Coole Safewords

Coole Safewords

Weil es grade in den Suchbegriffen hervorstach und in mir sofort die Alarmlampen angeschmissen hat:

„Coole Safewords“

Bitte, bitte liebe Kinder oder BDSM-Einsteiger, sucht Euch Safewords aus, die ihr Euch gut merken könnt … Im Zweifeslfall schnell auszusprechen sind
(also Supergalifragilistisch…undsoweiter wäre so suboptimal .. sub … hihi … Orrrrrr…. Fokus, Frau Sumpf, Fokus!) und die der Partner gut verstehen kann. Gerade, wenn dessen Blut vielleicht grade im Ohr rauscht oder in anderen Körperregionen unterwegs ist.

Uncool, aber hilfreich bis zum eigenen kreativen Safeword-Finde-Prozess ist die Ampel. rot-gelb-grün. Mit gelb, und daher sehr Anfängertauglich, wird das Spiel nicht abgebrochen, sondern pausiert und nachgefragt, was genau denn gerade Unwohlsein erzeugt.

Von mir aus auch „Marmelade“, wenn das denn etwas ist, was Euch auch unter allergrößtem Stress mitunter auch Angst-Szenarien einfallen wird.

Aber cool? Sollten Safewords nie sein, sondern lediglich einfach zu benutzen 🙂

Schlüpper hoch

Schlüpper hoch

MrsMcH bezeichnet gewisse Beiträge in meinem Blog gerne als Beiträge, in denen ich permanent meinen Schlüpper zeige oder den sogar ganz fallen lasse.

Ich habe das immer lächelnd quittiert, manchmal noch ein „ich bin so“ und „es hilft mir“ dahinter geschoben. Leider ist das nicht mehr ganz so einfach zu sagen, daher bleibt der Schlüpper jetzt mal oben. 🙂

Fakt ist:
Ja, es hilft mir. Meine Gedanken zu formen, niederzuschreiben, sortieren

Fakt ist:
Mir gefallen die Reaktionen, die das Gefühl des „Gehört werdens“ vermitteln. Mir gefallen auch die Reaktionen, die mit „tadeligem“ Unterton gegeben werden oder die Ratschläge, die ich nie erbeten, aber dennoch gerne angenommen habe. Und hoffentlich auch angemessen reagiert habe, weil ich wirklich, wirklich für jeden Kommentar, jede Anteilnahme, jeden Hinweis, und ja, jeden Tadel dankbar bin. Das möchte ich bitte nicht falsch verstanden wissen.

Fakt ist:
Diese Offenheit hilft vielen anderen – mir manchmal aber eben nicht. Denn es gibt keinen Grund mehr zu fragen „Wie geht’s Dir?“, „Lange nichts von Dir gehört?“ oder anderslautende Kontaktaufnahmen. Das mag für meine Gegenübers einfacher sein, man liest ja hier eh‘ schon alles, was soll man da noch fragen. Stimmt. Braucht man nicht mehr. Ich nehme mir damit aber die Möglichkeit zu merken, wenn sich Menschen für mich interessieren oder wem ich wichtig genug bin, eine Email zu tippen oder gar den Telefonhörer in die Hand zu nehmen und mich anzurufen.

Fakt ist:
Die Erklärungsversuche meiner Denke und meines Verhaltens und dem Kopfchaos und der emotionalen Achterbahn haben das Gegenteil bewirkt.Ich hatte Angst, Menschen zu verlieren, die mir wichtig (geworden) sind, wenn ich mich nicht genug erkläre oder mich nicht genug entschuldige. Am Ende des Tages endet es aber doch an einem Punkt:
Ich bin das Problem, die Belastung, das Zurückhaltende.
Das möchte ich nicht mehr sein. Für keinen, außer mich selbst (und auch daran arbeite ich, es nicht mehr zu sein). Und ich möchte mir meine Erfolge, die ich bis hier hart erkämpft habe, nicht mehr madig machen lassen, weil es immer noch nicht ausreicht oder immer noch zuviel von allem ist.
Ich bin mein Anker, keiner muss das für mich sein.

