BU Tag 5 – Twitter Inspiration

BU Tag 5 – Twitter Inspiration

Everything you’re currently angry about is stopping you from being happy. Let go of the anger! – Timber Hawkeye

Ich werde gerne gefragt, warum ich Menschen nicht loslassen kann. Auch wenn sie schon längst gegangen sind. Oder gegangen wurden. 

Der Ärger, die Wut – die bleibt – die blieb immer bei mir.
Mein ganzes (bewusstes) Leben habe ich gestritten, diskutiert und gekämpft – mit Menschen, die oft nicht anwesend sind.

Im Schlaf hat mein Unterbewusstsein ganze Podiumsdiskussionen alleine bestritten, ab und an muss ich dabei geweint haben, denn morgens war das Kopfkissen nass. Manchmal bin ich weinend aufgewacht oder auch heftig um Luft ringend, weil „was auch immer“ mir die Luft zum Atmen genommen hat.
Wieder einschlafen war schwer bis unmöglich und eigentlich wollte ich auch nicht. Was, wenn das ganze Theater wieder losgeht?

Sollte die andere Person noch in meinem Leben sein und mir an einem der nächsten Tage begegnen, befand mich als unglaublich schräg drauf – in deren Augen zumindest.
Wütend, irgendwie, als ob es Streit gegeben hätte. Aber da war ja nichts.
Richtig, da war ja nichts. Das war alles nur in meinem Kopf. Aber für mich nicht minder real.

Und warum? Warum immer mit dem Kopf durch die Wand? Warum immer an Menschen und Situationen festhalten, die offensichtlich nicht gut für mich sind? Warum immer noch dieses Bedürfnis zu erklären, wenn schon lange nicht mehr hingehört wird? Warum immer dieser Drang mich kleiner zu machen, mich anzupassen – nur damit es noch passt?

Innerlich schwelt die Wut. Der Ärger, dass die andere Person mich einfach so zurücklassen und übersehen kann. Wenn es denen dann auch noch „gut“ geht? Sie am Ende glücklich sind? Ohne mich? HOW DARE THEY?
Die Empörung, dass ein Leben ohne mich überhaupt MÖGLICH ist, abgesehen davon, dass es natürlich NICHT erstrebenswert ist, weil meine pure Anwesenheit jedes Menschenleben reicher und besser macht, füttert die Wut und den Ärger.

Aber sind wir mal ehrlich? Ich bin austauschbar und absolut verzichtbar. Eher noch eine Belastung – zumindest nach einer Weile. Wenn die Anfangsbegeisterung über mich und mein Wesen abgeklungen ist, wenn die Leuchtkraft des Neuen, des Aufregenden so langsam nachlässt? Spätestens dann geht es los.

Alles, was vorher gewünscht und begeistert entdeckt wurde, ist jetzt schlecht und nervig. Und ich möge das bitte abstellen und doch nicht immer alles so wichtig nehmen. Und überhaupt, ich könne doch wirklich mal lernen, das Leben locker zu sehen und mich nicht so anzustellen.
Das Leben sei eben Veränderung und ja, mein Gott, man konnte vorher wirklich nicht absehen, wie sich das entwickelt und ich müsse doch verstehen, man müsse sich im Leben eben manchmal entscheiden – und eben nicht für mich. Man möchte vergessen, rückgängig machen – selbst die schönen Momente, die guten Erlebnisse – werden unter den Teppich gekehrt. Traurig.

You can’t control how they treat you, but you can sure as hell control if you accept it. – Charles Orlando

Loslassen. Gehen. Abschied nehmen. Trennen.

Das wird langsam verinnerlicht. Manchmal gelingt es schon. Auf jeden Fall gelingt es, wenn es gelingt, schneller und besser.
Die Frage bleibt, warum immer gerade die getreten wird, die den anderen versteht. Die nie mehr wollte als zu helfen. Deren Hilfe gerne angenommen wurde. Die den Menschen verstanden hat und so genommen, wie er war. Keine Änderung, keine Veränderung – Du bist gut so wie Du bist. Du bist besser als Du denkst.
Der kleine Motivationscoach, das Helfersyndrom, die Empathie – wird genommen, wenn sie gebraucht wird. Manchmal mehr als gesund ist, auch für den Anderen. Auf jeden Fall IMMER ohne Vorsicht, nein Rücksicht. Dass auch das Kraft kostet. Das es vielleicht ein Geschenk ist, aber eines, was sehr zerbrechlich ist. Und ja, es gibt einen Preis für Geschenke dieser Art. Erwartung, Hoffnung, Verletzbarkeit.

Bitterkeit macht sich breit.
Aber tretet nur und macht das kaputt, was mal wertvoll war.
Vielleicht nicht heute oder morgen, aber irgendwann wird dieser Mensch in den Gedanken auftauchen – und bleiben. Als Last der unveränderlichen Tatsachen der Vergangenheiten.

Nie wieder „je ne regret rien“. 

Da die schönen Erinnerungen ausgelöscht wurden, bleibt nur ein „Regret“.

Der Plan der am Boden Liegenden?

If someone won’t lift a finger to call you, see you or spend time with you…then it’s time for you to lift five fingers & wave good bye.

Vielleicht winken die fünf Finger, vielleicht steht dabei der Mittelfinger ein bißchen höher als alle anderen hervor.

Wer weiß das schon.

Los, Kleiner Spatz, sing für mich!

  
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One of the goals of Writing 101 is to tap into new and unexpected places for post ideas. Today, let’s look to Twitter for inspiration

Alle Zitate von DeepLifeQuotes

Ich habe mir hier exakt 10min Zeit gegeben und einfach losgeschrieben, Gedankendiarrhoe quasi 🙂

12 Gedanken zu “BU Tag 5 – Twitter Inspiration

  1. ach Lila—du sprichst mir aus dem Herzen! Ich versuche bei solchen Gedanken „Gedankenhygiene“ zu betreiben, damit nicht meine gesamte Energie von diesem negativen Gefühlsmorast aufgesaugt wird….nicht ganz einfach, vor allem wenn man diese OHNMACHT spürt, wenn der andere Mensch dich gar nicht mehr sieht, wahrnimmt,
    „Die Empörung, dass ein Leben ohne mich überhaupt MÖGLICH ist, abgesehen davon, dass es natürlich NICHT erstrebenswert ist, weil meine pure Anwesenheit jedes Menschenleben reicher und besser macht, füttert die Wut und den Ärger.“ jaja, das kenne ich auch sooo gut. Ich war schon immer der Meinung, wer nicht mit mir zusammen sein will, sollte in die Fremdenlegion eintreten, auf keinen Fall kann es möglich sein, dass ein Leben OHNE mich so gut ist wie mit mir 🙂
    Liebe Grüße in deinen Montag
    Ginger

      1. Naja …. Ich muss… Nein, ich möchte zwei Dinge lernen.

        1.) Winken, wenn es Zeit ist zu gehen, weil es sich nicht mehr gut anfühlt

        2.) Mir Menschen aussuchen (künftig), bei denen es nicht soweit kommt. Denen ich nicht winken werden muss. Weil es passen wird.

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