Schnippsel

Schnippsel

15572_726198410818428_6086451359635581781_nMir liegt einiges im Magen oder quer oder auf der Seele – man möge sich die liebste Formulierung aussuchen.

Fake People zum Beispiel – ich MAG das nicht mehr… So anstrengend und SO unnötig… Verschwendung meiner Lebenszeit, Verschwendung des Sauerstoffes in meiner unmittelbaren Umgebung – geht bitte weg und nervt wen anderen.

Und sonst so?

Heute war das Aufstehen eher wieder so:

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Aufgrund des Rates meiner Therapeutin mache ich mir keinen Stress, wenn ich keine Termine habe. Und wenn das bedeutet, dass ich 1,5h im Bett liege (Halbwach-wach) und es einfach nicht raus schaffe – dann ist dem so.

Die bleiernde Müdigkeit hatte heute immerhin einen Grund:

15,5 Stunden liegen mir im Magen.

Die können verdammt lang sein.

Schonmal 15,5 Stunden auf eine Reaktion gewartet? Jupp. Was da alles im Kopf abgehen kann – GRANDIOS!

Ich war da schonmal viel schlechter drin, also noch schlechter als jetzt, aber auch schon mal viel besser. In Anbetracht von Montag fand/finde ich mich eigentlich richtig gut, aber dennoch – die Nacht war keine. Über was man sich alles streiten kann, was alles vermutet werden kann… Die ganzen Hypothesen und Überlegungen … Waaaaaaaaaaaaahnsinn!

Vielen Dank an die beteiligte Person 🙂

Dann habe ich dieses hier gefunden und finde da ein erst kürzliche geschehenes Negativ-Beispiel an Blog-Kommentar wieder:

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Dazu mal was Grundsätzliches:

Negative oder provokante Kommentare hatte ich wenig, aber die, die ich hatte, waren heftig. Die bezogen sich alle direkt auf mich – war ja mein Blog. Auf einem anderen Blog habe ich mich erst einmal mit jemand auseinandersetzn müssen, damals ging es um Rechtschreibung und die daraus folgende mangelnde Qualität von Beiträgen. Diesmal befand ich mich quasi selbst als eine der 4 fotografierten Personen im Fokus. Der Vergleich ist ein wenig abstrakt und ich möchte auch nicht so genau ins Detail gehen, aber doch mal meine 2 Cent zu Kommentaren über Kommentare anderer Blogger sagen:

Was ich an WP und dem Bloggyversum so schätze, ist die Tatsache, dass hier viel kommentiert und interagiert wird und meiner Erfahrung nach 99% positiv, freundlich und respektvoll. Ich habe es in meiner Zeit genau 2mal erlebt, dass ich jemanden ignorieren oder sperren musste, bzw. mich in einer „unter-der-Gürtellinien“-Diskussion wiederfand und darüber bin ich sehr froh.
Für mich ist die Kommentarfunktion und die damit verbundenen Kommentatoren ein absoluter Gewinn, ohne wäre das Bloggen (wahrscheinlich) viel weniger intensiv oder interessant. Ich schätze einfach die soziale Interaktion und nehme die nicht als selbstverständlich hin. Im Gegenteil: Jeder Kommentar ist ein kleines Geschenk. Wenn ich könnte, würde ich jedem Kommentator den roten lila Teppich ausrollen 🙂

Was ich nicht schätze, sind Kommentatoren, die sich über andere Kommentare und deren Verfasser lustig machen oder mockieren, selbst aber nichts zu sagen haben.

Nun ist mir das passiert, ich wurde „mockiert“ und ich finde das nicht so prall.

Da fällt mir sofort das Zitat ein: Wenn Du nichts Nettes zu sagen hast, einfach mal die Klappe halten.

Denn auch über (meine) scheinbar locker geäußerte Aufmunterungsplatitüde, die die Erwartungshaltung dieses Nörglers scheinbar voll getroffen haben, denke ich nach. Überlege mir, ob der Autor des Beitrages dafür empfänglich ist. Es gibt auch genügend Blogs, wo ich stiller Leser bin, weil ich entweder nicht wirklich etwas Konstruktives/Nettes zu sagen habe, mich im Thema nicht auskenne oder den Blogger nicht einschätzen kann. Und ja, manchmal schreibe ich auch „nur“ ein – „GRANDIOS“. Oder „Viel Glück“. Oder „Drück‘ Dich“ – Aber eben auch darüber denke ich nach.

Denn so anonym wie hier alles anmutet, ist es eben nicht. Ich vermute, die meisten Blogger verwenden Zeit, Seele und mitunter Herzblut für und in ihren Artikel.

Genauso möchte ich das bei Kommentaren glauben, keiner schnoddert einfach so was in ein anderes Blog – nur weil er’s kann.