Fazit:
Bis auf weitere wird hier weniger oder vielleicht auch gar nichts mehr über diese Dinge stehen – Therapie, Kopfchaos etc.pp. und wenn, wird es verschlüsselt werden. Dafür wird es ein anderes Passwort geben als bisher, daher dürfen sich dann auch gerne die melden, die bereits das alte Passwort aus der Popp-Geschichten-Zeit haben 🙂
Freitagsposts werde ich beibehalten und ich werde mein Papiertagebuch reviven… 🙂
Bis die Popp-Geschichten weitergehen, wird es hier also eher um fiktive Geschichten, Kreatives und Netz-Fundstücke gehen… Und wer wissen will, wie es mir geht?
Kontaktiert mich oder schaut in den Freitagsposts genau hin:

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In diesem Sinne, eine schöne Woche, Wochenende und so… Ich haue nämlich morgen für einen Kurztripp mit den Mädels nach Brügge ab… und wer weiss? Ob ich da wiederkomme?

Brügge sehen und sterben 🙂

Gehabt Euch wohl 🙂

Slow Motion (Arbeitstitel) – Prolog

Slow Motion (Arbeitstitel) – Prolog

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Prolog

Ihren Anfang nehmen die Ereignisse, um die es in dieser Erzählung geht, dort, wo viele Tragödien ihren Ursprung haben – genau zu dem Zeitpunkt, wenn eine Frau dem Charme eines Mannes und der Gewandtheit seiner Schmeicheleien erliegt. Oder der Mann den Reizen der Frau nachgibt, die mit subtilen Handlungen ein feines Netz um den – mehr oder minder – gesunden Menschenverstand des Mannes webt.

Wie dem auch sei und von welcher Seite man es auch betrachten mag: Ein Mensch unterliegt dem anderen. Einer jagt, einer wird gejagt. Einer tötet, einer stirbt. So ist es immer. Das ist der Tanz der Liebe, der Lauf des Lebens.

Um diese Schilderung zu präzisieren ist es nun keineswegs so, dass sie unwissentlich in eine Situation hineingeraten – wie beispielsweise ein Reh nichtsahnend dem Jäger vor die Flinte läuft. Vielmehr nehmen die Dinge, dem Naturell einer keimenden Beziehung entsprechend, zunächst ihren üblichen Lauf: Die beste Seite der Medaille wird beiderseits auf Hochglanz poliert, Vorzüge werden hervorgehoben, Makel beschönigt (oder direkt unter den Teppich gekehrt), Wahrheiten justiert – gerade so, daß man nicht lügt, aber eben auch nicht die ganze Wahrheit erzählen muss – Geheimnisvoll bleiben, die Beute verführen, ins tödliche Netz locken.
Kurz: Ein Verhältnis bahnt sich an.

Für einen Teil steht jedoch von Anfang an fest, dass bereits diesem zarten Keim ein ganz besonderes Wachstum vorbestimmt ist – in etwa wie ein Schimmelpilz, der sich in unter den richtigen Bedingungen – heiß und feucht – wuchernd ausbreitet, das Fundament marode werden lässt und letztlich dafür sorgt, dass die Beziehung zerbricht.

Denn im gleichen Maß, in dem die unter einem Mantel aus Verlockungen und Frivolitäten verborgene Schwärze einer Seele die andere zunehmend vergiftet, befeuert diese, mit scheinbar zügelloser Freizügigkeit, ein Verlangen und ein Träumen in Richtung Gedankenlosigkeit, ohne jede Vorsicht.

Diese Informationen sind wichtig, möchte man die nachfolgend geschilderten Vorkommnisse begreifen.

(to be continued)

*****

Ein weiteres Experiment mit DasManuel. Er gab mir einige seine Fiktionsgerüste, an denen er nicht weiterkommt. Ich werde meine eigene Geschichte daraus spinnen – basierend auf den Fragmenten, die er mir gegeben hat. Danke Dafür!

