пятница

пятница

Endlich ist diese Woche zu Ende… puh…

Wäre es mir mit meiner Therapeutin besser gegangen? Ich weiss es nicht, ich bin stolz drauf, dass ich es auch so geschafft habe. Angewendet habe, was sie mir gesagt hat und nach Montag nur noch einen kleinen Holperer hatte, weil ich mich über Nicht-Melden und blöde Kommentatoren aufgeregt habe.
(Der Beitrag wird irgendwann auch wieder freigeschaltet, versprochen)

Heute morgen schleppte ich einen Kürbis zur Arbeit – denn bis morgen Abend muss ich den ausgehöhlt haben… Da ich nicht weiss, wie gut ich das kann, habe ich sicherheitshalber Notfall-Deko wie Gummischlangen und Skelette in klein gekauft, die klebe ich dann drüber.. Ausserdem bekommt der Kürbis passend zu meinem Kostüm einen kleinen Hexenhut auf 🙂
Das Kostüm passt noch, die 2. Beste kommt vielleicht mit auf die Party und so verschmelzen „normale“ Freunde und Spielhöllenfreunde so langsam 🙂

ABER das aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaallerbeste Ding überhaupt war gestern die Entdeckung und Ankündigung, dass Hollywood Undead auch ein paar Termine in DE haben. Weil mein Konzertglück mir hold ist, in meiner Heimat 🙂
Tickets sind gekauft – ick freu mir wie Bolle!!!

In meinen 40. reinfeiern werde ich mit diesen netten Herren und in Anbetracht der kommenden Laternenumzüge sehr passende Version 🙂

Eine Band, die ich nicht greifen kann ist K.I.Z. – unglaubliches Ohrwurm- und Beat-Potential, die Texte lassen mich manchmal unruhig auf meinem Stuhl hin- und herwackeln – Provokant – manchmal definitiv übers Ziel hinaus… Das neue Lied in einer sehr genialen Version

Wenn ihr morgen Party macht, SCREAM ON!
Wenn nicht – ein schönes Wochenende 🙂

Lila

Schnippsel

Schnippsel

15572_726198410818428_6086451359635581781_nMir liegt einiges im Magen oder quer oder auf der Seele – man möge sich die liebste Formulierung aussuchen.

Fake People zum Beispiel – ich MAG das nicht mehr… So anstrengend und SO unnötig… Verschwendung meiner Lebenszeit, Verschwendung des Sauerstoffes in meiner unmittelbaren Umgebung – geht bitte weg und nervt wen anderen.

Und sonst so?

Heute war das Aufstehen eher wieder so:

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Aufgrund des Rates meiner Therapeutin mache ich mir keinen Stress, wenn ich keine Termine habe. Und wenn das bedeutet, dass ich 1,5h im Bett liege (Halbwach-wach) und es einfach nicht raus schaffe – dann ist dem so.

Die bleiernde Müdigkeit hatte heute immerhin einen Grund:

15,5 Stunden liegen mir im Magen.

Die können verdammt lang sein.

Schonmal 15,5 Stunden auf eine Reaktion gewartet? Jupp. Was da alles im Kopf abgehen kann – GRANDIOS!

Ich war da schonmal viel schlechter drin, also noch schlechter als jetzt, aber auch schon mal viel besser. In Anbetracht von Montag fand/finde ich mich eigentlich richtig gut, aber dennoch – die Nacht war keine. Über was man sich alles streiten kann, was alles vermutet werden kann… Die ganzen Hypothesen und Überlegungen … Waaaaaaaaaaaaahnsinn!

Vielen Dank an die beteiligte Person 🙂

Dann habe ich dieses hier gefunden und finde da ein erst kürzliche geschehenes Negativ-Beispiel an Blog-Kommentar wieder:

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Dazu mal was Grundsätzliches:

Negative oder provokante Kommentare hatte ich wenig, aber die, die ich hatte, waren heftig. Die bezogen sich alle direkt auf mich – war ja mein Blog. Auf einem anderen Blog habe ich mich erst einmal mit jemand auseinandersetzn müssen, damals ging es um Rechtschreibung und die daraus folgende mangelnde Qualität von Beiträgen. Diesmal befand ich mich quasi selbst als eine der 4 fotografierten Personen im Fokus. Der Vergleich ist ein wenig abstrakt und ich möchte auch nicht so genau ins Detail gehen, aber doch mal meine 2 Cent zu Kommentaren über Kommentare anderer Blogger sagen:

Was ich an WP und dem Bloggyversum so schätze, ist die Tatsache, dass hier viel kommentiert und interagiert wird und meiner Erfahrung nach 99% positiv, freundlich und respektvoll. Ich habe es in meiner Zeit genau 2mal erlebt, dass ich jemanden ignorieren oder sperren musste, bzw. mich in einer „unter-der-Gürtellinien“-Diskussion wiederfand und darüber bin ich sehr froh.
Für mich ist die Kommentarfunktion und die damit verbundenen Kommentatoren ein absoluter Gewinn, ohne wäre das Bloggen (wahrscheinlich) viel weniger intensiv oder interessant. Ich schätze einfach die soziale Interaktion und nehme die nicht als selbstverständlich hin. Im Gegenteil: Jeder Kommentar ist ein kleines Geschenk. Wenn ich könnte, würde ich jedem Kommentator den roten lila Teppich ausrollen 🙂

Was ich nicht schätze, sind Kommentatoren, die sich über andere Kommentare und deren Verfasser lustig machen oder mockieren, selbst aber nichts zu sagen haben.

Nun ist mir das passiert, ich wurde „mockiert“ und ich finde das nicht so prall.

Da fällt mir sofort das Zitat ein: Wenn Du nichts Nettes zu sagen hast, einfach mal die Klappe halten.

