Friede, Freude, Freitag…

Friede, Freude, Freitag…

Eierkuchen, ich weiß!

Aber Eierkuchen gibt es grade nicht, gab‘ es schon lange nicht, fällt mir da auf… hmm!

Egal, der Speiseplan für’s Wochenende steht – es gibt Sauerbraten – bekomme ich heute in die Spielehölle mitgebracht, ich löse so langsam meine Geburtstagsgutscheine ein 🙂

Was sonst so?

Meine Eltern haben früher viel mit Super8 gefilmt, vor einigen Jahren hat meine Mutter diese digitalisieren lassen. Die DVD habe ich jetzt auch mal in die Hände bekommen und ganz schön schlucken müssen.
In Anbetracht der Tiefe der Therapie und der Verwirrung und der vergessenen Erinnerungen ist das sehr spannend anzusehen, aber auch sehr traurig. Denn eigentlich sehe ich meist ein fröhliches Kind, ein typisches Kind… Meine Gefühle spiegeln das aber nicht wieder. Die Entwicklung spiegelt das nicht wieder. Die Diskrepanz davon macht mich… still. Ich weiß vieles nicht mehr einzuordnen.

Aber es gibt auch witzige Momente, wo ich mich genau wiedererkenne. Das will ich Euch nicht vorenthalten… Lektion dieser kleinen Clips? Theorien sind in den Kommentaren gerne willkommen *g*

Mein liebster Blick (und den habe ich heute noch drauf) ist der, wenn meine Oma mit die Tüte unter den Osterhasen legt und ich diese zur Seite schiebe… Hä? Hase wieder einpacken? Geht’s noch…? 🙂

In diesem Sinne, wünsche ich Euch ein sonniges Wochenende 🙂

Lila

20 Gedanken zu “Friede, Freude, Freitag…

  1. süß, süßer, diabetes… 😉
    hallo lila, die diskrepanz, zwischen videos und erinnerung liegt wahrscheinlich darin, dass eltern ihre kleinen eher dann filmen, wenn sie brav sind, wenn sie lustig sind, wenn sie fröhlich sind und vielleicht noch bei kleineren und größeren abenteuern oder tollpatischigkeiten. aber filme über macht, unterdrückung, schmerzen? welche eltern würden sowas filmen???? also alles ganz normal mit der diskrepanz…
    lieben gruß Gerald

    1. Bis heute kein Anzeichen von Diabetes… 🙂 Aber heute ist auch eher salzig als süß das „Problem“ *g*

      Mit der Diskrepanz hast Du wohl recht… Es ist trotzdem irgendwie „schräg“ 🙂

      1. du bist ja auch noch keine süßen 52 (wie…) mancher abend fordert meine zungenknospen im steten wandel, chips, rittersport, soletti, milchreis, kashew, … böses spiel.
        aber mir is wurscht !!!!

  2. Filme habe ich keine, schade eigentlich. So ein paar unbeschwerte Szenen wären schön, nur um zu wissen, dass es das auch gab. Auf Fotos aus der Zeit sprechen die geduckte Körperhaltung und der gesenkte Kopf ihre eigene Sprache. Habe Jahre gebraucht, um das weg zu kriegen.

    1. Da bin ich meinen Eltern auch echt dankbar für, weil es eben doch vieles in Perspektive rückt. Auf Fotos sehe ich auch nicht unglücklich aus, war es aber wohl schon, denn die Verhaltensmuster von heute kommen aus frühster Kindheit…. Steckt man nicht drin, auch als Eltern nicht… (Ha! Natürlich steckt man da drin, blöder Satz 🙂 )

  3. Oi, so ein riesiger Hase… Früher hätte ich auch so ein Gesicht gemacht beim Anblick der Tüte, heute wird mir eher schlecht beim Anblick des Hasen ^^
    Wir haben auch so Super8-Filmchen, auf denen mein Vater irritierenderweise EXAKT aussieht wie mein Bruder heute (inklusive der langen, dunklen Haare und dem spärlichen Bartwuchs), und mein Bruder als nackiges Blondchen über den Strand rennt… Sieht auch alles SO idyllisch aus… Andere Welt… Ach was, das Paralleluniversum!