Liebster-Award von Maja

Liebster-Award von Maja

liebsterawardMaja hat mich für den „Liebster-Award nominiert und interessante Fragen gestellt. Denen widme ich mich jetzt, alle Leser können sich entspannen, es wird nicht zwangsnominiert… 🙂

1. Warum bloggst du?
Das ist hier bereits beantwortet , heute würde ich vielleicht noch hinzufügen, dass das Bloggyversum eine zweite innere Stimme geworden ist. Es gibt hier einige Kommentatoren, die sich in mein Hirn reingeschlichen und dort manifestiert haben. Das hilft mir, gerade in Zeiten wie diesen, wo alles etwas Wackelig ist.

2. Was würdest du als die stärkste Motivation in deinem Leben bezeichnen?
Zufriedenheit – sprich, dass ich mir die Möglichkeit gebe, mein Leben so zu leben, wie ich es möchte. Wie es mir Spaß macht. Zufriedenheit ist für mich ein Überbegriff für soviele Dinge – Gesundheit, Sicherheit, Sozialleben…. Dass ich das alles so habe/behalte, dass ich unbeschwert leben kann, das ist unter anderen die Motivation sich Freitags um 8Uhr zur Therapie zu quälen.

3. Du hast vier Millionen Euro gewonnen-was stellst du damit an?
Ouh! Immobilie kaufen, Auto kaufen, Liliana of the Veil in Foil kaufen – meinem Bruder Immobilie kaufen, meiner Mutter was anlegen für evntl. Pflege, damit sie aufhören kann sich darüber Gedanken zu machen.
Arbeit auf Teilzeit reduzieren und Pflege-Elternschaft beantragen und in der neuen Immobilie 2 Kinderzimmer einrichten.
1 Mio € anlegen und einen Grossteil des Restes spenden… Da gibt es viel akuten Bedarf aber auch viel lokalen, langfristigen Bedarf.
Hmm ja, ich glaube das wären so die Eckdaten… 🙂

4. Glaubst du an eine höhere Macht?
Schon immer. Karma in irgendeiner Form gibt es bestimmt und irgendjemand, der darauf achtet, wie das verteilt wird und so, bestimmt auch. „Gott“ mag ich das nicht nennen, das starre Konstrukt der hiesigen Kirchen entspricht nicht meiner Denke und ich habe auch so meine Probleme mit der Scholastik der Kirchen Europas. Ausserdem finde ich, dass es eine Institution ist, die nicht wirklich sozial aufgestellt ist. Ich verstehe nicht, warum Prunkbauten finanziert werden, während in der Gemeinde Menschen Hunger leiden. Das war sicher nicht Gottes Plan 🙂

5. Was würdest du als den bisher schönsten Moment deines Lebens bezeichnen?
Ouh… hmm… Als mein BH bei Farin Urlaub auf dem Lesetisch gelandet ist? Nein. Hmm… Als der BVB das Double gewonnen hat? Hmm neee. Ich glaube als ich die Nabelschnur zu meiner Nabelschnurpatentochter durchschneiden durfte als Papa-Ersatz quasi. Ich fand das total spannend und muss feststellen, dass dieses Erlebnis die Freundschaft zu meiner Besten und das Verhältnis zu eben dieser Tochter sehr besonders macht.

6. Mit welchen fünf Worten würdest du deine Persönlichkeit umschreiben?
Extrovertiert – Komplex – Sozialverträglich – Anstrengend aber Herzlich

7. Du hast die freie Wahl, zu sein, wer und wie du willst: Wer bist du, wo lebst du, was tust du?
Hmm… ich würde glaube ich gerne mit dem Wissen von heute nochmal in die Vergangenheit zurück hüpfen und 16 sein.
Mich finde ich nämlich ganz gut (meistens), wo ich lebe da liebe ich es zu leben (sonst wäre ich nicht mehrfach zurückgekommen) und das was ich tue, ist das, was ich liebe. Auch wenn ich manchmal mecker – ich mag das, was ich tue.

8. Was ist dein liebstes Hobby?
Ouh, das variiert, momentan grade Magic spielen – Lesen, Malen und Kino – oder HipHop tanzen (so mit Choreo und so). War auch schon mal Nähen… Oder Häkeln… Kochen … Reisen.. Variiert nach Zeit, Budget und Laune…

9. Auf einer Parkbank findest du ein Buch, dass dein Leben verändert. Was ist sein Titel?
Selbstakzeptanz – Lieb‘ Dich selbst.

