Minusgefühle

Minusgefühle

Gestolpert bin ich darüber in meinem Newsfeed-Reader, das Herz gestockt ist mir das erste mal bei diesem Satz:

Ich mag BDSM. Harten Sex. Fesseln, die sich um meinen Körper schlingen und Schläge, auch ins Gesicht. Sven wusste das von Twitter. Und natürlich, weil ich ihm davon erzählt habe – mit der Bitte, etwas vorsichtig mit mir zu sein, da ich insbesondere in depressiven Phasen dazu neige, zu weit zu gehen. Oder sagen wir lieber: Es mit mir zu weit gehen zu lassen. Schmerzen zu ertragen, von denen ich weiß, dass ich sie nicht aushalte. Befehle auszuführen, die mir eigentlich zuwider sind. Dinge mit mir machen zu lassen, die ich eigentlich strikt ablehne.

Das zweite Mal dann bei diesem Satz:

Es mag schon sein, dass BDSM gerade für Leute wie mich, die schnell in dieses Tief rutschen und allein nicht mehr herauskommen, nicht unbedingt das Beste ist. Wenn ich jedoch jemanden um mich habe, der die Grenzen zwischen Spiel und Ernst versteht, schützt es mich vor der Erkrankung. Vielleicht, weil ich in solchen Momenten die Wahl habe, ob ich mich in ein Tief begebe oder nicht. Was ich mit mir machen lasse oder nicht, hängt viel von meinem Partner ab. Bei einer Depression habe ich diese Wahl so nicht. Sie ist von niemandem abhängig, nicht einmal von mir selbst.

Ich weiss noch nicht, ob und wann ich mich traue das Buch zu lesen. Aber es steht auf der Wunschliste.

Minusgefühle – Jana Seelig

Sprachloser Freitag, der Zweite

Sprachloser Freitag, der Zweite

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Happy anniversary, Doppel-D

Ich bemerke Veränderungen, Verbesserungen.
Es gibt gute Tage aber noch viel zu viele schlechte Tage. Wo die Bettdecke bleischwer und gleichzeitig verlockend ist.
Wo ich das Gefühl habe zu ertrinken, die Orientierung zu verlieren und keine Luft zu bekommen. Vorallem einsam zu sein. Verlassen, dunkel, kalt ist meine Welt an diesen Tagen.

Ich kann mich abhärten gegen die innere Kälte und meine Umwelt mit einem falschen Lächeln in Sicherheit wiegen.
Oder ich kann dem Drang nachgeben aufzugeben.

Meistens überwiegt der Selbsterhaltungstrieb.

Immer, wenn ich denke, dass ich Fortschritte mache – belehrt mich das Leben eines Besseren.

So auch letzten Freitag. Es ist die gleiche Situation wie im Sommer gewesen. Das Verhalten der anderen verletzt mich bis zur Sprachlosigkeit. Schnürt mir die Kehle zu und treibt die Tränen in die Augen.
Ablehnung – Ablehnung – Ablehnung. Ich werde abgeschoben, man möchte sich damit, mit mir, nicht mehr abgeben, sollen doch die anderen sich damit rumschlagen.

Als ich den Mut aufbringe, auf diesen Miss-Stand hinzuweisen, werde ich beschuldigt und angeklagt.

Wozu, frage ich mich da.

Wozu überhaupt noch aufstehen. Wozu ein Gesicht aufschminken, dessen Mascara den ganzen Tag runterläuft (jaja, wasserfest – i know).

Wozu … es ist egal, wieviel ich erkläre, wie sehr ich an mir arbeite oder mich bemühe.

Es macht keinen Unterschied.

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Heute gibt es kein Lied. Es gibt (Gottseidank) nichts in meiner Playlist, das diese Stimmung widerspiegelt.

Euch ein schönes, buntes Herbstwochenende….

Lila

Offene Beziehung – Offenes Ende?

Offene Beziehung – Offenes Ende?

Ich bin ja so ganz schleichend und langsam ab und an mal auf den Plattformen von „früher“ unterwegs.

Mein Bett war jetzt lange genug kalt und ich bin neugierig, wie sich das Ganze für mich verändert hat – denn das kann ich schon nach ein paar Tagen sagen: Das hat es.
Dazu aber irgendwann mal mehr.

