Lila features …. [2]

Lila features …. [2]

Es geht weiter, das nächste „Opfer“ hat sich gefunden und es wundert sich wahrscheinlich keiner, dass er hier auftaucht.

Lila features DasManuel.

Ich habe ihn hier schon oft gelobhudelt, vorgestellt, gefeatured. Zusammenarbeiten präsentiert und fungierte als „Rent-A-Motivator“-Stimme im Hintergrund Vordergrund.
Dieser Mann hat die typischen depressiv-selbstzerstörerischen Züge von Künstlern, zweifelt permanent an seinem Talent und der Qualität seiner Arbeit. Immer, wenn ich ihn treffe, schaue ich nach, ob noch beide Ohren dran sind oder ob er schon „auf-van-Gogh“ macht. 🙂

Schaue ich mir seine älteren Werke im Vergleich zu den heutigen Werken an (die von DasManuel *g*), muss ich sagen, dass ich hier manchmal die digitale Welt verfluche. Und ich von Glück sagen kann, dass ich ihn entdeckt habe, zu einer Zeit, wo nicht alles mit dem Tablet geschaffen wurde sondern auch durchaus, vermehrt sogar, zum Stift gegriffen hat. Das kann er so gut, dass seine Zeichnungen bei mir an der Wand hängen und im Geldbeutel stecken und mich dort erfreuen.

Genug gelobhudeleyt, ab in die Bilder:

A blog … in scribbles
the-dark-side-of-the-wood

Deine Motivation damals – Ich könnte den einleitenden Text kopieren, der ist aber auf englisch… Ich zeichne viel und dachte es wäre nett, einige der Scribbles in einer Gallerie zusammenzustellen.

Besonderheiten in der Ausführung – Viel Ge-Scanne und ich habe die Zeichnungen nachträglich eingefärbt (blau und rot, keine Ahnung, warum – vielleicht weil weiß, blau und rot meine Lieblingsfarben sind?)

Deine Sicht heute – Die selbe wie damals: Ich zeichne viel, aber nicht genug. Deshalb werde ich da auch nicht besser. Nochmal würde ich so einen Beitrag allerdings nicht veröffentlichen – wohl aber Konzept-Scribbles zu fertigen Werken (das habe ich seitdem wiederholt gemacht).

Ich weiß gar nicht genau, wo ich da anfangen soll. Also zum Einen ist es mit Stift gemalt und es ist ein Scribble. Ein scheinbar nebenbei entstandenes Sammelsurium, Doodles, Sketche… ABER ich finde, dass die gesammelten Werke ein deutliches Bild, eine Handschrift zeigen. Ob das die spitzen Hängebrüste sind, die Pickel auf dem Penis oder der Fokus auf HighHeels – man findet hier alles, was DasManuel auch später in anderen Zeichnungen verwendet hat.
Die Geschichte um die beiden Kinder (Hänsel und Gretel?) würde mich sehr interessieren, ebenso die Idee des Schlagringes.

Am meisten gefällt mir glaube ich an diesem Sammelsurium, dass ich mich damit beschäftigen kann und etwas bewundern kann, was ich selbst nicht vermag. Und dies mit einer scheinbaren Leichtigkeit aufs Papier gezaubert wurde. Es zeigt mir außerdem die breite des Portfolios – erotisch, witzig, süß, skurril, abstrakt, schockierend – da ist alles dabei.

Little Girl
Druck

Deine Motivation damals – Ehrlich gesagt… ich habe keine Ahnung (mehr), was mich zu diesem Bild motiviert hat. Dazu gibt es ja Fortsetzungen; da geht es dann um Selbstverstümmelung in abstrakter Form – das Mädchen scheint keinen Schmerz zu empfinden bzw. hat sogar Spaß daran. Hier, beim ersten Bild, drückt sie noch Erstaunen, Schmerz, Traurigkeit etc. aus. Möglicherweise wollte ich einfach nur schocken? Ich weiß es wirklich nicht mehr.

Besonderheiten in der Ausführung – Das Bild ist in weiten Teilen aus Detailfotos und Nachzeichnen dieser entstanden – so beispielsweise die Hände oder die Frisur des Mädchens.

