Bulletpoints

Bulletpoints

stress-und-relaxen

  • 69 ist der neue Club 27 habe ich so das Gefühl. Und ja, daran merkt man auch, dass man älter wird. Die Helden der Kindheit und Jugend sterben so langsam vor sich hin
  • Ich möchte weniger Therapiestunden. Und habe das alte gleiche Problem – ich brauche schon ca. 3 Wochen um mir selbst diesen Wunsch einzugesehen. Mit meiner Therapeutin habe ich nicht gesprochen aus Angst vor… ja vor was eigentlich? Meinungen zu dem Thema interessiert zur Kenntnis genommen.
  • Gedacht: Aha, selbst den Arsch nicht hochbekommen, aber mir den Rat geben, den unbequemsten Weg zu gehen. Ne ist klar.
  • Erst Wut, dann Trotz, dann Resignation ob dem Unverständnis, dass ich nicht bequem entscheide, sondern danach, was mir gut tut. Was mich stresst, ist nicht rational zu erfassen, wenn man nicht verstehen möchte. Ich muss Stressfaktoren abbauen, danach entscheide ich.
  • Über mich geärgert, dass ich mich als Versager fühle, wenn ich mich so entscheide, wie ich das für richtig finde, weil Andere mich als Versager, als Aufgeber sehen.
  • Eine unerwartete aber erhoffte Entschuldigung – „Du bist ein wundervoller Mensch. Und niemand hat so eine scheiße verdient. Vorallem nicht du. Ich habe so eine scheiße gebaut. Und ich muss nicht immer erst alles verlieren, um zu verstehen, was ich mal hatte.Gute nacht toller Mensch :)“
  • Eine gewisse Taubheit Themen und Menschen gegenüber, die mich sehr fasziniert. So kenne ich mich nicht, finde es aber gar nicht so schlecht auch mal sagen zu können „Jetzt nicht“ oder „Dann halt nicht“ und ein Schulterzucken hinterher schicken kann.
  • Freude über irgendwelche Unbekannten, die sich durch den ganzen Blog gelesen haben.
  • Schlechtes Gewissen haben, weil hier nichts mehr über SM und Sexabenteuer steht. Keine lustigen kleinen Eskapadaen, keine großen Dramen mehr. Sorry.
  • Vermehrte Gedanken, doch mal wieder auf die Suche nach Sex und/oder körperlicher Nähe zu gehen. Dabei die größte Hürde, die Abneigung gegen meinen eigenen Körper und dessen Unzulänglichkeiten. Ertappe mich vermehrt dabei, mich mittlerweile ekelig zu finden. Suche etwas Schönes und finde nichts. Möchte aber auch (noch) nicht resignieren. Aber ich würde mich nicht vögeln.
  • Daraus die Motivation gezogen und die Schräubchen angezogen. Langsame aber stetige Veränderung ist das Ziel. Die Erfahrung zeigt, dass radikal und rigoros streichen nicht von Dauer ist. Selbst hier ist der Erfolg der Therapie zu spüren. War Essen/Naschen früher Seelenpflaster oder eine Belohung, braucht es das heute kaum noch
  • Schocksekunde als die Nummer, der Klarname, von H. auf meinem Display zu lesen war. Ich hatte jemand mit einem ähnlichen Namen gesucht und obwohl alles gesperrt ist, beim Suchen taucht der Eintrag eben doch noch auf. Immernoch Wut, Enttäuschung und Abscheu. Wann ich dieses Thema begraben kann?
  • Erstaunt wie man sich selbst die (Vor-)Freude auf etwas vermiesen kann. Hadere mit mir, ob ich die richtige Entscheidung getroffen habe.
  • Nur noch bis 14. Februar – dann wird alles besser (AS IF!)
  • Antwort auf die Frage nach meinem Traummann, meinen Ansprüchen: „Ach, Mann würde mir schon reichen“
  • Doch mal Yoga probieren, vielleicht bekomme ich dann die Beweglichkeit zurück und finde Tricks besser zu schlafen und vor allem aufzuwachen.
  • Warum immer diese elendigen Diskussionen? Weniger quatschen, mehr machen.