Wenn ich nun mitbekomme, dass jemand „provoziert“, wie in dem Spruch da oben, und das auch noch mit Zwinker-Zwinker-Smiley versieht, selbst aber nichts zu sagen hat, dann bleibt mir da einfach der Mund offen stehen und ich frage mich, was diese Menschen hier machen.

Wie man sich in sozialen Netzwerken verhalten möchte, das muss jeder für sich entscheiden. Ich habe mich dafür entschieden WP und das Bloggyversum eben als soziales Netzwerk zu verstehen und daher gelten dort die gleichen Regeln, wie in meinen anderen sozialen Netzen.

Soviel mal als Allgemein-Gültiges.

Zu dem speziellen Kommentator: Tja, ne….? Fällt mir nix mehr zu ein. Interaktion wünschen und dann Interaktion im Keim ersticken – ob das clever ist?

Vorschlag? Nicht auf andere – interaktive – Blogger runtergucken und lustig machen. Wenn man nix nettes oder konstruktives zu sagen hat, einfach die Klappe halten. Und einfach mal überlegen, dass hinter jeder Tippselei ein Mensch steckt. Dann klappt das vielleicht mit dem SOZIAL Part in den Netzwerken… 🙂

So, Seele, Leber, Magen ist leichter – sitzt nicht mehr quer… Rant over – Danke für die Aufmerksamkeit 🙂

P.S.: Wenn sich jemand angesprochen fühlt, ich diskutiere das gerne aus – interaktiv und so… 🙂

7 Gedanken zu “Schnippsel

  1. Ich hatte mir mal vorgenommen nur positiv zu kommentieren. Das geht nicht. Zum einen ist es sehr interessant Meinungen auszutauschen und zu „streiten“. Zum anderen kann man manche Dinge einfach nicht durchgehen lassen. Wenn ich aber sehe, dass es nicht lohnt, dann höre ich auf zu lesen. Werde die Leute nicht ändern können.

    Man kann das aber nicht über einen Kamm scheren. Über Politik, Sport, etc kann man anders kommentieren als über persönliche Gefühle oder Beschwerden. Wenn es jemand so empfindet, dann ist es nun mal so. Man kann versuchen jemanden aufzubauen oder eine andere Perspektive zu zeigen aber es ist immer eine Gratwanderung. Wirkt es schon Oberlehrerhaft? Ist es besonders bei medizinischen Themen eher kontraproduktiv? Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Es kommt auch immer darauf an wie der oder die Autoren reagieren. Auch da ist es manchmal besser, wenn man gar nichts schreibt.
    Insgesamt sammelt man im Laufe der Zeit Menschen, deren Schicksal mich interessiert. Dein Eintrag als Du nicht aufstehen konntest hat mich sehr erschrocken, weil ich Dich als jemanden kennen gelernt habe, die trotz aller Niederschläge immer wieder aufsteht. Das tut beim Lesen weh, da einem bewusst wird, das man hier nicht helfen kann. Na ja, Du klingst schon wieder besser.

    1. Deswegen fügte ich „Konstruktiv“ ein. Ich will ja auch weder Weichspüler-Kommentare abgeben noch welche erhalten. Soll ja nicht schon authentisch sein.
      Aber ich habe noch nie erlebt, dass Du Dich, selbst wenn Du Dich kritisch äußerst, über andere Kommentatoren oder den Blogger lustig machst.

      Und Du und ich wissen auch, dass bei „Konstruktiven“ Kommentaren (die ja durchaus mal negativ anmuten können) Fingerspitzengefühl geboten ist.

      Es soll doch eine Unterhaltung/Diskussion, ein Austausch entstehen. Das schaffst Du meiner Meinung nicht, wenn Du auf den anderen mit dem Finger zeigst und ihn auslachst.

      ICH bin dann bestimmt nicht mehr empfänglich für Deine Argumente, wenn ich überhaupt stehen bleiben würde, um mir die anzuhören, wenn Du mich erst auslachst und lächerlich machst.

      Ich appeliere deswegen eben an den gesunden Menschenverstand und etwas Empathie…. eben SOZIALES Verhalten.

      Genau das meine ich ja: Es gibt Autoren, die wollen keine wirkliche Interaktion. Ich habe es teilweise noch nicht rausgefunden und solange ich mir da unsicher bin, bin ich beim Kommentieren sehr vorsichtig.