Deine Sicht heute – Die Frau im Hintergrund würde ich heute anders ausführen. Schon als Silhouette, jedoch ‚kontextbezogener‘ (die war glaube ich auf einem Club-Flyer). Das Blut auf dem Rock ist zu wenig durchscheinend und sieht deshalb unecht aus. Rest ist okay, ich mag den Stoffhasen. 😉

Ich glaube, das ein späteres Bild der Reihe „Little Girl“ eines der ersten Bilder von DasManuel war, über das ich gestolpert bin. Ich fühle mich da sofort an HappyTreeFriends erinnert. Und die mag ich – sehr sogar. Genau mein Humor 🙂
Ich entdecke auf diesen Bildern immer was Neues – so auch heute – die Smiley-Haarspangen hatte ich vorher noch nicht so wahrgenommen … dass der popelnde Finger der Mittelfinger ist, dafür habe ich auch eine Weile gebraucht. Ob DasManuel immer so tiefgehend denkt, dass einen unerwiderte Liebe von innen heraus zerstören kann? Keine Ahnung. Aber ich kann es reininterpretieren. Ja, es mag ein wenig Psycho sein – aber sind wir nicht alle ein wenig Psycho.
Schön finde ich die gewollte oder auch ungewollte James-Bond-Logo-Anlehnung 🙂

Dominatrix
Domina 2

Deine Motivation damals – Ich scribbelte eine übertrieben füllige Frau (sie ist übrigens im Beitrag ‚A blog … in scribbles‘ zu finden) und wollte diese Übertreibung in ein entsprechendes Bild übertragen. Meine Vorliebe für High Heels erkennt man an der höheren Detailtreue beim Schuhwerk, die Frisur ist von Julija Timoschenko inspiriert; eine Frau mit sehr spezieller erotischer Ausstrahlung.

Besonderheiten in der Ausführung – Die Hände der männlichen Figur sind aus einem Lustigen Taschenbuch, von einem gefangenen Panzerknacker. 😉 Wie auch bei ‚Little Girl‘ verwende ich hier wenig Farbe und arbeite mit starken Kontrasten (bei ‚Little Girl‘ – vor allem den ‚Fortsetzungen‘ – allerdings besser umgesetzt). Die Variante mit dunklem Hintergrund ist am Ende und spontan entstanden. Diesbezüglich habe ich ein wenig mit den Möglichkeiten des Blog experimentiert (das sind zwei Bilder, die klickbar sind).

Deine Sicht heute – Den Mann würde ich weglassen und die Domina würde direkt den Betrachter anblicken. Die Hautschattierungen wären überzeugender – oder würden fehlen. Der Ohrring sieht irgendwie seltsam aus. Wahrscheinlich würde ich das Monokel ebenfalls entfernen (Sekretärinenbrille statt dessen) und die Brustwarzen piercen. 😛

Jetzt wird’s persönlich. Ich glaube, dass dieses Bild der Anfang der Gedankenkette war, die es mir erlaubt hat, überhaupt über den Gedanken nachzudenken, ob ich dominant sein wollen würde und könnte. Mir gefiel zwar einiges NICHT an dem Bild (Die Brüste, ehrlich jetzt? 😉 ) aber die Grundsituation machte mich an. Und damit war der Gedankenfluß im …äh… Fluß. Wir kannten uns damals nicht aber ich musste immer schmunzeln, weil die Figur meiner jetzt nicht SO unähnlich ist (ich habe definitiv schönere Brüste und keine roten Brustwarzen!). Der Sklave gefällt mir gut, weil es genau die Art Demütigung ist, die ich ausüben wollen würde.
Ich mag hier auch das Spiel mit den Schatten – Domina hat einen weissen Schatten, Sklave einen schwarzen. Vielleicht ein wenig angelehnt an Paula Abdul’s Straight Up-Video?
Erst durch DasManuels Antworten habe ich heute entdeckt, dass das Monokel an der Brustwarze festgemacht ist.
Ich möchte noch auf die Füsse des Sklaven hinweisen – ich übe das ja grade selbst und dieser Fuß – ist toll in seiner Proportion und „Einfachheit“.

