Triskaidekaphobie

Triskaidekaphobie

… heute im Radio gelernt 🙂 Unter der Phobie leide ich nicht, aber ich finde es spannend, dass es dafür sogar eine Bezeichnung gibt. Ich war immer mehr Fan von Freddy als von Jason… *klackklackklackklack* machten die Rasierklingen … Köstlich – müsste man mal wieder anschauen.

Diese Woche war hart – so sehr ich es genieße Therapiefrei zu haben, so doof ist der Wiedereinstieg… Weil sich eben doch viel anstaut und aufbaut und die Mechanismen nicht mehr greifen, es in die Welt zu posaunen. Zumal gerade mein engeres Umfeld diese Woche arg vom Schicksal gebeutelt wurde und ich mir Sorgen um meine Beste und deren Minis machen muss. Wenn es jemand verdient hat, mal zur Ruhe zu kommen, dann sie. Aber es gibt nicht viel, was man von außen für sie tun kann und das beutelt dann doppelt.

Dann eine Bipolar-Diagnose mit Entmündigung im weiteren Bekanntenkreis, leider mit einem betroffenen Kleinkind, das jetzt Übergangsweise bei den Großeltern lebt.

Dagegen sind dann die eigenen Unzulänglichkeiten Probleme lächerlich. Und schon tadelt mich die innere Stimme meiner Therapeutin „Nehmen Sie sich und Ihre Gefühle ernst. Die haben eine Berechtigung“ *seufz* Das ist verdammt schwer aus alten Kopfmustern raus und in neue rein … und das nicht nur „gespielt“ zum Üben, sondern so ganz und in Echt und so.
Mal sehen, vielleicht überwinde ich heute meine Panik und rufe meine Mutter an *kopfschüttel*

Diese Therapie kommt mir immer mehr vor wie Hilfe zur Selbsthilfe… Heute zog‘ ich so laut denkend die Parallele, dass ich an den 3 akuten Herrenfällen (Herrenfellen wäre ja auch schön, brrr) meine Eltern abarbeite. Also die Unzuverlässigkeit und das Nicht-Melden meiner Eltern beim Umarmer zum Beispiel. Das erklärt dann auch, warum das einfacher ist, den Kontakt zu beenden, als bei Lügnern. Weiterhin ist das Lügen eine total normale Sache für mich. Ich kann rational begreifen, dass es nicht okay ist, aber es fühlt sich „okay“ an. Mein Vater hat sein Leben lang aus Feigheit und Angst gelogen, immer wieder und in den 25 Jahren mehr oder minder bewusstem Auseinandersetzen mit ihm, kann ich nicht behaupten, dass es mir was ausgemacht hat. Er war halt so. Ich stellte mich darauf ein. Es war irgendwann einfach „normal“ – weil das Aufregen und Zetern und Weinen über die vorherige Lüge genau NICHTS geändert hat. Und irgedwann hörte ich auf zu hoffen und zu glauben.
Ich habe jetzt 1,5 Jahre eine unüberwindbare Mauer aufgebaut, um mich zu schützen. Trotzdem beschäftigt mich das (logisch!). Und ja, die aktuellen Parallelen erschrecken mich auch. Und die verganenen Männerauswahlen sind jetzt auch nicht äh unbedingt etwas, wo ich mit Stolz drauf zurückblicke. Warum also kann ich aber nicht aufstehen und sagen „Ja, das war scheisse. Ich vertrau Dir nicht. Trotzdem bist Du mein Vater und wir können Kontakt haben, solange Du mich nicht nervst“ – Das wäre mein gutes Recht. Wie es seins wäre, darauf nicht eingehen zu wollen.

Ich glaube, dass ich momentan meine Eltern bestrafe. Für alles, was Sie getan oder nicht getan haben. So sehr ich verstehe, warum sie es gemacht haben und auch Verständnis dafür aufbringen kann UND glaube, dass sie nicht aus bösem Willen gehandelt haben. Mich hat das verletzt, geprägt und zu dem gemacht, was heute als Resultat in der Welt steht. Und deswegen bin ich wütend. Und enttäuscht. Ich trauere den „what if’s“ nach. Ich kann nicht unterscheiden, ob ich mir etwas für Heute/Morgen wünsche oder ob es ein Gestern-Wunsch ist. Ich wünsche mir für heute und für die Zukunft nicht, dass ich mit meinen Eltern tiefgehende persönliche Gespräche führe und sie für mich da sind (oder ich für sie). Das ist unrealistisch. Aber ich wünsche mir das für mein Gestern. Ich hätte das gerne gehabt – ehrliche Eltern, die kommunizieren können. Die Liebe gegeben können. Die mich nicht in eine für sie funktionale Rolle reinmanipulieren. Das würde ich mir für mein Gestern wünschen.
Weil aber „Hätte, hätte, Fahrradkette“ gilt und man eben die Vergangenheit nicht reparieren kann, sondern nur ruhen lassen kann, brauche ich noch Zeit.