10. Glaubst du, jemals dauerhaft glücklich sein zu können? Was gehört für dich dazu?
Äh, nein. Ich hoffe, dass ich falsch liege, ich glaube aber nicht wirklich dran. Ich habe nicht Veranlagung „dauerhaft glücklich“ zu sein, meine Vergangenheit und mein daraus entstandenes Wesen sind so nicht gestrickt. Ich arbeite dran, dass ich mit mir selbst glücklich sein kann – über einen längeren Zeitraum. Da bin ich noch nicht, der Weg ist länger als gedacht.
Daher wäre ich schon sehr glücklich, wenn ich „dauerhaft zufrieden“ sein könnte… das wäre schon ein gutes Ziel.

11. Wie kamst du auf deinen Blogger-Namen?
Die erste Datingsite, auf der ich Männer für reine Sexkapaden gesucht habe, war lila und wurde bei den Mitgliedern „Lila Sumpf“ genannt. Weil es sich ausgesprochen GUT getroffen hat, dass Lila seit 30 Jahren meine Lieblingsfarbe ist und dieser Blog thematisch am Anfang einem reinen Sex-Sumpf entsprach – war der Name geboren und passt irgendwie auch heute noch sehr gut.

Danke für die spannenden Fragen! Da ich mittlerweile fast alle meine Leseblogs mal mit Stöckchen und Awards beworfen habe, seid ihr heute von der Weiterleitung befreit 🙂

Be-Frei-Tag

Be-Frei-Tag

Heute mal was anderes, Sammelsurien aus dem Netz, vorab noch:

Wichtigste Erkenntnis aus der heutigen Therapiesitzung? Auch wenn ich gedacht habe, dass ich das Geliebtentum für mich aus mehreren Gründen an den Nagel gehängt habe, so muss ich feststellen, dass ich in vielen Fällen immer noch die Geliebtenposition einnehme – asexuell vielleicht, aber dennoch immer noch und weiterhin in dem Status gefangen bin.

Warum und wie passiert das, fragte mich meine Therapeutin. Ich kann das auch nicht so genau erklären, denn die aktuellen Fälle sind für mich als Partner, als Beziehung uninteressant. Der ein oder andere war es vielleicht mal nicht, aber mittlerweile weiss ich zuviel und wäre nicht in der Lage zu vertrauen. Ich bin da ja sowieso mehr der Anhänger von „Wer’s einmal tut, tut’s auch zweimal“ 🙂 Ausserdem glaube ich ja nicht daran, dass (gerade) Männer monogam bleiben können. – Ich schweife ab! Sie wollte also wissen, wieso es Unterschiede gibt – zwischen den alten und neuen männlichen Freunden. Ich erklärte das damit, dass ich ja durchaus immer vorsichtig sei bei vergebenen Männern, mich im Anfangsstadiums des Kennenlernens auch oft wundere, was die mir so alles erzählen, wie sie meine Nähe suchen, „flirten“ … Ich bin aber eben schon so ein bisschen die durstige Pflanze und die Aufmerksamkeit mein Wasser. Meine Therapeutin fragte mich, ob das, was ich als schmeichelnd empfinde nicht vielleicht auch entwertend gesehen werden kann. Weil ich mich automatisch in die schwache, die bittstellende, die unterwürfige Position begebe.
Das gibt erst mal Futter zum Nachdenken, denn so ganz kann ich diese Denke nicht von der Hand weisen und in der letzten Woche wurde mir das auch offen ins Gesicht gesagt, was meine Position ist und dass sich daran nichts ändern wird. Der Leinenmann sagte es direkt und junge Schwan hat ähnliches ohne viel Worte genauso „gesagt“. Könnte was dran sein.

