Gedanken und so…

Gedanken und so…

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Ich bin kein Freund von Vorsätzen. Punkt. Halte ich eh‘ nicht ein. Ich habe eine erstaunliche Disziplinslosigkeit bei solchen Dingen.

(Nach einem Jahr Therapie vermute ich mal, dass das mein einziger Weg der Rebellion war?)

Wie dem auch sei, dieses Jahr habe ich mir vorgenommen an meinem Glück zu feilen.

Erste Schritte sind gemacht, nun genieße ich gerade die Phase, wo einfach mal keine Baustelle in meinem Seelenleben zu bearbeiten ist und ich mich a) meinem Körper widmen kann, der mittlerweile unter den Langzeitschäden des Unfalls leidet – verkürzte Muskeln, Sehnen, Kraftlosigkeit, verlorengegangene Flexibilität… und b) mich mal wieder im Geiste mit anderen Menschen beschäftigen kann.

Es gibt so 2 Sätze, die momentan öfter an mein Ohr dringen als sonst.

Meine Beste, die immer sagt „6 Kreise, denk‘ an die 6 Kreise“ –
Ihre Therapeutin hat ihr irgendwann gesagt, dass, wenn man selbst Therapie beginnt und sich helfen lässt, dass das in Kreisen auch das Umfeld mit beeinflusst, quasi mit-therapiert. Warum das 6 Kreise sind? Ich habe dazu nichts im Netz gefunden, aber wann immer wir uns über unsere Erfolge erzählen, kommen wir darauf, wie sehr andere Menschen von unserer Therapie profitieren… 🙂
Ich stelle mir dabei immer einen Stein vor, der ins Wasser plumpst und Kreise zieht…

Der zweite Satz ist immer „Therapie ist nichts für mich“.
Ja, habe ich auch gesagt… lange, seeehr lange, zu lange wie ich heute finde.
Ich möchte gerne soviele Leute in Therapie schicken, wissend, dass das nur funktioniert, wenn die auch wollen. Am liebsten, weil mir am Bekanntesten, sind die „ich schaff‘ das schon alleine“ oder „Ach, wegen dem bisschen…. das ist doch grade Mode und Trend…. neeeeee“
Mag sein. Mag sein, dass ich totaler Trendsetter bin. Aber dann finde ich, ist es für einen Trend ganz schön viel harte Arbeit 🙂
Ein Freund von mir, der m.E. ein suuuuper Kandidat für eine Therapie wäre, meinte einmal „Was soll ich denn meiner Frau sagen? Womit soll ich das denn erklären?“
Das macht mich so unheimlich traurig und schliesst dann auch die klammer zu Punkt b) oben.

Ich sehe diesen Freund regelmäßig, seit 2 Jahren. Ich sehe Wiederholungen und Schemata, höre „Ausreden“ und Erklärungen, gar Rechtfertigungen. Ich kenne das. Ich bekomme das auch oft zu hören von meiner Therapeutin, dass das was ich sage, wie eine Rechtfertigung klingt, wenn ich auf eine ihrer seltenen Fragen antworte. Mittlerweile habe ich für mich erkannt, dass ich mich tatsächlich rechtfertige. Weil in meinem Kopf mein Verhalten immer noch als sehr „hart“ und sehr egoistisch abgespeichert ist. „Das macht man nicht“ oder „Hast Du kein Mitleid?“.
Doch, ich habe schon Mitleid, mir tut meiner Vater sehr leid und auch Teile meiner Familie… aber ich kann ihnen nicht (mehr) helfen. Und das einzige Verhalten, was ich momentan habe, um zu verhindern, wieder in den alten Trott abzudriften ist, harte Cuts zu ziehen. Ich schütze mich vor mir selbst und den Anforderungen und Erwartungen anderer.

