Rückschritt

Rückschritt

1 Schritt vorwärts, 2 zurück … 
So schlimm war es nicht – eher so: 2 Schritte vorwärts, ausruhen, sicher fühlen… Geschubst werden und dabei 2 Schritte zurück machen.

I’ve let my guard down – mir fällt keine äquivalente, knackige Übersetzung ein – und ich zahle den Preis dafür.

Ich möchte geliebt, gemocht, akzeptiert und respektiert werden. Von vielen Menschen werde ich das. 

Nur: Die zählen alle nicht (in meinem Kopf)

Es zählen die, die es nicht tun.

Die mich nicht ernst nehmen und auslachen. Die mich verletzen und sich nicht dafür entschuldigen. Die mich ändern wollen und selbst stur wie alte Hammel sind. Die Mit-Schuld tragen und mir noch Vorwürfe machen. 

Menschen, die mich zwingen, meine Mauern hochzuziehen, höher als zuvor. Die mich zwingen, die Maske wieder aufzusetzen, weil die Schwäche dahinter, das reale Ich, sie nicht interessiert und abstößt. Die alles dafür tun, dass ich – proaktiv – aus ihrem Leben verschwinden. 
Weil ich mich nicht wohl fühle, sicher, respektiert – gemocht.
Es zerreißt mir das Herz, weil ich weiß, daß ich das lernen muss – MUSS! Es führt kein Weg daran vorbei. Ich muss es FÜR MICH WOLLEN – daß die Verletzungen und Schmerzen aufhören.

Problem ist nur? Ich will es nicht. Ich weiß, daß ich es wollen sollte… Aber ich sehe nicht wie … 😦

Stattdessen heule ich lieber 24 Stunden, esse unkontrolliert und hasse mich selbst. Bestätige mir das Gefühl, daß diese Menschen recht haben. 

Daß es sich nicht lohnt, mich zu fragen, wie es mir geht oder irgendein Interesse an meinem Leben zu bekunden.Daß es okay ist mir ins Wort zu fallen und mich lächerlich zu machen. Daß es schon richtig ist, daß ich selbst schuld bin, weil ich es einfach nicht drauf habe. 

Weil ich ich bin.

Und das ist nicht genug.

Nicht für diese Menschen.

Sie sollten mir egal sein.

Ich war schon mal weiter. 2 Schritte weiter.

7 Gedanken zu “Rückschritt

  1. Liebste Lila, ich habe nun die letzten Einträge nachgelesen und bin entsetzt über soviel negative Eigenbeurteilung und vor allem die Sprünge, die Sie dabei machen. Ein fröhliches Kind kullert über den Boden und Sie sehen den Clown darin. Sie rufen ziemlich kleinlaut den Leinenmann an und frozzeln dann über die Domain. Sie wollen geliebt werden und erkennen, daß sie genau das werden, aber reklamieren diese Liebe als die von den falschen Menschen?!

    Hilflos schaue ich mal wieder auf die Schlagworte. Doppel-D, Männer. Liebes, hier ist das Kontrastprogramm: Ich bin eine Frau, ich liebe Sie trotz der verwirrenden Einträge und ich kann nicht mitansehen, wie Sie sich selbst kleinhalten!
    Zu gerne würde ich mit Ihnen kuchenschlachten, egal ob am Strand oder hinterhöfisch und dann könnten Sie vielleicht doch eine Gemeinsamkeit erkennen. Die ich hier natürlich nicht verrate…

    Von Herzen zugetan, weil genau das jetzt so empört bumpert, die Ihre.

    1. Liebste Frau K! Ich versuche das mal auf der Handfessel zu beantworten (um den sehr geehrten Herrn Ärmel zu zitieren).

      Ich habe lange überlegt wie ich das erklären soll. Über den Versuch habe ich eine meiner Besten zum Weinen gebracht. Es gibt (neben Kindern) nur 2 Menschen, bei denen ich darauf vertraue – ohne zu hinterfragen oder das Gefühl zu haben, etwas dafür anbieten zu müssen – dass sie mich lieben.

