Aus den Entwürfen: Jagged little pill, mein Leinenmann

Aus den Entwürfen: Jagged little pill, mein Leinenmann

Tatsächlich über 3 Jahre her… aber oh ja, ich kann das nachfühlen… möchte es aber nicht. Würde es aber wieder so schreiben. Jeden Tag. Und ja, das war der Moment, wo ich nicht mehr weiter wollte. Wo der Schmerz SO groß war, dass mein Ende eine Option war. Dass es anders kam, ist ein Beweis meiner Stärke. Du hast es nicht geschafft. ICH habe es geschafft. FU

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„Jagged little pill“ wird 20 … Ach herjee… Ich bin alt… auf dem Papier, nicht im Kopf, nicht im Aussehen… Meine CD’s feiern Ihre Volljährigkeit… 🙂

Ich schweife ab… Schon immer eines meiner liebsten Lieder auf dem Album war „Head over feet“ … Ich stolper immer noch kurz über „feet“ anstelle von „heels“… und erfreue mich der Songerschreiberei von Alanis… Gestern kam es in einem Mash-Up vor und ich hörte seit langem mal wieder bewusst dieses Lied… und den Text… und fühlte mich ertappt… Wie es mir in letzter Zeit öfter geht… Denn Selbsterkenntnis ist ein permanentes Ertappen… 🙂

Da es mit dem Leinenmann nicht vorwärts und nicht rückwärts geht, sondern wieder mal in Schweigen zurückgezogen wird, aus Gründen, die ich raten kann – was mir aber mittlerweile zu anstrengend ist. Und da es von seiner Seite keinen Bedarf an Klärung gibt, wenn dann nur „mir zuliebe“ – Almosen möchte ich nicht mehr – muss ich also versuchen, für mich einen Abschluss zu finden.

Seit wir darüber gesprochen haben, hinterfrage ich jeder seiner Aktionen, seiner Aussagen – meint er sie wirklich? Macht er das aus Mitleid? Aus Schuldgefühlen? Das macht mich krank … im wahrsten Sinne des Wortes. Daher – nein, ich möchte keine Freundschaft, die auf Schuldgefühlen aufbaut.
Ich möchte auch gar keine weiteren Ausflüchte, Ausreden und Lügen hören. Denn: Er hat Fehler gemacht. Mehrere. Er hat falsche Entscheidungen getroffen. Mehrere. Er hat die Situation nicht richtig beurteilt. Mehrfach. Und er hat einfach weitergemacht. Weil er Lust dazu hatte. Weil es Spass gemacht hat. Weil er daraus was mitgenommen hat.
Bravo… Applaus… und so… Schön für Ihn. 🙂
Das Mindeste, was ich an dieser Stelle dann erwarte?

„Lern‘ was draus! Aus all dem Schmerz, den Experimenten, der Inspiration und Hilfe – lern‘ was draus“

Ob das passiert? Die Antwort wäre sicher „innerlich und mit dem richtigen Timing“ … 🙂

Tjoah, was soll man dazu noch sagen? Mir fällt dazu nichts mehr ein und ich entdecke ein vermehrtes inneres und äußeres Schulterzucken.
(Wahrscheinlich kommen daher meine Verspannungen im Nackenbereich 🙂 )

I had no choice but to hear you
You stated your case time and again
I thought about it

You treat me like I’m a princess
I’m not used to liking that
You ask how my day was

You’ve already won me over in spite of me
Don’t be alarmed if I fall head over feet
Don’t be surprised if I love you for all that you are
I couldn’t help it
It’s all your fault

An Dich:
Ich wollte da nicht hin. Ich wollte keine verheirateten Männer mehr und ich wollte den Weg nicht einschlagen. Du wusstest, dass ich verwundet und schwach war, hast es mehrfach betont, dass Du das weisst. Suggeriert, dass ich Dir gerade deswegen vertrauen kann. Und dennoch – Du hast nicht aufgehört zu bohren, zu locken- weil Du es besser wissen wolltest, weil Du Recht haben wolltest. (Applaus, Du hattest Recht… und nun?) Immer und immer und immer wieder hast Du damit angefangen, stated your case time and again, selbst als wir wussten, dass es nicht klappt… Als ich mich – DIR ZULIEBE – zurück gezogen habe – hast Du immer wieder mit dem Porsche gespielt, Dir Deinen Spass und Deinen Kick geholt. Selbst als Du wusstest, dass ich emotional involviert bin und dass ich Erwartungen an Dich, an uns habe, dass das Ganze kein Spiel für mich ist – selbst dann hast Du immer und immer wieder „nur“ gespielt. Du hast Dinge in Aussicht gestellt, die es real hätten werden lassen können. Immer abgestritten, dass das alles „nur“ ein Spiel ist, gesagt, dass es Dir mehr bedeutet. Du hast abgestritten, dass Du Dich selbst belügst, immer und immer wieder. Und dabei immer alles auf Armlänge von Dir ferngehalten, was Realität bedeutet hätte. Panik und Paranoia vorgeschoben und dennoch soviel Vertrauen in meine Fairness und Menschlichkeit gelegt.
(Wieso bin ich nur so nett? )