Und ja, ich halte mich sehr zurück mit dem Anraten, doch mal eine Therapie in Betracht zu ziehen. Hilfe zu suchen. Ich kann mich noch zu gut an meine eigenen Reaktionen erinnern 🙂

Trotzdem, ich bleibe dabei: Ich habe gestern in einem sehr spannenden Interview gelesen – wenn ich nicht glücklich bin, wenn ich nicht ausgeglichen und entspannt bin, wenn ich nicht weiss, was ich will und nicht will – dann kann ich mich nicht um andere kümmern. Dann wälze ich irgendwann die Verpflichtung meines Glücks auf andere Personen ab. „XY macht mich sehr glücklich“ ist an dieser Stelle ein sehr dünnes Eis.
Ja, uns kann eine andere Person glücklich machen. Wir können andere Personen glücklich machen – aber nur, wenn wir selbst zufrieden sind.
Wie oft enden Beziehungen oder Streitigkeiten mit Vorwürfen, weil die Bedürfnisse nicht gestillt werden. Weil man nicht glücklich gemacht wurde.

Viele Kommentatoren haben mir das schon oft geschrieben und hinterlassen, viele Sprichwörter greifen das auf… Zuallererst und mit höchster Priorität muss man an seinem eigenen Glück feilen – und dann nach den anderen schauen. Ansonsten laugt man sich aus, gibt sich auf und ist am Ende nur ein Schatten seiner selbst … den der Partner, die Familie, die Kollegen überhaupt nicht mehr wahrnehmen und vorallem nicht mehr wiedererkennen.

Du bist egoistisch! In einer Beziehung muss man Kompromisse schliessen!

Ja, bis zu einem gewissen Grad sicher. Ja, vielleicht bin ich deswegen nie in langen Beziehungen gewesen, weil ich das nicht konnte. Ich hätte(habe) irgendwann das „Machtverhältnis“ kippen lassen. In die eine oder andere Richtung. Gesund wäre (war) das nicht. Deswegen auch nicht von langer Dauer.

Ich war eigentlich schon immer Single, aber noch nie mit soviel Ruhe und Zufriedenheit wie jetzt.

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Vielleicht bin ich es, weil ich in der wilden Phase gesehen habe, wie es sein kann in einer „schlechten“ Beziehung zu stecken und dass man daran tatsächlich zerbrechen kann. (Siehe H.)
Oder, dass man innerlich gebrochen wird, weil man den falschen Phrasen geglaubt hat. Mehr gesehen hat als dort ist. Versprechen nicht gehalten wurden und die vermeintlich heile Welt dann doch wichtiger war als den Mut zur Veränderung zu haben. Ich hadere sehr damit diesen beiden Schlüsselfiguren der letzten 2 Jahre auch nur eine Sekunde meiner Herzens- und Hirnzeit geschenkt zu haben.

Da ich keine guten Beziehungsvorbilder hatte und jetzt auch nicht habe, glaube ich nicht daran, dass Beziehung (alleine) glücklich macht. Familie und Kinder genausowenig. Eigenheim auch nicht. Reichtum auch nicht.
Daher verstehe ich nicht, dass man mit seinem Leben nicht zufrieden ist und nichts daran ändere. Sich immer mehr in das zurückzieht, was mich unzufrieden hat werden lassen. Lethargie und Trägheit, das Abfinden mit einem „Schicksal“, dass einem „irgendwer“ übergestülpt hat. Das verstehe ich nicht.

Ein Freund erzählt mir, dass er seinen Lebenstraum für seine Beziehung aufgegeben habe. Ein Studienplatz im Ausland, genau das, was er immer machen wollte, seine Leidenschaft. Hat er dann nicht gemacht, weil die Beziehung gerade frisch war und das wahrscheinlich nicht überlebt hätte. Diese Situation zu Anfang der Beziehung, zieht sich wie ein roter Faden bis heute da durch. Zufrieden ist Mann damit nicht. Aber es sei halt so, so habe er sich halt entschieden.
Mann lebt also Jahrzehnte mit einer dauernden Unzufriedenheit und hinterfragt nicht mal, wo die Ursachen dafür liegen. Und zwar nicht im Heute oder im Gestern…. Sondern Grundlagenforschung…

Die Frage ist doch: Was stellt Dich zufrieden? Was ist Deine ideale Vorstellung und was ist die Situation mit der Du leben könntest, wenn Deine ideale Vorstellung nicht wirklich eintritt. Und was musst Du tun, um dahin zu kommen.