Dann bin ich gestern über diesen Artikel 10 Things Not to Say to Someone Suffering From DepressionAs anyone who’s been through it knows, once depression sets in, we’re powerless to do anything but let it pass gestolpert. Und fand mich in vielen Dingen wieder, bzw. kenne das Problem, wenn solche Dinge zu mir gesagt werden. Es ist zermürbend und niederschmetternd. Ich habe diesen Artikel auf meiner FB-Seite geteilt und damit einen kleinen Schritt in Richtung „Offenheit“ gewagt. Wobei ich auch hier die Warnungen zum Selbstschutz im Ohr habe. Aber ich finde es – unabhängig von mir – wichtig, dass Leute sich da etwas mehr Gedanken machen. Es betrifft mehr Menschen als man denkt und man sieht es denen (Leider) nicht an der Nasenspitze an.

Heute morgen beim Lesen fand ich dann diesen Artikel über Tinder und Dating-Apps. Wer in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, kennt ihn vielleicht schon, weil sich darum #Tindergate gebildet hat – auch das ist sehr amüsant zu lesen. Ich frage mich manchmal, wer die Leute im Umgang mit Social Media schult 🙂
Im Grundtenor finde ich auch – und da muss ich mich an die eigene Nase fassen – dass die Fortsetzung des Online-Datings in Apps, wo nur noch geswiped wird, dem ganzen Unverbindlichkeitsdenken einen weiteren Schub gegeben hat. Wo das mal endet? Keine Ahnung. Ich stelle aber bei jüngeren Menschen (und mit denen habe ich tatsächlich viel zu tun) fest, dass es entweder extrem in feste Beziehung und Heirat und Familie geht oder extrem in „Hauptsache unverbindlich und viele und immer gucken, ob nicht was besseres um die Ecke kommt“.
Wo ich mich da einsortiere? Nirgendwo. Auch wenn ich durchaus das Unverbindliche mag und Dates/Sex dieser Art durchaus geniesse, bin ich eben das andere auch nicht. Ach herrje, neeeeee… Ich bin weiterhin sehr sicher, dass ich keinem Mann genug vertrauen kann, nach allem, was ich erlebt habe und weiterhin erlebe. Lügen und Verheimlichen wo ich hinschaue… ich glaube, das möchte ich nicht. 🙂

Dann – MUSIK!
Hach, das war eine tolle Musik-Woche, warum auch immer es dazu wurde – ich weiss es nicht, aber ich habe ein paar Stolper-Fundstücke gesammelt…. Dabei auch – oh wunder – ein paar elektronisch angehauchte Dinge… *grins* Also – mal reinhören und mit mir auf das Gewitter warten, dass dann bitte morgen früh um 5Uhr (!!!!!) vorbei zu sein hat.
Ausserdem bitte ich die Daumen für Samstag Abend zu drücken, dass der junge Schwan nicht auftaucht und wenn dann ohne das Drachige und dass ich, wenn „DAS“ doch mit auftaucht, ich die Nerven behalte. Das ist der Plan – Nerven behalten und/oder gehen.

Also – Musik marsch!

Chet Faker – Love & Feeling

WiseGuys – Antidepressivum

Paula DeAnda – Horn Blow

Feder – Goodbye

Sam Tsui – Lean on me

Was freu ich mich auf die kommenden Konzerte mit MOL *g*

Überfordert

Überfordert

Am Ende des Tages endet es doch alles wieder in Überforderung.

Kann ich machen, was ich will. Kann ich mir vorsagen, was ich will. Kann ich mir einbilden, was ich will.

Kommt es dann zum konkreten Ereignis, bin ich einfach überfordert. Mag sein, dass ich mittlerweile besser damit umgehe. Ich kann früher signalisieren, dass es gleich knallt. Dass die Beherrschung gleich flöten geht. Kann ich – bin ich besser geworden. Die Enttäuschung, dass es immer noch so ist, trifft hart. Weil es einem Versagen gleich kommt. Ich kann es immer noch nicht. Ich bin immer noch nicht so „souverän“, so stark in mir gefestigt, wie ich es gerne hätte.

Es hilft nicht, dass ich oft von Menschen umgeben bin, die sich mit positivem Feedback schwer tun. Oder mit dem generellen Verbalisieren positiver Empfindungen. Oder dem positiven Kommentierens meiner Fortschritte.
Was verbalisiert wird, sind die negativen Dinge – die dann gerne. „Da bist Du nicht so gut drin“, „Da musst Du noch an Dir arbeiten“ und auch die durchaus realistischen „Warnungen“, dass man sich jederzeit entfernt und geht, sollte das Leben das so vorgeben und dann wäre das auch nicht weiter schlimm.