Gleich zu Anfang bekomme ich wie früher erstmal einen Haufen Aufmerksamkeit, soll heissen Mails, Nachrichten, Penisbilder… 😉

Ich stelle weiterhin die Frage, WER Männern beibringt, dass der Schwanz ein optisch reizvoller Körperteil ist, dessen Anblick alleine ausreicht, von den (sonstigen) Qualitäten des Menschen zu überzeugen.
Mit einem Partner (jeglicher Verbindungsfestigkeit) ist das was anderes, da funktionieren Schwanzbilder durchaus, aber so vor dem ersten Hallo dann doch nicht… Also bei mir nicht 🙂

Weiterhin ist festzustellen, dass das Lesen eines Profils Glückssache oder Luxus zu sein scheint. Im Endeffekt muss ich genau das alles beantworten, was in meinem Profil steht. Ja, auch das hält ein Gespräch im Gange – ermüdet aber bei der 20sten Mail ein wenig. Spannender wären Fragen, die auf meinem Profil aufbauen oder mal Dinge ganz abseits davon. Nunja.

Zum eigentlichen Thema und zur Überschrift:

Ich kann gar nicht mehr ZÄHLEN, wie oft ich im letzten Jahr über eine „offene“ Beziehung gestolpert bin.
Und ich formuliere das bewusst so – denn am Ende des Tages ist genau das mehrfach passiert. Daher ist es nicht ratsam mir auf den diversen Portalen (ja, auch mit eindeutigem Seitensprungcharakter) zu sagen „Du, kein Problem, ich führe eine offene Beziehung“. Das ist für mich quasi der Startschuss meinen Freud-Hut aufzusetzen und da mal ein wenig nachzubohren.

Alle folgenden Fälle gingen davon aus, dass sie eine offene Beziehung führen.

Fall 1:
Mann 1 behauptete erst Single zu sein und auf weiteres Nachfragen, warum wir uns nicht bei ihm treffen können, kam raus, dass er eine Freundin hat. Da rollen sich mir ja schon die Zehennägel hoch und die Augen bis hinten in den Kopf rein. Wie dumm kann mann eigentlich sein? 😉 Das ist so eine simple und offensichtliche „Testfrage“ … Echt jetzt? 🙂
Also dann offene Beziehung,gut. Ich fragte also nach, ob er seiner Freundin denn dann von uns erzählen würde, bzw. generell von seinen Abenteuern.
Nein, sagte der junge Mann, das würde sie nicht so gut finden, aber er hätte die Erlaubnis und dürfe machen, was er wolle. Sie wolle nur nichts davon wissen.
Nun gesellt sich zu den hochgerollten Zehennägeln und den gerollten Augen im Hinterkopf noch ein dezentes Zähneknirschen meinerseits.
Wieso das denn so sei, fragte ich, in einer offenen Beziehung sei doch genau DAS der Punkt. Offenheit. Man weiss, von den Affären und den Abenteuern des Anderen. Vielleicht nicht jedes Detail und vielleicht nur das und wann, aber man weiss es.
Nunja, sagte der Mann, sie sei eben nicht so ein Fan der offenen Beziehung, er hätte aber das Bedürfnis und daher sei das so die Vereinbarung. Er dürfe machen, was er wolle, solange sie nichts davon mitbekommt.
An dieser Stelle, geneigter Leser, fliegt mein Kopf in Lichtgeschwindigkeit mehrfach auf die Tischplatte, in die sich meine Zähne gleichzeitig festbeissen wollen.