      Zu meinem Eintrag: Hmm ja, mich hat das auch erschrocken. Auch, dass ich das Bedürfnis hatte, ein Ventil zu finden. So schlimm, war es schon lange nicht mehr. Ich weiss nicht, ob es damit zu tun hat, dass Herbst/Winter eh klassische Depressionszeit ist oder weil gerade viel passiert oder weil ich 40 werde oder weil einfach ein doofer Tag war. Fakt ist: Es gibt diese Tage und das öfter als mir lieb ist und als ich kommuniziere. Denn es ist schwer darüber zu sprechen. Es ist schwer sich selbst diese Schwäche einzugestehen. Und ich habe auch Angst – Angst, dass ich irgendwann eben nicht mehr aufstehe. Dass es mir nicht wieder besser geht.
      Und es stimmt nicht, dass man nicht helfen kann – denn so albern das ist (und deswegen auch der Folgeeintrag) … jeder freundliche, besorgte Kommentar, jeder Aufmunterung, jeder virtuelle Drücker – hilft. Vielleicht nicht sofort (weil ich an den Tagen auch oft das iPhone weglege), aber irgendwann dann …

      Das ist nicht zu unterschätzen. Vielleicht bin ich deswegen auch „empfindlich“, was Kommentare angeht und achte da sehr drauf – bei mir und anderen.

  2. Ich frag mich immer, ob der Kommentator den gleichen Kommentar abgeben würde, wenn man zusammen an einem Tisch in einer Kneipe sitzen würde. Ich glaube nicht. Das sind nämlich die Typen, die dann kein Wort rausbekommen, oder extreme Minderwertigkeitskomplexe haben.

    1. Die Fälle gibt es auch 🙂

      Hier trifft glaube beides nicht zu, eher der Fall, dass es diese spezielle Konstellation und den Kontext NIE geben würde.

      Es ist wahrscheinlich eher so, dass hier Dinge geäußert werden, die sonst für sich behalten und nur gedacht würden.

      Was es in meinem paranoiden Kopf nicht zwingend besser macht 🙂
      Aber auf vermutete Gedankengänge kann ich nicht reagieren. Auf Geschriebenes schon 🙂

      1. Wenn man nach dem geht, was wer denkt, dann gäbe es glaube ich nur sehr wenige Beziehungen, kaum Freundschaften und noch mehr Mord und Totschlag auf dieser Welt. Zum Glück kann niemand die Gedanken seiner Mitmenschen lesen – meist jedenfalls nicht, außer irgendwer ist so doof sie als Kommentar zu schreiben…. und zum Glück sind es nur Gedanken eines anderen Menschen und die müssen und werden oft nicht der Wahrheit entsprechen.

      2. Hmnja, ich sag das meinem Hirn und Herz ja auch immer, dass es total egal ist, was andere Menschen denken – manchmal bekomme ich es hin, aber immer noch nicht 🙂

  3. Mic kommentierte in der Sperrzeit auch, ich trage das mal so nach:

    Kurz zum Thema Verhalten im Bloggyversum:

    Aus meiner Sicht ist es hier, sei es bei Blogger oder bei WordPress,
    sogar noch wichtiger als in den anderen „sozialen“ Medien, sich
    vernünftig zu benehmen und auch andere vernünftig zu behandeln. Denn
    hier sind wir, die wir unsere Blogs betreiben, doch mit einer Menge
    Facetten unserer Selbst erkennbar. Und wenn dazu dann dumme Kommentare
    kommen, dann tun die mir persönlich tausend Mal mehr weh, als wenn
    irgendwer bei Facebook ein dämliches Bild oder ein lasches Witzchen in
    der Timeline postet.

    Ich gebe dir vollkommen Recht, dass die allermeisten Blogger, das trifft
    zumindest für die zu, bei denen ich mich regelmäßig rumtreibe, Herzblut
    in ihre Texte stecken. Und so sollte man dann auch damit umgehen.

    Das schließt ja nicht aus, dass man sich mal neckt oder einen Witz
    reißt. Das kann man machen, wenn man sich besser „kennt“ und weiß, wie
    der andere tickt. Aber auch da hat es Grenzen.

    Ich glaube, ich weiß, an welcher Stelle der Kommentar zu finden ist, auf
    den du dich beziehst. Und muss sagen, dass ich den auch sehr seltsam fand.

    Und es ist egal, ob du schlechte Tage hast wegen des Wetters, wegen der
    Altersdepression (ich darf das so nennen, bin selbst gerade 40 geworden)
    oder wegen einer echt harten depressiven Attacke. Wenn das so ist, dann
    hat da keiner was dran zu deuteln und ich finde es toll, dass du ein
    wenig Kraft aus den Kommentaren ziehen kannst, die du auf deine kleinen
    Lebenszeichen erhältst!

    Das motiviert nämlich mich, als Kommentator, mich auch in solchen Fällen
    hier einzubringen. Und wieder haben wir uns ein Stückchen besser
    „kennengelernt“.

    🙂

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