Ich sitze immer da, schaue mir das an, höre mir das an und frage mich, was der andere denkt, was ich aus solchen Aussagen machen soll. Muss ich jetzt wirklich sagen: „Äh, Du, ne, also – Du hast jetzt quasi eher mehr als weniger durch die Blume gesagt, dass es total egal ist, ob ich da bin oder nicht.“ Muss ich wirklich sagen, dass es „netter“ wäre, wenn wenigstens noch ein „Auch wenn Du mir fehlen würdest, aber ich würde gehen, wenn ich müsste“ … Dass dieser kleiner Vor-Satz einen immensen Unterschied macht, muss ich das erklären?
Das all‘ diese „kleinen“ Dinge, die für jeden der umgebenden Menschen eine Nichtigkeit oder ein Zwang des Lebensumstandes sein mag, für mich zusammengenommen immer auf das eine hinauslaufen: Du bist nicht wichtig.

Ich hatte früher immer den „Wunsch“ meine eigene (frühe) Beerdigung zu sehen, um zu sehen, wer mich am meisten vermisst, wer am lautestens heult, wer überhaupt auftaucht. Mein fatalistisches Ich sieht das mittlerweile entspannt, denn es wird einfach gar niemand bei meiner Beerdigung sein – wenn ich die Lebenserwartung anhand meiner Vorfahren berechnen sollte, ist dann einfach alles vorher tot 😉
Auch das ein durchaus entspannter, wenn auch vielleicht äh ungesunder, Gedanke – aber ich weiß jetzt schon, dass ich definitiv in die Nachbarländer fahren werde bevor ich in einem Pflegeheim – alleine –
dahinsieche. Ich verstehe schon, dass dieser Wunsch meine Beerdigung zu sehen, durchaus auf genau diesem Wunsch basiert – sehen, wem ich was bedeute. Der Denkfehler liegt meines Erachtens vor allem da drin, dass es ja nicht heisst, dass man nicht leidet nur, weil man nicht den ganzen Friedhof (auf dem die Beerdigung nicht sein würde) zusammenheult. Ja, ich verstehe schon, dass nicht jeder so Extrovertiert seine Gefühle an jede Wand plakatiert wie ich. Und ich verstehe auch, dass es manchmal schwierig ist, mit dieser Art umzugehen. Die „Beschwerden“ kommen durchaus bei mir an.
Was ich nicht verstehe ist, was es denn dann ausmacht, dass man in meiner Nähe bleibt. Wenn es doch anstrengend ist und wenn es doch so „falsch“ ist, wie ich bin. Warum sich dem aussetzen und nicht einfach gehen? Diese Gedankenspiele sollte ich nicht fortsetzen, denn sie enden unweigerlich in Worten wie „Pflichtgefühl“, „Schuldgefühl“ und „Zwang“ – alles Dinge, die ich weder verkörpern noch aussprechen möchte. Aber solange man nicht mit mir spricht, kann nur ich mir meine Antworten zurecht schustern. Und es mag Teil meiner Krankheit sein, dass ich eben nicht nicht-analysieren kann. Ich MUSS Menschen und ihre Handlungen verstehen. Es macht mich irre, wenn ich es nicht verstehe. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Nächster Punkt: Wann haben diese Menschen gelernt, dass die Reaktion auf angstbasierte Aussagen am Besten ein rationaler Lösungsvorschlag ist?
Praktisches Beispiel? Ich habe eine ausgesprochene Hundephobie. Ich gehe damit sehr offen um, weil es in der Vergangenheit blöde Situationen gab deswegen. Ich frage bei neuen Bekanntschaften immer, ob sie einen Hund haben – damit ich mich drauf einstellen kann. Ggf. sage ich es auch dem Halter oder Gastgeber, damit die ihren Hund auf mich einstellen kann 🙂
Was NICHT hilft, sind bei einer Aussage wie „Ich habe Angst vor Hunden, kannst Du da ein Auge drauf haben?“ ein „Ach, die machen doch nichts“ zu erwidern.