      Ich kenne das schlichtweg nicht. Ich habe in meinem Leben kein „Ich liebe Dich“ gehört und auch verinnerlicht, weil ich es geglaubt habe.

      Mein Leben war ein Wettkampf – mit meinem Bruder und später mit mir selbst – das Ergebnis war (in meinen Augen) nie gut genug.

      Belobigungen, Boni, Blumensträuße von Chefs habe ich angenommen und mich gewundert, warum die mein wahres Ich, das „Blender-Ich“ nicht durchschauen… Sondern auf meine Tricks reinfallen.

      So war meine Realität für Jahrzehnte. Zuneigung und Anerkennung habe ich mir erdealt, mit Dienstleistung gekauft.

      Diese Wahrnehmung war und ist falsch.

      Das ist mir schon klar. Ich mache kleine Schritte dahin zu akzeptieren, dass man mich einfach so mögen kann. Oft kann ich das auch schon. Und es gibt viele Menschen (wie auch Sie, liebe Frau K), die dazu beitragen, dass ich mich da auch stabilisiere.

      Dennoch – und da haben Sie und viele andere Kommentatoren recht – mache ich mich klein. Besondere gerne im Schatten und dem Umfeld von Männern.

      Ich möchte das nicht mehr, besonders nicht von den Falschen Männern.

      Aber genau die ziehen mich an. Wie das Licht die Motte. und das ärgert mich so unglaublichwahnsinnigmonumentalgrandiostst!

      Den Clown im kullernden Kind, den gibt es heute noch. Er war mein Dosenöffner *g* Ist es heute noch. Wenn alle Stricke reißen und ich nicht weiterkomme, packe ich den Clown aus. Aber der überdeckt auch nur das kleine unsichere Mädchen, das gerne in den Arm genommen werden würde.

      Ihr Worte treffen ins Herz und ich halte sie (und Sie) dort fest.
      Denn das ist das Ziel. Worte und Taten von den richtigen Menschen wertschätzen und in Energie und Frohmut umwandeln.

      Die Fehlenden (Worte und Taten) der falschen Menschen, deren Ignoranz und Anziehungskraft? Die möchte ich gerne unwichtig sein lassen.

      Und ich glaube, dass ich das nur schaffe, wenn mir diese Menschen nicht mehr wichtig sind.

      Ich kann nicht versprechen, dass ich es hinbekomme, meine Selbstwahrnehmung dahingehend zu stabilisieren und mir endlich den (Liebes-)Wert zugestehe, denn nur dann kann ich – glaube ich – glücklich und zufrieden sein – mit mir und mit anderen.

      Glaube ich …

      Wie immer danke ich Ihnen für die tollen, wenn auch ohrenlangziehenden Worte – aber so hör‘ ich Sie besser 😉

      Und Kuchenschlacht machen wir, gerne am Strand!

      Einen dicken dankbaren Schmatzer schickt Ihnen
      Lila

  2. Also wirklich,
    ich hoffe, Sie haben sich dann mal heute am Sonntag ausgeruht und nochmals drüber nachgedacht.

    Sie müssen gar nix, auch nicht wollen. Sie sollten einfach nur wollen, wenn Sie wollen. Und das wäre besser für Sie – sehen Sie’s doch ein 😉

    Ernsthaft: es ist doch schon mal schön, dass Sie das gründlichst hinterfragen, was Sie denken und tun. Das hilft schon ein Stück weit – es zeigt Ihnen auf, dass es da noch andere Fenster gibt, aus denen man raussehen kann als die, die viel zu hoch sind für Sie 😉 Da brauchen Sie sich nicht zu recken – und die Aussicht ist genauso schön. Und zur Not können Sie ja noch immer den Kopf vor dem Fenster bewegen, um auch etwas mehr zu Seite zu gucken.

