(Un-)Geordnete Gedanken

(Un-)Geordnete Gedanken

Die Freitage gestalten sich schwierig, immer ein Zeitdruck im Nacken – das muss ich mir nochmals genauer anschauen – ich hatte mir ja vorgenommen nicht mehr in diesem Hamsterrad des „privaten“ Leistungsdrucks zu geraten. Nun denn.

Die schnell abzuhakenden Gedanken und Fundstücke zuerst

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Fett und so

Fatshaming/Bodypositivity … oder einfach nur fett?
Ich bin falsch programmiert worden in meiner Jugend, was Essen und mein Verhältnis dazu angeht. Gelernt habe ich: Liebe und Anerkennung gibt es nur für schlanke Menschen. Dicke Menschen sind nicht liebenswert. Und schlank ist hierbei maximal Größe 40. Außerdem habe ich gelernt, dass mein Bruder immer mehr essen durfte als ich, ergo wurde er mehr geliebt. Denn Liebe ist Essen (zulassen). Im Urlaub mit meiner Familie bin ich da ein gaaaanz großes Stück an mir gewachsen und bin sehr stolz drauf, denn ich habe vor meiner Mutter „normal“ gegessen. Also so, wie ich es alleine auch mache. Soviel und sowenig wie ich möchte, wann ich es möchte und ohne es zu entschuldigen. Punkt. Und mir ging es gut dabei.
Folgenden Artikel habe ich gelesen und ich bin gespalten. Auf der einen Seite würde ich mir wünschen, dass ich mich einfach nicht permanent schlecht fühle, dünner mache (Luft einziehen, in der Bahn die Ganzsitze neben, damit ich halb im Gang hänge kann mit dem Po, immer mit dem Rücken an die Wand drücken, weil man dann nicht soviel Platz einnimmt… u.s.w.) aber ich möchte auch nicht in den Gedankengang kommen, dass mein Gewicht nicht irgendwann (oder schon jetzt) gesundheitliche Probleme erzeugen kann. Momentan (knock on wood) bestätigt mir mein Arzt diesbezüglich eine blendende körperliche Gesundheit. Meine emotionale und geistige Gesundheit an dieser Stelle ist ein anderes Thema 🙂
Also – mal lesen und mal nachdenken oder einfach ignorieren 🙂
51 Ways to Make the World Less Hostile to Fat People

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Talent und so:

Ich bin ein Supertalent! Jawoll! Denn ich kann 10-Finger-Blind-Tippen 🙂
Bei t3n steht warum man deswegen ein Supertalent ist... Ich stecke mir mal den Badge an und laufe mit stolzer Brust durch die Gegend 🙂
Gelernt habe ich das übrigens nur, weil ich aus einer Chat-Generation komme, wo man das Chatfenster nicht „pausieren“ und „Reloaden“ konnte… Echtzeit-Chat quasi… und da musste man lesen und schreiben gleichzeitig … Man lernt da dann halt mal einfach so mit 😉

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BDSM und so

Ja, dazu ist es ruhig geworden und wird es wahrscheinlich auch noch bleiben. Ich lese ja bei einigen Bloggern aus diesem Bereich mit und meist überkommt mich ein Unwohlsein, denn ich lese immer nur meine eigenen negativen Erfahrungen in den Zwischenzeilen. Ja, das sollte ich nicht machen, aber ich kann es nicht ändern. Ich halte immer meinen Mund, jeder muss wissen, was er/sie aushält und möchte und wie er/sie damit umgeht, was dabei in einem passiert. Mich haben damals viele Mitleser hier im Blog gewarnt, ich wollte nicht hören, denn ich musste es selbst erfahren. Das ist leider so. Nun denn. Es hält mich nicht davon ab, mich manchmal der „seichten“ Fan-Lit zu BDSM hinzugeben. Meistens wird mir beim lesen erst übel, dann gewinnt das kitschige, romantische im Inhalt und hinterher denke ich mir „I WISH!“. Denn ja, manches davon kann ich sehr gut nachvollziehen. Mir fehlt es, dass ich den Kopf so ausgeschaltet bekomme, dass ich mich „erden“ lassen kann, wieder runterkomme. Und vorallem, dass hinterher jemand da ist, der mich auffängt. Ich wurde gestern gefragt, ob ich mich auch in der Bewusstlosigkeit benutzen lassen wollen würde. Meine Antwort war, dass ich hoffe, dass ich keinen Spielpartner habe – jemals – der das wollen würde. Sondern, dass ich, wenn ich mal wieder spielen sollte, einen Partner habe, der bei Bewusstlosigkeit checkt, ob es mir gut geht und so lange nicht weiterspielt, bis ich das „ok“ dafür gegeben habe. Als Vorgeschichte muss vielleicht erwähnt sein, dass die Bewussstlosigkeit als Teil der Fantasie bei Orgasm-Torture eintritt 😉
Wäre aber egal, wodurch die Ohnmacht eintritt – Check-in wäre mir wichtig. Und vielleicht sollte ich keine Bücher mehr lesen, wo Frauen „gebrochen“ werden, weil ein Mann die submissive Seite in ihr sieht, die sie selbst nicht sieht… Wäre vielleicht mal eine Maßnahme 🙂