Love. Suicide. The Gilded Palace of Sin. A Masochistic Novel Graphic.
inhalt_manuel

Deine Motivation damals – Ich wollte eine Geschichte über ein SM-Arrangement schreiben, ohne die – in meinen Augen schreckliche – ‚Fifty Shades‘-Verklärung, die man oft in diesem Zusammenhang vorgeführt bekommt. Ja, ich weiß, Fifty Shades of Grey gab es damals noch nicht (oder zumindest hatte ich noch nichts davon gehört) – ich meine die romantische Verklärung einer an sich eher brutaldirekten Situation. In der Erzählung sind persönliche Vorlieben bzw. Fantasien eines sadomasochistischen Verhältnisses verarbeitet.

Besonderheiten in der Ausführung – Ich habe das als Novel Graphic tituliert und auch entsprechend angelegt – als 5 kapitelbezogene Bild-Panels, die die Textaussage verstärken (sollen, hoffentlich). Der Text selbst ist auch mehr als nur Buchstaben, er visualisiert sich in Teilen selbst. In den Kapiteltiteln spiegelt sich meine Vorliebe für Musik wieder – sie sind nach dem jeweils gleichen Schema mit kapitelbezogenen Lied- und Albumtiteln angelegt.

Deine Sicht heute – Die meisten graphischen Elemente erscheinen mir jetzt zu plump. Auf die Überblendung in Kapitel 01 bin ich aber immer noch stolz, die sieht echt echt aus. Den Anfang von Kapitel 03 finde ich furchtbar – weiß allerdings immer noch nicht, wie ich die Situation mit ‚besseren‘ Worten beschreiben sollte.

Ein wenig geschummelt, weil es AUCH Text enthält – aber dennoch lesens- und guckenswert. Ich bin mir nicht sicher wann, aber relativ am Anfang schickte mir DasManuel den Link hierzu und ähnlich wie bei der „Dominatrix“ war damals überhaupt nichts in mir, was mich auf die Idee hätte bringen können, Switcher zu sein. Ich fand die Vorstellung tatsächlich eine Weile „ekelig“ und stellte mir immer wieder die Frage, wie ich jemanden respektieren sollte, der sich vor mir in den Staub wirft. Bis ich mal darüber nachgedacht habe, dass ich mich ja auch in den Staub werfe UND respektiert werden möchte.
Ich las also die Graphic Novel und hatte erstmal gar keinen Sinn für das Design – es störte mich regelrecht. Der Fokus war, dass ich den Inhalt aufsaugen und die Gefühle diesbezüglich sortieren wollte.
Heute, mit etwas Abstand, verstehe ich teilweise die Elemente erst so richtig (und ob ich sie richtig interpretiert habe, bleibt dann nochmal dahin gestellt).
Ich finde schon, dass es eher ein Werk für härter besaitete Menschen ist und auch nicht immer einfach. Aber es bringt einem den Menschen dahinter näher und gibt einen, sonst relativ seltenen, Einblick in die gespaltene Seele eines subs. Männliche subs haben es meines Erachtens überproportional schwerer – ihre Rolle zu akzeptieren, diese dann auch zu leben und sich dafür nicht zu schämen. Und es verschönt nichts. Diese Art von Sex kann dreckig sein, widerwärtig und abstossend anmuten… Aber – es ist für mich auch immer ein Plädoyer gewesen, dass alles möglich ist. Ich zitiere H. ungern aber mit dem Satz hat er was Wahres gesagt: Es ist erst dann pervers, wenn Du niemanden mehr findest, der es mit Dir macht.
(Disclaimer: In SSC oder RACK … oder mit der bewussten, aufgeklärten Einwilligung des Anderen)

Kurz: Ich lese und betrachte das immer mal wieder und sogar gerne.

J.

