Für den ein oder anderen

Für den ein oder anderen

Mann und Menschen, in meinem Leben … Ergo am Allermeisten für mich. 
  
Also aufhören zu überlegen, was hätte sein können… Alle Konjunktive sind überflüssig.

Es ist wie es ist, war wie es war… passiert ist passiert.

Junge Schwäne, Leinenmänner, unsichere und kaputte Dom’s, Mutter, Vater … Ich mache mal leise das Buch zu.

18 Gedanken zu “Für den ein oder anderen

      1. Manchmal geht es einfach nicht anders. Hatte mit meiner Mutter auch wieder ein Erlebnis der besonderen Art. Da fällt einem nichts mehr ein. Am Ende habe ich mich in den Sarkasmus gerettet.

      2. Ich verstehe langsam, dass ich einfach gewissen Entscheidungen FÜR MICH treffen muss. Das heißt ja nicht, dass ich nicht vergebe oder verzeihen kann. Aber es heißt, dass ich Menschen, die mir nicht gut tun und die mich verletzen, auch einfach hinter mir lassen kann… Das ist kein Verlust – im Gegenteil 🙂

    1. Das Buch mit dem Titel „Ich grübel und quäle mich, um vergangenes Verhalten anderer zu verstehen“ mache ich zu. Knapp 30 Jahre darin blättern haben mich nicht schlauer oder besser gemacht, ich habe den Schmerz so nur am Leben gehalten. Das ist kontraproduktiv 🙂

      Gugg, hier ist ein neues, unbeschriebenes Buch … Da geht es jetzt weiter 🙂

      1. Na okay, bei dem Titel hätte ich es schon früher zugemacht.
        Und das neue Buch sieht chic aus – so lila.
        Aber sag mal, warum steht denn da als Titel
        “Ich grübel und quäle mich, um Andere zu verstehen”?
        *ganz-schnell-duck-und-weg*

      2. Nenene, Teil 2 ist nicht geplant 🙂
        Ich werde, glaube ich, immer Menschen und ihre Handlungen hinterfragen – das finde ich auch nicht schlimm. Aber in den Ausmaßen, wie ich das in der Vergangenheit gemacht habe, muss das bitte nicht mehr sein 🙂

      3. Das mit den Handlungen hinterfragen ist sicher ok. Ich kann das auch gut – und dann den Kopf schütteln, wenn die Handlungen so ab-so-lut unlogisch sind. Oder eben einfach ü-ber-haupt nicht nachvollziehbar. Das macht mich kirre. Und davon versuche ich auch wegzukommen. Ist aber schwer, wenn man das schon immer so gemacht hat. Und das ist ja auch nichts gewolltes, sondern einfach so ein Automatismus. Ich höre dann immer, du machst dir viel zu viel Gedanken. Mag sein – aber eben nicht gewollt. Passiert. Einfach so. *seufz*

        Von daher verstehe ich dich schon ein wenig. Wahrscheinlich nimmst du dann vieles auch noch sehr persönlich, tippe ich mal.

      4. Klar 🙂
        Jede Handlung, jede Entscheidung, die für etwas oder jemand anderen ist, ist GEGEN mich. Dann begann der Teufelskreis von „Ich bin nicht gut genug, nicht liebenswert – ich bin zu fett, zu hässlich – ich bin es schlicht nicht wert und habe es genau so verdient“
        Im schlimmsten Fall ging dann der nächste Schritt ins Klein-machen, ins Anbiedern – kurz – ins Unglück.

        Woran dann natürlich auch der ursprüngliche Verletzungsauslöser schuld ist uuuuuund das Spiel beginnt von vorne.

        Ich denke auch viel. Aber ich habe gelernt zu steuern, worüber ich wieviel Nachdenke.