Fall 2:
Mich spricht der Mann eines mir bekannten Pärchens an. Es laufe bei ihnen nicht so, die Lust sei nicht so da (bei ihr) und er habe den Freifahrtschein für Sex ausserhalb der Beziehung erhalten und hätte da an mich gedacht.
Äh, ja… nun … Danke?!
Wir unterhielten uns eine Weile darüber, woran die Unlust aneinander wohl liege. Liebe sei nicht das Thema, davon sei genug da, versicherte er mir, aber vielleicht liegt es an der neuen Pille, am Stress…. (Man möge hier noch viele Argumente einfügen, wer möchte…).
Ich traf mich mit dem Mann – 1mal, 2mal… jedesmal berichtete er mir hinterher, dass seine Freundin gefragt habe, ob wir endlich miteinander geschlafen hätten – er seinen „Druck“ losgeworden sei. Ich befand das weiterhin als sehr seltsam, zumal uns bereits beim ersten Treffen klar war, dass wir gerne mal einen Wein miteinander trinken, aber mehr nicht.
2 Wochen später hatten die beiden sich getrennt, sie hatte schon lange eine Affäre und versuchte über die „offene Beziehung“ und den Freifahrtschein, die Trennung herbeizuführen, ihr Gewissen zu beruhigen… sowas in der Art.

Fall 3:
„Ich bin glücklich verheiratet und das soll auch so bleiben“
Öhm … ja … schön … Also … Glückwunsch … Was genau machst Du hier? 🙂
An sich ist der erste Satz ja nicht zwingend ein Gesprächsopener, der Erfolg verspricht, aber ich bin bei sowas ja immer neugierig.
Nach einiger Zeit stellte sich also heraus, dass er tendenziell eher devot ist, auch Erfahrungen hat, aber eben nicht mit seiner Frau. Die sei da eher nicht so drauf, käme damit auch nicht so klar. Sie wisse von der Neigung, aber ausleben solle er die bitte ausserhalb des ehelichen Schlafzimmer.
Er nannte das dann eine offene Beziehung, die allerdings ähnliche Vorgaben hat(te) wie Fall 1.
Er kann machen, was er will, mit wem er will, wie er will – sie will nur nichts davon wissen.
Nun stellt sich im SM-Bereich da einiges an Problematik – in meinen Augen 🙂
Ich als Domme (Switch, wir halten uns mal nicht an Begrifflichkeiten auf,ne?), darf also „an sich“ alles machen – aber nichts, was Spuren hinterlässt.
Die beste Erziehungsmethode, die Keuschheitshaltung, kann ich nicht praktizieren – es sei denn, die Ehe ist schon so marode, dass selbst die 2mal im Monat/Durchschnittficks schon gestrichen sind.
Für mich dann schon uninteressant. Das würde mir auf Dauer keinen Spaß bereiten.
Erfahrungsgemäß brauchen Sessions Zeit, auch davor und danach und dazwischen – zumindest, wenn es sich um keine Profis handelt. Ich bin kein Profi, würde aber Herren wie diesem empfehlen, seine Lust genau bei einer solchen zu befriedigen.

So!
Man mag von offener Beziehung denken, was man möchte, aber das, was diese 3 Fälle (exemplarisch für alle anderen, die mir so begegnen) als offene Beziehung bezeichnen, keine sind. Und auch „funktionierende“ offene Beziehungen in Verruf bringen. Genau diese Beispiele sind es, die Zweifel aufbringen – Argumente hervorbringen wie „Das ist doch nur eine Ausrede fürs Fremdgehen“, „Sie sagt doch nur ja, weil sie ihn nicht verlieren will“ u.s.w. – Stimmt.
In Fall 1 und 3 wurde vom Mann eine „offene“ Beziehung gelebt, die Frau nicht mitlebte. Denn würde Frau die mitleben, würde Frau informiert sein und wissen, wann ihr Mann wen flachlegt. Mann und Frau würden einen gemeinsamen Weg finden, dieses so zu kommunizieren und zu handhaben, dass es innerhalb festgelegter Regeln stattfindet und mit entsprechender gemeinsamer Aufarbeitung. Dem einen reicht es, wenn er es einfach nur weiss. Die andere will vielleicht genau wissen, wie die Affäre aussieht, wie sie bläst, ob sie Strapse trägt.
ABER am Ende des Tages kommen die Partner immer zueinander zurück. Weil DAS die bewusste Entscheidung füreinander symbolisiert. Paul Kaufmann hat dazu sehr passend geschrieben, dass man verstehen muss, dass die Rückkehr ins eheliche Bett jedesmal eine bewusste Entscheidung für den Partner, für die Beziehung, für die Liebe ist.
Dies gilt für die, die in einer monogamen Beziehung nicht glücklich, nicht erfüllt sind. Ich vermute, dass der Großteil der Bevölkerung die monogame Beziehung bevorzugt und sie lebt, sie demnach auch für sich persönlich als richtig und gut definiert. Daran möchte ich gar nicht rütteln.

