WmdedgT – Dezember-Edition im Zeit-Raum-Kontinuum (oder so…)

WmdedgT – Dezember-Edition im Zeit-Raum-Kontinuum (oder so…)


Die Wochentage gleichen sich momentan extremst.
Wecker klingelt das erste Mal um 6:30 Uhr, bis ich aus dem Bett komme, ist es aber meist 7:45 Uhr. Es ist nicht das „Ich kann nicht aufstehen“ aus der akuten Depri-Phase, sondern eher das „Neeeeeeeheeeeheee ich mag nicht raus hier“.
Ist aber auch okay, weil die Arbeitstage eh‘ lang und voll sind – also muss ich auch nicht so früh da sein, hilft mir nix 🙂
Auf der Arbeit ist es wie momentan immer: Meeting hier, Feuer löschen da, dazwischen mal 30 Minuten zum Bearbeiten von Dokumenten und Nachdenken und Konzepten erarbeiten am Schreibtisch… Wahnsinn.
Um 19 Uhr habe ich keine Lust mehr, ausserdem kommen unsere Hausmeister mit den Nikolausi-Tüten – perfekter Rausschmeisser 🙂
Ich schnappe mir einen CityFlitzer und fahre einkaufen, weil ich am Samstag ein Lebkuchen-Schichtdessert mit Kirschen austesten werde. Warum ich die Rezepte nie vorher ausprobiere, bleibt mir ein Rätsel aber so bin ich halt.
Um 20:30 Uhr sitze ich endlich im Sessel und hole die 5. Staffel Arrow nach, weil in Staffel 6 wohl ein witziges Crossover kommt (PSSST! nix verraten)
Schlafen könnte ich schon jetzt aber irgendwie schaffe ich es trotzdem erst um 23 Uhr ins Bett. Ich glaube, dass ich noch vor 24 Uhr gepennt habe, aber seit mein Wecker keine Zeit mehr anzeigt (irgendwie habe ich das ausgeschaltet, beim Snooze-Taste-Hauen) kann ich das nicht mehr sagen, wann ich das letzte Mal auf die Uhr geschaut habe 🙂

Ich bin aber eigentlich sehr zufrieden mit mir, weil ich mein Leben ganz gut im Griff habe. Ich habe eine ganz gute Balance zwischen Frei-Zeit und Bespassung und Belastung. Wissend, dass die schlimme Zeit erst noch kommt (Januar-März), wappne ich mich so gut ich kann und versuche mir Routinen zu schaffen, die abreagieren (Sport) und entspannen (Freie Abende)

Am Wochenende hatte ich die Mädels zur Geburtstagsfeier bei mir und wir haben einen Escape Room in FFM gemacht – Haus der Puppen. Sensationell! Ich habe mir das ja quasi selbst zum Geburtstag geschenkt – so wie Indoor-Kinderspielplatz-Geburtstag 🙂 Und danach haben wir noch bis 3 Uhr Würfel-Bohnanza gespielt. Einfach nur schön.
Ein Kumpel hatte sich noch zum Übernachten eingeladen, weil er ein Tinderdate in meiner Stadt hat. Da gibt es noch Verarbeitungspotential – ich liege dem Herren permanent in den Ohren, dass wir uns ja mal öfter sehen könnten, als alle 2 Jahre, wenn ich mal zum Geburtstag einlade. Er wohnt in Paderborn – ist also jetzt keine WELTreise. Aber neeeee – ist immer alles zu anstrengend und so. Aber für ne Ische, die er nicht kennt, da kann er die Strecke fahren… pffftttt! Ja, ich hätte auch nein sagen können zum Übernachtungswunsch. Ich habe aber nicht damit gerechnet, dass es mich so fuchst – und auch erst so spät. Ich weiß das ja schon eine Weile, dass er sich mit ihr bei „mir“ treffen wollte.

Nunja.

Ein wenig traurig macht mich ein anderer Freund – der hatte mir zum Geburtstag etwas Selbstgemaltes versprochen (unter Zeugen sogar) und natürlich gab’s das nicht. Den Wunsch habe ich schon sehr lange und ich bekomme es einfach nicht. Er weigert sich standhaft. Ich stehe immer noch perplex vor sowas. Wenn mir ein Freund sagt, ich wünsch mir das von Dir, weil Du das ECHT gut kannst… und ich auch weiß, dass derjenige sowas wirklich zu schätzen weiß (Alle anderen Bilder des Freundes stehen gerahmt in meinem Wohnzimmer)… würde ich NIEMALS nicht darauf eingehen… ich wüsste gar nicht, wo ich mit meinem schlechten Gefühl hin sollte, wenn ich es nicht schaffen würde…. Perplex… einfach nur perplex.

