Wochenende…

Wochenende…

Es passieren spannende Dinge – keine weltbewegenden und für andere vielleicht auch gar nicht wahrnehmbare Dinge, aber … meine kleine Welt schütteln sie ein wenig durch.

 

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Montag bei der Therapeutin sprachen wir über die Konditionierung, die ich durch meine Familie erhalten habe…. Männer… und warum ich sehr offen wirke, aber sehr verschlossen bin. Warum ich es total normal und okay finde, wenn man mich verletzt und belügt, es aber nicht ertragen kann, wenn ich in den April geschickt bzw. „öffentlich“ reingelegt werde. Das macht alles Sinn und dann wieder so gar kein Sinn.

 

Es erklärt aber viele meiner vergangenen Entscheidungen. Mich auf verheiratete Männer einzulassen und mich belügen zu lassen. Mir auch heute noch anzuhören, dass, wenn ich der Enttäuschung und Verletzungen überdrüssig würde, ich doch bitte gehen soll, man(n) sei eben so und das müsse ich akzeptieren, wenn ich bleiben wollen würde.

 

Ich rolle mit den Augen.

 

Weil ich mich an dieser Stelle nicht ernst genug nehme. Denn: Ich weiß, warum ich es aushalte. Ich sagte zu meiner Therapeutin an dieser Stelle:“ Ich bin wie ein Straßenköter im Zwinger, der bei der kleinsten netten Geste sofort alles gibt… nur um einen Tätschler zu bekommen, vielleicht ein Leckerli“ … denn mehr steht mir nicht zu.

Bei „mehr“ werde ich skeptisch oder fange an die Realität auszublenden. Letzteres, weil ich es mir SO sehr wünsche, dass sich endlich mal jemand für mich entscheidet, mich liebt und mich wählt.

Nur: Daran glaube ich nicht und ich würde es demjenigen auch nicht glauben, würde er es mir so sagen.

Und dieser Kreislauf ist fatal…

Deswegen öffne ich ab April wieder die Dose der Pandora und werde mich wieder regelmäßiger mit der Therapeutin treffen.
Ich schubse mich zwar selbst nicht mehr in die Depression und mache mich selbst fertig, aber ich habe mich auch nicht akzeptiert und schon gar nicht lieb.

Ich schaue nicht in den Spiegel und wenn ich es mache, widert es mich an und der erste Gedanke ist „Kein Wunder“ – das ist nicht so, wie ich es gerne hätte… aber ich habe es nun mal nie anders (kennen)gelernt.

Also… lerne ich das vielleicht ab April 🙂
Ein gutes Beispiel, wie ich zwar richtig entschieden habe, aber dennoch „verloren“ habe, findet sich hier

Die Ereignisse sind hier etwas verkürzt dargestellt 😉

Fakt ist, dass Tobi mir sehr geholfen hatte nach der unschönen Geschichte mit H. 

Fakt ist auch, dass ich an ihm besser als am Leinenmann ausprobieren konnte, wie Online-Domina sein sich so anfühlt. Und wir eine Weile auch erfolgreich geswitched haben. Aber eben immer nur online. Meine Vorschläge und Bitten nach Treffen wurde kein Gehör geschenkt, ich balancierte immer zwischen „was möchte ich“ und „Was darf ich fordern, als niemand“ hin und her. Ich war immer das offene Ohr, in jeder Phase seiner Trennung konnte er sich bei mir austoben… Erden nannten wir das.

Aber Treffen? Gab es keine. Es gab aber auch keine wirklich Erklärung, nur, dass es nicht passt „gerade“.

Irgendwann machte mich das nur noch traurig. Ich meinte, dass wir mit dem Anders-Sein eigentlich ganz gut zueinander gepasst hätten. Aber alleine wollte ich nicht mehr in dieser Hoffnung leben. Also beendete ich das Ganze.

Als ich nach knapp einem Jahr mal wieder schrubte, war er bereits wieder fest liiert und sehr glücklich.

Also gab es nicht wirklich eine Grund, es nicht mit mir zu probieren außer, dass es eben „ICH“ war und nicht diejenige, die er wollte.

Ich hatte gerade jemand kennengelernt, der Interesse an mir zeigte. Aber verbunden mit der Erkenntnis nicht mal als „Schlampe“ gut genug gewesen zu sein, hatte der arme Kerl keine Chance. Ich sah nur noch negatives, konnte mich nicht auf ihn einlassen … Ich schickte ihn weg.

Um zurück zu „Törtchen“ zu kommen… Ich glaube schon, dass ich ihm geholfen habe. Und ich glaube auch, dass ich echt gut war als „Madame“. Aber … auch der zweite Versuch ging leider nicht weiter. Und diesmal mit einem guten Zeichen für mich. Denn als es darum ging, dass ich aus dieser „Beziehung“ auch einen Nutzen für mich hätte ziehen können, ging das nicht. Wir fanden keinen Kompromiss. Und ich war mir mittlerweile zu schade, lediglich die Lustbefriedigung anderer zu erledigen und mit meinen eigenen Wünschen und Träumen im Regen stehen gelassen zu werden.

An dieser Stelle sagte und sage ich: Nö. Ich habe mehr verdient als das. Ich bin mehr wert. Ich bin es MIR wert „nein“ zu sagen.

Ich würde sagen, dass wir mittlerweile eine schöne Online-Freundschaft haben. Wir haben stürmische Zeiten miteinander durchlebt. Und uns gegenseitig  geholfen und oft aus Tiefs rausgezogen haben.

