WMDEDGT – Juli

WMDEDGT – Juli

Frau Brüllen fragte, wie an jedem 5. des Monats, „was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“

Hier die Antwort:

Momentan habe ich eine Frühaufsteher-Phase – soll heißen, es gibt nur 3 Wecker und die funktionieren auch nach 2mal weiterdrücken und so stehe ich um 7:30 Uhr unter der Dusche. (Der erste Wecker klingelt um 6:45h).
Heute laufe ich zur S-Bahn, weil der restliche Tag den ÖPNV bedarf, also Tagesticket und kein Fahrrad *menno*
Im Büro wartet schon meine viel zu gut gelaunte Azubine auf mich, die voller Tatendrang auf neue Aufgaben wartet.

Mit ihrer Hilfe bereite ich mich auf den Nachmittagstermin vor und freue mich durchaus darauf.

Um 11 Uhr geht es zum Betriebsrat, wir haben Sitzung im kleinen Arbeitskreis. Spannende Themen und interessante persönliche „Schwingungen“ zwischen 2 Personen, von denen ich das so nicht erwartet hatte – huch.
Mittags geht es rüber zu unseren Foodtrucks, der Organisator bekommt eine Tüte Gummibärchen, weil er 40 geworden ist – ich kenne den Bedarf an süßen Trostpflaster 🙂

Bevor es um 14 Uhr ins nächste Meeting geht, bespreche ich mit meiner Chefin und bin wieder mal erstaunt, wie mehrere Menschen in einem Meeting sitzen können und jeder eine andere „Message“ mitnimmt. So werde ich also zurückgepfiffen, weil „man noch nicht so weit sei gedanklich“, sichtlich frustriert verlasse ich ihr Büro und geh‘ erstmal kopieren zum Abreagieren. Im Meeting bin ich dann leider nicht mehr so euphorisch wie noch zuvor bin außerdem gehetzt, weil wir wie immer 10 Minuten zu spät anfangen und die Animositäten unter den Leuten spürbar sind. Ich bin zu harmoniebedürftig für so’n Scheiss.

15:40 hetzte ich, weil zu spät, aus dem Büro zur Physiotherapie, wo ich – nur 5min zu spät – auf ein glühendheißes Moorkissen gepackt werde… und das gestern, wo mir eh so warm war 🙂
Meine Physio hat letzte Woche ein Seminar besucht und probiert das neu-erlernte Wissen an mir aus und siehe da – ich kann tief einatmen ohne Krampf und auch die Wirbelsäule entspannt sich sichtlich – wie macht die das bloß? 🙂

Ich mache mich auf den Weg zu meiner Mutter, dort wartet unsere „Fußpflege“ auf mich – eine Wohltat. Mit meiner Mutter ist es mittlerweile entspannter, zum GANZ entspannt fühlen fehlt glaube ich noch ein wenig Zeit. Ich fahre mit einem Carsharing-Auto nach Hause, halte im Rewe und komme erstmal nicht aus dem Parkhaus raus. Die Carsharing-Autos haben manchmal eine „Parkhaus-Funktion“, deswegen ging die Einfahrtschranke zwar auf ohne einen Schein auszuspucken, die Ausfahrt wollte dann aber einen bezahlten Parkschein fressen. Dank der Stimme aus dem Automaten konnte ich dann aber doch nach Hause fahren.

Bei Sushi (Veggie) und Gyoza habe ich mir Masterchef Australien gegönnt und wieder was gelernt: Man kann mit Mastik kochen. Ich kannte das nur als Bartklebre aus dem Theater. Everyday’s a schoolday!

Dann habe ich eine neue Serie angetestet „Roadies“ – nach zwei Folgen kann ich noch nichts definitives sagen außer – Hat mich nicht gelangweilt.

Bin dann dennoch sehr geknickt ins Bett gegangen, weil zu später Stunde noch eine Nachricht kam: „Juhu, wir haben uns schon auf einen Termin für den Mädelstrip geeignet … Datum XXXXXX“. Leider kann ich da nicht und hätte das auch sofort sagen können, wenn man mich mal gefragt hätte. Als Antwort bekam ich „Naja, dann bist Du halt nicht dabei, aber die Müttermädels können da und haben sich das schon so und so vorgestellt“. Es munterte dann auch nicht mehr auf, dass man mich darauf hinwies, dass ich ja auch was Schönes machen würde, wenn der Termin schon besetzt sei, das Erlebniskonto würde also gefüllt.

Das ist das 3. Mal in 2 Wochen, dass mir sowas passiert. Dadurch, dass ich immer alle Zügel in der Hand hatte, hatte ich diese Probleme früher nicht und fühlte mich auch nie einer Gruppe nicht zugehörig. Jetzt lasse ich die Zügel schleifen und dann passiert sowas. Das ist etwas bitter muss ich sagen.

Aber auch sowas hält mich nicht vom Schlafen ab, 23.45 geht das Licht aus.

16 Gedanken zu “WMDEDGT – Juli

  1. Du solltest die Logistik hinter einem Müttermädelswochenende nicht unterschätzen. Wenn man da mal einen Termin hat, dann wird alles rigoros untergeordnet. Ich kenne es nur von der anderen Seite wenn mir sehr deutlich zu verstehen gegeben wird, dass ich dann die Verantwortung für die Kinder habe. Flexibilität im negativen Bereich. 🙂 von daher solltest Du Dir diesen Punkt nicht so sehr zu Herzen nehmen.