Denn auch über (meine) scheinbar locker geäußerte Aufmunterungsplatitüde, die die Erwartungshaltung dieses Nörglers scheinbar voll getroffen haben, denke ich nach. Überlege mir, ob der Autor des Beitrages dafür empfänglich ist. Es gibt auch genügend Blogs, wo ich stiller Leser bin, weil ich entweder nicht wirklich etwas Konstruktives/Nettes zu sagen habe, mich im Thema nicht auskenne oder den Blogger nicht einschätzen kann. Und ja, manchmal schreibe ich auch „nur“ ein – „GRANDIOS“. Oder „Viel Glück“. Oder „Drück‘ Dich“ – Aber eben auch darüber denke ich nach.

Denn so anonym wie hier alles anmutet, ist es eben nicht. Ich vermute, die meisten Blogger verwenden Zeit, Seele und mitunter Herzblut für und in ihren Artikel.

Genauso möchte ich das bei Kommentaren glauben, keiner schnoddert einfach so was in ein anderes Blog – nur weil er’s kann.

Wenn ich nun mitbekomme, dass jemand „provoziert“, wie in dem Spruch da oben, und das auch noch mit Zwinker-Zwinker-Smiley versieht, selbst aber nichts zu sagen hat, dann bleibt mir da einfach der Mund offen stehen und ich frage mich, was diese Menschen hier machen.

Wie man sich in sozialen Netzwerken verhalten möchte, das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe mich dafür entschieden WP und das Bloggyversum eben als soziales Netzwerk zu verstehen und daher gelten dort die gleichen Regeln, wie in meinen anderen sozialen Netzen.

Soviel mal als Allgemein-Gültiges.

Zu dem speziellen Kommentator: Tja, ne….? Fällt mir nix mehr zu ein. Interaktion wünschen und dann Interaktion im Keim ersticken – ob das clever ist?

Vorschlag? Nicht auf andere – interaktive – Blogger runtergucken und lustig machen. Wenn man nix nettes oder konstruktives zu sagen hat, einfach die Klappe halten. Und einfach mal überlegen, dass hinter jeder Tippselei ein Mensch steckt. Dann klappt das vielleicht mit dem SOZIAL Part in den Netzwerken… 🙂

So, Seele, Leber, Magen ist leichter – sitzt nicht mehr quer… Rant over – Danke für die Aufmerksamkeit 🙂

P.S.: Wenn sich jemand angesprochen fühlt, ich diskutiere das gerne aus – interaktiv und so… 🙂

Sprechstunde

Sprechstunde

hilfe mein mann steht total auf latex er zieht selbst gern korsett und hheels an

Ja und? 🙂
Im Ernst: Ich habe keine genauen Statistiken zur Hand und ich kann mich da auch nur auf mein Bauchgefühl verlassen, aber ich würde sagen, dass die meisten Menschen irgendwelche sexuellen Phantasien haben.
Für den einen reicht schon der Seidenschal und die Feder (übrigens sehr unterschätzt von Doms, kann nämlich voll fies sein) und der andere braucht schon offene Wunden, tagelange blaue Flecken oder wochenlanges Keuschhalten.

Ich kann sehr gut nachvollziehen, dass frau erstmal vor dem Gedanken wegrennt, dass der eigene Partner (Meistens ja Mann) gerne Latex anzieht und dann auch noch Korsett und Heels. „Nicht sehr männlich“ möchte man da gerne denken.
Ein Zeichen der Schwäche.

Wirklich?

Sehe ich gar nicht so. Wieviel Überwindung und Mut muss es den Mann gekostet haben, seiner Frau so etwas zu sagen – danach zu fragen – darüber zu reden. Mitnichten also ein Zeichen von Schwäche.

Natürlich ist es gestattet, den Fetisch nicht zu teilen. Noch nicht mal annähernd erotisch zu finden. Das ist dann aber eine andere Unterhaltung, die es zu führen gilt.

Aber um Hilfe schreien, weil der eigene Mann auf Latex, Korsetts und HighHeels steht? Es gibt Schlimmeres 🙂

Vielleicht entdeckt frau bei der Beschäftigung mit dem Thema ja auch die ein oder andere sexuelle Nuance für sich selbst… Einfach gemeinsam entdecken, wenn möglich. Oder Wege finden, wie das Ausleben von statten gehen kann, wenn dies nicht möglich ist 🙂
Definitiv aber darüber sprechen. Und dran denken: Den anderen zu bitten, Neigungen – Wünsche – Phantasien zu unterdrücken ist ungefähr genauso schlimm, wie gebeten werden, Dinge zu tun, die man nicht machen möchte.

(Disclaimer: In diesen theoretischen Ausführungen nehme ich ausdrücklich Dinge aus, die illegal sind, nicht im Einverständnis der beteiligten Parteien und die dauerhafte Schädigung von Körper und Geist beinhalten … puh 🙂 )

brustwarzen dokumentenklammer

Eine meiner liebsten Spielzeuge bei Männern … Hach.. Ich habe da ganz wunderbare Erinnerungen an Sessions, wo noch Tage später die subs jammerten und mit Unterhemd rumliefen, weil alles so sensibel war, dass ein Polohemd schon zu „hart“ war… 🙂
Für Anfänger finde ich sie ungeeignet und wenn ich nicht in Übung bin, ertrage ich die auch nicht und wenn nur ganz kurz – denn diese Viecher haben Kraft.
Bitte auch NICHT versuchen Dokumentenklammern ABZUZIEHEN. Das kann zu SEHR bösen Verletzungen kommen. Wie immer gilt: Gerne auch mal an sich selbst ausprobieren, bevor man es an jemand anderen anlegt.

