Aus den Entwürfen: 1000 Fragen, an mich selbst

Aus den Entwürfen: 1000 Fragen, an mich selbst

In der aktuellen (edit: vor 1,5 Jahren!) Flow lag ein Heftchen bei – 1000 Fragen an mich selbst.

Da ich momentan kreativ ein wenig auf dem Schlauch stehe und die Therapie „Innenarbeit“ erfordert, ist das doch eine gute Idee… 🙂

1.) Wann hast Du zuletzt etwas zum ersten Mal getan?

HA! Letzten Samstag zum ersten Mal Poker (Texas Hold’em) gespielt. Bleibe aber weiterhin dabei, dass ich dafür nicht geeignet bin. 🙂

2.) Mit wem verstehst Du Dich am besten?

Mit meiner Besten. Manchmal blind. Manchmal über die Distanz von Kontinenten. Aber seit der 7. Klasse. Also schon eine ganze Weile 🙂

3.) Worauf verwendest Du viel Zeit?

Ich interpretiere das mal ein bißchen und nehme nicht, dass, womit ich die meiste Zeit verbringe, was ja arbeiten wäre (Booooring) sondern nehme etwas, für das ich mir bewusst mehr Zeit nehme, als für andere Dinge. Karten sortieren.
Das kommt mit dem Hobby eines Kartensammelspiels, aber es ist für mich das äquivalent zum Puzzeln oder Strickens. Einfach mal Musik anmachen und sortieren. Ein ganzes Wochenende lang. Ohmmmmmm.

4.) Über welche Witze kannst Du richtig gut lachen?

Über gut erzählte. Es kann der beste Witz der Welt sein, wenn die Pointe versaut wird. ICH z.B. kann wirklich keine Witze erzählen. Entweder muss ich selbst mitkichern und man versteht nix, oder ich setze die Pointe in den Sand. Äh … ne, keins meiner Talente.

5.) Macht es Dir etwas aus, wenn Du im Beisein von anderen weinen musst?

Kommt drauf an. Wenn es in einer Streit- oder Diskussions-Situation ist, ja, da macht mir das was aus. Weil ich denke, dass es mich schwach wirken lässt und man mich dann nicht mehr ernst nimmt. Im Kino oder beim Buch zu heulen, liebe ich sehr. Bei Hochzeiten oder Beerdigungen stören mich meine Tränen auch nicht, ich stehe dazu.

6.) Woraus besteht Dein Frühstück?

Kaffee und meistens Knäckebrot mit Frischkäse. Zumindest unter der Woche.Außer Mittwochs, da gibt es Wasserweck vom einzigen Bäcker, der die anbietet. Am Wochenende, wenn kein Training ansteht, dann auch Brot mit salzigem Belag. Bin erst nach dem zweiten Kaffee eine Süße 🙂 Unter der Woche könnte ich auch drauf verzichten und frühstücke erst im Büro aus Vernunftsgründen – sonst fresse ich mich nämlich um 12 vor lauter Hunger durch das gesamte Kantinenangebot 🙂

7.) Wem hast Du zuletzt einen Kuss gegeben?

Einem guten (platonischen) Freund, um ihn zu trösten.

8.) In welchen Punkten gleichst Du Deiner Mutter?

Örks. Nach der Therapie würde ich gerne sagen, in keinen mehr. Aber das wäre gelogen. Ich glaube, dass ich mein Helfersyndrom von ihr habe und das kann ich zwar mittlerweile besser steuern, aber weg ist es nicht. Meine Handschrift ähnelt ihr. Genauso meine (hoffentlich mittlerweile nicht mehr aktive) Art Konflikte zu lösen – im Strafschweigen.  Ansonsten fällt es mir schwer, diese Frage zu beantworten.

9.) Was machst Du morgens als Erstes?

Fernseher einschalten, Morgenmagazin ARD oder ZDF. Je nachdem, wer dran ist.

10.) Kannst Du gut vorlesen?

Ich glaube schon, ich musste es zumindest oft machen. In Gruppen wurde mir diese Ehre oft zuteil und meine Patenkinder hören mir auch gerne zu.

11.) Bis zu welchem Alter hast Du an den Weihnachtsmann geglaubt?

