Loslassgeschichtenlawine – Teil 5

Loslassgeschichtenlawine – Teil 5

Eine Geschichte zum weiter schreiben, eine Weitererzählung. Die famose Idee ward realisiert und ins Blog-Universum eingespeist von der ehrenwerten Frau Käthe Knobloch und dem farbenfrohen Ben Fröhlich.
Eigentlich ist Fiktion ja nicht mein Metier, aber ich hatte sofort ein paar „interessant“ Gedanken, die mir im Kopf rumschwirrten und die rauswollen.

Wer sich einlesen möchte, kann sich bei Käthe (Teil 1), Frau Ahnungslos (Teil 2) , Marga (Teil 3) und Silvia inspirieren lassen, oder einfach losschreiben, wo es bei mir aufhört.
Alles über den Ablauf findet Ihr bei Ben.

Los geht’s

*********************************

Paula ging immer einen Schritt schneller, obwohl sie mindesten 2 Köpfe kleiner war als Peter. Warum schleichen Männer immer gerade dann, wenn es mal wichtig wäre schneller zu gehen, denkt sich Paula und dreht den Kopf kurz nach hinten.
Bevor sie losgegangen waren, hatte sie Peter die Folie aus dem Verbandkasten um die Hüften geschlungen und ihm die Warnweste in die Hand gedrückt. Okay, er war barfuß… Herrjee, aber kann man nicht mal die Zähne zusammenbeissen?

Paula stapfte schnaubend weiter, irgendwie kam diese Fabrik ja auch nicht näher und überhaupt – es machte sich ein stechender Kopfschmerz in ihrem Schädel breit und auch der restliche Körper fühlte sich arg zerschunden an. Was war nur letzte Nacht passiert? Und wieso sind alle, wirklich ALLE Erinnerungen weg?

Es ist still, bis auf ein paar Kiekser von Peter, wenn er mal wieder auf einen Ast oder einen Stein getreten ist und Paula’s konstantes verächtliches Schnauben auf genau diese Laute. Kein Vogelgezwitscher, kein Bienen-Summen, kein Hummel-Brummen… Still.

Da! Paula bleibt stehen. Ein Knurren… sie könnte schwören, dass sie ein Knurren gehört hat. Langsam dreht sie sich um, schaut zu Peter…. Der auf einem Bein rumhüpft … Schneckenhäuser sind teuflische kleine Dinger, kichert Paula in sich rein. Sie schaut sich weiter um, kann auf der Riesenwiese nichts entdecken, sieht in der Ferne das Auto, zuckt mit den Schultern und geht weiter. Einbildung ist auch eine Bildung, denkt sie bei sich.

Nach ein paar Minuten hat zumindest sie es geschafft und steht auf dem Fabrikgelände.

Kaputte Fenster, Spinnweben, Dreck …. Erster Eindruck ist ja nicht so erfreulich, denkt sie sich. Geht die Mauern entlang, um eine Tür zu finden. Peter ist mittlerweile auch auf dem Fabrikgelände angekommen, jetzt pienzt er, weil die Kieselsteine sich in seine Füße bohren. Männer, denkt Paula und geht weiter. Die „Tür“ ist eine massive Eisenpforte… Glänzend, fast wie neu, mit einem modernen Hi-Tech-Touchpad für einen Fingerabdruck ausgerüstet.

Das wird ja immer skurriler, denkt Paule und wühlt in ihrer Jackentasche nach einem Kaugummi. Nachdenklich starrt sie die Tür an. Sofort kommen ihr Bücher in den Sinn, die sie in letzter Zeit gelesen hat: Entführung durch Außerirdische, die in einem Versuchslabor auf der Erde die Menschen erforschen… Oder der Serienkiller, der einen Spaß daran hatte, sich seine eigene Franken-Bride zusammenzubasteln und auf einem verlassenen Gelände die Leichen verscharrte…. Oder das mit der Entführung – das Opfer wurde verschüttet in einer Grube mit lediglich einem Rohr zum Luftholen zurückgelassen … Die Kidnapper machten eine Schnitzeljagd daraus…

Paula schüttelt sich, alles Quatsch, sowas gibt es doch nur im Roman. Sie tritt ein paar Schritte zurück und schreit los.

************

Fortsetzung erwünscht… Wer möchte? 😉

Ella von Ellasblickwinkel hat sich für Teil 6 gemeldet und bereits geschrieben 😉

Leseempfehlung – Rastlos

Leseempfehlung – Rastlos

Fertig! Kurzer innerlicher Jubel, weil ich mein Vorhaben erledigt hatte und die 3 Blogger-Bücher, die ich bis Ende 2014 fertig haben wollte, nun doch noch im ersten Monat des neuen Jahres fertig bekommen hatte. Dann.. ein innerliches „MEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEEH, was LES‘ ich denn jetzt… ich bin doch noch nicht sattgelesen?!“ Pure Empörung machte sich in mir breit.
Ich kenne das Gefühl ja schon von stefaninis Kurz- oder Fortsetzungsgeschichten, das geht mir immer zu langsam mit dem Veröffentlichen der einzelnen Teile.