tonaufnahmen orgasmus

Grade beim Fern- und Onlinespielen extrem wichtig und ein unheimlicher Antörn. Ja, Fotos und Videos sind ja auch ganz nett, aber für mich ist es das i-Tüpfelchen, wenn ich meinen sub auch noch hören darf. Und dann höre ich mir das immer und immer wieder an, besseres Kopfkino-Futter gibt es nicht 🙂

bewertung clover clamp brustwarze

Im Praxistext für mich die besten Nippelklemmen. Punkt.
Krokodilklemmen (Meist verstellbar) rutschen oft einfach nur ab.
Wäscheklammern sind teilweise gummiert, dann bitte Vorsicht beim Abzieh-Versuch. Holzwäscheklammern, die neu sind, haben ganz schön Biss 😉
Magnet-Klemmen: Hmm ja nun, da habe ich mein persönliches Spielefiasko mit H. erlebt und danach hatte ich sehr lange Blutergüsse. Wäre ich jetzt eher nicht so begeistert, wenn Dom die vor mich hinlegt.
Dokumentenklammern: Siehe oben

Clover Clamps sind sehr gut platzierbar und rutschen nicht. Sie können mit Gewichten ausgestattet werden und abgezogen werden. Das Schmerzlevel kann durch die Platzierung und die Menge an äh Fleisch, die eingeklemmt wird, variiert werden. Einsteiger-Clovers sind nicht teuer – also einfach mal ausprobieren.

geschichten kastrationen bei sadomaso spiele/gummiring kastration beim mann

Da steht R. ja drauf – also seinen Schwanz abzubinden/abbinden zu lassen, insofern kann ich da tatsächlich etwas zu sagen. Da ich das Gefühl nicht nachvollziehen kann (und nein, auch an den Brüsten nicht *g*), kann ich mir nur vorstellen, was da passiert. Ich bin da immer sehr vorsichtig mit umgegangen, dadurch, dass wir nur in der Distanz gespielt haben und ich nichts sehen und anfassen konnte, habe ich das immer in seine Hand gegeben, wie lange und wie fest er sich abbinden möchte. Ich bin da vielleicht Schisser, aber ich weiss auch da aus eigener Erfahrung, wie schrecklich es ist, wenn ein Körperteil eine Weile (Paar Wochen) taub bleiben. Bei mir war es die Hand, ich weiss nicht, wie es Männern geht, wenn es ihr Schwanz ist, der „taub“ ist 😉
Die Kastrationszangen, die man so als Laie erwerben kann, sind DEFINITIV NICHT dafür geeignet, damit an primären männlichen Geschlechtsteilen rumzuspielen. Wenn überhaupt eignet sich das nur für die Nippel oder wenn man Feinmotoriker ist für die Clitoris. Dann bitte immer ein Auge auf der Uhr und ab und an den Abgebundenen fragen, ob er „das“ noch spürt. Die Kastrationszangen mit Gummiringen funktionieren nämlich tatsächlich ganz gut, wenn man nicht aufpasst 🙂

Ansonsten würde ich tendenziell eher von Gummiringen abraten und zu Seilen raten. Einen angespannten Gummiring von einem prallen Schwanz abzubekommen… Hmm ja.. wie begeistert der bespielte Mann ist, wenn ich da mit der Nagelschere rumhantieren würde – ich weiss es nicht so wirklich 🙂
Das Seil mit dem richtigen (leicht lösbaren) Knoten hingegen, habe ich auch in Paniksituationen schnell gelöst.

Da ich mit der „Angst“ der Männer nicht spiele und mich nicht mit Kastrationsszenarien befasst habe, weiss ich nicht, ob es spezielles Spielzeug dafür gibt. Weiss da jemand was und hat Erfahrung mit sowas? Dann bitte vortreten und gerne PN an mich 🙂

https://lilasumpf.wordpress.com/tag/fetisch/

Lustigerweise führt das zu 3 Einträgen, die alle nicht über meine Fetische gehen. Spannend. Tatsächlich sollte ich meine Einträge mal wieder besser verschlagworten, danke lieber suchender Leser 🙂

Reaktionen

Reaktionen

Ach Ihr Lieben *seufz* Vielen lieben Dank für die zahlreichen Reaktionen gestern, das war wunderschön auch wenn das gar nicht die Absicht war. Gefreut hat es mich dennoch sehr und geholfen hat es auch.

Es wurden in den Kommentaren viele Dinge gesagt, die ich richtig und wichtig finde, so aber gar nicht hätte verbalisieren können.

Ich möchte das gerne aufgreifen, weil ich denke, dass das vielen „Normalos“ nicht so bewusst ist.

„Ziemlich katastrophal, zumal ich den Eindruck hatte, bei Außenstehenden immer als Hypochonder dazustehen. Was die Situation nicht direkt entspannen konnte.“

Ein sehr wichtiger Punkt. Ich erfinde immer „Krankheiten“, wenn ich diese Ausfälle habe. Denn ich kann nicht in der Firma anrufen und sagen, warum ich wirklich nicht aus dem Bett komme. Meine Chefin weiss Bescheid, aber für die anderen sind es erfundene Beschwerden. Meinen Freunden davon erzählen, ja, das geht schon. Der innere Kreis weiß Bescheid – aber was sollen sie tun? Und kann wirklich jemand von außen verstehen, wie es innen aussieht. Wie soll jemand verstehen, dass es schwierig ist, den Müll rauszubringen? Das macht keinen Sinn und ist doch auch kein weiter Weg. Mir ist total bewusst, dass das für meine Freunde alles nicht einfach ist. Und die auch oft hilflos da stehen. Und ja, das tut mir echt leid. Aber ich kann es an manchen Tagen nicht ändern, so gerne ich das auch wollen würde. Aber es ist kein Verstecken oder Vorschieben oder Einbilden … das ist einfach wirklich so – es ist an manchen Tagen einfach ZU schwer aufzustehen. ZU schwer das Telefon zur Hand zu nehmen. ZU schwer duschen zu gehen oder sich was zu essen zu machen.