Deine Motivation damals – Bei einem Sonntagsspaziergang begegnete ich einer schüchternen jungen Frau mit einer schrecklichen Entstellung im Gesicht (hervorgerufen durch Akne, eine Allergie o.ä.). Ich fragte mich, inwiefern eine solche Entstellung in jungen Jahren Einfluss auf die Verhaltensweise, das Leben, der jungen Frau haben kann – ob sie jemand lieben könnte bzw. was sie für das Gefühl von Zuneigung zu tun bereit wäre bzw. was passiert, wenn eine solche Person ‚an den Falschen‘ gerät.

Besonderheiten in der Ausführung – Zu diesem Zeitpunkt las ich einen Roman von Haruki Murakami – 1Q84 – und war zutiefst beeindruckt von der Klarheit und Präzision seiner Romansprache. Diese Klarheit und Präzision wollte ich nutzen, um die Kurzgeschichte passend zum Thema bewusst kühl und menschenfeindlich erscheinen zu lassen.

Deine Sicht heute – Experiment gelungen. Ich bin mit dem Ergebnis sehr ‚zufrieden‘ und habe erreicht, was ich wollte. Zudem gefällt mir der ‚Story Twist‘ am Ende gut. Seit Veröffentlichung habe ich noch einige Details verändert – in Formulierung und Satzbau.

Zweite Schummelei – auch ein Text, aber einer der mich nachhaltig durchgerüttelt hat. Und wie ich finde, eines der besten „literarischen“ Werke von DasManuel.
Das Faszinierende daran ist, dass ich nichts von dem Wahrnehme, was DasManuel erreichen wollte – so lese ich einfach nicht. Ich achte nicht bzw. wenig auf die Sprache – zumindest dann nicht, wenn der Inhalt mich packt. Diese Geschichte konnte ich kaum lesen, weil mir sich permanent der Magen umdrehte bzw. ich losheulen wollte. Die Situation ist mir nicht unbekannt und das schwarz auf Bildschirmweiss zu lesen – das war nicht einfach. Aber so soll es sein. Wenn mich nichts mehr berührt, habe ich was falsch gemacht und auch die Kreativen, mit denen ich mich umgebe und von denen ich mich füttern lasse.

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Vielen Dank an DasManuel fürs Zeit-Nehmen und Mitmachen.

Teil 1 mit Listenes gibt es hier.

Doodle

Doodle

Soooooooo kein Kunstwerk, aaaaaaaber beim Telefonieren entstanden und in Reminis-dingsbums an meine Mama, die hat nämlich „damals“, als mein Bruder und ich noch seeehr klein waren, immer Familien-News per gelben (BAH!) Papier in die Welt geschickt und darauf waren wir immer in irgendeiner Form abgebildet.

Meistens SO (in unterschiedlichen Altersvarianten versteht sich):

  

Danke an Jules, der die Aktion ins Leben gerufen hat und sorry, wenn die Kontraste doof sind… ich wollte nicht gleich mit Edding doodlen 🙂

Weitere Doodles findet man hier.

Ausgebrannt

Ausgebrannt

Puh, ich hätte es wissen können, aber ich hätte dennoch auf nichts verzichtet.
Immerhin bin ich mittlerweile klug genug, mir Freizeit einzuplanen, wenn ich schon so ein Marathon-Wochenende plane 🙂

Donnerstag bereits freigehabt, morgens das „All Clear“ vom Hautarzt bekommen. Ein weiterer Sommer in der Sonne ohne Hautkrebs-Veränderungen. Puh.

Wenn ich mir nicht kleine Aufgaben stelle, die ich erledigen möchte, komme ich zu nichts. Denn jeder Handgriff bedeutet einen minutenlangen Kampf mit mir selbst.
Für heute stand auf dem Plan ein neues Kuchenrezept auszuprobieren. Habe ich gemacht und semi-erfolgreich ausgeführt. Etwas mehr Backzeit – der Stäbchentest zeigte „hol mich hier raus“ aber durch die Kombi von Rührteig und Käsekuchen (klingt komisch, schmeckt fantastisch) war Stäbchentest hier irgendwie … falsch… 🙂

Dann schon wie erwähnt zu Fall Out Boy – dieses Gefühl, wenn die Musik durch alle Poren des Körpers schiesst und man für 2 Stunden die Welt um sich rum vergisst.
Musik ist meine Droge – mehr brauche ich nicht.