    1. Hehe – stimmt! Der Hase wäre mir heute zu groß und ich würde die Nase rümpfen, weil es keine Milka/Lindt-Version ist, was anderes mag ich nämlich nicht 🙂

      Ich fand es sehr krass meine Eltern so „jung“ zu sehen und bin entsetzt gewesen, wieviel Zigarettenrauch ich als Kleinkind schon abbekommen habe – kein Wunder, dass ich Lunge habe *g*

      Wahrscheinlich war das damals aber auch voll die Idylle… .-)

      Die Nackedei-Fotos von mir am Strand oder am See habe ich mir mal gespart 🙂

  4. Es gibt Eltern, die machten von ihren Kindern keine Fotos, weil sie sich das Geld sparten. Deine fanden dich offenbar interessant genug, dich zu filmen.

    Für mich gibt es viele Wahrheiten, die oft (irritierender Weise) parallel existieren können. Was du siehst, ist wahr. Was du fühlst, ist (für dich) auch wahr. Ich finde es gut, wenn du den fröhlichen Teil deiner Kindheit in dein Gesamtbild mit aufnehmen kannst.

  5. Nehme sie einfach an, diese kleines Sequenzen von ungezwungen sein. Sie hatten im Zeitpunkt ihres Entstehen ihre Berechtigung. Sie aus heutiger Sicht zu hinterfragen, vielleicht auch infrage zustellen, macht wenig Sinn. Der heutige Blickwinkel aus den Entwicklungen heraus ist fast immer anders. Sei also nicht traurig, sondern freue dich genau an diesen Momenten. Sie zeigen (wie auch über mir geschrieben) ein wahres Bild zu seiner Zeit. Frage dich nie warum du lächeln und ungezwungen und frei sein konntest. Frage dich vielmehr was du tun musst, um den Zustand jetzt zu erreichen.

  6. SCHOKO-OSTERHASE MUSS STERBEN!!!!111!!!!elf

    Hehe. Ich finde das Video knuddelig. Und schließe mich meinem direkten Vorredner an – sie mit dem Wissen von heute in Frage zu stellen ist erm fragwürdig. 😉

    Geraucht haben damals alle. Überall. Erschreckend.

    Auch erschreckend: Als der Film losging dachte ich kurz ‚whoah gut auf alt getrimmt‘. o.O

    Zum Video-Hochladen musstest du auf Premium? Oder habe ich das falsch verstanden?

    1. Hmm ich glaube ich muss das nochmal klarstellen. Hmm.

      Fakt ist: Irgendwas in meiner Kindheit hat mich schon sehr früh, sprich in dem Alter des Films (’77) geprägt, dass sich mein Verhalten und meine Gefühle damals schon in die Richtung entwickelt haben, wie sie heute noch sind.

      Ungeliebt daher immer „gut“ sein um Aufmerksamkeit und Liebe zu bekommen. Keine Nähe zu den Eltern, kein „echtes“ Familienleben, keine Rituale… Keine geistig- und emotional anwesenden Eltern.

      Das sind so Ergebnisse aus der Therapie, die ich in meinem heutigen bzw. gestrigen Verhaltensmuster wiederfinde. Geht mir ja bis heute so. Ich denke, ich bin nix wert und muss mich übermäßig anbiedern und anbieten, um „gemocht“ zu werden. Jegliche „Ablehnung“ empfinde ich als absoluten Liebesentzug und das konnte mich ja durchaus in tiefe Löcher stürzen. Plus es hat mich unfähig gemacht, Konflikte bewusst auszuhalten und zu führen, wenn am Ende der mögliche Verlust stand.

      Ich suche den Ursprung… Ich fühle mich wie dement, weil ich mich an SOVIEL nicht erinnern kann… Weil es keine Gesprächstpartner dafür gibt… Weil es nicht verständlich ist…

      UND: weil es sich in den Erinnerungen, die ich habe (Fotos und Filme) NICHT widerspiegelt.

      Nur: Irgendwo kommt es ja her… Die Urinstinkte habe ich mir ja nicht bewusst an- oder abtrainiert! Und auch wenn ich vielleicht ein Superempath bin, mit 2 Jahren waren meine bewussten Reflektionen glaube ich noch nicht so weit entwickelt 🙂

      Also ja, ich freue mich schon, wenn ich mich da drauf lachen sehe. Aber ich muss dabei fast heulen, weil ich es nicht verstehe, wie am Ende dieses verkorkste Leben dabei rauskommen konnte, was geprägt ist, von Unglücklichsein. Bis heute kann ich nicht sagen: „Ich bin glücklich“.