„ich frage mich, ob es der erste bewusste “absturz” ist, den du da beschreibst. und wenn nein, so stellt sich mir die frage, warum dich keiner darauf vorbereitet hat. solche löcher sind in deiner situation normal und einen schutz davor gibt es nicht wirklich. „

Nein, es nicht der erste bewusste Absturz. Davon gab es schon eine Handvoll. Aber es ist der Erste über den ich geschrieben habe. Gestern ist es einfach rausgesprudelt, ich habe den Text in einem runtergeschrieben. Ich wurde/werde oft gefragt, was das ausgelöst hat. Ich kann das meist nicht beantworten. Ich kann eine Ahnung haben, aber manchmal – ist es einfach so. Und ja, es gibt auch keinen Schutz davor. Es passiert einfach. Bis jetzt habe ich es immer geschafft, dass ein Tag gereicht hat, mich wieder aufzuraffen. Bei kleineres Löchern, in die ich falle, dauert es manchmal nur Stunden. Gewisse Dinge helfen mir, den Sturz zu vermeiden: Sport, Musik und tatsächlich Bloggen. Rauslassen, nicht einsperren. Das hilft.
Meine Therapeutin versucht mir immer die Angst zu nehmen, sie sagt mir durchaus, dass es total normal und verständlich ist, wenn ich in diese Löcher falle. Manchmal verarbeite ich einfach zuviel auf einmal. Und das kann man eben manchmal nicht dosieren oder lenken. Sie sagt auch, dass das immer wieder passieren wird – und die beste Reaktion ist: Sei nicht so streng mit Dir selbst. Habe nicht so hohe Ansprüche an Dich selbst. Du bist okay so wie Du bist.
Daran versuche ich im Loch sitzend zu denken.

„Wichtig ist jetzt, aus meiner ganz eigenen Erfahrung, nicht in Panik zu geraten! Das ist das Schlimmste, was du machen kannst – auch wenn es schwer ist, sie zu verhindern.
Wenn so ein Tag da ist, dann versuche ich, gut auf mich aufzupassen. Mache Dinge, die mir gut tun. Auch wenn es sich vielleicht komisch anfühlt, ich versuche solche Tage als Urlaubstage zu sehen. „

Das habe ich ach herausgefunden und meistens reicht der eine Tag. Der ist sehr seltsam und aufwühlend, vorallem weil ein schlechtes Gewissen vorherrscht. Ich fühle mich oft wie Blaumacher, Schummler, Schuleschwänzer… „Sowas macht man nicht“
Denn ich verbringe diese Tage tatsächlich in meinem Bett – Schlafend, Lesend, Serien guckend… Schlurfe mal in die Küche und mal auf die Toilette und gehe dann wieder in mein Nest.
Gegen nachmittag schaffe ich ein bißchen mehr – gehe vielleicht an den Briefkasten, mache mir ein Brot. Gestern war es schon dunkel, aber dann habe ich sogar 3 Dinge von meiner To-Do-Liste erledigt UND den Müll rausgebracht.

Ja, mit einer To-Do-Liste arbeite ich, auch mit einem Monatskalender sichtbar im Flur… Und ich baue mir „Frei-Zeit“ ein, bewusst. Weil ich in der Vergangenheit alles dafür getan habe, keine Frei-Zeit zu haben. Sondern immer was im Kalender stand – bloss kein Stillstand.

******
Ich antworte Euch noch individuell! Aber das waren Punkte, die mir wichtig waren.

Frau K. – Sie bekommen hier schon mal einen dicken fetten Knutscher.

Wirklich vielen Dank für die Kommentare und virtuellen Drücker.

Dumpfer Sumpf

Dumpfer Sumpf

Draussen ist der schönste Herbstag.

Ich sollte auf Arbeit sein, aber das Gedankenkarussell war in vollem Gange. Den ganzen Sonntag und die ganze Nacht. Natürliche Schlafhilfen sind meist wirkungslos. Chemie möchte ich nicht einsetzen.
WENN ich dann schlafe, dann weckt mich kein Wecker, nichts hilft da.

Und dann kommen die Schmerzen im ganzen Körper – vom Unfall, vom Weinen, vom Schlafmangel, vom Verkrampfen – weil das niemals ein entspannter Schlaf sein kann … Wenn man innere Kriege und Kämpfe ausficht, sich selbst besonders seinen Kopf zum Schweigen bringen möchte.

Wenn es soviel zu anderen zu sagen gäbe und man sprachlos ist, weil man weiss – der andere will und kann es einfach nicht mehr hören. Man schreien möchte und keine Stimme hat.

Wenn die Aufgaben und Erwartungen von anderen, aber besonders von einem selbst, so übermächtig sind. Einen Karton in den Keller tragen 4 Monate, 3 Tage und 2 Stunden gedauert hat. Die ganze Zeit eine Anklage, ein Hinweis auf das eigene Versagen – „nicht mal DAS schaffst Du“. Für morgen vornehmen, dass der zweite Karton schneller geht. Wissen, dass man es nicht schaffen wird. Weil es schon JETZT unüberwindbar ist.

Wenn man zum Erbsenzähler wird und Zwangsverhalten an die Oberfläche kommen, die man so nie vermutet hat und wo man nicht mehr die Kraft hat, diese Instinkte und Rituale zu unterdrücken.

Wenn man die Lösungen sieht und nicht verstehen kann, dass andere diese nicht auch sehen. Man sich schämt, darum zu bitten, dass sie gesehen werden, dass man verstanden wird. Rücksicht genommen wird, nicht neuer Stress oben drauf gepackt wird.

Wenn man so geworden ist, wie man NIE sein wollte und man alles leichte und lockere verloren hat. Nicht mal sein Lachen findet sondern nur Tränen fallen.

Dann bleibt man einfach am besten im Bett.

F wie Fast-okay-Tag

F wie Fast-okay-Tag

Ich sagte heute zu meiner Therapeutin, dass ich mein Leben gerade „langweilig“ finde. Ich hatte die Tendenz immer den neusten Kick zu suchen – neue Leute, neues Hobby – möglichst ohne das Alte zu verlieren. Damit kam es unweigerlich irgendwann zum Overload. Das mache ich seit einer Weile nicht mehr, merke aber, dass der Drang durchaus da ist. Nun habe ich einen Freund, der genauso ist, wie ich war. Der sich für Wochen nicht meldet und dann aufpoppt. Und mit schlechtem Gewissen, dass ich sauer oder enttäuscht bin – bin ich tatsächlich nicht. Es ist mir auch nicht egal, was er macht oder treibt, wie es ihm geht, wenn er abtaucht, aber ich kümmer mich nicht mehr drum. Er wird aus meinen Kontakten in den Archiv-Stauts versetzt, damit ich nicht immer das Profilbild sehe und dann geht das auch ganz gut.