 

Luftballons in Luftballons. Fantastische Optik, die auf dem Foto nur ansatzweise rüberkommt.

Freitag war Regeneration angesagt und abends ein Besuch der Spielehölle. Das ist in letzter Zeit eigentlich kein Quell der Freude und genaueres dazu ist nicht spruchreif, aber letzten Freitag war es ganz ok und emotional entspannt.

Samstags ging es dann nach Stuttgart zu Imagine Dragons.
Die hatte ich schon in Berlin Open Air in der Zitadelle gesehen, damals war es ein YEAH für die Location und ein Ganz-Nett für die Band.
Dennoch sind viele Lieder der Band gespickt mit tollen Texten und einer für mich mitreissenden Musik – ein wenig schräg und doch oft erst auf den zweiten Hinhörer ins Ohr gehend.
In der Porsche Arena in Stuttgart war ich noch nie und musste sehr lachen, als ich da reinkam – Deutsche Ordentlichkeit und Disziplin herrschte da!
Es gab keine Absperrung, aber alle hielten sich auf dem Mehrzweckboden in der Mitte auf, keiner versuchte sich auf oder neben die Linie zu stellen. Sehr brav 🙂 (Ich hatte natürlich meinen Fuss ab und an mal NEBEN der Linie, aus Prinzip!)
Diesmal war die Location ein „Sehr gut“ und die Band ein absolutes YEAH!
Die Akkustik war um LÄNGEN besser, die Stimmung mitreissend und ich kann mich wirklich nicht erinnern,wann ich das letzte Mal 100 Minuten durchgetanzt, gesprungen und gesungen habe… Weil selbst die Lieder, die ich sonst so meeeeeeeeeh finde, live viel besser ankamen. W-A-H-N-S-I-N-N!
Selbst die Vorgruppe fand meine Zustimmung und das will was heissen.

UND: ich musste Momente festhalten. Mache ich sonst nicht, weil mich das total nervt, wenn ich in ein Meer von Handydisplays gucke. (Das Foto oben von FOB hat meine Freundin gemacht 🙂 )
Aber diesmal wollte ich was für mich!

  
   
Herbstblätterregen als Zugabe… Uiuiuiuiiii! Glitzer und Schneeflocken kann ja jeder! 🙂

Und sogar ein Video – es hört abrupt auf, weil mir die Tränen liefen und ich mitsingen musste (und nein, das wollte ich nicht aufnehmen) – ausserdem wollte ich mich dem Lied hingeben… Das habe ich gemacht. Dieses Lied hat immer noch soviele Erinnerungen an H. und mittlerweile auch an andere Personen. Ich glaube manchmal, dass ich gestraft und gesegnet zugleich bin, weil ich hinter die Fassaden schauen kann. „Demons“ drückt aber zugleich auch aus, wie ich mich oft fühle. Als Gefahr und Belastung für andere. Als einziger Hilfeschrei, den keiner hört.

When the days are cold
And the cards all fold
And the saints we see
Are all made of gold

When your dreams all fail
And the ones we hail
Are the worst of all
And the blood’s run stale

I want to hide the truth
I want to shelter you
But with the beast inside
There’s nowhere we can hide

No matter what we breed
We still are made of greed
This is my kingdom come
This is my kingdom come

When you feel my heat
Look into my eyes
It’s where my demons hide
It’s where my demons hide
Don’t get too close
It’s dark inside

It’s where my demons hide
It’s where my demons hide

When the curtain’s call
Is the last of all
When the lights fade out
All the sinners crawl

So they dug your grave
And the masquerade
Will come calling out
At the mess you made

Don’t want to let you down
But I am hell bound
Though this is all for you
Don’t want to hide the truth

[…]

They say it’s what you make
I say it’s up to fate
It’s woven in my soul
I need to let you go

Your eyes, they shine so bright
I want to save their light
I can’t escape this now
Unless you show me how

[…]
It’s where my demons hide.

Hier geht es zu einer tollen Version!