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Männer und so

Tja …. da stehe ich vor einem großen Rätsel … wobei ich, wenn ich ehrlich bin, erkennen kann, wo der Lösungsweg hinführt, ich ihn aber (noch) nicht gehen mag.
Ich habe 2 Männer in meinem Leben, mit denen ich eine tiefe, emotionale Verbindung habe… mit denen ich eine turbulente, teilweise schmerzhafte Vergangenheit teile… und die immer noch wichtig und präsent sind. Das L-Wort ist hier ein zu großes Wort, dass wahrscheinlich dem ganzen Thema eine ZU schwere Verantwortung geben würde, aber bei beiden Wünsche ich mir oft ein „was wäre wenn…“ – „Nur einmal könnte man doch…“ … „Hätte ich damals….“ Und das nervt aus einem Grund kolossal – weil es sich bei einem einseitige anfühlt und beim anderen „hausgemacht“.
Vielleicht müsste ich die Kontakte kappen, vielleicht ginge es mir dann besser, weil diese zwei Schmerzpunkte in Herz, Kopf und Bauch weg wären, vielleicht hätte ich dann mal Lust und Bedarf jemand zu finden. Vielleicht sind die Beiden aber einfach sehr wichtig und vielleicht ist es besser, wenigstens das zu haben… und vielleicht kommt ja irgendwann der Zeitpunkt, wo das alles ganz anders aussieht… Ich weiß es nicht.

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Therapie und so

Ich vermisse sie schon manchmal – die Therapie und die Therapeutin 🙂
Aber nicht so sehr, dass ich es wieder aufnehmen möchte, weil ich finde, dass ich ganz gut alleine klarkomme. Alle Gefühlsschwankungen bewegen sich im Rahmen und ich erkenne es, wenn es mir entgleitet und dann steure ich dagegen. Das gibt mir Mut und Selbstvertrauen.
Zwei jüngeren Bekannten habe ich über gemeinsame Freunde meine Vermittlerin weitergegeben – weil die seit Monaten Antidepressiva bekommen, ohne dass sie je mit einem Therapeuten gesprochen haben – einfach vom Hausarzt, der sie dann auf die Warteliste bei einer Klink gesetzt hat. Jetzt schlucken die das Zeug, sind weiterhin traurig und überfordert und warten… wie grausam ist das denn?
Die Reaktion allerdings war bezeichnet, es war Scham, dass ich nun weiß, dass sie ein Problem haben. Netterweise haben die jeweiligen gemeinsamen Kontakte ziemlich gleich cool reagiert und meinten wohl „naja, wenn Du nicht normal bist, ist Lila das wohl auch nicht, sonst hätte sie die Nummer ja nicht, ne?“.
Gestern war Mental Health Day und es ist erschreckend, wie wenig Akzeptanz immer noch da ist. Ich greife mir da weiterhin auch an die eigene Nase, weil ich nicht überall offen mit meiner Depression umgehe. Aber: Die Gesellschaft ist an manchen Stellen sowieso ein Arschloch und mit sowas dann noch extra Arschlochverzierung oben drauf.

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Bücher und so

In der Heimatstadt ist Buchmesse und es herrscht Ausnahmezustand 🙂 Wie schrieb DerFlix: Die Buchmesse. Das Wacken der Leute, die lesen können.

Ich war gestern bei Dunja Hayali, die ich sehr mag und bewundere (gerade für Ihre Haltung und Ihren Umgang in den Sozialen Netzwerken). „Haymatland“ wird sicher ein Buch werden, dass es auf den Kindle schafft.

