Aus den Entwürfen: „Ich wünschte es wäre Freitag … ach ne, moment…“

Aus den Entwürfen: „Ich wünschte es wäre Freitag … ach ne, moment…“

Habe ich in meinen Entwürfen gefunden. Hatte ich damals nicht veröffentlicht, weil „die andere Seite“ hier mit gelesen hat und ich ja bloß keinen Konflikt wollte.

Sehe ich heute anders – kann er gerne lesen. Ändert sowieso nichts. Weil dieser Mann schlichtweg nichts falsch machen kann, nichts ändern kann und einfach ein ganz armer Tropf ist, der so dermaßen schlecht vom Schicksal behandelt wird – da kann man schon mal egoistisch und ein Arschloch sein… ne? 🙂 Wenn man alle gleich Scheiße behandelt, dann ist es ja auch okay.

 

Diese Logik ist mir weiterhin sehr befremdlich.

Ich weiß, ich gehe viel zu oft von mir aus und sehe meine Standards als nicht besonders hoch an. Mittlerweile weiß ich allerdings, dass zumindest meine Erwartungen im Punkt „Selbstreflektion“ und „Empathie“ wohl höher sind als die des Durchschnittmenschens. Auch scheint meine Bereitschaft, mich auf Menschen einzulassen, sie zu verstehen und keine mutwilligen Schäden verursachen zu wollen, größer zu sein als bei Einigen.

 

Nun denn, ich akzeptiere diese Sonderposition … Ich finde sie weiterhin nicht so besonders.old-letters-old-letter-handwriting-51343

 
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ist ja Freitag. Tatsächlich wünschte ich, es wäre letzter Freitag.

Ich würde gerne in der Zeit zurückreisen und die emotionale Sprachbarriere aufheben, die ich aufgrund von Überrumpelung und Überforderung hatte.
„Und Du hast ja auch nichts gesagt!“ steht im Raum.
Stimmt, habe ich nicht. Und damit ist der rationalen Seele ja genügend Argumentation geliefert. Hätte ja was sagen können.
Richtig, in einem rational-bestimmten Universum kann man immer was sagen – warum genau hast Du denn nichts gesagt?

Schweigen wird als Zustimmung dessen gedeutet, was gerade gesagt oder entschieden wurde. Ich habe sogar noch hingeschaut, auf eine Reaktion gehofft, habe Luft geholt, wollte was sagen und wurde ausgebremst.

Nach dem Eklat im Sommer habe ich mich genauso verhalten, wie es besprochen war und wie ich es in der Therapie gelernt habe. Da man mit der Entscheidung des 3. Beteiligten d’accord ist, gibt es da auch nicht mehr viel zu zu sagen.

Die Erkenntnis schmerzt und dennoch ist eben doch irgendwie logisch.

Ich arbeite hart an mir und versuche mit meinen Dämonen klar zu kommen. Als Dank dafür, dass ich versuche es besser zu machen, bekomme ich… Einen weiteren Tritt in den Arsch. Aus der Tür raus.

„Jetzt übertreibst Du wieder“ – gesprochen von jemand, der nicht am Ende des Fusses ist. Der die Regeln aufstellt und vorgibt und der kein Problem damit hat, wenn über Freunde oder Leichen gegangen werden muss, auf dem Weg zu seinem Ziel.

So hat es angefangen und so endet es.

Der Wille, die Gier etwas haben zu wollen, hat damals alles kaputt gemacht. Ich war collateral Damage in Deinem Ego-Trip. Ich gehe seit dem zweimal die Woche in Therapie. Was machst Du so?

Ja, vielleicht ist man manchmal der Stärkere, wenn man in der Lage ist FÜR SICH die Entscheidung zu treffen, dass es keinen Sinn mehr macht zu kämpfen.

 

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