Netterweise wies meine Therapeutin mich darauf hin, dass mein Leben alles andere als langweilig sei, mit all den Dingen, die ich gerade verarbeite, lerne und zu ordnen versuche.
Nunja… 🙂

Janet Jackson kommt auf Tour und bringt ein neues Album raus.
Erst Reaktion „YEAH muss ich hin…“ … dann „Äh nein, das war keine gute Erfahrung damals….“

Das hier ist „Meine Janet“ (Ich kann diese vermaledeite Choreo immernoch *grins* grade probiert… hehe)

Ich trug die Jeans so, die Oberteile, ich tanz(t)e so… Die Show damals war super, eine Inszenierung… Leider auch die Interaktion mit dem Publikum… bei „Again“ musste sie das Singen unterbrechen, weil sie weinte.. und konnte leider erst weitersingen, als der Applaus SO groß war… und „My gooooood, that never happened before… thank you all soooo much I love you“

Näh, ich stand da und verschrenkte meine Arme und verweigerte mich diesem Affenzirkus… (in Folge übrigens auch bei Destiny’s Child, die mit dem Publikum „for the troops“ beteten oder „the lord prais“ten… echt nicht.) Da sind mir die Konzerte lieber, die dann ganz darauf verzichtet – aber mittlerweile schaue ich mir die im Fernsehen, auf DVD oder sonst wie an … Da kommt bei mir keine Stimmung auf. Schon gar nicht, wenn die günstigste Karte im Oberrang 110 Euro kostet…
Und ausser dem folgenden Lied auch nichts vom neuen Album meine Zehen wackeln lässt 🙂

Aber DAS lässt die Zehen wackeln und wie 🙂
Mit Missy!!! Yeah!!

Beim Suchen nach der MTV-Performance (mit der ich damals die Choreo vor dem TV geübt habe) musste ich so lachen, weil ich mittlerweile das Video schaue und die Machtspiel-Elemente in den Tanzfiguren sehe… Ich glaube nicht, dass ich damals bewusst über sowas nachgedacht habe 🙂

Vielen Dank der lieben Listenes/Maya – die hat nämlich meinen Wunsch erfüllt und ein Hand-Tutorial auf YouTube gestellt!! Yeaaaaaaaah!
Zumindest auf den ersten und zweiten Blick sehr einleuchtend – bin mal gespannt, wie ich das umsetzen kann, wenn meine Knubbelhände vor meinen Augen hin und her schwanken 🙂
Also, lieben Dank, dass Du das gemacht hast und was ein KRASSER Unterschied zwischen den 2 Jahren (Gesichts- und Handtutorial) liegt! Hammer 🙂

Also, Kinners, ab geht’s – Lasst die Zehen wackeln!

Schönes Wochenende,

Lila

P.S.: Hier wackelt nicht nur der lila Zeh 🙂

Lila features …. [2]

Lila features …. [2]

Es geht weiter, das nächste „Opfer“ hat sich gefunden und es wundert sich wahrscheinlich keiner, dass er hier auftaucht.

Lila features DasManuel.

Ich habe ihn hier schon oft gelobhudelt, vorgestellt, gefeatured. Zusammenarbeiten präsentiert und fungierte als „Rent-A-Motivator“-Stimme im Hintergrund Vordergrund.
Dieser Mann hat die typischen depressiv-selbstzerstörerischen Züge von Künstlern, zweifelt permanent an seinem Talent und der Qualität seiner Arbeit. Immer, wenn ich ihn treffe, schaue ich nach, ob noch beide Ohren dran sind oder ob er schon „auf-van-Gogh“ macht. 🙂

Schaue ich mir seine älteren Werke im Vergleich zu den heutigen Werken an (die von DasManuel *g*), muss ich sagen, dass ich hier manchmal die digitale Welt verfluche. Und ich von Glück sagen kann, dass ich ihn entdeckt habe, zu einer Zeit, wo nicht alles mit dem Tablet geschaffen wurde sondern auch durchaus, vermehrt sogar, zum Stift gegriffen hat. Das kann er so gut, dass seine Zeichnungen bei mir an der Wand hängen und im Geldbeutel stecken und mich dort erfreuen.

Genug gelobhudeleyt, ab in die Bilder:

A blog … in scribbles
the-dark-side-of-the-wood

Deine Motivation damals – Ich könnte den einleitenden Text kopieren, der ist aber auf englisch… Ich zeichne viel und dachte es wäre nett, einige der Scribbles in einer Gallerie zusammenzustellen.

Besonderheiten in der Ausführung – Viel Ge-Scanne und ich habe die Zeichnungen nachträglich eingefärbt (blau und rot, keine Ahnung, warum – vielleicht weil weiß, blau und rot meine Lieblingsfarben sind?)

Deine Sicht heute – Die selbe wie damals: Ich zeichne viel, aber nicht genug. Deshalb werde ich da auch nicht besser. Nochmal würde ich so einen Beitrag allerdings nicht veröffentlichen – wohl aber Konzept-Scribbles zu fertigen Werken (das habe ich seitdem wiederholt gemacht).

Ich weiß gar nicht genau, wo ich da anfangen soll. Also zum Einen ist es mit Stift gemalt und es ist ein Scribble. Ein scheinbar nebenbei entstandenes Sammelsurium, Doodles, Sketche… ABER ich finde, dass die gesammelten Werke ein deutliches Bild, eine Handschrift zeigen. Ob das die spitzen Hängebrüste sind, die Pickel auf dem Penis oder der Fokus auf HighHeels – man findet hier alles, was DasManuel auch später in anderen Zeichnungen verwendet hat.
Die Geschichte um die beiden Kinder (Hänsel und Gretel?) würde mich sehr interessieren, ebenso die Idee des Schlagringes.