Es ist ein Abwägen, es ist ein Rantasten … es ist aber manchmal auch ein Loslassen und ein Freischwimmen. Ein Mutig-von-der-Klippe-springen oder ein einfach-ins-Gras-legen-und-den-Wolken-zuschauen.

Man macht Menschen meist nicht glücklich, wenn man es selbst nicht ist. Also – mach‘ Dich erstmal selbst glücklich. Dann kannst Du Dein Glück auch teilen.

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Anmerkung: Dieser Text ist ohne die Zugabe von Glückskeksen oder sonstigen Rauschmitteln entstanden und in 5 Minuten vom Hirn in die Finger gerutscht… 🙂

20 Gedanken zu “Gedanken und so…

  1. Anmerkung: Schade… denn dann hättest du mir sagen können, wo es die Glückskekse oder Rauschmittel gibt, die einen in 5 Minuten so einen Text schreiben lassen. 🙂

    PS: Das erste Bild ist einfach genial und eines meiner Lebensmottos – letztendlich: man ist seines eigenen Glückes Schmied.

    1. Hehe… Frag‘ mal DasManuel wie anstrengend das sein kann, wenn man diesen Gedankenwortschwall direkt abbekommt… *g*

      Schlimm ist eigentlich, dass meine Gedanken noch soviel schneller sind als meine Finger… und ich dann immer nachjustieren muss, weil die Hälfte der Sätze im Kopf geblieben ist und nicht bis zu den Fingern vorgedrungen ist…. *g*

      Aber genau das ist es: Jeder ist seines Glückes Schmied… Erkennt man nur manchmal nicht mehr… Muss man sich immer wieder selbst dran erinnern 🙂

      1. Hmmm…. das kenn ich in anderen Situationen nur andersherum… also dass meine Finger schneller sind als mein Gehirn – und dann gibts meist was auf selbige und mein Gehirn wird nachjustiert! *lach*

  2. 5 Minuten für so einen Text? Ganz schön lang, finde ich. Und dazu dann noch 2 protzige Bilder, die alles recht lang erscheinen lassen … 😉

    Frohes Neues übrigens – und dann schmieden Sie mal fein.

  3. Frohes neues Jahr.

    Es ist doch immer das gleiche Thema. Was bei Person A klappt, funktioniert eben nicht bei Person B. Ich bin z B zum Studium ins Ausland gegangen und die Beziehung hat es überstanden. Im Nachhinein war es eine tolle Zeit mit vielen Besuchen. Aber viele in meinem Jahrgang haben aufgrund diesen Schrittes ihre Beziehung aufgeben müssen. Manche früher andere später. Der eine oder die andere haben jemand neuen, „besseren“, kennengelernt und sind glücklich. Die anderen trauern der alten Beziehung hinterher. Man weiß es vorher einfach nicht. Entsprechend gibt es auch keine Handlungsempfehlung die für jeden funktioniert.
    Jeder kann nur für sich selbst entscheiden was wirklich wichtig ist und was man bereit ist dafür zu „bezahlen“. Will ich unbedingt Kinder, dann zahle ich mit Flexibilität. Will ich unbedingt ein Haus, dann zahle ich wahrscheinlich erst einmal mit Schulden. Will ich den tollsten Mann oder Frau dann zahle ich wahrscheinlich mit Eifersucht und/oder muss damit leben, dass auch andere sie/ihn wollen.
    Bei manchen Dingen kann ich jeden Tag aufs neue entscheiden ob es den Preis wert ist oder nicht. Bei anderen Dingen geht das nicht.

    1. Dir auch ein frohes Neues, lieber Sir.

      Aber, ich finde schon, dass man sich irgendwann mit seiner/seinen Entscheidung(en) abfinden muss.
      Also nach 25 Jahren darüber unzufrieden zu sein, weil man damals eben so und nicht so entschieden hat.
      Joah, für ’ne Weile okay, aber irgendwann muss man damit aufhören. Meine Beste sagte gestern, als wir darüber sprachen: Man muss sich dann einfach selbst vergeben.