Diese paar Tage fordern ihren Tribut… Es schmerzt so ziemlich alles und ich bin schlapp. Aber glücklich.

Und darauf kommt es am Ende doch an? 🙂

F wie Fall Out Boy (und okay, Freitag)

F wie Fall Out Boy (und okay, Freitag)

Gestern mit Freunden nach Düsseldorf gefahren – Mitsubishi Electric Hall war das Ziel.

Als ich mir den Arm gebrochen hatte, konnte ich nicht zum Konzert und war am Boden zerstört, weil die Band eigentlich Europa nicht so oft besucht. Nun hat es 1,5 Jahre später doch geklappt.

Was nicht so geklappt hat, war die Anfahrt – Stau Stau und Stau und dann katastrophale Parkbedingungen um die Halle … Egal, Punkt 21 Uhr waren wir drin (Vorband leeeeeeeeeeiiiiiiider verpasst …. ooooch – meistens eh gruselig). Wir hatten gerade unser Bier, da ging das Licht aus und die Show los.

Whooooaaaaa! Energieschub. Ich hüpfte, tanzte und sang lauthals mit.

Auf einmal tippt mich ein Ordner an und fragt, ob ich ein Bändchen für den 1. Wellenbrecher haben will. Was? Was eine Frage: KLAR!!!!!!

Wir also mit unseren Bändchen nach vorne!!! uiuiuiuiuiuiuiiiiiiiiiiiiiiiiiii

Da sieht man mal wieder – everything happens for a reason!

Auch Staus und Parkplatzsuche 🙂

In diesem Sinne entlasse ich Euch mit Musik von der Band:

Come in unannounced, drag my nails on the tile
I just followed your scent, you can just follow my smile
All of your flaws are aligned with this mood of mine
Cutting me to the bone, nothing left to leave behind
You oughta keep me concealed, just like I was a weapon
I didn’t come for a fight, but I will fight to the ending
And this one might be your battle, might not turn out okay
You know you look so Seattle, but you feel so LA

And I love the way you hurt me
It’s irresistable

Ein Schönes Wochenende!

Mal-Stöckchen – mal 3…

Mal-Stöckchen – mal 3…

Vor einem 3/4-Jahr hat Marga mit ein Mal-Stöckchen hingeworfen.

Ich hatte das neben dem Bett liegen, mit dem grandiosen Vorsatz, das auf alle Fälle alles sofort zu beantworten.

Eile mit Weile … das trifft es eher.

Nun aber Teil 3 – Ein Traum (in echt oder im Schlaf von Dir – jugendfrei)

IMG_6902Dieser Alptraum, dass Spinnen nachts in mich reinklettern, den habe ich schon ewig und weiss nicht so wirklich, wo das herkommt. Ich habe schon immer im Altbau gelebt, Spinnen sind da quasi Inventar. Schlimmer finde ich eigentlich Falter jedweder Form/Farbe. (Die dicken Braunen.. wuaaaaaaaah)

Aber dieser Spinnentraum lässt mich regelmäßig Schreck-Schlafwandeln. Ich wache dann gerne mal im Wohnzimmer bei vollster Beleuchtung auf.

So oder so springe ich meistens aus dem Bett, weil ich denke, dass da was über mich krabbelt.

Vielleicht wäre das eine geeignete Wecker-Option? Hmm.

Bad Blood

Bad Blood

Freitag gab es aus Gründen der Stimmung kein Musikpralinchen.

Heute gibt es einen – weil es so gut passt. Und weil Taylor Swift scheinbar ganz gute Texte schreibt 😉

‚Cause, baby, now we got bad blood
You know it used to be mad love
So take a look what you’ve done
‚Cause, baby, now we got bad blood
Hey
Now we got problems
And I don’t think we can solve them
You made a really deep cut
And, baby, now we got bad blood
Hey

Did you have to do this? I was thinking that you could be trusted
Did you have to ruin what was shining? Now it’s all rusted
Did you have to hit me, where I’m weak? Baby, I couldn’t breathe
And rub it in so deep, salt in the wound like you’re laughing right at me
Oh, it’s so sad to think about the good times, you and I

