Freitagspost KW 28

Freitagspost KW 28

Freitag wird zum neuen „Müde“-Tag. Die Woche erfordert meine ganze Kraft, jetzt (14:14Uhr) bin ich schon 8 Stunden wach und werde das noch ca. 11-12h sein. Ouh. Immerhin gehe ich mittlerweile schlafen, wenn und wann ich müde bin – und schlafe dann auch. Anders würde ich es nicht hinbekommen.

Heute ein spannendes Thema in der Therapie: Ich und mein Körpergefühl. Das gibt es nämlich nicht. Bis ich so 11 Jahre alt war, hatte ich kein bewusstes Verhältnis zu meinem Körper, außer, daß er funktioniert hat und mich (offensichtlich) nicht gestört hat. Dann sprach meine Mutter die magischen Worte, die ich damals nicht verstand – die ich aber auch nicht angefochten habe. Und ab da war mein Körper eigentlich nicht meiner. Meine Mutter versuchte ihn über Deals zu formen (z.B. eine Baseball-Jacke gegen 4kg weniger) und ich habe mit Essen sabotiert – um ihr eins auszuwischen.
Rückblickend kann ich nur den Kopf schütteln aber so war es und so ist es bis vor kurzem gewesen. Ich habe ihr die Kontrolle entzogen, in dem ich „ihr Produkt“ kaputtgegessen habe.
Heute ist es auch noch so, dass ich Komplimente nicht glaube, nicht in die Spiegel dieser Welt schaue und Leute, die mich mögen, für komplett geistesgestört halte.
Keiner ist so hart zu mir, wie ich selbst. I know.

Was diese Woche sonst noch so war?

(SORRY an alle bereits Genervten!!!) Pokémon Go
Ich bin dazu (eigentlich) zu alt, habe die Serien nie geschaut, die Spiele nie gespielt. Aber ich bin Geek, Nerd und Spielkind – also war klar, dass ich da mal ausprobieren muss. Dass es meinen Arbeitsplatz so nachhaltig erschüttert, hätte ich nicht gedacht aber ich finde es zutiefst spannend, was da grade passiert.
Ja, ich habe die AGB’s gelesen und ich gehe bewusst mit diesem Spiel um. Dennoch finde ich die folgenden Artikel sehr spannend – und das sind nur 2 von 100ten, die ich diese Woche gelesen habe.

Game over für den Datenschutz: Warum die Hysterie um Pokémon Go so gefährlich ist [Kolumne]
und
Pokémon Go – die Tweets und anderes

Heute lockt t-mobile mit freiem Datenvolumen, wenn man Pokémon Go spielt… Ich warte auf die ersten Brands, die auf der Karte auftauchen. Und ja, man kann da total kontra sein und es auch einfach nicht spielen, aber beobachten sollte man den Trend mit einem Auge dann doch. Vor nicht mal 10 Jahren kam das erste iPhone auf den Markt. Damals „So ein Schrott, ich will telefonieren und SMS schreiben, mehr nicht“ – waren damals meine Worte. Heute habe ich keinen Festnetzanschluss mehr, kann überall arbeiten und kommunizieren. SMS benutze ich fast gar nicht mehr. Wer weiß, was die nächsten 10 Jahre dann auf uns zukommt. 🙂

Ein Finderling der Woche war dieses Video:

Ohne Kunden im Hintergrund, einfach ein Kreativprojekt von DBB Düsseldorf.
Ich fühle mich ertappt und muss total lachen – es stimmt einfach alles 🙂

Und dann ein kleiner Aufruf für alle „Künstler“ und Kunstbegeisterten – schaut doch mal bei Patreon vorbei. Ich finde das eine geniale Idee – für wenig Geld (oder soviel, wie es mir wert ist) kann ich Künstler supporten. Manchmal bekomme ich „nur“ eine Sneakpeak und manchmal bekomme ich ein Portait 🙂
(Ja, bei DasManuel bekomme ich die monetär umsonst…aber fragt nicht nach meinen grauen Haaren 🙂 )

Dieses hier ist auf jeden Fall sehr gelungen, finde ich 🙂

Wurm

In diesem Sinne schleiche ich mich ins Wochenende 🙂

Euch ein hoffentlich Schönes und mir ein hoffentlich Lügen-Freies.

Lila

17 Gedanken zu “Freitagspost KW 28

  1. Also … der Wurm … hat auch graue Haare *duck*.

    Das Video ist so lustig. Erst dachte ich es wäre affig, aber nein. Vor allem die Texte. Herzhaft!

    Pokémon … ich freue mich schon auf Sonntag. 😀

    Körpergefühl … schwieriges Thema. Ich stelle die Behauptung auf, dass nahezu niemand ein ‚gesundes‘ Körpergefühl hat. Die Umstände und Hintergründe, die dich dazu bringen/brachten, dich kaputtzuessen, sind schlimm – deshalb ist es gut, dass sie zur Sprache gebracht wurde in deiner Therapie.