Wäre das alles vielleicht auch anders gegangen? Wenn was? Was hätte anders sein sollen, müssen? Das Timing? Die Intensität? Wäre es vor 1,5 Jahren besser gewesen? Oder wäre der Zusammenbruch dann nicht nur bei mir erfolgt, sondern bei allen Beteiligten? Und ja, die Frage bleibt erlaubt, ob es mir dann besser ginge. Die wirkliche, ehrliche Antwort ist „ja“. Mir ginge es besser, wenn alle Beteiligten bluten und leiden würden. Ich bekomme keine Engelsflügel und keine Heiligenschein für diese Aussage, aber damit kann ich eh‘ nichts anfangen. Aber ich könnte mich darin suhlen, dass Du den Preis für Deine Taten bezahlen musst. Ich bezahle den Preis für meine eigenen Entscheidungen und meine Naivität und Dummheit, das reicht – ich sollte nicht noch für Deine Irrungen zahlen müssen. Ich hätte es besser wissen müssen, aber ich habe Dir geglaubt und ich wollte Dir glaube. Entgegen aller anderen skeptischen Stimmen. Ich wollte Dir vertrauen und das habe ich gemacht. Head over feet…. Kopfüber in die Hölle. Selbst schuld, i know.

„Bitte gehen Sie zurück auf „Los“ und ziehen Sie keine 4.0000 Euro ein.“

Dann sind wir doch alle froh, dass es erstmal nur mich trifft, was? 😉

Denn das, worin Du jetzt lebst, hast Du Dir, habt ihr Euch, selber gebaut. Ihr habt es gewählt, Du hast es kaputt gemacht, Du musst es wieder aufbauen. Du kannst immer und immer wieder darauf pochen, dass Deine Taten kein Betrug waren/sind. Das ist (nur) Deine Sicht auf die Dinge. Du solltest aber wenigstens im Hinterkopf haben, dass das nicht alle so sehen. Am Wenigsten die anderen Beteiligten. Ansonsten gäbe es ja auch keinen Grund, diese Fakten und Taten und Wünsche geheimzuhalten. So wie Dein halbes Ich ein Geheimnis ist… Tief vergraben in den Weiten der virtuellen Welt.

Und weil heute Jubiläum ist, lass‘ mich Dir ein anderes Zitat von Alanis mit auf den Weg geben:

Ich mache das, ich lerne … auch wenn es weh tut, stelle ich mich den Dingen und den Menschen. Ich versuche an mir zu arbeiten, ich versuche mich so zu ändern, dass es für MICH besser passt. Nicht für Andere, das habe ich lange genug gemacht. Und ich gebe auch nichts auf – für andere. (Und nein, das verstehe ich nicht unter Kompromiss, wenn es um essentielle Dinge wie Teile der Persönlichkeit geht).

Ich für mich habe erkannt, dass ich erstmal zu mir ehrlich sein und mit mir leben können und mich mögen können muss, bevor es andere sein und tun können.

Ich hoffe und denke, dass dies der letzte „Abrechnungseintrag“ sein wird. Es ist jetzt einfach mal gut. Ich hatte mir vorgenommen an der „Vergebung“ meines Seelenfriedens zuliebe zu arbeiten und ich mache das per Aussprache. Da diese nicht stattfindet, muss es eben per Auskotzen auf dem Blog sein 🙂
Es tut mir sehr leid für die Leser, dass ihr die Grütze immer mitlesen müsst. 😉

Immerhin – es sind ein paar weitere Skizzen entstanden für Marga’s Stöckchen-Mal-Aufgabe 😉

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