Love is…

Love is…

Noch weiß ich nicht immer die Endung dieses Satzes bei allen menschlichen Beziehungskonstellationen. So gut wie nie bei männlichen Wesen. Kaum bei meiner Familie, noch nicht einmal beim Thema „Selbstliebe“ – ich weiß es einfach nicht, ich kenne das nicht – ich bin Liebes-taub beim Empfangen.

Beim Geben wiederum kenne ich keine Grenzen und lerne diese gerade … Unter Schmerzen. Weil es mir weh tut, keine Liebe zu zeigen, nicht geben zu dürfen… Weil es mich kaputt macht, wenn ich Liebe in die falschen Menschen investiere.

Wenn man sich die Theorie der „5 Sprachen der Liebe“ von Gary Chapman anschaut, stelle ich fest, wie Liebesbedürftig ich bin – ich spreche sie alle. Ich verstehe kaum eine davon ‚richtig‘.

Nur bei wenigen Menschen kann ich vertrauen und frei lieben und werde geliebt. Ohne Fragen, ohne richtiges oder falsches Verhalten, ohne Preis und ohne In Vorleistung gehen zu müssen. Einfach so. 

Länger als die meisten Ehen halten 🙂

17 Gedanken zu “Love is…

      1. Du darfst hier und überall IMMER denken, ohne vorher zu fragen, weisst Du doch 🙂

        Hmm ja, aber damit komme ich eben in die – für mich fatale – Gedankenspirale, dass meine Sprache der Liebe scheinbar eine andere ist als die vom Rest der Welt. Oder ich eben taub bin, die Sprache der Anderen zu verstehen. Und ja, Glück … ich würde mich ja schon als positiven Menschen bezeichnen und ich kann in vielen kleinen Dingen Glück finden. Und ich kann Menschen und „Dinge“ auch lieben über jedwede Grenze und Hindernis hinweg… Die Empfängerrolle ist schwierig für mich. Sogar von mir selbst die Liebe zu empfangen. Das ist schwierig im Kopf hinzubekommen.

      2. Hast du dir schon einmal vorgestellt, wie du mit dir umgehen würdest bei einer Begegnung mit dir selbst? Ich glaube, du könntest eine Freundin von dir selbst sein. Oder was meinst du?

      3. Aber gerne. 🙂
        Ja, das klingt für mich schlüssig, das übe ich auch gerade. Das Glück findet man nur in sich. Aber ob man da auch die Liebe findet? Also ein Gefühl der Liebe? Hmm…

      4. Fragen, auf die ich auch keine abschließende Antwort habe.
        Einer beschrieb Liebe mal als ein „warmes und zärtliches Gefühl“. Nun, ich hoffe, das findet jede:r immer mal wieder in sich und bei anderen.

    1. Deine Antwort habe ich heute nacht noch kurz vor dem Einschlafen gesehen und sie trieb mir wahrlich die Tränen in die Augen. Wenn ich darüber nachdenke, dann kenne ich kein Glück, weil ich keine Liebe (er)kenne. Die Muster, in denen ich Liebe wahrnehme, finden bei mir nur gebend aber nicht empfangend statt. Was dann zur Schlußfolgerung führen würde, dass ich zwar liebe aber nicht geliebt werde – in meiner Wahrnehmung, muss ich immer dazu sagen. Aber das ist nun mal der Ist-Zustand … Leider. Ich habe den Dreh noch nicht gefunden, wie ich diese Wahrnehmung dauerhaft ändern kann. Denn rational bin ich mir sicher, werde ich geliebt – ich spüre es nur nicht.

      1. Oh, es bestürzt mich, dass ich dich traurig gemacht habe. Das wollte ich nicht. 😦

        Kannst du sagen, was du denkst, was helfen würde, damit du merkst, dass dir gerade Jemand Liebe entgegenbringt? Wäre es eine Geste, ein Wort… eine Situation? Ein Geruch? Womit würdest du es am ehesten verbinden?