Heute gehe ich zu oben erwähntem DerFlix und gebe mir nochmals eine Packung „Spirou“ und lass mir was in mein „Glückskind“ malen… 😉

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Schönes Wochenende und so

Hard Pop Days 2000 – hachja, der Sauerkraut-Essen-Wettbewerb… Grandios! Die hätte ich gerne nochmal … also die Bands, nicht das Sauerkraut 🙂

Reicht erstmal, woll? 🙂

Lila

Freitag am Sonntag

Freitag am Sonntag

Die letzte Woche war arbeitstechnisch ein wenig hart und Freitag ist dann das Fass übergelaufen und ich so früh heimgegangen, dass ich nicht mehr bloggen konnte… und ich wollte auch nicht 🙂

Ich schulde ja noch ein wenig Urlaubsbericht.
Da es ja mit meiner Mutter und meinem Bruder war und der letzte Urlaub in dieser Konstellation nicht soooo gut für mich war, war ich verhalten erfreut. Also auf die Tour (San Francisco => San Diego) habe ich mich schon gefreut, aber die knappe Zeit, das aufeinanderhängen und das im offenen Cabrio hinten sitzen, trübten das ein bißchen.
Dennoch: für mich war es ein voller Erfolg.
Ich habe alles, was ich mir aus der Therapie vorgenommen habe, umgesetzt. Im Gegensatz zum letzten Mal war ich mit meinem Bruder auf einer Wellenlänge und somit hatte meine Mutter keine Möglichkeiten zur Manipulation (DAS würde sie so natürlich nicht so nennen 🙂 )

Die Fotos zum Trip werde ich nachreiche, aber ich war schon sehr beeindruckt von der Natur dort und hätte gerne mehr Zeit gehabt. Und einen Wal quasi eine Armlänge von sich auftauchen zu sehen… äh ja… das beeindruckt mich noch nachhaltig.

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Themenwechsel:

Einer der meist gesagten und gedachten Sätze meinerseits ist in letzter Zeit „Ich danke Gott auf den Knien, dass ich vor 4 Jahren mit der Therapie begonnen habe“
Auf der Arbeit ist es zwischenmenschlich schwierig geworden, generell weht ein anderer Wind. Ich sehe mich sehr aggressiven, teilweise cholerischen und unehrlichen sowie unzuverlässigen Platzhirschen gegenüber. Sind nicht meine direkten Chefs aber ich müsste eigentlich mit ihnen arbeiten. Es ist soweit, dass ich mir überlege, wo ich lernen kann, wie man solchen Menschen den Wind aus den Segeln nimmt. Durch meine familiäre Prägung habe ich das aber nicht gelernt. Ich verstumme und erstarre und dann gehe ich der Situation aus dem Weg. Ich fühle mich überrumpelt und permanent in der Defensive. Und das nervt.
Immerhin, im Gegensatz zu meiner Kollegin, kann ich abgrenzen, nein-sagen und die Arbeit hinter mir lassen.
DANKE Therapie 🙂

An manchen Stellen erzähle ich jetzt manchmal von meinem Weg – das geht manchmal gut und es kommt positives Interesse, Mitgefühl…schlicht eine positive Resonanz. Das ging auch schon schief, deswegen selektiere ich das immernoch SEHR! Und das ist eigentlich schade.
Denn ich möchte eigentlich mit so einem Dogma rumlaufen. Ich wünsche mir, dass Depression als Krankheit anerkannt wird und nicht als Schwäche angesehen wird. Ich weiß, dass ich dazu beitragen könnte. Vielleicht auch an der ein oder anderen Stelle mache. Aber es gibt sogar sehr enge Freunde, die nichts davon wissen. Dabei weiß ich, dass die Wahrscheinlichkeit, dass sich deren Bild von Depressiven und Depression durchaus ändern würde, wenn ich Ihnen ein konkretes Beispiel geben würde, nämlich mich.

Zu all dem hat 1Live eine spannende Serie an Interviews produziert, unter anderem mit Farin Urlaub ❤
diedunkleseite.1live.de
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Farin Urlaub ist ein gutes Thema … ich sitze auf heißen Kohlen… Im September gibt es die Tourneedaten von DÄ im europäischen Umland 2019. In DE dürfen sie 2019 nur bei RiP und RaR auftreten, für beides habe ich (noch) kein Ticket, weil ich tatsächlich erstmal das restliche Line-Up abwarten will… Casper & Materia reichen da noch nicht 🙂

2019 gibt es dann hoffentlich auch endlich ein neues Album und 2020 dann eine Deutschland-Tour… whooopwhooop!