    1. Naja, ich bin nicht die einzige Nicht-Mutter. Ich habe auch erst im Nachhinein davon erfahren, so in der Art von „Ach ja, wir haben da mal geplant, wenn Du mitwillst“

      Mittlerweile ist es dann eher „Nö, möchte ich dann nicht, besten Dank“

      Ich habe damit immer noch Schwierigkeiten, verstehe aber, dass manchmal ein Abschied weniger weh tut als festhalten.

      Man entwickelt sich scheinbar auseinander 🙂

      1. Auch das wird sich wieder ändern. Dann ist wieder wichtig mal nicht über Kinder zu sprechen. Aber ich weiß was Du meinst. Selbst mit Kindern wundere ich mich über das Verhalten von neuen Eltern.

  2. Ach Sie,
    nun nehmen Sie das mÜtter-Dingens mal nicht zu persönlich. Es wird sicher auch ein Termin kommen, an dem Sie wieder dabei sind. Und die werden schon merken, was fehlt, wenn Sie fehlen 😉
    Und ansonsten ja schön voller Tag. Bleiben Sie bei Meetings sachbezogen und nehmen Sie auch hier nicht alles zu persönlich. Manche Leute müssen eben überall Emotionen mitreinbringen …

    1. Glaube ich nicht und selbst wenn, werde ich es nicht erfahren. In dieser speziellen Runde passieren diese Dinge leider seit geraumer Zeit, meine Geduld ist am Ende und meine Energie kann ich da auf Besseres verwenden. In Zukunft werden diese Termine zumindest mal keine Priorität haben.

  3. ‚… und bin wieder mal erstaunt, wie mehrere Menschen in einem Meeting sitzen können und jeder eine andere „Message“ mitnimmt …‘ Oh das stimmt. Wenn eine Aussage drei Bedeutungen haben könnte ist sicher, dass jemand eine vierte erkennt. Schrecklich. Die einzige Methode, dies zu vermeiden, ist wirklich, selbst zu sagen, was man glaubt, verstanden zu haben. Und sich dies dann bestätigen zu lassen … oder sich korrigieren zu lassen.

    ‚… sichtlich frustriert verlasse ich ihr Büro und geh‘ erstmal kopieren zum Abreagieren …‘ Hm. Das muss ich mal probieren. Irgendwelche Tips, wie man sich da gut abreagiert? Din A3 vollflächig rot kopieren vielleicht? 😉

    ‚… Man kann mit Mastik kochen …‘ WAS ist Mastik? Keine Sorge, hab’s gerade gegoogelt. Eine Art Kitt aus dem Harz der Pistazienbäume … Das plus ‚Parkhaus-Funktion‘ bei Car Share-Autos habe ich dann heute gelernt.

    Die Nummer mit dem Mädelstrip finde ich schräg. Das würde selbst ich als alter Phlegmatiker persönlich nehmen. Respekt ob deines Verhaltens (in den Kommentaren).

    1. Die Krux ist, dass, selbst wenn ich noch 3mal gefragt hätte, ob das denn jetzt das bedeutet und ich loslegen kann, heißt das ja nicht, dass man sich 3 Wochen später noch an die eigenen Aussagen erinnert. Lektion für mich? Nach so einem Treffen die nächsten Schritte in Stichpunkten festhalten und an alle verschicken. (Heute sagte man mir dann, dass man ja nicht erwarten kann, dass meine Emails mit Informationen gelesen werden. Und ich nicht beleidigt sein soll, wenn man nicht macht, was in einem Teamprojekt die Aufgabe gewesen wäre *augenroll*) – Ich möchte doch einfach nur meine Arbeit machen. Dieses Hin und Her, die Politik und die persönlichen Befindlichkeiten gehen mir auf dem Keks. Ich werde KEINE Zeit mehr damit verbringen, technik-unaffinen Menschen die Technik zu erklären, die sich nicht verstehen WOLLEN und auch gar nicht müssen – gibt ja Spezialisten – wie mich – dafür. Man muss auch mal loslassen können *ohmmmm*

      Kopieren als Abreagieren hilft nur insofern, als dass ich da in einem kleinen Raum stehe und nicht hören kann, was um mich passiert. Ich kann Tränen des Frustes zurück drängen und mich einen Moment sammeln 🙂

      Mastik/Car-Sharing: Everyday’s a schoolday – ich sag’s doch 🙂

      Mädelstrip: Was soll ich mich da weiter aufregen? Es tut weh, klar. Es ist ein eindeutiges „Du bist nicht wichtig genug“ – okay. Damit lerne ich ja seit einiger Zeit zu leben. Es ist ähnlich schräg, wie gefragt zu werden, ob ich an Termin X kann, ich verneine und erhalte eine Woche später eine Partyeinladung für genau diesen Termin. Ich muss das nicht verstehen. FRAG‘ mich dann doch nicht auch noch. Wie ich schrubte per PM, es passiert da einiges schräges und ich habe weder Kraft noch Nerven mich damit auseinander zu setzen. Ich glaube nicht, dass es was bringt. Die Menschen sind so wie sie sein wollen, ich bin es dann eben auch. Mit Verlusten ist zu rechnen. Pech.

      1. In unserem Kopierraum gab es auch eine Schneidemaschiene. So dieses Fallbeil zum Runterdrücken. Scheint mir aus dieser Perspektive auch nützlich für manche Emotionen 😊

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s