        Bei mir gehen rationale Dinge auch oft nicht konform mit meiner Gefühlswelt. Das ist echt schwierig. Bei diesem Thema allerdings hab ich zum Glück (da ist es wieder) keine so grossen Probleme. Stelle ich mir wirklich furchtbar vor. Wünschte, ich könnte dir helfen. 🙂

      2. Traurig mache ich mich selbst, wenn ich zuviel nachdenke… oder nicht so handel, wie es gut für mich ist 🙂

        Für mich zeigt sich „Liebe“ so: Zeit, Aufmerksamkeit und Aufmerksamkeiten, „Zärtlichkeit“ – ich schreibe das in „“, weil sich das für mich nicht nur auf eine Liebesbeziehung zwischen 2 Menschen beschränkt. Ich umarme und berühre Menschen, die ich mag ständig und dauernd. Interesse für mich, meine Gedanken und Wünsche und mein Leben haben.

        Das sind auch die Dinge, die ich mache, wenn ich jemanden mag … Ich schenke demjenigen viel Zeit und Aufmerksamkeit, interessiere mich für die Interessen des anderen und möchte teilhaben … und teilen.. Ich kann mich an der Freude eines anderen über eine Kleinigkeit freuen…. Meine Beste brachte mir eine lustige Abdeckung für meinen Fahrradsattel mit.. Der war nicht teuer, es geht da gar nicht um Geldwert… Aber sie hat mich an gedacht… Und das macht warmes Wohlfühlen im Bauch und Herz… Sowas.

        und leider lag ich auch schon oft falsch. Dachte jemand mag mich, weil er all das gemacht hatte. Dann vergesse ich, dass oft der Jagdtrieb sowas antreibt. Wenn die Beute erlegt ist, ist von Zeit und Aufmerksamkeit nichts mehr übrig.

      3. Das, was du beschreibst, kann ich absolut unterschreiben. Das geht mir auch so. Ich für meinen Teil würde sogar über mich sagen, dass ich sehr viel Aufmerksamkeit einforder und brauche – warum auch immer. Und ich schnell mal vernachlässigt fühle. Ich denke, da liegt irgendwas in der Kindheit, was schief lief… Wenn ich das richtig verstanden habe, dann denkst du bei „Beute“ und „Jadtrieb“ nicht unbedingt nur an Partner, sondern auch an Freundschaften, oder? Ich habe manchmal das Gefühl, dass man auf eine gewisse Art betriebsblind wird, wenn man Jemanden länger kennt, was schade ist. Das könnte das von dir beobachtete Ding von Zeit und Aufmerksamkeit erklären. Dann kommen wieder andere Dinge für den Anderen neben dir dazu und du musst das teilen, was weh tut.
        Kannst du, wenn du das dann merkst, noch artikulieren oder bist du dann so verletzt darüber, dass du es nicht mehr kannst? Kannst du evtl. ein Zeichen vereinbaren, bei dem der andere merkt, dass dir gerade was fehlt? An sowas arbeite ich schon seit Monaten und komm leider nicht voran. Aber der Gedanke ist fü rmich zumindest hilfreich.

        Ich finde es übrigens toll, dass du eine Beste hast, die an dich denkt. Und du bestimmt an sie. 🙂

      4. 2 Beste, mit denen das super funktioniert, wir kennen uns aber auch über 20 Jahre… 🙂

        Tatsächlich mache ich einen großen Unterschied zwischen Männern und Frauen, auch in Freundschaften. Und ja, da ist sicher einiges in der Kindheit vergraben – wir buddeln das in der Therapie ja so nach und nach aus.
        Ich kann das schon kommunizieren, aber es ändert sich nichts. Denn die Menschen, denen ich das kommuniziere, stehen auf der Stufe, dass das mein Problem ist und ich mich ändern muss. Weil – andere Menschen ändert man ja nicht. Das ist so der „Friss oder stirb“-Gedanke. Die Lösung wäre gehen und diese Menschen hinter mir lassen… das fällt mir aber unheimlich schwer. Aber das wird die einzige Lösung sein.
        Wenn ich quasi eine Bedienungsanleitung für mich mitgebe und davon wird nichts gemacht, dann muss ich davon ausgehen, dass mein Wert für diesen Menschen gegen Null geht.

      5. Das mit der Bedienungsanleitung habe ich meinem Partner auch schon mal gesagt. Eben dies will ich nicht, weil er selbst sehen sollte, wie er zu reagieren hat.