Lose damit zu tun hat die Tatsache, dass DerFlix der erste deutsche Comic-Zeichner ist, der einen Spirou-Band machen durfte. Ich bin ja eher Team „Marsupilami“ aber ich liebe Flix seit seinen Heldentagen…. wo er durchaus seinen Helden mal in einem DÄ-Shirt abbildete. Und ich über den Fanclub und die DÄ-Seite damaaaaaals Flix überhaupt erst entdeckte….
Beim Signieren stellten wir also fest, dass wir beide Links-Außen stehen => IMMER!
Fan sein verbindet 🙂
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Das war doch jetzt viel Stoff so für nachgeholt und so 🙂

Startet gut in die Woche!

Frust-Freitag

Frust-Freitag

Ich drehe noch ein wenig an den Schrauben in der Anpassung meines Nach-Therapie-Lebens.

Was ich momentan nicht schaffe, ist es mich regelmäßig zum Bloggen zu Zwingen – denn das wäre es momentan.

Nicht, weil ich nichts zu berichten hätte, sondern weil die Zeit schlichtweg fehlt. Die fehlt auch zum Beantworten von Nachrichten und Erledigen von Steuer … und warum? Weil das Leben Spaß macht und das Wetter gut ist und es wichtigere Dinge gibt, als am Handy oder vor dem Rechner zu hängen 🙂

Aber: Zweimal hat es mich schon überrollt, dass es zuviel ist – daher zügel ich mich gerade selbst ein wenig und suche mir meine „FREI-Zeit“ … und blockiere die wieder und genieße sie dann auch.

Daher lieber Herr E. aus H.: NEIN, bin nicht abgesoffen – MEINE Festivalwochenenden waren ja eher zum anbruzzeln als zum absaufen 🙂
Danke für die liebe Erinnerung dennoch … da freue ich mich immer ein bißchen 🙂

Freitag …

Freitag …

Das erste Festival dieses Sommers steht an … und ich habe alles wiedergefunden – auch die verdammten Heringe 😉

Ich wünsche Euch ein tolles langes Wochenende 😉

Ach ja, vom Abschiedsgespräch mit meiner Therapeutin Berichte ich noch … hätte fast geheult vor Dankbarkeit 😉

Mal sehen, ob wir die Tradition wieder hinbekommen (Freitagspost)

Mal sehen, ob wir die Tradition wieder hinbekommen (Freitagspost)

Blog schließen oder nicht? Ja, nein, vielleicht … oder mal gucken, was andere so machen… Ungefähr so wie das kleine Hörnchen auf der Bank gucke ich im Bloggyversum rum, chatte mit dem WP-Support und schaue nach Alternativen… Aber das ist alles so aufwendig für die Unregelmäßigkeit und dem Gefühl, dass ich einfach nicht wirklich spannendes zu erzählen habe… Und so verfiel ich in meine aus der Depression bekannten Bewegungs- und Antriebslosigkeit…

Bis heute morgen der Artikel von DasNuf in meinen Reader gespült wurde. Den kann ich nur empfehlen und der war mir prompt einen Kaffee wert.
Natürlich oder Leider gilt auch hier das meiste für Fremdgehostete WP-Blogs – unter dem Businesstarif als WP-Gehostet Blog hat meine keinerlei Chancen Plugins zu (de-)installieren. (Schon garnicht Jetpack oder Akismet … 🙂 ) Aber dennoch: Immerhin sehe ich eine Alternative, wenn WP es wirklich versemmelt, dann zieht dieser Blog um. Vielleicht versemmeln sie es ja nicht 😉

Es gibt aber auf jeden Fall jetzt auch eine Seite mit der kompletten Datenschutzerklärung… wem langweilig ist, kann die ja mal durchlesen. Das sind Bausteine von Dr. Schwenke.