Bei diesem Buch ging es mir nicht anders. Eigentlich hatte ich kaum Lesezeit und eigentlich hatte ich auch andere Bücher, die fast dringlicher gelesen werden wollten. Aber es ging nicht. Ich fing an und *schwupp* war ich weg. Ich schob Leute und Aufgaben zur Seite, weil ich doch wissen wollte, wie es weitergeht. Fieberte mit, hatte sofort Gesichter zu den Personen gefunden… Ihre Sprache und Ihre Erzählart machen es einfach… Wie schon auf dem Blog gelingt es mir auch hier ohne große Schwierigkeiten in eine andere Welt abzutauchen. Und wenn ich dann wieder auftauche? Dann ist das gar nicht so die große Diskrepanz zwischen Buch-Welt und Echt-Welt. Es ist alles Nachempfindbar… Mit-leid-bar, positives wie negatives.
Mir gefällt das sehr. Daher kann ich auch hier nur eine Lese-Empfehlung aussprechen …

Das steht bei Amazon:

Eine besondere Form von Autismus hätte sie, behauptet ihr Vater, um seine Tochter seinen Freunden erklären zu können. Und als etwas Angsteinflößendes empfindet es ihr Exfreund. Die, die sie wirklich kennen, nennen es ihre „Rastlosen Gedanken“. Beginnt ihr Hirn zu arbeiten, fliegen die Gedanken von einem zum anderen und wollen gleich alle Probleme der Welt lösen. Da bleibt nichts anderes zu tun als abzuwarten, ehe sie sich selbst wieder in die Realität zurückruft. Und es ist ja nicht so, als wäre diese nicht interessant genug: Ein geregeltes Leben? Dafür müsste sie einige Freiheiten aufgeben. Eine feste Beziehung? Dafür müsste sie auf den verzichten, den sie wirklich liebt. Keinen Sex haben? Sie hat doch ihren besten Freund …

Rastlos

Und hier gibt es noch mehr Rezensionen zu dem Buch.

Danke, liebe stefanini, für wunderschöne Lese-Stunden.

Leseempfehlung => „Luder sind mir willkommen“

Leseempfehlung => „Luder sind mir willkommen“

Ich habe mein Ziel die Bücher der Blogger, die mir vorlagen, bis Ende 2014 fertig zu lesen nicht ganz geschafft. Das lag mitnichten an der Qualität der Geschichten, sondern lediglich an meinem Zeitmanagement.
Vor 2 Wochen fertig geworden bin ich mit Paul Kaufmanns „Luder sind mir willkommen“.

Die Beschreibung (für Kindle) auf Amazon sagt folgendes:

Am Anfang wollte ich nur ein wenig fremdgehen. Doch dann fand ich da diese Welt jenseits von Monogamie und sexueller Exklusivität. Diese Welt gefiel mir. Ich blieb.
Ich suchte Sex und fand Menschen. Ein promisk lebender Mensch hat überdurchschnittlich viele sexuelle Begegnungen mit verschiedenen Personen. Wer denkt, das sei oberflächlich, der täuscht sich. Es sind keine oberflächlichen Begegnungen. Es sind einfach nur viele Begegnungen. Erstaunlich oft ist es tiefgründig und sehr emotional.
Sexuelle Freizügigkeit hat aber auch Nebenwirkungen. Der Blick auf die Gesellschaft, die Moral, ja sogar der Blick auf den einzelnen Menschen verschiebt sich. Nach einer Weile sieht man die Probleme und Schwierigkeiten der Menschen in ganz anderem Licht. Es ist, als ob jemand die Lampe an die andere Ecke einer Bühne verschiebt. Was vorher dunkel war, liegt jetzt im Licht.
Sexuelle Freizügigkeit ist nicht besonders beliebt. Promisk lebende Menschen ecken ständig an. Sie müssen sich verstecken, obwohl Verstecken gar nicht ihrer Mentalität entspricht.
Die Kritik der Gesellschaft ist ätzend, vernichtend und nur selten qualifiziert. Es wird einem der Mund verboten, darüber gefahren, man wird in die Ecke gestellt. Sexuelle Freizügigkeit wird als verwerflich und oberflächlich denunziert.
Wenn das so ist, na, dann darf ich auch mal zurückätzen, in Glossen zum Beispiel.
Wenn man sich eine Weile in verschiedenen Betten herumtreibt, dann begegnet einem früher oder später eine Person mit dem Wunsch nach Härte und Schmerz. Das verwirrt. Lässt man sich darauf ein, betritt man eine eigene Welt. Ich berichte ein wenig davon. Es gehört nämlich hier her. Viele suchen genau das bei dem Kontakt in fremden Betten und wissen es nicht.
Vierzig Geschichten und Fragmente habe ich notiert. Dinge und Begegnungen die ich erlebt habe oder so erlebt haben könnte. Frei erfunden sind die Dinge nicht, nur etwas in Form gegossen habe ich sie. Das muss man so machen. Das Leben ist nicht so glatt wie Papier.

