Sprachloser Freitag, der Zweite

Sprachloser Freitag, der Zweite

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Happy anniversary, Doppel-D

Ich bemerke Veränderungen, Verbesserungen.
Es gibt gute Tage aber noch viel zu viele schlechte Tage. Wo die Bettdecke bleischwer und gleichzeitig verlockend ist.
Wo ich das Gefühl habe zu ertrinken, die Orientierung zu verlieren und keine Luft zu bekommen. Vorallem einsam zu sein. Verlassen, dunkel, kalt ist meine Welt an diesen Tagen.

Ich kann mich abhärten gegen die innere Kälte und meine Umwelt mit einem falschen Lächeln in Sicherheit wiegen.
Oder ich kann dem Drang nachgeben aufzugeben.

Meistens überwiegt der Selbsterhaltungstrieb.

Immer, wenn ich denke, dass ich Fortschritte mache – belehrt mich das Leben eines Besseren.

So auch letzten Freitag. Es ist die gleiche Situation wie im Sommer gewesen. Das Verhalten der anderen verletzt mich bis zur Sprachlosigkeit. Schnürt mir die Kehle zu und treibt die Tränen in die Augen.
Ablehnung – Ablehnung – Ablehnung. Ich werde abgeschoben, man möchte sich damit, mit mir, nicht mehr abgeben, sollen doch die anderen sich damit rumschlagen.

Als ich den Mut aufbringe, auf diesen Miss-Stand hinzuweisen, werde ich beschuldigt und angeklagt.

Wozu, frage ich mich da.

Wozu überhaupt noch aufstehen. Wozu ein Gesicht aufschminken, dessen Mascara den ganzen Tag runterläuft (jaja, wasserfest – i know).

Wozu … es ist egal, wieviel ich erkläre, wie sehr ich an mir arbeite oder mich bemühe.

Es macht keinen Unterschied.

————-

Heute gibt es kein Lied. Es gibt (Gottseidank) nichts in meiner Playlist, das diese Stimmung widerspiegelt.

Euch ein schönes, buntes Herbstwochenende….

Lila

6 Gedanken zu “Sprachloser Freitag, der Zweite

  1. Oh je, beim letzten Eintrag noch das Gefühl gehabt, dass die Leichtigkeit zurück wäre und jetzt wieder ein Rückschlag. Nichtsdestotrotz habe ich den Eindruck, dass die positiven Tage die negativen überwiegen.

    1. Zu akzeptieren, dass diese Phase eine Wellenbewegung hat, ist nicht so leicht. Aber leichter, seit ich es akzeptiert habe.
      Und immerhin brauche ich jetzt „nur“ noch eine Woche Verarbeitungszeit und fälle schneller Entscheidungen.
      Insofern: Ja, positive überwiegen und Fortschritte sind da.

      Die negativen Tage sind halt echt kleine Arschlöcher, die aus dem Hinterhalt rauskriechen und man oft nicht merkt, dass sie schon da sind…

      Fiese kleine Dinger.

  2. kannst du für dich unter ablehnung, akzeptanz und dazugehörigkeit objektiv unterscheiden? jeder hat zu seinem gegenüber eine subjektive Einstellung, wie auch zum eigenem empfinden. stelle dir die frage, ob eine ablehnung begründet ist. ist ein dazugehören vielleicht nur akzeptanz? ist das gefühl, der wunsch, dazuzugehören nur in der eigenen person vorhanden und nicht dem gegenüber?

    vielleicht solltest du darüber nicht so viel nachdenken. jeder von uns hat mehr oder weniger viele arschlöcher, die hinterrücks von hinten anschleichen und uns vereinnahmen wollen. aber hey, da gibt es doch wohl nur eine öffnung in uns. und da kommt gewöhnlich nicht rein, sondern eher etwas raus.

    und noch etwas zu anklage und verteidigung:
    verteidigen im sinne vor rechtfertigen muss sich nur der, der unrecht getan hat. „warum hast du dies und das, bla blub….?“
    du musst dich nicht verteidigen und verteidigen und kannst gelassen antworten: „weil ich es kann!“
    in vielen situationen braucht es nur diese vier worte.

  3. Die Frage, die ich mir stelle – ich habe aber nur diesen Eintrag gelesen – was dich so verletzlich gemacht hat. Du scheinst sehr durchlässig geworden zu sein und entsprechend intensiv sind deine Empfindungen. Das deutet auf eine Lebenskrise hin

    Sinngemäß ein Zitat: „Nicht was du erlebst, sondern was bei bei dem Erlebten empfindest, beeinflusst dein Leben“

    Manche Menschen spüren sich besonders stark, wenn sie leiden. Entsprechend organisiert der Mensch sich das Leben so, dass es zum Leid führen ann. Man sucht sich z.B. immer wieder den selben Typ Mann, oder oder oder.

    Damit möchte dir nicht unterstellen, sondern dich nur zu einer Hinterfragung anregen.

    Aber grundsätzlich kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen, dass – ich steckte ähnlich wie du in einer (schweren) Krise .- nicht die anderen Schuld, waren, sondern meine innere Reaktion auf die anderen.

    Zurückweisung ist immer verletzlich. Aber auch dafür kann es einen .Grund geben, warum Menschen auf Distanz zu einem gehen. Dein Eintrag klingt nach Schwermut und das strahlt man als Mensch dann unbewusst aus.

    Du schreibst, du bist um die 40 Jahre . In dieser Zeit verändert man sich als Mensch auch innerlich dass kann zu Krisen führen. Das ist ein menschlicher Prozess, der auch wichtig ist. Jetzt komme ich noch mal mit einem lockeren Spruch daher. Er stammt aus einer Zeit, als die Welt über mir zusammenbrach. Von heute auf morgen war nichts mehr so, wie es gestern war – äußerlich wie innerlich.. Damals schnappte ich einem Satz aus dem Radio auf, es ging um Lebensfragen „Krisen sind wie Leuchttürme“ und waren in der Zeit der Orientierungslosigkeit sehr wichtig. Ich begriff sofort, dass ich nach meinem „Leuchtturm“ Ausschau halten musste.

    Für mich war damals dieser Satz eine Offenbarung und dieser hilft mir auch noch heute in schwierigen Lebenssituationen.

    Wenn Menschen auf Distanz zu dir gehen, würde ich es an deiner Stelle für mich wie folgt interpretieren. Das Leben will, dass ich für eine längere Zeit allein bin, damit ich mich der Einsamkeit aussetze – das kann körperliche Schmerzen verursachen – um sie spüren, zu ertragen und zu akzeptieren. Das ist für die Zukunft sehr wichtig, denn irgendwann steht jeder Mensch allein da und wird einsam sein. Darauf sollte man vorbereitet sein. :

    Ich drücke dir meine Daumen

    Vielleicht konnte ich dir die eine oder andere Anregung geben. 😉

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