Am meisten gefällt mir glaube ich an diesem Sammelsurium, dass ich mich damit beschäftigen kann und etwas bewundern kann, was ich selbst nicht vermag. Und dies mit einer scheinbaren Leichtigkeit aufs Papier gezaubert wurde. Es zeigt mir außerdem die breite des Portfolios – erotisch, witzig, süß, skurril, abstrakt, schockierend – da ist alles dabei.

Little Girl
Druck

Deine Motivation damals – Ehrlich gesagt… ich habe keine Ahnung (mehr), was mich zu diesem Bild motiviert hat. Dazu gibt es ja Fortsetzungen; da geht es dann um Selbstverstümmelung in abstrakter Form – das Mädchen scheint keinen Schmerz zu empfinden bzw. hat sogar Spaß daran. Hier, beim ersten Bild, drückt sie noch Erstaunen, Schmerz, Traurigkeit etc. aus. Möglicherweise wollte ich einfach nur schocken? Ich weiß es wirklich nicht mehr.

Besonderheiten in der Ausführung – Das Bild ist in weiten Teilen aus Detailfotos und Nachzeichnen dieser entstanden – so beispielsweise die Hände oder die Frisur des Mädchens.

Deine Sicht heute – Die Frau im Hintergrund würde ich heute anders ausführen. Schon als Silhouette, jedoch ‚kontextbezogener‘ (die war glaube ich auf einem Club-Flyer). Das Blut auf dem Rock ist zu wenig durchscheinend und sieht deshalb unecht aus. Rest ist okay, ich mag den Stoffhasen. 😉

Ich glaube, das ein späteres Bild der Reihe „Little Girl“ eines der ersten Bilder von DasManuel war, über das ich gestolpert bin. Ich fühle mich da sofort an HappyTreeFriends erinnert. Und die mag ich – sehr sogar. Genau mein Humor 🙂
Ich entdecke auf diesen Bildern immer was Neues – so auch heute – die Smiley-Haarspangen hatte ich vorher noch nicht so wahrgenommen … dass der popelnde Finger der Mittelfinger ist, dafür habe ich auch eine Weile gebraucht. Ob DasManuel immer so tiefgehend denkt, dass einen unerwiderte Liebe von innen heraus zerstören kann? Keine Ahnung. Aber ich kann es reininterpretieren. Ja, es mag ein wenig Psycho sein – aber sind wir nicht alle ein wenig Psycho.
Schön finde ich die gewollte oder auch ungewollte James-Bond-Logo-Anlehnung 🙂

Dominatrix
Domina 2

Deine Motivation damals – Ich scribbelte eine übertrieben füllige Frau (sie ist übrigens im Beitrag ‚A blog … in scribbles‘ zu finden) und wollte diese Übertreibung in ein entsprechendes Bild übertragen. Meine Vorliebe für High Heels erkennt man an der höheren Detailtreue beim Schuhwerk, die Frisur ist von Julija Timoschenko inspiriert; eine Frau mit sehr spezieller erotischer Ausstrahlung.

Besonderheiten in der Ausführung – Die Hände der männlichen Figur sind aus einem Lustigen Taschenbuch, von einem gefangenen Panzerknacker. 😉 Wie auch bei ‚Little Girl‘ verwende ich hier wenig Farbe und arbeite mit starken Kontrasten (bei ‚Little Girl‘ – vor allem den ‚Fortsetzungen‘ – allerdings besser umgesetzt). Die Variante mit dunklem Hintergrund ist am Ende und spontan entstanden. Diesbezüglich habe ich ein wenig mit den Möglichkeiten des Blog experimentiert (das sind zwei Bilder, die klickbar sind).

Deine Sicht heute – Den Mann würde ich weglassen und die Domina würde direkt den Betrachter anblicken. Die Hautschattierungen wären überzeugender – oder würden fehlen. Der Ohrring sieht irgendwie seltsam aus. Wahrscheinlich würde ich das Monokel ebenfalls entfernen (Sekretärinenbrille statt dessen) und die Brustwarzen piercen. 😛

Jetzt wird’s persönlich. Ich glaube, dass dieses Bild der Anfang der Gedankenkette war, die es mir erlaubt hat, überhaupt über den Gedanken nachzudenken, ob ich dominant sein wollen würde und könnte. Mir gefiel zwar einiges NICHT an dem Bild (Die Brüste, ehrlich jetzt? 😉 ) aber die Grundsituation machte mich an. Und damit war der Gedankenfluß im …äh… Fluß. Wir kannten uns damals nicht aber ich musste immer schmunzeln, weil die Figur meiner jetzt nicht SO unähnlich ist (ich habe definitiv schönere Brüste und keine roten Brustwarzen!). Der Sklave gefällt mir gut, weil es genau die Art Demütigung ist, die ich ausüben wollen würde.
Ich mag hier auch das Spiel mit den Schatten – Domina hat einen weissen Schatten, Sklave einen schwarzen. Vielleicht ein wenig angelehnt an Paula Abdul’s Straight Up-Video?
Erst durch DasManuels Antworten habe ich heute entdeckt, dass das Monokel an der Brustwarze festgemacht ist.
Ich möchte noch auf die Füsse des Sklaven hinweisen – ich übe das ja grade selbst und dieser Fuß – ist toll in seiner Proportion und „Einfachheit“.