Also erstmal keine Panik, es muss kein Passwort angefordert werden – hat mich natürlich trotzdem gefreut, dass mich das einige gefragt haben 🙂 Wird ja scheinbar doch noch gelesen, was ich hier verzapfe 😉

THEMENWECHSEL 🙂

Ich vereinbare gerade für die kommende Woche meine Abschiedstherapiesitzung und auch, wenn mir vor dem Termin ein wenig mulmig ist, freue ich mich drauf. Denn ich habe mir das sehr lange überlegt und auch hinterfragt. Aus dem Ergebnis kommt dann auch das mulmige Gefühl – weil es wieder eine Situation ist, wo ich gefühlt eine andere Entscheidung treffe als mein Gegenüber. Ja, es gibt noch einige Themen, an denen ich arbeiten muss. Mein Weg in der Therapie, den ich zurückgelegt habe, hat mich allerdings auch zu einem ganz anderen Ziel geführt als ich am Anfang dachte. Nach den letzten Monaten habe ich gemerkt, wie WEIT ich gekommen bin. Ob das im beruflichen Alltag oder im Leben mit Familie und Freunde ist – ich habe jeden Stress gemeistert, Konflikte gelöst und für mich Dinge entschieden… ganz alleine. Und bin happy damit.
Ja, ich bin immer noch übergewichtig und ja, neben mir liegt/lag schon lange kein Mann mehr … aber das ist okay. Weil die Ursachen bearbeitet werden und nicht die oberflächlichen, sichtbaren Austriebe.

Was heisst das denn, Mensch Lila, sei mal nicht so kryptisch!

Okay 🙂

Das heißt zum Beispiel, dass ich darauf achte, dass ich Sport mache und Rad fahre und dass ich schnuckel in einem Ausmaß wie „Normalos“ das auch machen. Dass ich keine Fressattacken mehr habe oder Stress-Esser bin. Weil ich das anders bearbeite als mit Futter in mich reinstopfen.
Ich genieße dennoch einen guten Burger – MIT Pommes rot-weiß. Aber dann hatte ich auch Hunger und nicht bloß Appetit. Mit einem Male gehe ich mit Freundinnen in Kunstausstellungen statt Essen. So Gewohnheiten mal zu ändern… macht Spaß.
Ich arbeite dran, mich nicht so Scheiße zu finden. Und zu verstehen und vor allem zu akzeptieren, dass Leute mich mögen – auch mit dickem Po. Und das klappt immer besser. Die Erkenntnis hier war, dass Essen ein Symptom ist und ich, wie erwähnt, die Ursache ändern muss. Und wie auch immer, es klappt. Essen wird „Normaler“ für mich… Mit Hunger- und Sättigungsgefühl… 🙂

Ein Mann im Bett wäre übrigens weiterhin schnell gefunden und ja, manchmal fehlt mir das … Oft sogar 🙂 Aber ich will eben nicht „nur“ was für mal drüberrutschen oder Lust befriedigen… Weil es eben nicht nur das für mich ist… Und wahrscheinlich auch nie war. Egal von welcher Spiel- oder Beziehungsart ich hier spreche, es ist für mich mit einer persönlichen Verbindung verknüpft…. und damit auch immer mit einer Wertung zu meiner Person. Es wäre einen Versuch wert, ob ich es mittlerweile könnte, mir einfach einen für eine Nacht zu suchen und damit wäre es auch gut. Könnte ich, will ich aber nicht. Ich will Nähe und ich will, dass Man(n) MICH möchte und nicht nur einen Körper zum Abspritzen. DAS ist nicht mein Problem 🙂 Aber das ist eben nicht alles, für das ich „gebraucht“ werden möchte und vor allem möchte ich, dass es mir genauso viel gibt. Und das tat es meist nicht in der Vergangenheit.
Ja, ich habe da total Angst vor mich verwundbar zu machen… Ich stehe mit jemand im Kontakt, der fantastisch ist… Aussehen, Charakter… ich empfinde ihn als außerhalb meiner Reichweite… und die Babysteps sind, dass ich zulasse, dass wir flirten… mehr nicht. Mehr geht noch nicht. Aber es wird mehr und mehr und es kristallisiert sich, was ich mir wünsche.

Und das ist der Schlüssel und deswegen möchte ich erstmal keine äußeren Einflüße einer Therapeutin haben: ICH muss das für mich rausfinden und ICH muss den Weg gehen. Das schaffe ich. Das habe ich mir die letzten Monate mehr als bewiesen.