Die Beschreibung zum Taschenbuch lautet anders, aber ich finde diese hier besser… Sie trifft einfach mehr.
Wie auch auf seinem Blog schreibt Paul in kleinen Kurzgeschichten über das Leben und die Erfahrungen in „Promiskuität“ … im „Anders leben“… mit einem „alternativen“ Beziehungsmodell, wie viele sagen würden.

Manchmal musste ich sehr schlucken, er beschönt Dinge, Situationen, Menschen nicht, um es mir beim Lesen einfacher zu machen. Manches ist einfach nicht „schön“… Aber er hat mich auch sehr, sehr, SEHR oft zum schmunzeln oder Lachen gebracht. Sein Dialog zwischen Gott und Teufel.. Köstlich… Bei Gelegenheit (sprich: wenn ich die Zeit finde), werde ich das ein oder andere „Zitat“ verarbeiten… Die letzte Geschichte hat für mich einen persönlichen und damit besonderen Wert… Es geht noch einmal in eine andere Dimension, findet eine andere Ebene…. Man sollte dieses Buch mit einem offenen Blick lesen, nicht alles habe ich gut gefunden (was das Verhalten der Personen oder die Lektionen der Geschichten angeht), aber ich muss nicht alles gut finden – dennoch hat es vielleicht für andere eine Berechtigung da zu sein, gut zu sein.

Neben Paul’s Luder-Blog gibt es mittlerweile einen weiteren Blog, den ich hiermit auch ganz innig empfehlen möchte. Dieser Pauls-Entwicklungsgeschichte-Blog ist besonders spannend, wenn man das Buch gelesen hat.. finde ich. Also: Buch lesen, dann Blog folgen.

Euch einen schönen Tag!

Lila

Lese-Empfehlung: Blutschande by MrsMcH

Lese-Empfehlung: Blutschande by MrsMcH

BLUTSCHANDE, das Krimidebüt von Mrs.McH! Lesen Sie eine Geschichte über Freundschaft, Liebe, Familienbande und Geschwisterliebe, die Ihnen vielleicht sauer aufstoßen könnte. Ob zucker- oder bittersüß, herzhaft oder deftig – Wenn Sie Mordsgelüste verspüren, probieren Sie unbedingt selbst! Und: Genießen Sie das Menü!

 

Wenn man MrsMcH’s Blog folgt, wird man vielleicht denken „Ach, die kann mich nicht mehr schocken“ … Joah, nun .. Doch… Sie kann… und tut es.

Ich habe das Buch, den ROMAN :-), nun zum zweiten Mal durchgelesen. Ich bleibe jedesmal mit den gleichen Gefühlen zurück: Primär möchte ich nicht, dass das Buch fertig gelesen ist, es soll weitergehen. Sekundär soll es bitte, bitte nicht weitergehen, weil es einen Blick in die sehr dunklen Abgründe menschlicher Persönlichkeiten, Köpfen und Herzen ist, die man eigentlich nicht sehen möchte. Wie bei einem Unfall schaut man aber dennoch hin und möchte doch eigentlich MEHR wissen, MEHR sehen… Gleichzeitig tadelt einen das Benimm-Gen, dass man das nicht macht, dass sich das nicht gehöre.

MrsMcH. nimmt einen mit auf eine emotionale Achterbahn, leider zu kurzweilig, ich hätte mir noch mehr Zeit gewünscht, mich den Charakteren nähern zu können, dann wäre der Knoten in der Magengrube noch größer geworden.

Ich freue mich auf das nächste Kunstwerk der Dame!

 

Also – Lesen! 🙂

Begegnungen

Begegnungen

… Und manchmal ist es „einfach“.

Verabredet, getroffen, geredet …

Gegessen, Getrunken, gefragt…

In die Vergangenheit spaziert, die Zukunft bedacht, die Gegenwart erklärt…

Fotos gemacht, Schlösser begutachtet, Läden entdeckt …

Ich danke Dir, es war eine toller (Vormit-)Tag.

🙂