Du kannst es einfach nicht

Du kannst es einfach nicht

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… das muss ich wohl ‚auch‘ akzeptieren.

Entschuldigung. Das wollte ich nicht. Tut mir leid, wenn ich Dich verletzt habe. Sorry.

Soviel Möglichkeit, sowenig genutzt.

Es geht übrigens nicht darum, ob DU findest, dass Du verletzt hast oder Du die Verletzung richtig findest. Wenn Dir ein Mensch sagt (und das ist ja schon was, normalerweise wird sowas nicht thematisiert), dass Du ihn, wie auch immer, verletzt hast, ist der erste, richtige Schritt eine Entschuldigung.

Danach kannst Du diskutieren und Deine Sicht der Dinge klar machen. Nur kannst Du diese Verletzung eben niemals wegdiskutieren, genauso wenig wie man sie – Deine Worte – wieder gutmachen kann.

Dass Du nicht akzeptierst und grade da stehst, wenn Du Menschen verletzt, steht auf dem gleichen Blatt wie Dein Talent ‚Arbeit‘ auf andere abzuwälzen.

Warum?

Weil Du es kannst. 

Deine Haltung strahlt aus, dass Du nicht Wanken wirst, weil Du Dir entweder sehr sicher bist, dass der andere nicht geht oder es Dir egal ist, ob der andere geht.

Ist das Egoismus? Gesunder Egoismus? Ist das „mein“ Ziel? Dass ich lieber verletze als verletzt zu werden? Dass ich mich dafür nicht mehr entschuldige, weil ‚der andere echt übertreibt und viel zu empfindlich ist‘?

Möchte ich nicht. Ich habe nicht das Recht zu bestimmen, was angemessene Gefühle sind und die sind nun mal subjektiv. Auch Deine.

Ja, Dir sind Dinge, die ich mache und sage unangenehm. Mir tut das wirklich leid und auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann, akzeptiere ich das. Bei den Punkten, wo ich es nicht akzeptiere, ist es tatsächlich so, dass es mein eigenes Wohlbefinden so sehr einschränken würde, würde ich versuchen, mir das abzugewöhnen.

Ja, da bin ich egoistisch. 

Da kommen wir auch nicht zusammen. Aber weißt Du was? Du hast es trotzdem geschafft. Die Luft ist raus, die Freude und der Spaß sind weg. Ein Gefühl von „ist mir egal“.

Herzlichen Glückwunsch!

12 Gedanken zu “Du kannst es einfach nicht

    1. Nö. Dieser spezielle Mensch und mit ihm andere, die nicht soviel anders sind, sind einfach „toxisch“ für mich. Das muss ich akzeptieren und ich muss anfangen, die Konsequenzen zu ziehen.
      Eine davon ist, mich von solchen Menschen fernzuhalten. Wenn ich das nicht kann, aus welchen Gründen auch immer, muss ich meine Schutzmauern hochziehen und oben lassen. Da hilft nix. Egoisten werden immer versuchen, die für sich beste Lösung zu erreichen. Das liegt einfach in Ihrer Natur.

      Muss man akzeptieren oder gehen.

      1. Da hast du recht. Wobei – vielleicht ist manchem Egoisten gar nicht bewusst, dass und wie und wo er egoistisch ist und er kann sich ändern? Schwierig, oder?

      2. Menschen ändern sich nicht 🙂
        Wenn die Therapie und mein Leben mich eins gelehrt hat, dann das.
        Vielleicht hilft es zu wissen, dass diese Diskussion und diese Verletzung jetzt das 3. Mal passiert – die Geburtstage sind immer zum gleichen Zeitpunkt und jedes Jahr gibt es die Diskussion. Nä. Irgendwann mag‘ ich auch einfach nicht mehr.

      3. Ist denn dann immer das Selber der Auslöser für diese Diskussion? Da muss es ja Gemeinsamkeiten geben… Ja, wenn es der Charakter einer Person ist, dann wird sie sich schwerlich ändern (wollen/können). Hmm… Echt blöd. 😦

      4. Diskussionen gibt es viele, Auslöser sind unterschiedlich – die hier beschriebene Reaktion ist aber immer gleich. Keine Entschuldigung für Verletzungen, weil man meint, dass es keine gab oder man sich dafür eben nicht entschuldigen muss. Und nein, ich glaube nicht, dass sich die Person ändern möchte. Die Konsequenzen davon würden wohl das Leben desjenigen ein wenig bis sehr auf den Kopf stellen.
        Ob es Gemeinsamkeiten gibt? Mir fallen keine mehr ein außer den Gedanken an eine bessere, leider längst vergangene Zeit. Das Gefühl in dieser Beziehung zurückzustecken und nicht stattzufinden, gibt es schon länger.
        Ich finde das gar nicht so blöd. Natürlich ärgert es mich und ich bin auch traurig, aber wenn ich da nichts ändere, werde ich mich immer wieder ärgern und immer wieder traurig sein. Muss doch nicht sein. Dann lieber auf die Person verzichten. 🙂

  1. Hmm, ich finde immer, das Schlimmste ist, wenn man den Menschen dennoch auf irgendeine Art mag. Und es dann immer wieder die gleichen Situationen gibt.

    Ändern ist schwierig. Man muss dafür einsehen -wohl auch, dass man selbst einen Fehler gemacht hat. Und das sehen solche Leute nicht ein. Wobei ich mich in manchen Situationen halt sich genau auf der Seite des Nicht-Einsehenden wiederfinde …

    Ist halt schwierig. Man möchte die Harmonie, eigentlich jeder. Nur jeder einzelne hat eine andere Vorstellung davon. ..

    1. Wenn man es ganz runter bricht, möchte ich natürlich auch nicht einsehen. Z.B. Dass dieser Mensch und ich einfach nicht passen. Zu oft geraten die Vorstellungen auseinander und die Meinungen aneinander. Warum man solange an so etwas festhält? Ich denke, weil man sich mal mochte vielleicht auch noch mag. Und weil es schwer ist, das „wie es einmal war“ loszulassen, die Augen aufzumachen und ehrlich zu betrachten „was heute noch ist“.

      Natürlich kann in jeder Situation der Spieß umgedreht werden und mir genauso vorgehalten werden, dass ich nicht bereit bin mich zu ändern oder von meinen Vorstellungen abzurücken.
      Dann könnte man anfangen, sich vorzurechnen, wo wer schon mal für den anderen was gemacht oder worauf verzichtet hat.
      Wenn es aber bereits soweit ist, dass man eine Buchhaltung aufmacht… dann … frage ich mich einfach, ob das noch Sinn macht.
      Dass du Waage unter den Beteiligten Person manchmal in Schieflage ist – okay. Normalerweise balanciert sich das auf natürlichem Wege aus. Was aber, wenn nicht?
      Wenn ein permanentes Ungleichgewicht herrscht?
      Für mich stellt sich da eine ganz einfach Frage: Habe ich die Kraft dazu?
      Und die Antwort ist auch sehr einfach, auch wenn mir dabei die Tränen kullern: Nein, habe ich nicht.
      Traurig, aber ich kann und vor allem möchte ich das einfach nicht mehr.
      Kommt auch an den Spiegel 🙂

      1. Hey, mit dem Spiegel ist mein Part! 🙂
        Buchhaltung ist definitiv schon zu weit. Also in ihrem (und meinem) Alter. Und ja, das Loslassen bei noch vorhandener Restsympathie ist verdammt schwer.

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