Früher Freitag

Früher Freitag

Heidenei, die Woche ging aber verdammt schnell rum… Und in Anbetracht der Tatsache, dass mein Kalender bis Ende März zum Platzen voll ist, muss ich doch ein wenig an meinem Geisteszustand zweifeln… 🙂

Heute bin ich um 4:45 aufgestanden, was so GARNICHT meine Zeit ist, ich und mein Wecker verweigern eigentlich alle Einstellungen die <6 sind.. aber, eine sehr liebe Freundin kam heute aus dem Urlaub zurück und da habe ich sie abgeholt… Jaja, ich weiss, ich bin zu nett… *zungerausstreck* Bin ich auch 🙂

Danach bin ich direkt ins Büro und ich habe KEINE Ahnung, wie Menschen um die Uhrzeit arbeiten können – ich habe alles getan, um nicht am Schreibtisch zu sitzen – habe ausgemistet und aufgeräumt, gespült, Büro umgeplant… Jetzt bin ich so langsam in der Kopfverfassung, um mit der Arbeit anzufangen…. Nicht meine Zeit, ich bin Eule 🙂

Fazinierend, wie sich die Umwelt verändert, wenn man einfach klar kommuniziert. Und das nicht übertrieben, ein einfaches "Du, das das möchte ich jetzt nicht" wirkt Wunder. Mir stellt sich nicht wirklich die Frage, warum ich das nicht früher gemacht habe – aber jetzt wo ich es kann und mache, finde ich es sehr angenehm. Und irgendwie scheint das bei einigen Menschen in meinem Dunstkreis das Verhalten zu ändern.
Nunja, ich beschwere mich nicht, beobachte das Ganze aber mit SEHR hochgezogenen Augenbrauen 🙂

Eine meiner Lieblingsbands hat einen eigenen Song re-published, das Video dazu ein kleiner Gruß an 'Nsync mit Chameo by Joey – köstlich 🙂

Und ich freeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeu mich so auf März…. *chrchrchrchrchrchr*


Mit sowas kann man mich ja immer erheitern und ich freue mich auf das Entdecken aller kleiner Kreaturen und Witze und wenn er es schafft, dann geht DasManuel mit ins Kino… Vielleicht bekomme ich ihn dann doch mal soweit, dass er an seinem eigenen Comic arbeitet… „Wilbur and the World“ oder so 🙂 Ich arbeite dran *g*

Ansonsten besteht die nächste Woche aus so unfassbar viel Arbeit, ist mir aber egal … Irgendwo hat sich ein kleiner Schalter umgelegt, ich bin noch nicht sicher, wie lange das so bleibt, aber ich genieß‘ das jetzt einfach mal…

In diesem Sinne – ein Wundervolles Wintersonniges Wochenende

Lila
, die voll begeistert von Kitty-Wonder-Woman ist 🙂
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Gedanken und so…

Gedanken und so…

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Ich bin kein Freund von Vorsätzen. Punkt. Halte ich eh‘ nicht ein. Ich habe eine erstaunliche Disziplinslosigkeit bei solchen Dingen.

(Nach einem Jahr Therapie vermute ich mal, dass das mein einziger Weg der Rebellion war?)

Wie dem auch sei, dieses Jahr habe ich mir vorgenommen an meinem Glück zu feilen.

Erste Schritte sind gemacht, nun genieße ich gerade die Phase, wo einfach mal keine Baustelle in meinem Seelenleben zu bearbeiten ist und ich mich a) meinem Körper widmen kann, der mittlerweile unter den Langzeitschäden des Unfalls leidet – verkürzte Muskeln, Sehnen, Kraftlosigkeit, verlorengegangene Flexibilität… und b) mich mal wieder im Geiste mit anderen Menschen beschäftigen kann.

Es gibt so 2 Sätze, die momentan öfter an mein Ohr dringen als sonst.