      Ja, im Nachhinein war es vielleicht die falsche Entscheidung aber zu Zeitpunkt X war es eben die, die getroffen wurde.

      Alles hat seinen Preis, das bestreite ich ja gar nicht. Aber ich kann bzw. möchte mich nicht mit permanent negativen Menschen umgeben, die zwar jammern oder unzufrieden sind, aber nichts daran ändern.

      Und ändern kann man immer was… Ja, auch mit einem Preis – aber nichts oder nur sehr wenig in dieser Welt ist in Stein gemeisselt.

      Und ja, ich werde da mittlerweile sehr direkt, wenn z.B. meine Kollegin jammert, dass ich 3,5 Wochen Urlaub machen kann und sie nicht.Stimmt nicht, aber wenn sie Urlaub mit ihrem schulpflichtigen Kind machen will und wir andere Mütter haben, mit denen Absprachen getroffen werden müssen, dann gehen 3,5 Wochen am Stück eben nicht.
      Als sie mir das also „vorwarf“, sagte ich: Du hast dafür ein Kind. Ich nicht.

      Das vergessen manche, meines Erachtens viel zu schnell. Es ist ja nicht so, dass Eltern „nur“ aufgeben und nichts zurückbekommen.

      Wie schnell ist gesagt „Ach, hast Du es gut, Du kannst machen was Du willst“… ja, aber dafür bin ich eben auch alleine, dann, wenn ich vielleicht jemandem zum Kuscheln, Anlehnen oder Reden haben wollen würde.

      Aber deswegen bin ich nicht mit meinem Leben unzufrieden – nur weil mich Momentaufnahmen mal runterziehen.

      DIE Geisteshaltung verstehe ich eben einfach nicht. 🙂

      1. Nun, die Deutschen jammern gerne. Ich gehöre auch dazu. Eltern ganz besonders. Wenn Du sie hingegen fragen würdest ob sie ihr Kind abgeben würden, dann würden wahrscheinlich 99,9% dankend ablehnen. So schlimm ist es dann doch nicht. Das Gras ist immer grüner auf der anderen Straßenseite.
        Sich mit einer Entscheidung abfinden und weiter blicken ist so eine Sache. Gerade bei Beziehungen denkt man immer an die Alternativen und was hätte sein können. Meiner Erfahrung nach wird bei den schlimmsten Jammerern nicht nur der Partner sondern gleich das ganze Leben ersetzt. Wäre ich damals mit XY zusammen gekommen, dann hätte ich jetzt ein Haus am See, denn XY hat jetzt ein Haus am See. Kinder, Statussymbole, etc. Ich hatte z B früher immer gedacht, dass es erstrebenswert wäre reich zu heiraten und immer nicht ganz ernst gemeinte Tipps an Unverheiratete gegeben, dass sie es besser als ich machen sollen. Nachdem ich jetzt einige Beispiele kennen gelernt habe, die das gemacht haben bin ich mir nicht mehr so sicher ob das wirklich eine gute Idee wäre. So ändern sich die Dinge.

      2. Ja, Jammern gehört dazu und auch immerd er Neid auf die andere Seite des Zauns.

        Aber… Kinder zu bekommen ist meist eine bewusste Entscheidung. Sich für den einen und nicht den anderen Partner zu entscheiden, ist eine meist bewusste Entscheidung.

        Es geht nicht um punktuelle Jammerer, es geht um konstant Unzufriedene.

        Wenn – egal, welche – Deiner Entscheidungen, Dich permanent unzufrieden sein lässt – DANN solltest Du was ändern. Das ist doch einfach kein Dauerzustand….?

      3. Und übrigens: Wenn Eltern zuviel jammern, biete ich (in manchen Fällen) an, zu tauschen – will dann interessanterweise keiner mehr… 🙂

  4. Moin!

    Auszugskommentare, bittesehr:

    “Was soll ich denn meiner Frau sagen? Womit soll ich das denn erklären?” – Ich erkenne nicht immer, wann ich (re)zitiert werde und wann nicht… Ist das von mir? Falls ja, kann ich diese Fragen mittlerweile revidieren. Du weißt ja, ich täte mal gerne, aber Faulheit siegt.