        Wenn es wirklich die einzige Lösung ist, die Menschen aus deinem Umfeld zu verbannen, weil es dir gut tut, dann ist die Frage, warum genau es dir schwer fällt. Kannst du einfach die Hoffnung nicht aufgeben? Oder verbinden dich Emotionen oder Erinnerungen zu der Person, die so wichtig sind?

        Ich las mal einen Spruch, den ich eigentlich ganz gut finde. „Wenn ein Mensch in der Gegenwart nicht mehr in deinem Leben ist, dann frage dich, warum er es nicht bis hierhin geschafft hat.“

        2 Beste ist ja noch viel besser! 🙂 Ich habe mit meinem weiten Umzug leider meine wenigen Freunde verloren. Und ja, Männer und Frauen wohnen auf unterschiedlichen Planeten. Davon bin ich überzeugt.
        Die Therapie ist sicherlich anstrengend, aber ich hoffe, es hilft dir. 🙂

      6. Hmm naja. „Selbst sehen“ ist so eine Sache… jeder Mensch ist anders. Und Du (und auch ich) wollen ja nicht, dass eine To-Do-Liste abgehandelt wird mit „5mal in den Arm nehmen, 3 Küsse geben…“ 🙂 Eigentlich wünschen wir uns ja, dass einer das macht, weil er es will und selbst drauf kommt… Aber jeder Mensch ist anders und jeder Mensch „spricht eine andere Liebessprache“.

        ich habe unheimliche Verlustängste (gehabt). Da halte ich lieber an für mich schlechten Menschen fest als auch nur einen zu verlieren. (Ist schon besser geworden… 🙂 )

      7. Du sprichst mir sehr aus dem Herzen. Es soll von allein kommen, damit man das Gefühl hat, es auch wert zu sein. Ist zumindest bei mir so. Wenn man es einfordert, ist es nicht mehr freiwillig… irgendwie…

    1. Bestimmt! Aber auch da: Ich kenne und kann es einfach (noch) nicht. Es gibt aktuell einen sehr interessanten Mann in meinem Leben, der sich (scheinbar) für mich interessiert. Würde sich dieser Mann vor mich stellen und mir sagen, dass er mich mag – ich würde schreiend weglaufen oder in Schockstarre verfallen. Ich höre und sehe Worte und Taten, ich kann sie aber nicht richtig übersetzen. Wenn jemand was Nettes für mich macht oder zu mir sagt, suche ich sofort den Haken oder denke in meinem Kopf Dinge wie „Jaja, der sagt das nur weil der das und das von mir möchte.“
      Weil ich sowas nicht kenne. Nicht von meinen Eltern, nicht von meiner Familie, nicht von meinen Ex-Freunden, schon gar nicht von meinen Affären…
      Von 2 Menschen kann ich es akzeptieren, seit noch nicht soooo langer Zeit… 🙂
      Ich arbeite dran, weil das echt schwierig ist… Auch für die Zukunft, wenn ich das erreichen möchte, was ich für mich erreichen möchte – mich „erstmal“ selbst lieben können.

      1. Mit einer Freundin war ich in Wien in einem Lokal. Aus Gründen der großen Besucherdichte saßen wir irgendwann mit zwei Männern etwa in unserem Alter am Tisch. Natürlich sprach man miteinander. Es war aber unüberseh- und -hörbar, dass die eine Geschichte nach der anderen erfanden. Nicht ganz scheu hab ich halt mitgespielt. Zumindest annähernd. Meine Freundin, die ehrliche Seele hatte mit meinen Minispäßchen echt ihre Mühe.
        Es war insgesamt ein lustiger und unterhaltsamer Abend. Allerdings fragte ich mich, was jemand macht, der tatsächlich jemanden fürs Herz sucht. Was ist wahr? Was Flirt? Was gemeines Hinterslichtführen? Wann aufhören mit den Lügen? Wann längst gesagtes aufdecken?
        Ich glaube, ich bin schon zu lang in festen Händen was Familie und Beziehung anlangt, um auch nur annähernd nachempfinden zu können, was du schon alles erlebt hast/erleben hast müssen.
        Manchmal würd ich echt gern mit dir teilen.
        Aber du machst das auch so ganz gut. Finde ich.

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