Meine Beste, die immer sagt „6 Kreise, denk‘ an die 6 Kreise“ –
Ihre Therapeutin hat ihr irgendwann gesagt, dass, wenn man selbst Therapie beginnt und sich helfen lässt, dass das in Kreisen auch das Umfeld mit beeinflusst, quasi mit-therapiert. Warum das 6 Kreise sind? Ich habe dazu nichts im Netz gefunden, aber wann immer wir uns über unsere Erfolge erzählen, kommen wir darauf, wie sehr andere Menschen von unserer Therapie profitieren… 🙂
Ich stelle mir dabei immer einen Stein vor, der ins Wasser plumpst und Kreise zieht…

Der zweite Satz ist immer „Therapie ist nichts für mich“.
Ja, habe ich auch gesagt… lange, seeehr lange, zu lange wie ich heute finde.
Ich möchte gerne soviele Leute in Therapie schicken, wissend, dass das nur funktioniert, wenn die auch wollen. Am liebsten, weil mir am Bekanntesten, sind die „ich schaff‘ das schon alleine“ oder „Ach, wegen dem bisschen…. das ist doch grade Mode und Trend…. neeeeee“
Mag sein. Mag sein, dass ich totaler Trendsetter bin. Aber dann finde ich, ist es für einen Trend ganz schön viel harte Arbeit 🙂
Ein Freund von mir, der m.E. ein suuuuper Kandidat für eine Therapie wäre, meinte einmal „Was soll ich denn meiner Frau sagen? Womit soll ich das denn erklären?“
Das macht mich so unheimlich traurig und schliesst dann auch die klammer zu Punkt b) oben.

Ich sehe diesen Freund regelmäßig, seit 2 Jahren. Ich sehe Wiederholungen und Schemata, höre „Ausreden“ und Erklärungen, gar Rechtfertigungen. Ich kenne das. Ich bekomme das auch oft zu hören von meiner Therapeutin, dass das was ich sage, wie eine Rechtfertigung klingt, wenn ich auf eine ihrer seltenen Fragen antworte. Mittlerweile habe ich für mich erkannt, dass ich mich tatsächlich rechtfertige. Weil in meinem Kopf mein Verhalten immer noch als sehr „hart“ und sehr egoistisch abgespeichert ist. „Das macht man nicht“ oder „Hast Du kein Mitleid?“.
Doch, ich habe schon Mitleid, mir tut meiner Vater sehr leid und auch Teile meiner Familie… aber ich kann ihnen nicht (mehr) helfen. Und das einzige Verhalten, was ich momentan habe, um zu verhindern, wieder in den alten Trott abzudriften ist, harte Cuts zu ziehen. Ich schütze mich vor mir selbst und den Anforderungen und Erwartungen anderer.

Und ja, ich halte mich sehr zurück mit dem Anraten, doch mal eine Therapie in Betracht zu ziehen. Hilfe zu suchen. Ich kann mich noch zu gut an meine eigenen Reaktionen erinnern 🙂

Trotzdem, ich bleibe dabei: Ich habe gestern in einem sehr spannenden Interview gelesen – wenn ich nicht glücklich bin, wenn ich nicht ausgeglichen und entspannt bin, wenn ich nicht weiss, was ich will und nicht will – dann kann ich mich nicht um andere kümmern. Dann wälze ich irgendwann die Verpflichtung meines Glücks auf andere Personen ab. „XY macht mich sehr glücklich“ ist an dieser Stelle ein sehr dünnes Eis.
Ja, uns kann eine andere Person glücklich machen. Wir können andere Personen glücklich machen – aber nur, wenn wir selbst zufrieden sind.
Wie oft enden Beziehungen oder Streitigkeiten mit Vorwürfen, weil die Bedürfnisse nicht gestillt werden. Weil man nicht glücklich gemacht wurde.