Nachwirkung des Schweige-Freitags:

Uiuiuiui, manchmal zieht sowas ja Kreise und die Wellen schlagen erst Tage später am Ufer auf 🙂

Ich musste beim Laufen gestern in der wunderschönen Herbstsonne an eine geführte Unterhaltung denken und habe mich gefragt, wo denn eigentlich diese Sprachlosigkeit herkommt. Warum ich in emotional anspruchsvollen Situationen einfach nicht sprechen kann. Es ist nicht, dass ich nichts zu sagen hätte oder nicht gerne etwas sagen wollte, ich kann nur schlichtweg nicht.

Und ich glaube, es hat zu einem Großteil mit Vertrauen zu tun. Ich bin nicht aufgewachsen mit der Gewissheit, dass meine Ängste, Sorgen oder Probleme ernst genommen wurden. Ich kann mich an keine Gespräche dieser Art mit meinen Eltern erinnern. Mit meinem Bruder gab es nur den Wettkampf „Wer heult zuerst los – der hat verloren und der andere hat Recht“ – wir kennen uns sehr gut und wissen, welche Knöpfe wir beim anderen Drücken müssen. KERR, war das eine Genugtuung, wenn er aufgrund meines Diskussionsstiles an die Decke gegangen ist. Mit meinen Eltern? Gab es einfach keine Gespräche. Die, an die ich mich aus Kindertagen erinnere, wo es um Ängste oder Gefühle ging? Da bleibt bei mir nur das Gefühl zurück lächerlich gemacht worden sein oder nicht ernst genommen. Ich lernte also früh, dass es keinen Sinn macht, über meine Urängste oder Sorgen zu sprechen. Sie haben keine Daseinsberechtigung.
Und das bei den Menschen, denen ich urinstinkttechnisch das größte Vertrauen haben sollte.

Der geneigte Leser wird mir nun vielleicht zustimmen, dass es nicht verwunderlich, dass ich (besonders in Herzangelegenheiten) nicht vertraue.

Es brauchte einige Jahrzehnte, bis ich offen über meine Ängste und Sorgen mit meiner besten Freundin gesprochen habe (und wir gehen seit 28 Jahren durch dick und dünn). Ich hörte mir immer ihre Sorgen an, aber teilte selten meine. Weil ich Angst hatte, Angst, dass ich auch hier nicht ernst genommen werden.

Nun kam im Nachgang zu letztem Freitag ein „Ich verstehe Dich nicht, Wieso sagst Du denn nichts?“

Zum Einen ist es wirklich so, dass ich gelernt habe Paniksituationen schlichtweg zu unterdrücken. Ich bin überrumpelt und merke, wie ich die Kontrolle verliere. Flucht ist keine Option, also schieben wir das mal weg. Darin bin ich riiiiiiiiiiiichtig gut. Und Maske kann ich ja auch gut, also tun wir so, als wäre nichts. Ist ja auch nichts, weil der Dreckskram ja irgendwo versteckt wurde und am Besten noch Deckel drauf.

Es rumort aber, wie ich mittlerweile lernen durfte. Es grummelt und brummelt und weil ich ja gut im Verdrängen bin, weiss ich auch wirklich gar nicht so wirklich warum. Irgendwann ist kein Platz mehr in der Verdängtenkiste und dann „puff“ platzt alles raus – meistens auf einmal und unsortiert. Dass das nicht mehr passiert, daran arbeite ich. Aber: Nobody is perfect ALL the time 🙂

Und ja, das ist manchmal von außen echt schwierig zu verstehen – von innen ist es nicht viel einfacher 😉