Ich werde mein Morgen besser machen, sobald ich mein Gestern betrauert und abgeschlossen habe.

Hey, dad, look at me
Think back and talk to me
Did I grow up according to plan?
And do you think I’m wasting my time
Doing things I wanna do?
But it hurts when you disapprove all along

And now I try hard to make it
I just wanna make you proud
I’m never gonna be good enough for you
Can’t pretend that I’m all right
And you can’t change me

‚Cause we lost it all
Nothing lasts forever
I’m sorry I can’t be perfect
Now it’s just too late and we can’t go back
I’m sorry I can’t be perfect

Mittwoch habe ich mir versucht den Daumen abzusäbeln, scharfe Kanten – genau mein Ding. Als ich also das Blut versuchte zu stoppen und es mir so lala gelang, dachte ich die ganze Zeit nur „und wen rufe ich jetzt an? Wer kommt mit ins Krankenhaus?“ – Die Besten sind zur Zeit nicht belastbar. Familie? Fällt raus (wobei mein Bruder nicht im Lande ist, sonst wäre er ’ne Option). Freunde? Hmm. Ich kann mir vorstellen, was – gerande meine männlichen – Freunde sagen, wenn ich wegen sowas anrufe. Trauriger Gedanke.

Es gab mehrere schöne Fundstücke diese Woche, die ich Euch gerne ans Herz legen möchte:

Der Kritzelkomplex! Fantastisch. Ich amüsiere mich da SEHR drüber. Den Wurm finde ich natürlich grandios, klar, ne?

Der Moodbear von Skizzenblog! Wird gebaut!

Diese zwei Artikel Edition F:

Das große Missverständnis über das Singledasein

und

Weiblich und ledig? Warum wir aufhören sollten, uns über die Beziehung zu definieren

Ja, das sind längere Artikel (ich will ja niemanden genau anschauen … MANUEL!), aber gut geschrieben. Ich fühlte mich an vielen Stellen ertappt, weil ich aufschreien möchte „JA GENAU!“, um dann im nächsten Moment kleinlaut zuzugeben „Ich denke aber leider genauso“. Also … das Denken ändern und vorallem zu sich selbst finden – egal ob solo oder zu zweit.

Für die Insekten- und Fotofans gab es dann noch das hier. ICH habe es mir nicht ganz angeschaut. *grusel*

Passend zum Wochenende – „Singing in the rain“ von Simple Plan (Möchte jemand raten, welches Konzert diese Woche stattgefunden hat?)

Ein schönes Wochenende! Springt in Regenpfützen – voll karacho – und habt Spaß dabei 🙂

Lila

Mir fallen bald keine Freitags-Überschriften mehr ein :-)

Mir fallen bald keine Freitags-Überschriften mehr ein :-)

Demnächst schreibe ich nur noch in KW’s … KW18 und so… 🙂

Nach außen hin war diese Woche ruhig. Das schlechte Gewissen ohne Therapie sowas wie „Urlaub“ von den Gedanken zu machen, plagt mich. Gleichzeitig wälze ich weiterhin die Frage von links nach rechts und nochmal drumrum, warum ich mich so dagegen sträube mit meiner Mutter zu sprechen. Je länger ich es ausschiebe, um so schwieriger wird es – das weiß ich. Ich ende aber immer bei „ICH MAG NICHT!“ und zwar ziemlich genau in diesem Tonfall und dieser Attitüde. Nunja.

Frühjahrsputz – es fliegen Menschen, vornehmlich Männer, aus meiner Freundesliste. Ich mag‘ nicht mehr.
Der Umarmer und der junge Schwan – das reicht selbst mir jetzt. Ich kann nicht auch noch deren Ego’s pflegen. Wer Mist baut, kann NICHT von mir erwarten, dass ich ihm regelmäßig das Köpfchen streicheln und ihn lobe, wie TOLL er doch beim Wiedergutmachen ist… Vorallem, wenn das nicht meinen Ansprüchen genügt. Deswegen: Kontakte verschoben, so daß ich sie nicht mehr sehen kann – aus den Augen aus dem Sinn funktioniert hier immer noch am Besten.