Und in Anlehnung an den Beitrag zu den mental-starken Menschen:

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17 Gedanken zu “Bulletpoints

  1. Zu den Therapiestunden:

    Meinst du insgesamt weniger Stunden oder nur eine niedrigere Schlagfrequenz? Dass du dich nicht traust, deine Therapeutin darauf anzusprechen, könnte daran liegen, dass du die Antwort befürchtest, so weit aber noch nicht zu sein. Gefolgt von einer Aufzählung, warum das so ist. Vielleicht bist du dir, du schreibst es ja selbst, auch in Wahrheit noch nicht ganz einig mit dir selbst und hast unterschwellig Angst, etwas in Gang zu setzen (Stunden reduzieren), was sich danach nicht mehr so einfach rückgängig machen lässt.

    1. Von 2mal die Woche auf einmal die Woche … Es ist insgesamt einfach eine immense Zeitbelastung und alles andere drumrum ist grade nicht mehr so flexibel .. Außerdem möchte ich rausfinden, ob ich mit weniger auch klar komme … Weil irgendwann werde ich ohne klarkommen (müssen) … Und es gibt gar nicht mehr soviel zu erzählen habe ich das Gefühl … Das wiederum könnte dann die Angst erklären … Was, wenn das nur die Ruhe vor dem Sturm ist? 🙂

      1. Auch ein nicht von der Hand zu weisendes Argument. Die Angst könnte dir die Frage stellen, ob du wirklich die richtige Entscheidung für dich triffst.

        Wobei ich zweimal in der Woche sowieso recht viel finde. Da bekommt man, denke ich, fast zwangsläufig das Gefühl, über alles schon geredet zu haben.

        Und dieses ohne klar kommen müssen … oh je, nicht drüber nachdenken.

      2. Ich würde es auf jeden Fall thematisieren, dass du dir diese Gedanken machst! So etwas klärt sich am besten im direkten Austausch.

      1. Das stimmt wobei uns das vielleicht nur so vorkommt, weil es welche sind, die uns berührt haben … ? Aber ja Lemmy, David und Alan waren schon n paar Zuviel in so kurzer Zeit …

  2. Die Punkte da am Ende sind ziemlich gut. Wie harmonisch wäre diese Welt, wenn sich alle daran halten könnten.

    Einigen deiner Bulletpoints kann ich gedanklich nicht folgen – was verständlich ist, kommen die ja direkt aus deinem Kopf (wer weiß besser als ich, wie wirr Gedanken sind 😉 ).

    Reduzierung der Therapiestunden: Ich empfehle auch hier, die ’schwierigere‘ beizubehalten – weißte was ich mein, ne!?

    Bezüglich H.: Eventuell verstehe ich auch das falsch, aber: Entsprechende Daten aus Listen / Datenbanken entfernen sollte dafür sorgen, dass du weiterhin unvorbereitet über ihn stolperst. Wenn ich es falsch verstanden HABE, bitte vergessen, dass du gerade den vorangegangenen Satz gelesen hast. *g*

    Du machst dir zuviele Samstagabend-Gedanken. 😉

    Liebe Grüße

    1. Jeder kann für sich daran arbeiten, sich an die Punkte zu halten. 🙂

      Die Punkte sind auch nicht wirklich geordnet rausgepurzelt, die Gedanken machen einfach immer, was sie wollen … Freche Dinger! 🙂

      Therapie: Ich weiß schon, was Du meinst. Aber du verstehst nicht, dass es nicht darum geht, etwas zu beweisen oder stark zu sein oder lieber den unbequemen Weg zu gehen. Es geht primär um „Ent-Stressung“ und der Freitag morgen ist sehr schwierig für mich. Er wird nicht einfacher, weil ich ihn als Projekt ansehe. Ich finde, ich verwende da Kraft auf etwas, die total unnötig ist, weil es auch einfacher geht. Es bringt nichts, wenn die Therapie eine Belastung ist und es geht nicht darum, etwas zu trainieren oder zu überwinden…. Verstehst Du, was ich meine? Es ist nicht einfach ein „ich will das nicht mehr“, es ist immer die Gefahr eines „ich kann das nicht mehr“. Das Gefühl ist ein Warnsignal… ich muss da schauen, woran es liegt, weil ich nicht möchte, dass ich an und in der Therapie scheitere. Capice? 🙂