Ja, man verliert Menschen „along the way“, wenn man konsequent sagt und tut, was für einen selbst wichtig ist. Aber das ist völlig normal. Manche Menschen sind eben nur für einen Zeitraum X Wegbegleiter. Und für diese Zeit sollte man dankbar sein (sofern sie gut war) oder sie eben auch beenden (Wenn sie es nicht mehr ist).

Ich bekomme noch regelmäßig Nachrichten und Post von meinem Vater… früher hätte mich das aufgeregt, weil er meinen Wunsch auf „keinen Kontakt“ einfach ignoriert. Mir zeigt das heute einfach nur, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, denn es interessiert ihn eben nicht, was ich möchte oder brauche. Er setzt sich darüber hinweg und macht, was ER braucht. Ich mache also die Post auf, lese die Briefe und packe sie auf den Ablagestapel. Abgehakt – Abgelegt

Soooooo das war jetzt ganz schön viel und die Musik der letzten Wochen ist hier noch gar nicht zur Sprache gekommen… Sowas aber auch.

Ich mache es mal kurz: Ein echtes Highlight war das Konzert der Itchy’s in einer kleinen aber schönen Location… heidenei, ich war heiser und nassgeschwitzt wie schon lange nicht mehr und das obwohl (oder gerade deshalb) ich alleine da war. Eine echte Niete war leider 30 seconds to Mars in Hamburg… woaaaaaah wie ich dieses amerikanische Gedönse auf Konzerten hasse… und wenn man schon eine leere, stylische Bühne macht, dann lass da halt nicht ständig 2 Kameraleute für Instaaagraaaam und einen Roadie fürs Drumkit geduckt drauf rumlaufen. Und vorallem, verdammt nochmal, spiel für 70€ mehr als 90 minuten OHNE ZUGABE! Achso und wenn Du es nicht schaffst, Stimmung in die Butze zu bekommen, solltest Du Dich mal fragen, warum dem wohl so ist und nicht ständig auffordern „some noise“ zu maken… Gute Konzerte haben von alleine „Noise“… 🙂
Ich bin gespannt, wie und ob die beiden Herren es schaffen, ihren Headlinerspot bei RiP auszufüllen 🙂


Ich habe extra ein Live-Video gewählt, weil SOOOO war es leider gar nicht 🙂

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende 😉

Wellengang

Wellengang

Wellengang hat es hier ordentlich … und auch der Wind tut gut. Macht den Kopf frei… einfach mal nichts organisieren, nichts er-denken… einfach mal wieder runterkommen…

Dann gibt es vielleicht auch mal wieder ein paar mehr Worte von mir!

Danke für alle lieben Nachrichten 🙂

Wochenende…

Wochenende…

Es passieren spannende Dinge – keine weltbewegenden und für andere vielleicht auch gar nicht wahrnehmbare Dinge, aber … meine kleine Welt schütteln sie ein wenig durch.

 

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Montag bei der Therapeutin sprachen wir über die Konditionierung, die ich durch meine Familie erhalten habe…. Männer… und warum ich sehr offen wirke, aber sehr verschlossen bin. Warum ich es total normal und okay finde, wenn man mich verletzt und belügt, es aber nicht ertragen kann, wenn ich in den April geschickt bzw. „öffentlich“ reingelegt werde. Das macht alles Sinn und dann wieder so gar kein Sinn.

 

Es erklärt aber viele meiner vergangenen Entscheidungen. Mich auf verheiratete Männer einzulassen und mich belügen zu lassen. Mir auch heute noch anzuhören, dass, wenn ich der Enttäuschung und Verletzungen überdrüssig würde, ich doch bitte gehen soll, man(n) sei eben so und das müsse ich akzeptieren, wenn ich bleiben wollen würde.

 

Ich rolle mit den Augen.

 

Weil ich mich an dieser Stelle nicht ernst genug nehme. Denn: Ich weiß, warum ich es aushalte. Ich sagte zu meiner Therapeutin an dieser Stelle:“ Ich bin wie ein Straßenköter im Zwinger, der bei der kleinsten netten Geste sofort alles gibt… nur um einen Tätschler zu bekommen, vielleicht ein Leckerli“ … denn mehr steht mir nicht zu.

Bei „mehr“ werde ich skeptisch oder fange an die Realität auszublenden. Letzteres, weil ich es mir SO sehr wünsche, dass sich endlich mal jemand für mich entscheidet, mich liebt und mich wählt.