        Und glaub ‚ mir – es gibt SOOOOOVIEL, was ich nicht verstehe. Wo ich immer noch da stehe und denke „HÄ?!?!?“

        Aber ich weiß auch, bei wem es Sinn macht, nachzufragen und bei wem nicht. Den Jungen Schwan zu fragen, was in seinem Kopf vorgegangen ist, als er zum „Schlag“ ausholte, macht einfach keinen Sinn 🙂
        Er wird es mir nicht erklären können. Und wenn ich mich weiter damit beschäftige und ärgere, dass er sich nicht entschuldigt und „erwartet“, dass ich ihm die Hand reiche – dann Streck ich da lässig beide ausgestreckte Mittelfinger hin, Dreh‘ mich um und gehe 🙂
        Warum? Weil ich es kann und alles andere Zeit- und Energieverschwendung ist 🙂

  1. Da ich davon ausgehe, dass man eine Verletzung nicht vergessen und auch nicht ungeschehen machen kann, ist für mich immer viel mehr die Frage: Was hat mich verletzt? Warum hat es mich verletzt? Könnte es mich heute wieder verletzten? Wenn ja, was kann ich dagegen tun? Wenn nein, wo geht es hier eigentlich weiter?
    Und bei mir funktioniert immer ganz gut die „was-wäre-gewesen-wenn-…“-Gedanken-Mist-Rumgrübelei-Zeitverschwendung zum einschlafen. Dann kann man sich auch immer überlegen, was wäre gewesen, wenn ich den Typen nackt zwischen die Finger bekommen hätte …. ich meine damit, was-wäre-wenn-Überlegungen können auch ganz angehnehm sein.

    1. Ich sage ja auch nicht, dass ich nicht darüber nachdenke oder reflektiere. Aber ohne Witz, 30 Jahre eine Groll zu hegen, ist ganz schön anstrengend und hilft mir ja auch nicht weiter 🙂
      Die Gedankengänge, die Du beschreibst, habe ich natürlich auch – was lerne ich draus, wie kann ich das künftig vermeiden…

      Aber dieses Grübeln vor dem Einschlafen macht mich wahnsinnig und hat zu vielen schlaflosen Nächten geführt. Diese endlosen fiktiven Diskussionen, wie es auch hätte sein können, wenn ich z.B. Stark geblieben wäre oder meine Meinung gesagt hätte oder oder oder … nein, das ist definitiv nicht gut für mich.

      Aber ich glaube jeder hat da andere Mechanismen. Ich kenne auch Menschen, die einfach beschliessen, dass sie jetzt nichts mehr empfinden und ihnen Person X egal ist. Und Zack, drehen sich um, gehen weiter.

      Ich zweifle zwar immer an, ob das wirklich so einfach funktioniert, aber das können nur diese Menschen langfristig für sich herausfinden 🙂

  2. Okay, wenn du mir jetzt noch die Detailanleitung schreibst, wie das funktionieren soll, was da so nett als Spruch steht, dann bist du meine Bloggerin des Jahrzehnts!

    1. Für mich heißt das, dass ich loslasse. Bisher habe ich eine Menge offene Wunden gesammelt, alles war irgendwie nicht abgeschlossen auch, wenn es längst vorbei war.
      Das ist nicht gut, nicht für mich.
      Ich habe mich jahrelang im Kopf mit diesen Personen auseinander gesetzt, mit ihnen gestritten ohne sie vor mir zu haben. Das funktioniert so nicht.
      Jetzt versuche ich nicht mehr die Dinge mit dem anderen zu klären, sondern nur noch mit mir.
      Ich kann, was passiert ist, eh‘ nicht mehr ändern – der andere auch nicht.
      Entschuldigungen und/oder Verhaltensänderungen gibt es auch nicht… Es gibt einfach keine Genugtuung, nichts, was die Verletzungen ungeschehen macht.

      Also: Mehr daran arbeiten nicht so schnell so verletzbar zu sein. wenn es denn passiert, überlegen, ob es Sinn macht zu reden. wenn selbst das nicht – abhaken, umdrehen, gehen …

      Und was Besseres suchen 🙂

      So funktioniert es mittlerweile, nach einem Jahr Therapie, ganz gut 🙂

      Ich werde gerne unterschätzt, meine Mitmenschen glauben nicht, dass sie mir egal werden können und dass ich durchaus gehe, wenn es mir zu doof ist 🙂

  3. Was geschehen, ist geschehen. Das Wasser
    Das du in den Wein gossest, kannst du
    Nicht mehr herausschütten, aber
    Alles wandelt sich. Neu beginnen
    Kannst du mit dem letzten Atemzug.
    – Bertolt Brecht

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s