Unter-Der-Woche-Gedanken #metoo

Unter-Der-Woche-Gedanken #metoo

#meToo-Hashtags entkommt man momentan nicht und ja, man darf da durchaus drüber diskutieren, ob es immer einen Promifall braucht. Ob es überhaupt kurzfristige Anteilnahme- und Outing-Wellen im Netz, vorzugsweise auf Social-Media-Kanälen bedarf. Was ich an mir und meinen „Themen“ beobachten kann, ist, dass durch das WWW ein paar Themen mehr an die Oberfläche kommen. Als ich die Therapie anfing, wäre es mir undenkbar gewesen, mich zu „outen“. Ich bin auch heute noch sehr vorsichtig damit, Teile meines Bekanntenkreis und definitv mein gesamter Arbeitskreis weiß nichts davon und dass ist bewusst so von mir entschieden.
Ob das negative Äußerungen waren (Ach, die sind doch alle nur faul und übertreiben…) oder ich negative Konsequenzen befürchten muss (Die ist nicht belastbar), es ist eigentlich egal – denn ich entscheide.

Und da mache ich durchaus auch Unterschiede zwischen den diversen Plattformen. Und lehne weiterhin jede Anfrage von Arbeitskollegen+ ab, ob die mal mein Blog lesen können. Ganz sicher nicht 🙂

Was ich aber sagen wollte: MeToo

35230850 – room interior vintage with white brick wall and wood floor background

Es gibt 3 große Dinge, die ich mit heutiger Sicht auch anzeigen würde. Damals dachte ich, dass mir das sowieso keiner glaubt – am wenigstens meine Eltern. Also leb(t)e ich damit, dass ich männliche Ärzte absolut ablehne. Einen männlichen Frauenarzt? NEVER EVER! Ab und an schaffe ich es ohne körperliche Windungen mich vor männlichen Ärzten auszuziehen – vermeide es so gut, wie ich eben kann. Gemeinschaftspraxen sind da mitunter die Hölle. Leider.
Die anderen Fälle wurde weggelacht und weiterhin gelächelt. Getan als ob nichts wäre. Hatte ich Angst vor Konsequenzen? Ich glaube eher Angst, dass mir keiner glaubt. Angst, dass der Makel an MIR haften bleibt, dass ich was gemacht habe, was ich nicht hätte machen sollen. (Dabei hätte ich vielleicht lauter sagen sollen, dass ich nicht das nicht will).

#meToo ist für beide Geschlechter, ich kenne genug Männer (meist schwul, meist Schauspieler), die ähnliches oder schlimmeres erlebt haben.
Es gibt persönliche Grenzen und es gibt Respekt voreinander … beides einzuhalten, wäre absolut wünschenswert….

und wünschen darf man sich alles, hat meine Mama immer gesagt 🙂

2 Gedanken zu “Unter-Der-Woche-Gedanken #metoo

  1. Danke für deinen Text! Es sind persönliche Schilderungen, die mich bewegt haben… Mit ging es in den vergangenen Wochen ähnlich und ich habe meine persönlichen Erfahrungen endlich zu Papier gebracht. Es gab einige Gründe, die gegen eine Veröffentlichung gesprochen haben, letztendlich war es aber wichtig, diese Gedanken aufzuschreiben.. Danke dir! Und alles Liebe aus Stuttgart.
    https://frauk.blog/2017/11/16/vor-dem-gerichtstermin-pruefe-ich-mein-erscheinungsbild-metoo/

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