Und: Es ist glaube ich nicht wirklich ein #metoo-Ding, aber ein Nerd-Bekannter (verheiratet, Kind) macht immer „Spaßdeals“ mit mir – also so „wenn wir gewinnen, bekomme ich einen Blowjob von Dir“ … d.h. ich weiß schon, wenn ich ihn frage, ob wir das oder das zusammen machen, dann kommt „Bekomme ich meine übliche Belohnung dafür?“ – Es ist nie was gelaufen, es wird auch nichts laufen… bis dato habe ich immer gelacht … oder wir haben eh‘ nicht gewonnen…. JETZT habe ich zumindest schon mal gesagt, dass mich das irritiert … und dann kommt „ist doch nur Spaß“ … ich mag‘ den wirklich gerne, aber ich weiß nicht, wie ich damit umgehen soll … Tatsächlich, weil ich nicht wie eine Spaßbremse wirken möchte… doof!

Zum Abschluß dieses Textes, natürlich was auf die Ohren:


Kraftklub in der Frankfurter Festhalle … Ein Teil des Videos könnte auch von mir gewesen sein 🙂

8 Gedanken zu “WmdedgT – Dezember-Edition im Zeit-Raum-Kontinuum (oder so…)

  1. Irgendwie seltsam, klingt als müsstest du dich entschuldigen, dass du etwas, das dir unangenehm ist, abweist. Offenbar ist es wegen dieser metoo Geschichte soweit gekommen. Das macht mich nachdenklich. Du bist sicher keine Spassbremse, denn für DICH ist es ja offenbar nicht spaßig, sondern einfach irritierend.

    1. Jo, aber wenn trotz der Ansage, dass es mich irritiert, nichts passiert – dann muss ich die Konsequenz ziehen und diesen Kontakt abbrechen.
      Ich entschuldige mich wahrscheinlich dafür, weil ich nicht von vornherein klar gemacht habe, wo die Grenzen sind. Wo der Spaß aufhört. Habe ich halt nicht.
      Ich wehre mich glaube ich noch dagegen, dass ich „wegen sowas“ eine Freundschaft aufgeben muss … aber es hat halt was mit ernst nehmen und Respekt zu tun. *seufz*

      1. Hm, ja klar, wann ist denn der richtige Zeitpunkt, so was zu sagen? Vielleicht hast du das auch einfach im Blut, dass du erst mal höflich reagierst, man will ja niemanden verletzen. Oder man traut so was jemandem nicht zu und schon ist die Situation passiert und dann weiss man nicht, wie man das künftig handhaben soll. Jetzt kannst du wählen: entweder du leidest oder er. Und wenn du lieb zu dir bist, dann zeigst du ihm klar deine Grenzen auf mit ganz klaren Bedingungen. Wie würde er ragieren? Ich an seiner Stelle hätte ein schlechtes Gewissen und wenn mir die Freundschaft zu dir etwas bedeuten würde, würde ich alles dafür geben, dass du mir verzeihst und mich wieder magst und respektierst. Kannst es quasi als Test betrachten.

      2. Am Ende testest du dich selbst: ob du wirklich so einen guten Freund ausgesucht hattest wie du dachtest oder dich eben getäuscht hast. Ich bin gegen Tests manipulativer Art. Aber dieser Test ist ja eher das Resultat aus einer Handlung, die du sowieso vornehmen musst, wenn du dich selbst respektierst.

  2. Oh, ein neuer Post. An einem – Moment, Nikolaus, ah ne, das ist nicht der Wochentag, such, also an einem Mittwoch? Oder so. Fein.

    Und dann gleich so in der Art. Also das mit der Belohnung hat sicher eine Vorgeschichte, wie er zu so einer Ansage kommt. Ich will da für niemanden Partei ergreifen – aber wie sollte er jetzt für sich gesichtswahrend reagieren? Wie stellst du dir das vor? Und wenn du es dir vorstellen kannst, dann stell ihm die Variante vor. Und vielleicht agiert er dann das nächste Mal so.

    Komischen Wecker haben Sie, wenn der nicht mal die Uhrzeit anzeigt. Mit dem spät aufstehen – woher wissen Sie, wie spät es ist? – kenn ich. Und 7.45 Uhr ist da noch früh … 😉
    Aber gut, dafür wird es dann bei mir wohl auch später.

  3. „Ich bin aber ‚eigentlich‘ sehr zufrieden mit mir, …“, freut mich sehr für dich und ich bin mir sicher, dass das ‚eigentlich‘ nur am Eiermangel liegt!

    Beim nächsten ‚Spaßdeal‘ deines Nerdfreunds würde ich einfach mal vor ihm auf die Knie gehen und sagen: „Lass mich das doch gleich machen!“ Aber natürlich nur gefolgt von einem ernsthaften Gespräch!
    Ansonsten: Grenzen können auch später erst aufgezeigt werden, das ist völlig legitim.

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