Nur: Daran glaube ich nicht und ich würde es demjenigen auch nicht glauben, würde er es mir so sagen.

Und dieser Kreislauf ist fatal…

Deswegen öffne ich ab April wieder die Dose der Pandora und werde mich wieder regelmäßiger mit der Therapeutin treffen.
Ich schubse mich zwar selbst nicht mehr in die Depression und mache mich selbst fertig, aber ich habe mich auch nicht akzeptiert und schon gar nicht lieb.

Ich schaue nicht in den Spiegel und wenn ich es mache, widert es mich an und der erste Gedanke ist „Kein Wunder“ – das ist nicht so, wie ich es gerne hätte… aber ich habe es nun mal nie anders (kennen)gelernt.

Also… lerne ich das vielleicht ab April 🙂
Ein gutes Beispiel, wie ich zwar richtig entschieden habe, aber dennoch „verloren“ habe, findet sich hier

Die Ereignisse sind hier etwas verkürzt dargestellt 😉

Fakt ist, dass Tobi mir sehr geholfen hatte nach der unschönen Geschichte mit H. 

Fakt ist auch, dass ich an ihm besser als am Leinenmann ausprobieren konnte, wie Online-Domina sein sich so anfühlt. Und wir eine Weile auch erfolgreich geswitched haben. Aber eben immer nur online. Meine Vorschläge und Bitten nach Treffen wurde kein Gehör geschenkt, ich balancierte immer zwischen „was möchte ich“ und „Was darf ich fordern, als niemand“ hin und her. Ich war immer das offene Ohr, in jeder Phase seiner Trennung konnte er sich bei mir austoben… Erden nannten wir das.

Aber Treffen? Gab es keine. Es gab aber auch keine wirklich Erklärung, nur, dass es nicht passt „gerade“.

Irgendwann machte mich das nur noch traurig. Ich meinte, dass wir mit dem Anders-Sein eigentlich ganz gut zueinander gepasst hätten. Aber alleine wollte ich nicht mehr in dieser Hoffnung leben. Also beendete ich das Ganze.

Als ich nach knapp einem Jahr mal wieder schrubte, war er bereits wieder fest liiert und sehr glücklich.

Also gab es nicht wirklich eine Grund, es nicht mit mir zu probieren außer, dass es eben „ICH“ war und nicht diejenige, die er wollte.

Ich hatte gerade jemand kennengelernt, der Interesse an mir zeigte. Aber verbunden mit der Erkenntnis nicht mal als „Schlampe“ gut genug gewesen zu sein, hatte der arme Kerl keine Chance. Ich sah nur noch negatives, konnte mich nicht auf ihn einlassen … Ich schickte ihn weg.

Um zurück zu „Törtchen“ zu kommen… Ich glaube schon, dass ich ihm geholfen habe. Und ich glaube auch, dass ich echt gut war als „Madame“. Aber … auch der zweite Versuch ging leider nicht weiter. Und diesmal mit einem guten Zeichen für mich. Denn als es darum ging, dass ich aus dieser „Beziehung“ auch einen Nutzen für mich hätte ziehen können, ging das nicht. Wir fanden keinen Kompromiss. Und ich war mir mittlerweile zu schade, lediglich die Lustbefriedigung anderer zu erledigen und mit meinen eigenen Wünschen und Träumen im Regen stehen gelassen zu werden.

An dieser Stelle sagte und sage ich: Nö. Ich habe mehr verdient als das. Ich bin mehr wert. Ich bin es MIR wert „nein“ zu sagen.

Ich würde sagen, dass wir mittlerweile eine schöne Online-Freundschaft haben. Wir haben stürmische Zeiten miteinander durchlebt. Und uns gegenseitig  geholfen und oft aus Tiefs rausgezogen haben.

Ich finde es spannend, dass ich immer wieder etwas Neues lerne. Genderfluidity sagte mir nur grob etwas, non-binary waren für mich Nerd-Fachbegriffe… Ich hätte ihn früher Transgender genannt aus Mangel eines besseren Begriffes. Wissend, dass es etwas anderes ist.

 

Die Moral der Geschichte (etwas wirr, ich weiß)?

Man lernt nie aus, wenn man nicht verlernt, immer wieder aufzustehen.

In diesem Sinne – Euch ein schönes Wochenende 🙂pexels-photo-383673