Love. Suicide. The Gilded Palace of Sin. A Masochistic Novel Graphic.
inhalt_manuel

Deine Motivation damals – Ich wollte eine Geschichte über ein SM-Arrangement schreiben, ohne die – in meinen Augen schreckliche – ‚Fifty Shades‘-Verklärung, die man oft in diesem Zusammenhang vorgeführt bekommt. Ja, ich weiß, Fifty Shades of Grey gab es damals noch nicht (oder zumindest hatte ich noch nichts davon gehört) – ich meine die romantische Verklärung einer an sich eher brutaldirekten Situation. In der Erzählung sind persönliche Vorlieben bzw. Fantasien eines sadomasochistischen Verhältnisses verarbeitet.

Besonderheiten in der Ausführung – Ich habe das als Novel Graphic tituliert und auch entsprechend angelegt – als 5 kapitelbezogene Bild-Panels, die die Textaussage verstärken (sollen, hoffentlich). Der Text selbst ist auch mehr als nur Buchstaben, er visualisiert sich in Teilen selbst. In den Kapiteltiteln spiegelt sich meine Vorliebe für Musik wieder – sie sind nach dem jeweils gleichen Schema mit kapitelbezogenen Lied- und Albumtiteln angelegt.

Deine Sicht heute – Die meisten graphischen Elemente erscheinen mir jetzt zu plump. Auf die Überblendung in Kapitel 01 bin ich aber immer noch stolz, die sieht echt echt aus. Den Anfang von Kapitel 03 finde ich furchtbar – weiß allerdings immer noch nicht, wie ich die Situation mit ‚besseren‘ Worten beschreiben sollte.

Ein wenig geschummelt, weil es AUCH Text enthält – aber dennoch lesens- und guckenswert. Ich bin mir nicht sicher wann, aber relativ am Anfang schickte mir DasManuel den Link hierzu und ähnlich wie bei der „Dominatrix“ war damals überhaupt nichts in mir, was mich auf die Idee hätte bringen können, Switcher zu sein. Ich fand die Vorstellung tatsächlich eine Weile „ekelig“ und stellte mir immer wieder die Frage, wie ich jemanden respektieren sollte, der sich vor mir in den Staub wirft. Bis ich mal darüber nachgedacht habe, dass ich mich ja auch in den Staub werfe UND respektiert werden möchte.
Ich las also die Graphic Novel und hatte erstmal gar keinen Sinn für das Design – es störte mich regelrecht. Der Fokus war, dass ich den Inhalt aufsaugen und die Gefühle diesbezüglich sortieren wollte.
Heute, mit etwas Abstand, verstehe ich teilweise die Elemente erst so richtig (und ob ich sie richtig interpretiert habe, bleibt dann nochmal dahin gestellt).
Ich finde schon, dass es eher ein Werk für härter besaitete Menschen ist und auch nicht immer einfach. Aber es bringt einem den Menschen dahinter näher und gibt einen, sonst relativ seltenen, Einblick in die gespaltene Seele eines subs. Männliche subs haben es meines Erachtens überproportional schwerer – ihre Rolle zu akzeptieren, diese dann auch zu leben und sich dafür nicht zu schämen. Und es verschönt nichts. Diese Art von Sex kann dreckig sein, widerwärtig und abstossend anmuten… Aber – es ist für mich auch immer ein Plädoyer gewesen, dass alles möglich ist. Ich zitiere H. ungern aber mit dem Satz hat er was Wahres gesagt: Es ist erst dann pervers, wenn Du niemanden mehr findest, der es mit Dir macht.
(Disclaimer: In SSC oder RACK … oder mit der bewussten, aufgeklärten Einwilligung des Anderen)

Kurz: Ich lese und betrachte das immer mal wieder und sogar gerne.

J.

Deine Motivation damals – Bei einem Sonntagsspaziergang begegnete ich einer schüchternen jungen Frau mit einer schrecklichen Entstellung im Gesicht (hervorgerufen durch Akne, eine Allergie o.ä.). Ich fragte mich, inwiefern eine solche Entstellung in jungen Jahren Einfluss auf die Verhaltensweise, das Leben, der jungen Frau haben kann – ob sie jemand lieben könnte bzw. was sie für das Gefühl von Zuneigung zu tun bereit wäre bzw. was passiert, wenn eine solche Person ‚an den Falschen‘ gerät.

Besonderheiten in der Ausführung – Zu diesem Zeitpunkt las ich einen Roman von Haruki Murakami – 1Q84 – und war zutiefst beeindruckt von der Klarheit und Präzision seiner Romansprache. Diese Klarheit und Präzision wollte ich nutzen, um die Kurzgeschichte passend zum Thema bewusst kühl und menschenfeindlich erscheinen zu lassen.

Deine Sicht heute – Experiment gelungen. Ich bin mit dem Ergebnis sehr ‚zufrieden‘ und habe erreicht, was ich wollte. Zudem gefällt mir der ‚Story Twist‘ am Ende gut. Seit Veröffentlichung habe ich noch einige Details verändert – in Formulierung und Satzbau.

Zweite Schummelei – auch ein Text, aber einer der mich nachhaltig durchgerüttelt hat. Und wie ich finde, eines der besten „literarischen“ Werke von DasManuel.
Das Faszinierende daran ist, dass ich nichts von dem Wahrnehme, was DasManuel erreichen wollte – so lese ich einfach nicht. Ich achte nicht bzw. wenig auf die Sprache – zumindest dann nicht, wenn der Inhalt mich packt. Diese Geschichte konnte ich kaum lesen, weil mir sich permanent der Magen umdrehte bzw. ich losheulen wollte. Die Situation ist mir nicht unbekannt und das schwarz auf Bildschirmweiss zu lesen – das war nicht einfach. Aber so soll es sein. Wenn mich nichts mehr berührt, habe ich was falsch gemacht und auch die Kreativen, mit denen ich mich umgebe und von denen ich mich füttern lasse.

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Vielen Dank an DasManuel fürs Zeit-Nehmen und Mitmachen.

Teil 1 mit Listenes gibt es hier.

Doodle

Doodle

Soooooooo kein Kunstwerk, aaaaaaaber beim Telefonieren entstanden und in Reminis-dingsbums an meine Mama, die hat nämlich „damals“, als mein Bruder und ich noch seeehr klein waren, immer Familien-News per gelben (BAH!) Papier in die Welt geschickt und darauf waren wir immer in irgendeiner Form abgebildet.