Wirft natürlich wieder Fragen auf, warum ich bei den Beiden hart bin und bei anderen, die ja VIIIIIIIIIEL schlimmer waren, nicht so hart.
Ja, der Umarmer fühlt sich ungerecht behandelt, er ist mit meiner Entscheidung nicht einverstanden. Pech.

Tja, mittlerweile nehme ich es mir heraus, zu Handeln wie ich es empfinde. Ich kann weiterhin diesen „Stolz“, den alle von mir erwarten, nicht empfinden oder nachproduzieren. Ich empfinde es weierhin als schlimmer, wenn sich jemand wochenlang nicht meldet. Ist einfach so, ich könnte so tun als ob…
Ich weiß es zu schätzen, dass man sich Gedanken macht und ich kann es verstehen, wenn man mir irgendwann sagt „Ich hab’s Dir doch gesagt“…

Be done with it. My decision.

Ansonsten werde ich pünktlich zum Start der warmen Sonnentage krank und habe ein schönes, aber wenig erholsames Wochenende vor mir… *örks*

Macht nix, das Erkälten letztes Wochenende und das lauthals Singen haben sich gelohnt.

„Innerlich verkeimt“ trifft es da ganz gut 🙂

Dies ist mein 500. Beitrag – irgendwie jubelt WP mir da gar nicht zu … dann gehe ich jetzt halt in die Sonne und dann zu Gregor Meyle…. Ein Highlight jagt das Nächste 🙂

Genießt Euer Wochenende,

Lila

Lila features …. [3]

Lila features …. [3]

Lange ist es her …. Da gab es von dieser Serie Teil 1 und Teil 2 (Links unten).

Nun endlich (Sorry für die lange Wartezeit) – Teil 3.

Lila features westendstories.

westend1zu den beiden farbgecrashten Damen
Sie waren ein Farbprojekt. Es sollte bunt werden. Im Grunde unvorsichtige und unüberlegte Möglichkeiten mit der Materie Acryl näher zu kommen. Vor einem Jahr war ich noch nicht sicher, was mir näher liegt. Das ist heute etwas klarer. Acryl ist zwar heute ebenso nicht ausgeschlossen, jedoch male ich damit meist nur in besonderen Stimmungen. Zum Beispiel in enormen Tiefs. Da greife ich gern zu harten Pinseln. Dicker Farbe. Härterem Maluntergrund. Beide Bilder sind mir jedoch immer noch recht nah. Die Lachende hängt in meinem Büro und ich seh sie täglich. Die andere wurde als Vorlage für meine Flyer genutzt. So ist auch dieses Bild immer irgendwo in der Nähe. Beide Bilder sind im Winter vergangenen Jahres entstanden und wenn ich sie heute anschaue, dann sind sie, wie eigentlich alle Bilder, ein kurzer Ausschnitt eines Tagebuches. Sie halten Momente fest. Bringen mir Emotionen vergangener Tage und lassen hier und da alte Themen wieder hoch. Jedoch meist Abgeschlossen, denn das Malen verarbeitet Themen, so wie geschriebene Tagebücher und Geschichten ebenfalls 🙂 Rückwirkend geht es mir meist so, das die Bilder im Heute vielleicht besser von der Arbeit her wären. Fehler sind sichtbar, Sequenzen die besser hätten sein können…. Aber so scheint es sicher in den meisten Fällen. Der Blick zurück ist häufig klarer, als der mittendrin 🙂

Die Wahl fiel von meiner Seite aus sofort auf diese beiden Damen. Ich hatte, glaube ich, vorher eher die schwarzweiß-Bilder gesehen und fand diese Farbe erfrischend. Außerdem erinnert es mich sehr an den späten Monet… also die Pinselstriche und das eigentlich Abstrakte, das dann aber doch ein großes Ganzes ergibt. Und ich würde beide Bilder als Button am Revers tragen 🙂

westend2Dann kommt das Herz auf der Leine
Winter letzten Jahres… die Motivation könnte klarer wohl nicht sein. Verletzung, eine tiefe Verletzung war ausschlaggebend. Mehr brauch ich schon fast nicht dazu zu sagen… Zeit hält alle Wunden und ebenso kann ein Herz auf der Wäscheleinen ein wenig trocknen.
Gezeichnet mit meinen Lieblingsmalmaterialien, mit denen ich auch heute noch am liebsten Male…Micron Fineliner in verschiedenen Stärken, meist 005 und Aquarellfarben von Schmincke.
Was Rückwirkend meine Sicht auf dieses Bild angeht… es steht wirklich die Frage im Raum, wie sehr kann doch etwas verletzen, was die körperlich gar nicht berührt.. unglaublich im Grunde.