Hmm… weiß ich gar nicht mehr so genau… ich weiß, dass ich so mit 6 Jahren keine Angst mehr hatte. Vielleicht weil ich dann schon wusste, wer unter der Kutte ist 🙂

12.) Was möchtest Du Dir unbedingt irgendwann einmal kaufen?

Ich glaube, dass ich mir wieder ein Auto wünsche. Ich vermisse die Freiheit, meine Zeltausrüstung liegt ungenutzt auf dem Schrank, mir fehlen die Festivals…. Alles Dinge, die mit Carsharing nur bedingt umzusetzen sind, so gerne ich Teil des Systems bin. Rational ist es absoluter Schwachsinn. Ich brauche absolut kein eigenes Auto. Aber ich liebe das so. Mal sehen, ob ich schwach werde 🙂

13.) Welche Charaktereigenschaft hättest Du gern?

Orrrrr, da muss ich mir jetzt eine aussuchen? Ich wäre gerne netter zu mir selbst. Ist das eine Charaktereigentschaft? Selbstliebe? Oder ist es Egoismus? Hmm. Eine interessante Frage. Da muss ich noch einmal eine Runde drüber nachdenken.
14.) Was ist Deine Lieblingssendung im Fernsehen?

Wieso habe ich mir diese Fragen ausgesucht, das ist doch voll fies. EINE Sendung. Gibt es eine Sendung, ohne die ich nicht leben wollen würde? Uffz. Also mir würden Nachrichten-Sendungen schon fehlen. Mein Tag beginnt ja, wie oben geschrieben, mit den Morgenmagazinen der Öffis. Genauso „gerne“ schaue ich Tagesschau, Tagesthemen oder heute-xpress. Die würden mir schon fehlen, wenn ich den Zugriff auf diese Angebote nicht mehr hätte.

An trivialen Sendungen nehme ich im normalen Fernsehen ja nicht mehr teil. Ich schaue Netflix, Amazon Prime oder Sky.

Da schaue ich mich gerade gerne an Designated Survivor fest – oder (ungeordnet) Gotham, Grey’s Anatomy, Scandal (Last season – wah!), Ten Days in the valley (sehr spannend), Lucifer (omg, die stimme!), Game of Thrones, Shannara Chronicles, Suits, so diese Richtungen 🙂

Generell kann man feststellen, dass ich eine Schwäche für Arzt-/Feuerwehr-/Polizei- oder Anwaltserien zu haben scheine. Hmm. 🙂

 

 

10 Gedanken zu “Aus den Entwürfen: 1000 Fragen, an mich selbst

  1. Hahaha, der letzte Satz ❤
    Kicher.

    Ich musste auch schon lachen bei: 8.) In welchen Punkten gleichst Du Deiner Mutter?
    Öhm, ich bin ihr Klon… 😉

    Und guck lieber nicht die neue Folge Grey's… -.-

      1. Ich fand die zwar traurig aber am Ende doch auch schön! Aber furchtbar? Hmm nö? Da gab‘ es schon schlimmere! Ich fand es z.B. mal ganz gut, dass Geschichten abgeschlossen werden. Dass erklärt wurde, was damals passiert ist. Ich hasse ja offene Enden und Cliffhanger, daher habe ich mich eigentlich sehr über die Folge gefreut. Was war denn für Dich so furchtbar? 🙂

      2. Och, das war wieder so typisch amerikanisch, guck mal die Helden, und dann so hölzerne Statisten, die furchtbar, furchtbar hölzernen Statisten… Das sie die Geschichte mal auserzählt haben, fand ich auch gut, aber wie -.-

      3. Da hast Du recht. Aber das fällt mir glaube ich gerade in DIESER Serie gar nicht mehr so auf… da finde ich ja einige der Darsteller bzw. Personen generell etwas … starr angelegt. Da ich relativ viele „Uniform-Serien“ schaue, ignoriere ich glaube ich dieses typisch-amerikanische mittlerweile.
        Ich hoffe, dass die Persona der Schwester noch ein bißchen bleibt, ich fand, dass die der Serie ganz gut getan hat… so Emotional….