Ich möchte die aufrütteln, die denken, dass sie eine Absprache zu einer offenen Beziehung geführt haben oder sich in derselbigen befinden und auf die Fall 1-3 (und andere von mir nicht aufgezählte Szenarien) zutrifft. Ihr führt keine offene Beziehung, ihr habt Seitensprünge und geht fremd. Punkt.
Auch das ist nicht verwerflich, das macht nicht nur ihr, sondern sicher Millionen anderer Menschen.
Dennoch sind die wenigstens sich selbst gegenüber ehrlich.
Der Satz „Ich führe eine offene Beziehung“ ist in den meisten Fällen ein Synonym für „Ich gehe fremd, aber beruhige mein Gewissen, weil…. “

– meine Frau ja damit okay ist und nur nichts davon wissen will
Entweder ist die Beziehung schon so kaputt, dass Eure Frau froh ist, dass sie nicht mehr mit Euch schlafen muss. Oder sie möchte eigentlich, dass ihr gar nicht den Drang habt, euch woanders etwas zu holen, was sie ja auch bereit wäre zu geben. Oder sie hat Angst, dass ihr Euch trennt, wenn sie nicht zustimmt… oder… oder … oder
Die Möglichkeiten sind endlos, helfen kann da nur ein sehr ehrliches, vielleicht schmerzhaftes Gespräch. Wenn Ihr Euch das traut. Was ihr wahrscheinlich nicht tut … Weil es SO ja viel einfacher und bequemer ist, ne? 🙂

– meine Frau meine Neigungen ja nicht teilt, kann ich ja nix für
Stimmt, kannst Du nix für. Deine Frau aber auch nicht, dass sie nicht auf Leder, Latex und einen devoten Ehemann steht.
Aber wenn die Gelüste, die Triebe, die Neigungen da sind, hilft es auch nichts, so zu tun, als wären sie nicht da. Für beide Seiten nicht.
Auch hier – es führt wahrscheinlich nichts an einem offenen Gespräch dran vorbei.
Und ja auch hier sind die Chancen, dass man auf einen gemeinsamen Nenner kommt 50/50. Ich kenne Fälle, wo sich das Paar dann trennte, keiner von beiden glücklich ist. Er verteufelt seine Neigung, die das Ende der Ehe bedeutet. Sie klagt an, dass er Sex über Liebe stellt. Ich kenne Fälle, wo der Mann seine Gelüste in den Keller geschlossen hat und darauf vertraut, dass sich einfach keine Begehrlichkeiten wecken.
Und ich kenne Fälle, wo einfach so weitergemacht wird, wie bisher.

Auch hier gibt es sicher noch viele Szenarien, auch Gründe und Motivationen, meine Quintessenz ist vielleicht einfach die (ja, wusste ich nicht wirklich, wo ich hin will, als ich den Rant angefangen habe):

Geht fremd, wenn ihr das möchtet. Aber nennt es nicht offene Beziehung und lebt mit dem schlechten Gewissen.

oder

Beginnt den harten, langen Weg zu einer offenen Beziehung. Das wird Arbeit, keine Frage. Und vielleicht klappt es auch nicht. Aber vielleicht klappt es auch.

So, Rant over… Das musste mal raus. Ich habe zu viele verlogene Beziehungen in meinem Dunstkreis. Dass ich auf den einschlägigen Plattformen auf sowas treffe, ist mir klar – interessiert mich aber nicht wirklich. Menschen in meinem Dunstkreis interessieren mich i.d.R.
Ich würde allen Beteiligten wünschen, dass sie nicht an ihren Lügen ersticken. Vorallem nicht an den Lügen vor sich selbst.

Lila features ….

Lila features ….

Also, ich habe ja vor längerem schon mal meine Lobhudeley-Kategorie „Lieblingsblogs“ eingeführt. Da sind hauptsächlich Blogs der schreibenden Art vertreten.