    „wenn ich nicht glücklich bin, wenn ich nicht ausgeglichen und entspannt bin, wenn ich nicht weiss, was ich will und nicht will – dann kann ich mich nicht um andere kümmern…“ – Soso, im Artikel ist das spannend. Und wenn ich dir immer wieder sage, dass du dich mal um dich und nicht so aufopferungsvoll um andere kümmern sollst… *grummel*

    „Ein Freund erzählt mir, dass er seinen Lebenstraum für seine Beziehung aufgegeben habe. Ein Studienplatz im Ausland, genau das, was er immer machen wollte, seine Leidenschaft…

    Zufrieden ist Mann damit nicht.“ – Das bin ich, ziemlich sicher. In den Kommentaren wurde das schon angekratzt; ich möchte hier aber nochmal folgendes bemerken: Zum einen habe ich ja nicht einen Lebenstraum für nichts aufgegeben, sondern einen Traum für einen anderen. Zum zweiten – und das ist natürlich Hätte-Hätte-Fahrradkette – weiß man nicht, was geworden wäre, wenn ich mich für den ‚ersten‘ Lebenstraum und gegen die frische Beziehung entschieden hätte. Zum dritten: Eijo, ich bin schon unzufrieden (wenngleich nicht permanent, wie du es siehst). Das hätte aber auch mit Lebenstraum 1 passieren können – eventuell wäre ich dann sogar noch unzufriedener gewesen. Womit wir wieder bei ‚Zum zweiten‘ wären.

    1. Es ist schön (und fast wie eine Mini-Therapie), dass Du das alles auf Dich beziehst 🙂
      Aus Gesprächen solltest Du wissen und Dich erinnern, dass ich mir auch hier schriftstellerische Freiheit nehme.
      Aber: Ich finde es ja immer gut, wenn reflektiert wird.
      Ich kenne eben auch die Fälle, wo man unglücklich ist, weil nicht Traum gegen Traum getauscht wurde. Und da ist man nicht zufrieden und das kann ich nur schwer nachvollziehen.

      Dazu, dass ich Dinge selbst erkenne – meist sogar besser – wenn ich sie selbst erlebe – im Gegenzug zu jemand anderes sagt mir das – das ist doch total normal? Und ich finde oft, dass die Ratschläge hart sind und für
      mich nicht (sofort) umsetzbar 🙂
      Aber Du siehst ja, dass das mit der Zeit dann eben durchsickert.

      Und bzgl Faulheit und Offenheit in Deiner Beziehung: Das sind Dinge, die nur Du wissen und beurteilen kannst. Ich kann eben nur zurückspielen und interpretieren, was ich sehe und höre. Und ja, natürlich kommt da noch mein persönliches Gedankengut und meine Lebenserfahrung dazu … Fatalistin, Pessimistin und soziophobe Kriminelle oder so 🙂

      Also, alles halb so wild 🙂
      Aber: Hurra zur Reflektion 🙂

      1. Ich komme da noch mal drauf zurück aber ich sitze ausnahmsweise mal nicht vor meinem Rechner sondern strieze Prüflinge bei der Abschlussprüfung 🙂

    2. Also dann jetzt die lange Version (wobei ich nicht sehe, wo ich mich gedrückt habe, aber bitte sehr *g*)

      „Ich erkenne nicht immer, wann ich (re)zitiert werde und wann nicht… Ist das von mir? Falls ja, kann ich diese Fragen mittlerweile revidieren. Du weißt ja, ich täte mal gerne, aber Faulheit siegt.“
      Hier bist Du zitiert worden und ja, seit Freitag kenn‘ ich die revidierte Fassung. Ich kann es eben trotzdem nur insofern nachvollziehen, als dass der „Leidensdruck“ oder Deine Unzufriedenheit eben nicht groß genug ist, um den Arsch hochzubekommen. Kenn‘ ich. Ich hätte mir gewünscht, dass ich schon früher ein positives Beispiel gehabt hätte, das mich den Arsch früher hätte hochbekommen lassen. Anderseits ist das eben auch eine Persönlichkeitsfrage 🙂 Möchtest Du wirklich zufrieden und glücklich sein? Weisst Du denn überhaupt, was es dafür braucht? Wie Du dahin kommst? Wenn nicht ist das schwierig und dann vielleicht eine grundsätzliche Lebenseinstellung? Da sind Du und ich ja schon sehr verschieden 🙂