  2. Interessant, dass du schreibst, dass du kreativ aktuell auf dem Schlauch stehst und dann viele Dinge beschreibst, die der Kreativität wirklich nicht zuträglich sind.
    Man wird kreativ, wenn einem langweilig ist. Man wird kreativ, wenn man den Kopf leer hat – hier hilft vielen Menschen: Meditation oder Bewegung (leichter Sport…Yoga, Qigong, Feldenkreis…) oder sogar beides 🙂
    Probier doch mal Alternativen aus: Stell dir vor, dein Tag beginnt nicht mit Fernsehen, sondern einem Spaziergang oder anderem, dass dir gut tut.
    Hast du Angst, etwas im Leben zu verpassen, wenn du keine Nachrichten schaust? Ich lebe seit langer Zeit sehr gut ohne! Die wichtigen Dinge bekommst du von anderen Menschen erzählt.Dann bist du zwar nicht die erste, die Bescheid weis, macht aber auch nichts. Dafür muss ich meinen Kopf nicht mit Dingen vollballern lassen, von denen andere meinen, sie seien für mich wichtig. Trifft übrigens auf alle sozialen Medien ebenso zu.
    Wenn du es schaffst ohne oder zumindest weniger „Medienkonsum“ zu leben, vielleicht wirst du eine neue Art von Freiheit erleben. Und vielleicht kommt dann die Kreativität? Weg vom „TV“-Konsum!
    Und schön, dass du das mit dem Zelten usw. beschreibst. Dazu brauchst du auch kein Auto, mach dich frei von solchen Vorstellungen, die dich bremsen. Es gibt beispielsweise super viele Bücher über Micro-Adventures in der Natur mit wenig Ballast usw. Oder tue dich mit anderen zusammen.
    Denke gerne „schräg“ und manchmal einfach nichts 🙂
    Alles Gute! N.

    1. Danke für den Komentar. Habe extra nochmal durchgelesen, was ich geschrieben habe, um darauf hinzuweisen, dass die Vorlage für diesen Beitrag 1,5 Jahre her ist. Also mitten in der Depression und in der Therapie-Arbeit lag. Wo man, das kann ich zumindest von mir so sagen, soviel mit sich selbst beschäftigt ist, dass ich einfach keinen Platz für schreibende Kreativität hatte.

      Um dennoch auf Deine Fragen zu antworten: Nein, ich habe keine Angst etwas zu verpassen, aber ich bin einfach gerne informiert. Schön, wenn Du für Dich den Weg gefunden hast, dass keine Nachrichten auch eine Lösung sind. Da ich im Medienbereich tätig bin, ist ein gewisses Maß an Information über das Weltgeschehen Teil des Jobs 🙂

      Und nein, wenn mir Langweilig ist, werde ich selbstzerstörerisch aber nicht kreativ. Ausprobiert, auf verschiedenem Wege und immer am gleichen Punkt angekommen. Also nein. Langeweile ist nicht mein Weg zu mehr Kreativität.

      Yoga, Medidation machen mich so dermaßen aggressiv, da hat sich meine Therapeutin schon die Zähne ausgebissen an mir 🙂 Und da bin ich auch durch mit ausprobieren. Ja, Laufen gehen, Sport machen… das funktioniert prima für mich. Mache ich auch. Wie gesagt, der Eintrag liegt seit 1,5 Jahren in den Entwürfen 😉

      Ich überlege gerade, wie ich aussehen würde, wenn ich versuchen würde, ohne Auto zelten zu fahren 😉
      Da bin ich nicht so der Minimalist, beim Zelten … hehe! Ich bin mir nicht mal sicher, ob ich alle meine „Zutaten“ für ein (für mich) erfolgreiches Zelten in einen Bollerwagen bekäme… ich würde mal sagen „NEIN“ 🙂
      Liegt aber, kein Thema, an meinem Wunsch nach Komfort. Dass man den runterschrauben kann, keine Frage. Aber es ging ja ein bißchen um die Frage, was ich mir gerne kaufen würde – also so subtil die Frage nach Luxus. Und ja, ein Auto ist Luxus. Heisst aber eben nicht, dass ich den nicht gerne hätte 🙂

      Danke für die guten Wünsche, wünsche Dir einen guten Start in die Woche 🙂

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