Mir wurde mal vorgeworfen, dass ich meine Krankheit als Ausrede benutzen würde, mich dahinter verstecken, sogar darauf ausruhen – hiess es.
Ich habe das hin und her analysiert in meinem Kopf, meine Therapeutin sagt mir zu sowas mit einem Lachen meistens nur, dass das ihre zukünftigen Patienten sind.
Denn wer davon ausgeht, dass man sich freiwillig in diesem ekelig, klebrigen Morast bewegt, der einen einschränkt auf eine Weise, die man kaum erklären kann – der – sorry – hat sie nicht mehr alle.
Ich habe keine sichtbaren Wunden, nichts wo man ein abgeschlossenen Heilungsprozess am Ende erwarten kann, nichts offensichtliches – keinen Gips, keine Krücken, keine sichtbaren Narben.
Therapie ist ein Prozess, Depression verläuft nicht linear. Dafür gibt es keinen Kalender, keine Regeln. Was heute ok war, kann morgen zur Krise führen. Faktoren dafür? Unzählige.
Regeln im Verhalten? Einfach mal genauer hinschauen – wenn man möchte. Wenn man nicht möchte, kann ich das absolut verstehen. Aber dann muss ich aus Selbstschutz Mechanismen für mich entwickeln (dürfen).
Denn am Ende des Tages muss ICH damit klarkommen und damit leben.
Gerne mal nachfragen, verstehen, dass die (ehrliche) Antwort ein Vertrauensbeweis ist und mich verletzbar macht. Etwas mehr Einfühlungsvermögen, wenn Interesse besteht.
Wenn keines besteht, kann ich das gut verstehen. Mir hängt es an manchen Tagen auch zum Halse raus 🙂

Ich wäre gerne anders, ich wäre gerne normal, würde wahnsinnig gerne mal wieder 1-2 Tage (!!) ohne diese Betonschuhe an den Füssen erleben. Würde gerne mal wieder Alkohol trinken, ohne darüber nachdenken zu müssen, was dann vielleicht passiert, dass ich die Kontrolle verliere. Möchte morgens wieder aus dem Bett kommen, ohne eine Stunde mit meinem Hirn zu kämpfen. Möchte wieder aufhören können mir Tages-, Wochen-, Monatspläne zu schreiben, weil ich vergesslicher geworden bin und mittlerweile einteilen muss, wie ich meine Energie nutze. Möchte endlich mal wieder ohne Angst mit Menschen umgehen können und einfach mal wieder „ICH“ sein.

Und hier ist die Krux: Vielleicht bin ich DAS ja. Und das andere Wesen, was fröhlich und unbeschwert durch die Gegend läuft. Die Menschen für sich einnehmen kann und unterhalten kann. Die „cool“ ist und schlau und so lebensweise und -froh, dass sich jeder gerne da mal ausheult, weil die Tipps echt knorke sind und die Laune danach meistens Bombe! Das gibt es gar nicht.

Auf dem Weg zu einem besseren Verständnis dieser Krux hat ausgerechnet ein Animationsfilm geholfen – Inside Out. Ich war mit meiner Besten drin. Auf einmal drehte sie sich zu mir und meinte „Das bist Du! SO bist Du!“ und zeigte auf Joy. Ich schaute sie an und meinte „Nääääh, ich bin voll Sadness!!!!“. Wir schauten den Film zuende und als wir dann draussen standen und ich im Kino eine Runde heulen musste meinte ich „Ich bin beides. Joy und Sadness. Das eine kann nicht ohne das andere und das ist auch gut so“. Das habe ich in der Therapie erzählt und meine Therapeutin brummte wohlwollend hinter meinem Kopf.

So ist das dann wohl – ich bin beides und das ist okay.

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P.S..: Das war kein Schlüpper-Runterlassen-Beitrag. Ich habe grade mal meine Strickjacke ausgezogen 🙂

Inspiration

Inspiration

Von DasManuel und Listenes

Aller Anfang ist schwer *grins* 

Aber ich dachte es würde schlimmer werden 🙂

   
 
  
Ich experimentiere noch mit der Bleistifthärte – B und 3B liegen mir gerade am schönsten in der Hand.

Radiergummi ist Staedtler Mars Plastic – fantastisch.

Schwierig finde ich alles, was links von der Mittelachse ist. Rechte Gesichtshälften sehen gut aus, linke dann meeeeh!

Vielleicht ist das ein Hinweis, dass ich mich auf Jekyll und Hyde fokussiere *g*

Mal sehen – Dank aber den Beiden für die Inspiration 😉