      Zigaretten: Eine meiner Lieblingserinnerungen an meinen Vater war, das Drehen von Zigaretten mit so einer tollen Stopfmaschine … Zigarettenrohling an Nupsi, Tabak in Schlitz, Zackzack mit dem Griff => Gestopfte Zigarette!
      Wahrscheinlich bin ich deswegen nie Raucher geworden…. hatte schon zuviel Passivrauch? 🙂

      1. Genau. Kein Bedarf, sich selbst die Mühe mit Zigaretten zu machen. Das war früher auch lange Zeit mein Motto in Clubs … 😉

        Ich habe das schon verstanden mit den Emotionen / Diskrepanzen, die solch ein Relikt auslösen kann. Du solltest aber nicht soviel darüber nachdenken, wieso das Video / die Videos in einem Widerspruch zu deiner Entwicklung stehen. Denn: das tun sie nicht. Ich bin mir ziemlich sicher, dass du zu dieser Zeit ebensowenig Superempath warst wie ’superverkorkst‘ (eine stilistische Übertreibung). Will sagen: Wenn du auf den Videos ausgelassen bist oder fröhlich einen Schoko-Osterhasen von der Größe Guatemalas verschlingst, warst du zu diesem Zeitpunkt genau das: Fröhlich und ausgelassen.

        Ergo solltest du dich vor allem darüber freuen, dass dem so war. Daran ändert sich auch nichts mehr. Du warst fröhlich und ausgelassen.

        Ich finde das schön.

      2. Hmm naja, ich muss schon noch drüber nachdenken 🙂 Jedes Handeln und Tun von heute kommt darauf zurück, dass ich damals schon einen Mangel verspürt habe. Dennoch würde ich nicht sagen, dass ich eine unglückliche Kindheit gehabt habe.
        Dieses Clownsein wie bei der Rolle auf dem Teppich, das ist so typisch… das mache ich heute noch (also … nicht wirklich, aber im übertragenen Sinne).
        Das Lächeln für die Kamera (ersetzen mit: Mitmenchen) habe ich perfektioniert.

        Vielleicht trauere ich auch nur einfach der Zeit hinterher, vielleicht weiß ich nichts mit meinem Ärger anzufangen, dass meine Eltern mich verkorkst haben – auch wenn sie das sicher nicht geplant haben und immer nach dem Besten ihrer Möglichkeiten und ihres Verständnisses gehandelt haben. Aber nur als Beispiel: Es hieß eben immer, dass ich das einfachere Kind war, weil ich so fröhlich und extrovertiert war. Um mich musste man sich keine Sorgen machen. Also wusste ich: Sei immer schön fröhlich und extrovertiert.

        Ich sehe z.B. in der langen Version von dem Video schon meinen „Futterneid“ auf meinen großen Bruder – für den es keinen Anlass gab – er hat immer auf mich geachtet und geteilt und alles. Ich war 2 – und habe alles an mich gerissen und mit ihm gemeckert. Natürlich wurde er dann geknuddelt und ich geschimpft. Das hat sich bis heute nur unwesentlich geändert 🙂

        Vielleicht bin ich auch nur traurig, dass ich nicht mehr so sein kann, wie auf diesen Ausschnitten – fröhlich und ausgelassen.

  7. >>Vielleicht bin ich auch nur traurig, dass ich nicht mehr so sein kann, wie auf diesen Ausschnitten – fröhlich und ausgelassen.<>Es hieß eben immer, dass ich das einfachere Kind war, weil ich so fröhlich und extrovertiert war. Um mich musste man sich keine Sorgen machen. Also wusste ich: Sei immer schön fröhlich und extrovertiert. <<

    Wirklich? Ist diese Ableitung aus ihrer Zeit real, oder eine Interpretation? Vielleicht warst du das einfache Kind, genau weil du fröhlich und extrovertiert warst. Aber warst du es wirklich, um die Realität zu überspielen? Kann man mit 2 Jahren schon so gut überspielen? Ich bin mir dessen nicht sicher.

  8. Haha,
    das ist ja geil. „Tüte? Tüte brauch ich nicht, kannste haben …“ 😉 Nomnomnom.
    Obowhl – Eierkuchen sind mir heut lieber 😉
    Naja, im April ist Ostern ja schon vorbei …

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