Meistens SO (in unterschiedlichen Altersvarianten versteht sich):

  

Danke an Jules, der die Aktion ins Leben gerufen hat und sorry, wenn die Kontraste doof sind… ich wollte nicht gleich mit Edding doodlen 🙂

Weitere Doodles findet man hier.

Ausgebrannt

Ausgebrannt

Puh, ich hätte es wissen können, aber ich hätte dennoch auf nichts verzichtet.
Immerhin bin ich mittlerweile klug genug, mir Freizeit einzuplanen, wenn ich schon so ein Marathon-Wochenende plane 🙂

Donnerstag bereits freigehabt, morgens das „All Clear“ vom Hautarzt bekommen. Ein weiterer Sommer in der Sonne ohne Hautkrebs-Veränderungen. Puh.

Wenn ich mir nicht kleine Aufgaben stelle, die ich erledigen möchte, komme ich zu nichts. Denn jeder Handgriff bedeutet einen minutenlangen Kampf mit mir selbst.
Für heute stand auf dem Plan ein neues Kuchenrezept auszuprobieren. Habe ich gemacht und semi-erfolgreich ausgeführt. Etwas mehr Backzeit – der Stäbchentest zeigte „hol mich hier raus“ aber durch die Kombi von Rührteig und Käsekuchen (klingt komisch, schmeckt fantastisch) war Stäbchentest hier irgendwie … falsch… 🙂

Dann schon wie erwähnt zu Fall Out Boy – dieses Gefühl, wenn die Musik durch alle Poren des Körpers schiesst und man für 2 Stunden die Welt um sich rum vergisst.
Musik ist meine Droge – mehr brauche ich nicht.

 

Luftballons in Luftballons. Fantastische Optik, die auf dem Foto nur ansatzweise rüberkommt.

Freitag war Regeneration angesagt und abends ein Besuch der Spielehölle. Das ist in letzter Zeit eigentlich kein Quell der Freude und genaueres dazu ist nicht spruchreif, aber letzten Freitag war es ganz ok und emotional entspannt.

Samstags ging es dann nach Stuttgart zu Imagine Dragons.
Die hatte ich schon in Berlin Open Air in der Zitadelle gesehen, damals war es ein YEAH für die Location und ein Ganz-Nett für die Band.
Dennoch sind viele Lieder der Band gespickt mit tollen Texten und einer für mich mitreissenden Musik – ein wenig schräg und doch oft erst auf den zweiten Hinhörer ins Ohr gehend.
In der Porsche Arena in Stuttgart war ich noch nie und musste sehr lachen, als ich da reinkam – Deutsche Ordentlichkeit und Disziplin herrschte da!
Es gab keine Absperrung, aber alle hielten sich auf dem Mehrzweckboden in der Mitte auf, keiner versuchte sich auf oder neben die Linie zu stellen. Sehr brav 🙂 (Ich hatte natürlich meinen Fuss ab und an mal NEBEN der Linie, aus Prinzip!)
Diesmal war die Location ein „Sehr gut“ und die Band ein absolutes YEAH!
Die Akkustik war um LÄNGEN besser, die Stimmung mitreissend und ich kann mich wirklich nicht erinnern,wann ich das letzte Mal 100 Minuten durchgetanzt, gesprungen und gesungen habe… Weil selbst die Lieder, die ich sonst so meeeeeeeeeh finde, live viel besser ankamen. W-A-H-N-S-I-N-N!
Selbst die Vorgruppe fand meine Zustimmung und das will was heissen.

UND: ich musste Momente festhalten. Mache ich sonst nicht, weil mich das total nervt, wenn ich in ein Meer von Handydisplays gucke. (Das Foto oben von FOB hat meine Freundin gemacht 🙂 )
Aber diesmal wollte ich was für mich!

  
   
Herbstblätterregen als Zugabe… Uiuiuiuiiii! Glitzer und Schneeflocken kann ja jeder! 🙂

Und sogar ein Video – es hört abrupt auf, weil mir die Tränen liefen und ich mitsingen musste (und nein, das wollte ich nicht aufnehmen) – ausserdem wollte ich mich dem Lied hingeben… Das habe ich gemacht. Dieses Lied hat immer noch soviele Erinnerungen an H. und mittlerweile auch an andere Personen. Ich glaube manchmal, dass ich gestraft und gesegnet zugleich bin, weil ich hinter die Fassaden schauen kann. „Demons“ drückt aber zugleich auch aus, wie ich mich oft fühle. Als Gefahr und Belastung für andere. Als einziger Hilfeschrei, den keiner hört.

When the days are cold
And the cards all fold
And the saints we see
Are all made of gold

When your dreams all fail
And the ones we hail
Are the worst of all
And the blood’s run stale

I want to hide the truth
I want to shelter you
But with the beast inside
There’s nowhere we can hide

No matter what we breed
We still are made of greed
This is my kingdom come
This is my kingdom come

When you feel my heat
Look into my eyes
It’s where my demons hide
It’s where my demons hide
Don’t get too close
It’s dark inside

It’s where my demons hide
It’s where my demons hide

When the curtain’s call
Is the last of all
When the lights fade out
All the sinners crawl

So they dug your grave
And the masquerade
Will come calling out
At the mess you made

Don’t want to let you down
But I am hell bound
Though this is all for you
Don’t want to hide the truth

[…]

They say it’s what you make
I say it’s up to fate
It’s woven in my soul
I need to let you go

Your eyes, they shine so bright
I want to save their light
I can’t escape this now
Unless you show me how

[…]
It’s where my demons hide.

Hier geht es zu einer tollen Version!

Diese paar Tage fordern ihren Tribut… Es schmerzt so ziemlich alles und ich bin schlapp. Aber glücklich.

Und darauf kommt es am Ende doch an? 🙂