weißt du, ne?) dass du zu ihr stehst. Blos nicht wieder mit dem Hätte-hätte-Fahrradkette-Gehader anfangen hinterher!

        Irgendwie muss die Entscheidung meiner Meinung nach alleine schon deshalb gut sein, weil du sie getroffen hast.

        Zur ‚Verhaltensänderung‘ (ich fühle mich einfach mal angesprochen): Ich konnte in den letzten Wochen und Monaten ‚dich hier‘ und ‚dich dort‘ immer schwerer in einen logischen Zusammenhang bringen, das war ein Grund für mögliche Zurückhaltung. Ein weiterer mag sein, dass es tatsächlich hier nichts mehr zu sagen gegeben hätte, was nicht schon dort geschrieben oder gesagt wurde. Zu guter Letzt sind sicherlich persönliche Gründe dafür verantwortlich, dass ich meinen virtuellen Mund einfach mal gehalten habe.

        In diesem Sinne:

        Brügge sehen und jede Menge Kirschbier trinken!

      1. Wir sind jedesmal neu einem Metal/Rock-Cafe namens The Crash abgestürzt. Charlie Rockets war auch nett und bei Cambrinus gibt es mehr als 400 verschiedene Biersorten. Aber wir haben auch ein bisschen Kultur gemacht Hanseviertel, Liebfrauenkirche, Belfried und Kathedrale, wunderschön fand ichs im Beginenhof. Ins Gras setzen, Umgebung wirken lassen und zur Ruhe kommen am See der Liebe.

      2. Oooooh im Cambrinus waren wir heute und ich soll Dir ganz lieben Dank von meinen Mädels ausrichten! Das war grandios! Essen, Trinken, Leute – toll! Vielen lieben Dank 🙂

  9. Meine liebe Lila, ich komme erst jetzt zum Nachlesen und beglückwünsche Dich erstmal zu Deiner Entscheidung, trotz aller selbst so formulierten Inkonsequenz. Ich habe immer gern kommentiert, auch bei den Haderthemen und mache das auch gerne weiter, auch mit Passwort. Du alleine entscheidest, was gut für Dich ist und wem Du Dein Innenleben aufblätterst. Nicht Du bist das Problem für andere, sondern die haben ein Problem mit Dir. Punkt, aus, fertig.
    Ich hinterlege liebste Grüße und trinke heute Abend ein Kaltgehopftes auf Dein spezielles Wohl, in Zugeneigtheit, Deine Käthe.

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