    1. JA! Der Wurm ist ja auch ein IST-Zustand! Lauter graue Haare *knurr* 🙂

      Boyband: grandios! Kannst Du für Kind2 aufheben 🙂

      Pokemon: JAAAAAAAAAA! 🙂

      Körpergefühl: njein.. also klar schon, dass es ange- und besprochen wird aber, alter Schwede, das ist zutiefst deprimierend und schockierend und lässt mich zusammenklappen => Schlafbedarf

    1. Zunehmen hat schon irgendeinen Grund. Wenn ihr über sowas sprechen könnt ohne, dass sie sich angegriffen oder ungeliebt fühlt? Prima!
      Ich übe das gerade an meiner Patentochter – die is(s)t wie ich… das ist total schwierig. Sie fühlt sich total happy in ihrem Körper und zieht an, was sie anziehen will – egal, wie es aussieht. Wird auch nicht gehänselt (wurde ich auch nicht). Will man das Selbstbewusstsein kaputt machen, weil man selbst das Kind als zu pummelig/dick empfindet? Möchte man eingreifen, weil man die Gesundheit des Kindes gefährdet sieht? Ist es schon in dieser Größenordnung? Oder möchte man eingreifen, weil es „schlanke Menschen“ leichter haben? Oder weil die eigene Ästhetik gestört ist?
      So lange sie nicht unglücklich ist und so lange es keine ärztlichen Bedenken gibt? Mit ihr zusammen Rad fahren, gesundes Essen vorleben, selbst nicht naschen und auf keinen Fall Verbote … eher Abmachungen oder Regeln für alle. Bei der Patentochter hat es schon sehr geholfen mit ihr zusammen mal in Google zu forschen, wieviel Zucker so in ihren Lieblingskeksen und -getränken steckt. Dazu gemeinsam ein Edu-Film über die Schäden von zuviel Zucker geschaut.

      Ich war damals in der Wachstumsphase, die bei mir neben hoch auch immer wieder in „Breit“ ging. Aber bei 1,70 und 70KG würde ich meine Tochter genau mal SO lassen, wie sie ist… auf keinen Fall würde ich ihr sagen oder das Gefühl geben, dass sie mehr geliebt wird, wenn sie schlanker ist. Punkt.

      Dicksein ist eine Körperform, keine Charaktereigenschaft (Danke, liebe Anke für das Zitat http://www.ankegroener.de/?p=24800)

      Beantwortet das Deine Frage? Bin etwas abgedriftet 🙂

  2. Ihr habt den Mario wieder, darauf zwei, drei Kinderriegel *g*

    Spaß beiseite, erst in der Therapie lernte ich, woher Essverhalten kommt und welch tiefsitzenden, unbewussten Gründe dahinter stecken. Von der ersten Therapiestunde wegen Magersucht, bis diese festgefahrenen Muster raus aus meinem Kopf waren, hat es sehr lanage gedauert. Erst heute, Jahre später, kann von einem normalen, gesunden Essverhalten gesprochen werden, weil Essen mittlerweile wenig Raum in meinen Gedanken einnimmt und ich esse wann ich will und was ich will, ohne Belohnungs- bzw. Bestrafungssystem. Ich wünsche dir viel Erfolg auf dem Weg. Alles braucht seine Zeit, nimm sie dir. Dein Körper gehört dir, du entscheidest was damit passiert. Wenn du dich schön fühlst, dann tun das auch andere, egal wie viele kg auf der Waage stehen. Danke an Anke für ihren Blogpost dazu.

    Hab ein schönes Wochenende.

    1. *grrrrrrrrrr* Ich kann noch nicht über Mario sprechen… Das Trauma ist noch nicht verarbeitet… 🙂
      (Bis Anfang der Saison habe ich es hoffentlich geschafft…)

      Immerhin ist es zum ersten Mal in meinem (Bewussten) Leben so, dass ich Essen nicht mit Strafe/Belohnung/Liebe in Verbindung bringe. Mir ein Sättigungsgefühl wieder erarbeitet habe, ebenso wie ein Hungergefühl. Weniger schlechtes Gewissen und durch all das ^^ automatisch kleinere Portionen. Plus die „neue“ – noch nicht 100% verankerte – Geisteshaltung, dass es MEIN Körper und MEINE Entscheidung und Verantwortung ist…
      Sehr spannend aber sehr arbeitsreich.. 🙂

      Dir auch ein schönes Wochenende, meine Liebe 🙂

  3. Wenn ich mir meine Familie mütterlicherseits betrachte, hab ich glücklicherweise wohl die Gene von meinem Vater geerbt… Der ist dünn, wie ein Strich, während meine Mutter, mein Onkel und mein Bruder ein ziemliches Übergewicht mit sich rumschleppen. Ich bin da so ein gesundes Mittelmaß.

    Meine Mutter und mein Bruder (er ist erst 16) sind übrigens seit gestern bei mir und ich habe bestimmt schon drei Mal Sprüche von meiner Mutter á-la „Hoffentlich bricht dein Bett beim Schlafen nicht zusammen“ gegenüber meinen Bruder gehört.
    Ich könnte echt ausrasten. Immer diese spitzen, fiesen Bemerkungen, dabei steht sie ihm in Sachen Gewicht in nichts nach.
    Meiner Meinung nach sollte sie als gutes Vorbild voran gehen, gesunde Ernährung vorleben und nicht immer die ganzen Süßigkeiten kaufen und dann schimpfen, wenn sie von ihm auch gegessen werden! Das ist doch total bekloppt…
    Zumal mich solche Bemerkungen bei mir auch immer genau das Gegenteil bewirkt haben.

    Und nun…schaffe ich es mit fast 32 Jahren immer noch nicht, meiner Mutter mal etwas entgegenzusetzen…

  4. Dicksein eine Charaktereigenschaft? Wie soll das denn gehen?
    Dick sein hat meist viele Ursachen. Und ein gesundes Hungergefühl ist Gold wert.
    Lila Brille und graue Haare – gut zu wissen 🙂

    1. NOCH keine komplett grauen Haare … Nur die ersten leichten Strähnen!!!!

      Naja eben NICHT! Aber es wird immer so getan als sei Dicksein eine Charaktereigenschaft … 🙂
      Da muss ich mir auch an meine eigene Nase greifen … Um mich zu beschreiben würde ich auch öfter mal „Dick“ sagen und damit nicht (nur) meine Körperform meinen … Auch disziplinlos, faul …. (Beliebig fortführbar)

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