Viele Kommentatoren haben mir das schon oft geschrieben und hinterlassen, viele Sprichwörter greifen das auf… Zuallererst und mit höchster Priorität muss man an seinem eigenen Glück feilen – und dann nach den anderen schauen. Ansonsten laugt man sich aus, gibt sich auf und ist am Ende nur ein Schatten seiner selbst … den der Partner, die Familie, die Kollegen überhaupt nicht mehr wahrnehmen und vorallem nicht mehr wiedererkennen.

Du bist egoistisch! In einer Beziehung muss man Kompromisse schliessen!

Ja, bis zu einem gewissen Grad sicher. Ja, vielleicht bin ich deswegen nie in langen Beziehungen gewesen, weil ich das nicht konnte. Ich hätte(habe) irgendwann das „Machtverhältnis“ kippen lassen. In die eine oder andere Richtung. Gesund wäre (war) das nicht. Deswegen auch nicht von langer Dauer.

Ich war eigentlich schon immer Single, aber noch nie mit soviel Ruhe und Zufriedenheit wie jetzt.

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Vielleicht bin ich es, weil ich in der wilden Phase gesehen habe, wie es sein kann in einer „schlechten“ Beziehung zu stecken und dass man daran tatsächlich zerbrechen kann. (Siehe H.)
Oder, dass man innerlich gebrochen wird, weil man den falschen Phrasen geglaubt hat. Mehr gesehen hat als dort ist. Versprechen nicht gehalten wurden und die vermeintlich heile Welt dann doch wichtiger war als den Mut zur Veränderung zu haben. Ich hadere sehr damit diesen beiden Schlüsselfiguren der letzten 2 Jahre auch nur eine Sekunde meiner Herzens- und Hirnzeit geschenkt zu haben.

Da ich keine guten Beziehungsvorbilder hatte und jetzt auch nicht habe, glaube ich nicht daran, dass Beziehung (alleine) glücklich macht. Familie und Kinder genausowenig. Eigenheim auch nicht. Reichtum auch nicht.
Daher verstehe ich nicht, dass man mit seinem Leben nicht zufrieden ist und nichts daran ändere. Sich immer mehr in das zurückzieht, was mich unzufrieden hat werden lassen. Lethargie und Trägheit, das Abfinden mit einem „Schicksal“, dass einem „irgendwer“ übergestülpt hat. Das verstehe ich nicht.

Ein Freund erzählt mir, dass er seinen Lebenstraum für seine Beziehung aufgegeben habe. Ein Studienplatz im Ausland, genau das, was er immer machen wollte, seine Leidenschaft. Hat er dann nicht gemacht, weil die Beziehung gerade frisch war und das wahrscheinlich nicht überlebt hätte. Diese Situation zu Anfang der Beziehung, zieht sich wie ein roter Faden bis heute da durch. Zufrieden ist Mann damit nicht. Aber es sei halt so, so habe er sich halt entschieden.
Mann lebt also Jahrzehnte mit einer dauernden Unzufriedenheit und hinterfragt nicht mal, wo die Ursachen dafür liegen. Und zwar nicht im Heute oder im Gestern…. Sondern Grundlagenforschung…

Die Frage ist doch: Was stellt Dich zufrieden? Was ist Deine ideale Vorstellung und was ist die Situation mit der Du leben könntest, wenn Deine ideale Vorstellung nicht wirklich eintritt. Und was musst Du tun, um dahin zu kommen.

Es ist ein Abwägen, es ist ein Rantasten … es ist aber manchmal auch ein Loslassen und ein Freischwimmen. Ein Mutig-von-der-Klippe-springen oder ein einfach-ins-Gras-legen-und-den-Wolken-zuschauen.

Man macht Menschen meist nicht glücklich, wenn man es selbst nicht ist. Also – mach‘ Dich erstmal selbst glücklich. Dann kannst Du Dein Glück auch teilen.

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Anmerkung: Dieser Text ist ohne die Zugabe von Glückskeksen oder sonstigen Rauschmitteln entstanden und in 5 Minuten vom Hirn in die Finger gerutscht… 🙂