Hmm ja, natürlich im rationalen Blick von aussen, kann es sein, dass sie nichts machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich meine Angst nicht zeige, ist gering. Denn ich habe das nicht immer unter Kontrolle. Und selbst wenn ich nach aussen cool wirke, innerlich schreie und renne ich. Ich glaube schon, dass Hunde das merken. Und darauf reagieren. Danke für den tollen Hinweis und das Angebot mir unter die Arme zu greifen und mir ggf. zu helfen – nicht.

Ich habe Angst vor einer kommenden Begegnung. Es hilft mir nicht, wenn mir Vorschläge gemacht werden, die ich einfach nicht befolgen kann. Zumal diese Vorschläge widersprüchlich sind. Und weil sie „mir“ langfristig mehr schaden als helfen. Was helfen würde, wäre ein „Du schaffst das schon“ oder „Du bist doch stärker als Du denkst“ … Es gäbe soviel, was man mir sagen könnte, mir mit auf den Weg geben könnte – Dinge, die ich mir selbst durchaus sagen – die aber eine andere Wertigkeit erhalten, wenn sie von aussen kommen – Anker hin oder her! Ratschläge, der rationalen Art, helfen mir nicht weiter. Ich WEISS das alles, ich WEISS, was ich machen könnte, die Wege drum herum… ich versteh das auch. Aber ich habe mich nun mal für den Weg entschieden. Kann man da nicht einfach AUCH unterstützend zur Seite stehen anstelle schulterzuckend stehen zu bleiben?

Ist es so schwer, sich an Verabredungen zu halten? Nicht in meiner Gegenwart zu telefonieren? Nicht permanent zum Handy zu greifen? Pünktlich und zuverlässig zu sein? Oder, wenn man es nicht sein kann, zu akzeptieren, dass sich dann vielleicht auch mein Interesse verändert? Ist das schwer?

Ich wollte grade noch schreiben: Mach‘ ich doch auch… Und schon höre ich viele von meinen Lesern und meine Therapeutin und mein eigenes Motivier-Ich: Es kann Dir doch egal sein, was diese Menschen Dir sagen und ob diese Menschen Dich vermissen – ob sie Dir sagen, dass sie Dich vermissen. Und ändern wirst Du es eh‘ nicht. Du wirst auch nicht mitbekommen, ob diese Menschen leiden. Weder werden sie es Dir sagen, noch wirst Du es sehen. Und auch das ist egal. Weder Dein Leben noch Dein Wert hängt von anderen Menschen ab. Du musst Dir selbst genug sein.

Jajajajaaaaaaaa, Wissen und Verstehen/Fühlen sind da zwei unterschiedliche paar Schuhe.

Und diese alten Schuhe, dieses Un-Wichtig fühlen ist so alt, wie ich selbst (und das ist schon ganz schön alt). Lege ich diese Schuhe nicht ab, weil ich nicht kann oder weil sie schon so schön eingelaufen sind?

Dienstag und Mittwoch waren so tolle Tage, wirklich, einfach trotz aller Scheisse schön.

Heute reicht eine kleine Unterhaltung und bei allem Sonnenschein fühlt es sich an wie tiefster Winter.

Einsam und verlassen fühlt es sich an. Die Zweifel sind groß, ob ich die Angst heute in den Griff kriegen. Alleine. Alles, was im Kopf rumsurrt ist „Du bist unwichtig. Du bist alleine. Du wirst es immer sein. Du kannst nix. Du bist nix.“ in Dauerschleife.

Ich ziehe die Reißleine – versuche mich zu fangen, die Gedanken zu stoppen.

Vielleicht hilft das?

P.S.: Der Text ist nicht fiktiv, er getriggert durch ein Erlebnis – beinhaltet aber mehrere Felder/Menschen/Vorkommnisse

Nachtrag:

Heute gerade gefunden, wird morgen auch nochmal bearbeitet – aber der Artikel hilft ein bißchen um das Kopfchaos zu Verstehen