Traditioneller Freitagspost

Traditioneller Freitagspost

„Der intuitive Geist ist ein heiliges Geschenk und der rationale Verstand ein treuer Diener. Wir haben eine Gesellschaft erschaffen, die den Diener ehrt und das Geschenk vergessen hat.“

―Albert Einstein

Es ist ruhig geworden, das tut mir ein bißchen leid, aber ich befand es besser, erstmal eine Struktur in meine Gedanken zu bekommen.
Ich bin mir nicht sicher, ob das eine gute oder schlechte Struktur ist – mein „intuitiver Geist“ befindet mal – gut.

Die Therapie dringt in tiefe, unangenehme Gefilde vor. Auch wenn es keine zwingend neuen Erkenntnisse sind, so tun sie dennoch weh. Es tut weh, auszuprechen, dass eigentlich der einzige Mensch, der mich schlecht macht, schlecht behandelt, nicht liebt und nicht wertschätzt, ich selbst bin.

Die Stimmen in meinem Kopf sind grausamer und gnadenloser, als alles, was mir außerhalb begegnen kann.

Woher das kommt, ist nicht schwer zu entschlüsseln, da waren wir in 5 Minuten durch.

Das Ver-Arbeiten, Durch-Arbeiten und Um-Lernen…. das wird noch eine Weile dauern. Und da ist sie wieder: Die Trauer. Die Bitterkeit. Das Gefühl, mein Leben vergeudet zu haben.

Und auch dagegen kämpfe ich an.

So vielleicht?

Vielleicht fange ich doch mal mit der Übung an, meinem Spiegelbild zu sagen, dass ich „ok“ bin. Liebenswert. Wichtig. Gut so. Schlau. Witzig. Intelligent.
Ob ich da jemals Schönheits-Adjektive verwenden kann? Heute zweifel ich das an, aber wer weiß schon, was die Zukunft bringt.

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Auch noch im Bezug zu dem Zitat steht weiterhin mein innerer Konflikt, wie man mit Lügen und Lügnern umgeht. Es ist weiterhin so, dass ich die Lüge nicht als „schlimm“ empfinde. Es ärgert mich, weil es unnötig gewesen ist. Es ärgert mich, weil ich mich so oft noch DUMM fühle, dass ich die Zeichen nicht zusammengebracht habe. Es ärgert und verletzt mich, wenn es Situationen gibt, die, würde ich die Wahrheit nicht kennen, die Wahrheit ans Licht bringen. Und es wird getan als sei es das normalste der Welt.

Und ja, ich zweifel oft, ob ich die richtige Entscheidung treffe/getroffen habe.

Ich mache weiterhin Pro-Con-Listen und ich komme weiterhin zu keinem anderen Ergebnis.

Aber: In wie weit kann ich mir und meinen Entscheidungen vertrauen? Mein „intuitiver Geist“ hat mich ja schon des öfteren fehlgeleitet, während mein „treuer Diener“ wie ein Irrer an mir gezerrt hat, mich zum Umkehren bewegen wollte.
„Nein, nein … ich bin ein Bauchmensch… ich muss meinem Bauch folgen….“
Hat mich nicht sehr weit gebracht. Blöd nur, dass mein Kopf keine Erfahrung mit Entscheidungen-Treffen hat. Musste er ja nie.

Wir schauen also mal, wie das weitergeht.

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Immer wieder tappe ich in diese Falle. Ich glaube Menschen, wenn sie sagen „Ich würde so gerne das oder das machen“.
Erkenne nicht, dass es absolut nur heiße Luft ist. Das Dumme ist: Ich verschwende Zeit darauf, diesen Menschen zu helfen. Versuche zu motivieren. Lösungen zu finden. Um am Ende zu erkennen: Die wollen gar nicht.
Die wollen davon träumen, dass sie wollen würden. Aber Realität sollen ihre Träume nicht werden, wenn das mit Einsatz, Aufwand oder – Gott bewahre – Arbeit verbunden ist.

Es ärgert mich maßlos.

Nicht nur, dass es so Heißluftkanonen in meiner Umgebung gibt und diese mich damit weiterhin triggern. Sondern dass ich auch noch so dämlich bin und es nicht (immer) schnalle.

Der Preis dafür ist verlorene Zeit. Mein Preis.

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Deswegen: Gestern zum Zeichenkurs angemeldet. Ich habe Wünsche und Träume, bei deren Realisierung ich alleine gelassen bin. Mir wird niemand dabei helfen. Das ist ein zunächst bittere, aber wahre Erkenntnis. Anstelle den Kopf in den Sand zu stecken und zu weinen, mache ich es selbst.
Und klopfe mir selbst auf die Schulter, denn – wenn ich mich schon super kritisieren kann, dann kann ich mich vielleicht auch super loben.

Nicht täuschen lassen, meine Laune entspricht dann doch eher der von Justin 🙂

Heute abend geht es nach Stuttgart auf die ComicCon… NERDFEST! 🙂

Montag dann direkt weiter an den Bodensee, an sich Arbeit. Aber mit netten Menschen… und meinem „Verlobten“… Ich freue mich schon auf sein Sixpack 🙂

In diesem Sinne – Euch ein schönes, Unwetterfreies Wochenende

Lila

Pakt

Pakt

Ich habe mit mir einen Pakt geschlossen, mir ein Versprechen gegeben. Keiner kann mich so enttäuschen, wie ich mich selbst. Besonders hierbei.

Also gebe ich alles, mein Versprechen zu halten. 
Versprochen!