    Ich sags ja, hier ienen Kommentar zu hinterlassen läßt Vergleiche in mir aufkeimen, die ich vorher so gar nicht vorhatte zu schreiben 😉

    Also stellen Sie sich mal vor den Spiegel und lächeln Sie sich an. Und mit diesem freudigen Gesicht gehen Sie dann hinaus in die Welt und lassen sich das Lächeln nicht nehmen …

    1. Ich wecke also den Poeten in Ihnen? Hihi! Das freut mich!

      Außerdem auch deshalb, weil die Vergleiche gut sind… Direkt in den Kopf gehen und hängen bleiben… Dann ein bißchen arbeiten und reifen… 🙂

      Ich freue mich immer über Ihre Kommentare, so unerwartet die für Sie auch sein mögen 🙂

  3. was ich nicht verstehe – warum sind denn die „die Menschen“ so wichtig für dich? Sollen sie doch reden, lieben oder hassen.. Du gibst ihnen so viel (zu viel) Macht über dich.
    Sicher, „jeder braucht jemand, der einem sagt, dass man toll ist und besser sind zwei “ (Funny van Dannen). Aber das reicht doch auch. Der Rest sind doch bestenfalls gute Begrgnungen, sonst eben nur Statisten auf der eigenen Bühne des Lebens. Die muss frau nicht alle ins Rampenlicht zerren.
    Davon abgesehen finde ich ja, dass es im Leben wesentlich hilfreicher ist, Sinn zu schaffen statt zu suchen und selbst zu lieben statt betteln geliebt zu werden.
    Vllt. klingt das jetzt etwas hart, aber das ganze Betüteln und Aufbauen hier von so vielen Menschen (die dich mögen! ) scheint dir nicht weiterzuhelfen.
    Ich bin sicher, du kannst das alles – es wäre dann mal Zeit aktiv zu werden.
    Viele liebe Grüße, Lisa

    1. Wenn ich es könnte, würde ich es tun.
      Ich mag diesen Zustand nicht und mir geht es dann auch nicht wirklich gut.

      Und ja, es ist richtig, das hier hilft mir nur bedingt weiter. Denn so lange ich nicht in der Lage bin mich selbst gut zu finden und mich selbst ins Rampenlicht zu stellen, werde ich nicht weiterkommen und mich im Kreis drehen.
      Ich weiß das. Nur kann ich es nicht (sofort) ändern. Es ist keine Frage des Wollens sondern des Könnens.
      Keine Ahnung, ob Du das Gefühl kennst, dass Du durchaus etwas verstehst, es aber nicht anwenden oder umsetzen kannst.

      Da bin ich gerade.

      Ich verstehe und sehe, wo ich hinmuss und warum.

      Ich habe noch kein „Wie“ gefunden, das ich auch umsetzen kann.

      So vor den Spiegel stellen und mir sagen, dass ich toll bin – das hatten wir schon in der Therapie – das klappt leider nicht.

      Also versuche ich es mit Vergangenheitsbewältigung und Tiefenanalyse … Um zu verstehen, wo meine Drähte falsch verlötet sind 🙂
      Wenn Dir das nicht aktiv genug ist, dann tut es mir sehr leid 🙂
      Mehr kann ich grade nicht tun.
      Und das heißt leider auch, dass es immer mal wieder schlechte Tage gibt, wo ich mit der Welt hadere.
      Wenn es Dir als Leser zu viel Betüdelung und Aufbauen ist?
      Ich kann Dir nur sagen, dass mir das hilft und gut tut. Auch wenn keine der Mögensbekundungen der Leser hier eine Sofortheilung produziert.

      Wenn Du das Rezept hast, wie man lernen kann sich selbst zu lieben? Ich bin ganz Ohr 🙂

      Danke fürs Lesen und Zeit nehmen zum Kommentieren 🙂

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