Nun interessiert mich aber auch die bildende Kunst, sehr sogar. Manchmal vergesse ich das, umso mehr freue ich mich, dass hier im Bloggyversum soviel bildende Künstler rumhüpfen und ihre Werke präsentieren.

Es passte, dass an Tag 19 der Blogging University die Aufgabe war „Feature a Guest“.

Also hier Teil 1 von vorerst 3 Teilen: Lila features Listenes

Die Vorgehensweise: Ich habe mir bei Listenes 4 Einträge/Werke ausgesucht, die mich persönlich sehr angesprochen haben. Die habe ich Maya geschickt und sie hat sich diese nochmal angeschaut und von mir gestellte Fragen beantwortet. Fragen, die ich sehr gerne auch Künstlern wie Dali oder Monet mal stellen würde. Ich gucke gerne hinter die „Kulisse“.

(Die kleinen Bilder verlinken beim Draufklicken auf die Originale auf den jeweiligen Blogs!)

Los geht’s!!!

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Hallo Leute!
Die liebe Lila hat fleißig in meinem Blog gestöbert und sich ein paar alte Bilder rausgesucht zu denen ich folgende Fragen beantworten sollte:

  • Deine Motivation damals – gibt es eine Geschichte, einen Grund hinter dem Werk?
  • Besonderheiten in der Ausführung – Zeichentechnik? Farben?
  • Deine Sicht heute – Was würdest Du anders machen und warum?

Ich habe mich sehr über ihre Anfrage gefreut und ich muss sagen, dass es mir auch Spaß gemacht hat, nochmal über ein paar meiner alten Bilder nachzudenken und sie zu Reflektieren. Jedes Bild ist wie eine kleine Welt, in der ich bis zur Fertigstellung lebe, was es umso schöner machte, nochmal in diese alten Erinnerungen einzutauchen.

img_00012New Flesh

Den Entwurf zu New Flesh skizzierte ich, nachdem ich es bei dem Hören vom gleichnamigen Lied der Band Grendel an der Stelle bei 2:51 Minuten vor meinem geistigen Auge sah.

„The notion that nature can be calculated
inevitably leads to the conclusion that
humans too can be reduced to basic mechanical parts“

Ich wollte aber nicht einfach einen Cyborg zeichnen, sondern die Menschlichkeit, die ja trotzdem irgendwo vorhanden ist, miteinfangen. Deshalb habe ich den ästhetischen nackten Körper einer Frau mit makabren, künstlichen Elementen versehen.
Für die Coloration habe ich, wie üblich, Buntstifte genutzt und den schwarzen Hintergrund mit Copics umgesetzt.
Wenn ich das Bild so betrachte wird mir klar, dass ich heute wohl vor allem die Bauchöffnungen anders gezeichnet, oder zumindest die entsprechenden „Deckel“ mit auf die Liege platziert hätte, so dass man nachvollziehen kann, wie die Öffnungen bei Vollendung des Cyborgs geschlossen werden.

Mich hat das Cyborg-Thema hier sehr angesprochen. Zumal ich meine erste fiktive Geschichte sofort im Kopf hatte, als ich das hier gesehen habe. Ich mag hier die Kombination von Farben und Formen, Schattierungen auf der Haut. Ich bin ja ein Fan davon, wenn Dinge nicht (zwingend) digitalisiert werden. Wenn man Pinselstriche oder Radierungen erkennen kann. Das mag ich hier sehr, sehr gerne. Außerdem finde ich, dass ich hier ganz klar „Maya“ erkennen kann. Ihre Handschrift, Ihr Stil, Ihr Ausdrucksweise