      „Soso, im Artikel ist das spannend. Und wenn ich dir immer wieder sage, dass du dich mal um dich und nicht so aufopferungsvoll um andere kümmern sollst… *grummel*“
      Aaaaahja, aber Du hörst mir (oder anderen Menschen) zu und denkst Dir IMMER „Stimmmmmmmmmmmmmmmt, der hat recht“ und *schnipps* verinnerlichst Du alles, was Dir von außen angetragen wird? 😉
      Wirklich? 🙂
      Es ist einfach von außen Kritik zu üben oder Verbesserungsvorschläge zu machen, Du weisst aber doch selbst am Besten, dass man manches einfach nicht KANN auch wenn man es vielleicht möchte. Und ich habe immer gedacht, was REDET der für’n Quatsch, wieso muss ICH mich ändern, will ich nicht, meeeeeeeeeeeeeeeh. Aber irgendwann fängt man halt an, mal nachzudenken, warum sich nichts ändert und man iiiiiiiiiiimmer und immer wieder vor der selben Scheisse steht. Und dann liest man in Foren, guckt hier und da… und irgendwann findet eine Hollywood-Schauspielerin, die ihrer Tochter erklärt, wie „Glück“ für sie funktioniert, die Worte, die Sinn machen… und die man verinnerlichen und umsetzen kann. Heisst nicht, dass ich Dir nicht zuhöre und nicht gerne Meinungen einhole, Blickwinkel verändere, in dem ich mir andere Standpunkte anschaue. Aber letztendlich muss ich die Entscheidung treffen und die Konsequenzen tragen. Also muss ich auch auf meine eigene Meinung und meine eigenen Wünsche hören. Denn – das macht sonst niemand 🙂 Keiner kommt und sagt „Welchen Wunsch kann ich Dir heute erfüllen?“ oder „Wie soll ich mich ändern, damit Du glücklich wirst?“ – das passiert einfach nicht 🙂

      „Das bin ich, ziemlich sicher. In den Kommentaren wurde das schon angekratzt; ich möchte hier aber nochmal folgendes bemerken: Zum einen habe ich ja nicht einen Lebenstraum für nichts aufgegeben, sondern einen Traum für einen anderen. Zum zweiten – und das ist natürlich Hätte-Hätte-Fahrradkette – weiß man nicht, was geworden wäre, wenn ich mich für den ‘ersten’ Lebenstraum und gegen die frische Beziehung entschieden hätte. Zum dritten: Eijo, ich bin schon unzufrieden (wenngleich nicht permanent, wie du es siehst). Das hätte aber auch mit Lebenstraum 1 passieren können – eventuell wäre ich dann sogar noch unzufriedener gewesen. Womit wir wieder bei ‘Zum zweiten’ wären.“
      Dazu habe ich schon geschrieben, dass Du nicht (Alleine) Referenz für diese Aussage warst. Aber wenn Du das auf Dich beziehst und das so für Dich siehst. Super!
      Man merkt es halt nicht 🙂 Keiner kann in Dich reingucken auch ich nicht. Ich kann Dir nur zurückspielen, was ich lese, höre und sehe. Und aufgrund der guten Beziehung kann ich Dich sogar drauf ansprechen und nachfragen. 🙂
      Genauso wie Du bei mir Sachen siehst, Lösungen siehst oder auch Probleme … Es ist nicht soviel anders 🙂

      So, ich habe gefühlt alles wiederholt, was ich schon geschrieben hatte… wenn ich Dir jetzt immer noch ausgewichen bin, dann musst Du bitte die Frage präziser stellen, denn dann verstehe ich nicht, was Du von mir möchtest.

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