      H.: Ich habe darüber lange nachgedacht, als ich die Nummer gesehen habe. Ich habe sie erstmal nicht gelöscht. Mich dann gefragt, warum. Als jemand, der ja nicht gerne loslässt und z.B. heute mit dem jungen Schwan eine Aussprache haben wird, weil mir Klärung der Dinge und mittlerweile auch meine Meinung sagen am Herzen liegen. Natürlich wahrscheinlich auch immer in der Hoffnung einer Entschuldigung und/oder einer Besserung des Zustandes. Wo ich es kann, führe ich ja mittlerweile die Gespräche herbei. Bei H. geht das nicht mehr. Viel von wem, was er am Schluss noch von sich gegeben hat, sitzt tief – immer noch. Ausserdem möchte ich, dass er sieht, was seine Aussagen und Taten für Konsequenzen hatte, weil .. ja warum? Vielleicht in der Hoffnung, dass er zur Kreuze kriecht und es niemandem mehr mit ihm so passieren wird. Was total banane und beknackt ist… Der Mann hat, wie andere Männer, die Gabe einfach abzuschliessen und zu vergessen. In seiner letzten Email an mich hat er nochmal die gesamte Schule auf mich geschoben und damit ist sein Gewissen rein. Mich wurmt das. Wahrscheinlich weil er und es mir viel bedeutet hat und ich nicht ertrage, wenn das nur mir so geht. Ist ja auch irgendwie eine Form der Wertigkeit. Und sooooo bin ich eben nicht mal den Dreck unter den Fingernägeln wert. Ich weiss es nicht.

      Samstagabend: Siehe PN. Das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, dass ich mir Gedanken mache 🙂 Elefantenhirn und evntl. unbedacht getätigte Äußerungen können zu seltsamen Gedankengängen führen… 🙂

      1. Therapie: Jawoll, capice. Nach meinem Verständnis war der Akt der frühmorgendlichen Therapie eng verknüpft mit deiner… erm… Morgenträgheit. Und da ich weiß, dass du diese furchtbar findest war die Überlegung, dadurch einen Aufstehanreiz zu schaffen. Natürlich macht das keinen Sinn, wenn es dir so die äh ‚Lust‘ auf Therapie verhagelt.

        H.: Also hast du seine Daten JETZT gelöscht? Oder eben immer noch nicht, obwohl du erkennst, dass es keinen Sinn macht sie zu behalten?

        Ich läse den Satz lieber ‚Der Mann hat, wie viele andere Menschen, die Gabe einfach abzuschliessen und zu vergessen.‘ Das ist wirklich nicht nur bei Männern so. 😉

        Liebe Grüße

      2. Die Morgenträgheit, wie Du vielleich aus diversen Blogbeiträgen, Filmen, Zitaten und so mitbekommen hast, ist sehr wohl auch Teil des Krankheitbildes… Klar, ich war schon immer Eule und konnte Wecker super ignorieren, aber so schlimm wie es war, war es wirklich nie… Weder die Schlaflosigkeit noch die Morgenträgheit. In etwa kannst Du Dir das so vorstellen, wie Dein Vor-Gefühl, bevor Du zum Zahnarzt musst (war das nicht unangenehm für Dich?)… Du bist in Gedanken immer damit beschäftigt, vielleicht doch eine Ausrede oder einen Absagegrund zu finden… Gleichzeitig (anders als beim Zahnarzt) WILL ich da ja hin und habe Panik zu verschlafen… Durch diese zwei sehr gegensätzlichen Empfindungen entsteht Tumult und Druck… 🙂

        H.: Nein *grummel* Sind noch da *brumm*

        Läse… ? Gibt’s das? 🙂
        Naja, ich gehe ja von MIR aus – ich kenn da nicht soviele Frauen – eigentlich hmm nur eine … Kennst Du da viele? 😉

  3. „Schlechtes Gewissen haben, weil hier nichts mehr über SM und Sexabenteuer steht. Keine lustigen kleinen Eskapadaen, keine großen Dramen mehr. Sorry.“
    hahahah, diese Aussage finde ich irgendwie köstlich 🙂

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