img32Hand mit Käfern

Ich habe früher für die Schule oder als Geschenk für Verwandte an Weihnachten, einige naturalistische Käfer gezeichnet, aber hatte nie welche für mich! Darum habe ich dann nach einer längeren Käfer-freien Zeit, zunächst das Bild Bunter Käfer gezeichnet und weil mir die Kombination von Mensch und Käfer so gut gefiel, kam ich auf die Idee, eine Hand mit Käfer zu zeichnen. Erst sollte nur einer dieser Kerle in Szene gesetzt werden, dann kam aber irgendwie eine Skizze zustande, in der mehrere Käfer in Kombination mit Blumen an einer Hand krabbeln. Selbst während des Colorierens mit Buntstiften wusste ich noch nicht wie das Endergebnis aussehen soll und wollte die Blumen erst passend zu den Fingernägeln blau gestalten, was mir irgendwann zu eintönig erschien, so dass die Rosen nun verschiedene Farben tragen. Ich weiß, dass mir damals der Aquarell Rahmen nicht gefiel, jetzt mag ich ihn aber und das Bild gefällt mir so gut, dass es seit 2013 meine Wand zieren darf!


Aaaah, Maya „quält“ mich ja gerne mal mit Spinnen- und Käferfotos. Deswegen musste ich so lachen, als ich mir dieses Bild ausgesucht hatte. Natürlich – ein Käfer! Viel mehr möchte ich aber das Augenmerk auf die Hand legen… Da ich ja mit einigen „Künstlern“ spreche und die immer große Probleme mit Händen haben, biete ich dieses Objekt zum Studium an 🙂
Ich habe selbst mal einen Porträt-Kurs in der VHS gemacht, das sah NIE echt aus, immer (stümperhaft) gemalt. Ein bißchen besser als Strichmännchen – aber kaum. Daher bewundere ich jeden, der so zeichnen kann, dass es „echt“ aussieht.
Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass mir auch die Blumen sehr gut gefallen und das nicht nur, weil es „meine“ Farben sind! Ich kann verstehen, dass Maya dieses Bild in der Wohnung hängen hat.

img_00022kleinCat Girl

Um ehrlich zu sein, ging es mir bei dem Bild vor allem darum, mal so richtig große, gequetschte Brüste zu zeichnen, weil ich da so einen schönen Glanz mit in die Schattierung einbringen kann, weshalb die Coloration natürlich auch mit Buntstiften gemacht werden musste.
Leider gefällt mir jetzt die Unfertige Version besser, weil das Gesicht meiner Meinung nach etwas Misslungen ist und die Haare mit weniger Struktur sicher auch besser ausgesehen hätten.


Ich musste automatisch an Petplay denken und wie albern ich da meistens die Frauen finde – Katzenöhrchen und Anal-Plug mit Schwanz (Sorry Maya, die Assoziation ist einfach passiert 🙂 ).
In diesem Bild wiederum finde ich das gar nicht albern. Vielleicht weil es abstrakt ist? Ich weiß es nicht.
Was ich weiß ist, dass mir hier besonders die Augen, Ohren und Haare gefallen. Lustig, dass genau DAS Maya nicht gefällt.
Außerdem eigentlich auch ein bißchen der leicht rötliche Popo… Ja, sorry, das SM-Thema ist einfach nicht zu verleugnen. 🙂
In der Beschreibung von Maya musste ich sehr lachen, als ich das mit den gequetschten Brüsten gesehen habe. Ich musste mich dann gleich fragen, wie die wohl aussehen, wenn das Mädel aufrecht steht. Hmm!
Dass man soviel Zeugs im Hirn rumspinnen kann, wenn man sich Bilder anschaut – ich glaube genau darin liegt für mich die Faszination.

imgDie blutende Frau

Wenn ich mich recht Erinnere, ist die Skizze zu der Frau selbst während einer Zugfahrt entstanden. Da gefiel sie mir so gut, dass ich es nicht bei einer Skizze belassen wollte und überlegt habe, sie in ein Bild einzufügen. Die Unfertige Ausarbeitung wollte ich beibehalten, so kam ich irgendwann auf die Idee, mal etwas Neues zu probieren und habe die Frau mit verschiedenen Elementen Kombiniert.
Die Coloration ist in diesem Bild eine Kombination aus Aquarell, Buntstift und Acrylfarbe, was dem Werk meiner Meinung nach eine gewisse Tiefe verleiht. Der nachträglich eingefügte Text vom Lied Deep Waters, ebenfalls von Grendel, passt erstaunlich gut zum Motiv und gibt dem ganzen Bild für mich selber nochmal eine neue Bedeutung.
Heute hätte ich wohl das Blut etwas flüssiger gestaltet und das hintergründige Blau ein wenig mehr abgedunkelt.