Peter Gaymann ….DAS war mein erster Gedanke … ! Ich mag die feinen Striche und die Farben beim Herz. Und ich mag die Bedeutung des Bildes in seiner Einfachheit.

westend3Dann haben wir den smoking artist
Ich bereitete dafür Malblätter vor… also weiße Blätter wurden mit verschiedenen Farben grundiert. Hier in diesen Blau- und Grüntönen… und dann sah ich ein ähnliches Bild, so ein ziemlich cool blickender Kerl mit Zigarre. Den Blick wollt ich einfangen. Das ist eh häufig das, was mich interessiert. Stimmungen einfangen. Anschließend wurde er digital noch ein wenig bearbeitet.
Bei diesem Bild gibt es nicht so viel zu sagen, das ist im Grunde kein Tagebucheintrag. Eher ein Mischmaterialien Bild, was vielleicht gefällt 🙂

Die Farben! Gar nicht so mein eigentliches Farbspektrum… aber die Farben. Und dieses erstmal versteckte Gesicht. Es ist ein bißchen wie ein Suchbild… Wimmelbild… ich bin mir sicher, da kann man noch ganz viel finden, wenn man sucht. Und ICH dachte ja, er hat einen Buntstift im Mund… *g*

westend4Dann haben wir die dezente Lady in red.
Eine Frau die weiß was sie will. Es ist ein dezentes Bild, recht dunkel gehalten, nicht aufdringlich. Das war mir wichtig. Es sollte Selbstachtung ohne Hochmut und gepaarte Dominanz mit Eleganz einfangen. Und wie ich genau jetzt nachlese, also das erste mit dem ich letztes Jahr anfing, mich näher mit den dickflüssigen Farben zu befassen.
Gedanklich war ich zu der Zeit viel mit dem Thema Dominanz beschäftigt. Ebenso auch der Ambivalenz in der Dominanz. Das natürliche Ausleben von Stärke. Das Akzeptieren, ebenso der Schwäche. Nun ja, fast ein Thema für sich.
Sie soll auf jeden Fall genau das darstellen. Ebenso wie das wohlfühlen mit sich. Denn auch dort liegt häufig der Punkt, der Zeifel. Mit sich und seinen Wüschen…

Natürlich. Natürlich gefällt mir das Bild. Das Motiv in allererster Linie. Auf den zweiten Blick aber die Schattierungen von Rot. Die knallige rote Peitsche. Und ja, Stärke, Selbstbewusstsein, Dominanz. Ich möchte ein wenig links in die Ecke schauen können … wer oder was da wohl liegt? In meinem Kopf kenne ich die Antwort und genau das macht Kunst für mich spannend. Wenn die Geschichte im Kopf weitergehen kann.

Und weil es schon so lange her ist, dass ich die Auswahl getroffen habe, hier meine „neueren“ Highlights:

Cheers
Tuscheübung II
Nicht einfach
Hinter Fenstern IV

Und wunderschön, DasManuel malt ein Bild von Mia weiter… 🙂
Steht übrigens eingerahmt in meinem Wohnzimmer zwischen meiner James Rizzi-Sammlung 🙂
Auf den zweiten Blick bepinselt

Vielen lieben Dank, liebe Mia, für’s Zeitnehmen und Mitmachen 🙂

Teil 2: DasManuel
Teil 1: Listenes

Disturbed

Disturbed

Der gute Manuel ist nicht nur für einige Kunstwerke verantwortlich oder den ein oder anderen Blogbeitrag. Er sorgt auch regelmäßig für „interessante“ Lese- oder Film-Guck-Erlebnisse.

So auch mit dieser Empfehlung, die ich gerne an Euch weitergeben möchte – falls ihr diese Triologie noch nicht kennt.

Pardadies – Die Triologie von Ulrich Seidl

Ich will gar nicht mehr soviel dazu schreiben. Mich haben sie nachhaltig bedrückt.