Lustig. Ich hatte nur Augen für die Hände. Und wenn ich mir die Scribbles so anschaue und dazu DasManuel im Ohr habe, der immer sagt: „Alles nur Kreise, Malen ist Kreise malen“ – verkürzt zitiert – dann schaue ich mir die unterste Hand an und sehe => Kreise! 🙂
Und „eigentlich“ sieht es gar nicht so schwer aus… Als ich es dann selbst versucht habe, hatte ich eher so eine Hand Richtung Tim Burton-Figur auf dem Papier. Gruzilla lässt grüßen. Also, liebe Maya, vielleicht magst Du mal ein „Hand-Mal-Tutorial“ auf YouTube stellen? 🙂
Die Faszination, wie man selbst mit Kugelschreiber so gut zeichnen kann, hält immer noch an, daher finde ich auch den Scribble der Frau schon so gut, dass ich es mir an die Wand hängen würde.
Außerdem, das ist das Wichtigste, mag ich Entstehungs-Posts. Wenn mir die Künstler zeigen, wie sie dahin gekommen sind, zum fertigen Bild. Wenn ich Techniken erkennen kann, das Handwerk sehe.

Diese Auswahl an Bildern von Lila hat interessanterweise eine für mich logische Aufteilung! Gerahmt wird das Ganze von zwei dunkleren Bildern mit dunklem Blau und giftigem Grün, mittig befinden sich dann zwei fröhliche bunte Bilder mit einem hohen Rosa Anteil – also eine stimmige Auswahl.


Ich danke Maya, dass sie sich die Zeit genommen hat, meine Fragen zu beantworten. Ich hoffe, dass es Euch auch ein bißchen gefällt, wenn ich in den Archiven der Kreativen im Bloggyversum rumstöbere und ältere Werke mal abstaube und ausstelle – wie in einer kleinen Online-Galerie 🙂

Teamwork

Teamwork

DasManuel hat eine Erdnuss gezeichnet, eine tödliche Erdnuss wohlgemerkt.
Wobei ich sie viel zu niedlich finde, als dass ich sie als bedrohlich empfinden würde, aber grumpfig genug schaut sie ja.

Auf jeden Fall wollte er, dass ich das „fertige“ Produkt noch poste. Das ist, nach seiner Vorleistung, nicht wirklich annähernd so kreativ gewesen, wie es vielleicht aussieht. Es gibt ganz geniale Menschen, die für „faule“ kreative Menschen wie mich, die sich nicht weiter mit Photoshop (Elements) rumschlagen wollen (um dann doch nicht zum gewünschten Ergebnis zu kommen), Editoren programmieren 😉

Also, hier die tödlichen Nüsschen im finalen Gewand… 🙂

DeadlyPeanut(2)

Peanut(2)

Da sich herausgestellt hat, dass DasManuel gerne unter Druck – vorallem Zeitdruck arbeitet… Werde ich dran arbeiten, dass er mehr produziert… Wooooo war nochmal die Lederpeitsche? *kram*

Friitig

Friitig

Eine turbulente Woche neigt sich dem Ende, das Wochenende hat wunderbar wenig auf dem Schirm an Terminen. Alleine am Sonntag mit meiner Besten in „Inside Out“ und weiterhin und noch mehr über „The foot is down – the FOOT – IS – DOWN“ lachen… Mehr kann man sich nicht wünschen…

Doch! Nachdem ich in den Genuß gekommen bin, in allen meinen Ansichten bezüglich einer Beziehunge bestätigt worden zu sein und mit „schuld“ am Zerbrechen derselbigen gewesen zu sein, stellt sich trotz allem ein hoher Grad an Genugtuung heraus … (Sorry Karmakonto).

Und auch sonst finde ich, gibt es einige Ehefrauen, denen ich das hier gerne sagen würde:

And she’ll never know that I made him better for her
So, give some credit where it’s due
Give props to you know who

Ein wunderbar sonniges Wochenende Euch allen, genießt es, lacht und tanz und umarmt Euch 🙂

Lila