Ich finde es spannend, dass ich immer wieder etwas Neues lerne. Genderfluidity sagte mir nur grob etwas, non-binary waren für mich Nerd-Fachbegriffe… Ich hätte ihn früher Transgender genannt aus Mangel eines besseren Begriffes. Wissend, dass es etwas anderes ist.

 

Die Moral der Geschichte (etwas wirr, ich weiß)?

Man lernt nie aus, wenn man nicht verlernt, immer wieder aufzustehen.

In diesem Sinne – Euch ein schönes Wochenende 🙂pexels-photo-383673

 

Nachgeholter Freitag … oder…. vorgezogener..?

Nachgeholter Freitag … oder…. vorgezogener..?

Jaja, die Zeit ist mir nicht gnädig – aber keine Sorge. Ausnahmsweise geniesse ich den Stress auf der Arbeit, denn es geht endlich mal um Arbeit und nicht um persönliches Empfinden. Damit kann ich ja mittlerweile nicht mehr so gut, distanziere mich und halte mich da raus. Abgrenzung, wie sie im Buche steht.

Aber die Freitage fallen momentan leider unter den Tisch – ich versuche mit die ganzen Songs zu merken und die Erlebnisse – aber, das wird wohl nicht so ganz gelingen.

Falls sich jemand mit Crossdressing, Genderfluidity und so etwas beschäftigt – ein rein virtueller Freund, den ich ein Stück auf seiner Reise begleiten darf, hat einen großen Schritt für sich gemacht und seinen Blog geöffnet. Er sucht sich noch, manchmal findet er sich, manchmal auch nicht 🙂

Am Montag war ich bei meiner Therapeutin, es war tatsächlich schön sie zu sehen. Ich habe viel erzählt und mich noch einmal für nächste Woche mit ihr verabredet. Es gibt da noch so 1-2 Dinge, an denen ich gedanklich und emotional nicht weiterkomme. Diese berühmten Steine im Weg, die einfach immer wieder da liegen, auch wenn man denkt, man ist schon viel weiter 🙂

Ich habe Urlaub gebucht – Zwei Urlaube, nein eigentlich 3 🙂 Nach dem ganzen Projekt- und Messestress fahre ich Ende März mit meiner Besten und vielleicht ihrem Hund nach Holland an die Nordseeküste. Dann begebe ich mich nach Nürnberg, zu Rock im Park und im Juli geht es mit 11 anderen lieben aber verrückten Menschen und dem Lieblingshund ins Sauerland.

Und dann reicht das auch erstmal für dieses Jahr, sonst sind alle meine guten Ziele, die ich 2017 erreicht habe, 2018 wieder dahin 🙂

In diesem Sinne – habt noch eine gute Woche 🙂

P.S.:

IST die nicht GENIAL? 🙂

Friedlicher Freitag

Friedlicher Freitag


Trotz „noch mal arbeiten“ war es ein entspannter Freitag. Ich bin diese Woche früher ins Bett gegangen, habe gelesen und dann Hörbücher zum einschlafen gehört. Perfekt!
Und eine Grundentspannung hat sich eingestellt, weil sich mittlerweile die Menschen um mich herum bewegen und meinen Worten Gehör schenken – fein. So soll das sein.

Weihnachten übt sich das neue Konstrukt auch – Ritual möchte ich es noch nicht nennen, aber zumindest weniger Anspannung als noch die letzten Jahre.

Ich habe mit dem Vereinbaren eines Zahnarzt- und Therapie-Wiederseh-Termin alle meine To-Do’s erledigt, alle Weihnachtsgeschenke (die nicht viele sind) zuhause und freue mich auf ENDLOSE Märchen und Astrid Lindgren-Filme im TV.

Silvester bin ich nun auch wieder mit meiner Besten unterwegs, auf einer Ü30-Party… Sollte auch ein unterhaltsamer Abend werden 🙂

in diesem Sinne – hier was auf die Ohren (und die Augen)! Ich wünsche Euch allen ein paar schöne Tage – wie und mit wem auch immer ihr diese verbringt!
Gehabt Euch wohl 🙂

Und mein persönliches Highlight diese Woche:

Bevor es hier Beschwerden gibt …

Bevor es hier Beschwerden gibt …

… will ja keinen dabei angucken… verkünde ich mal, dass ich in einem Semi-Urlaub bin. Also habe frei aber wurstel in der Butze rum.

Seit letzter Woche kann ich auch endlich sagen, dass mein Alter die Antwort auf alle Fragen ist. Auch ohne Therapiebegleitung war das ein weitgehenst entspannter Tag.

Meine PC/Monitor/Kabel/HiFi Gerätesammlung geht gegen Null … irgendwie geht mit allen CD-Roms eine Ära zu Ende *schnief*

Nächstes Wochenende geht es nach Lyon zu meinem ersten GP … uffgerescht aber voller Freude 🙂

Und das war’s als Statusmeldung auch schon 🙂

Gehabt Euch wohl 🙂

Moodboard: Liebe

Moodboard: Liebe

„Aber ich glaube nun mal an die Macht der Liebe; Liebe ist eine einzigartige bewegliche Zauberkraft. Ich bezweifele, dass sie in den Sternen steht, aber ich glaube, dass Blut an Blut appelliert, Verstand an Verstand und Herz an Herz.“

Stephen King

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Das Zitat gefiel mir vor 2 Jahren so gut, dass ich es in einem Entwurf speicherte. Davon gibt es ein paar und im Rahmen des Declutterings meines Blogs, krame ich die jetzt nach und nach mal hervor.

Ich war zwar schon immer der romantische Träumer, so in der Art, dass Robbie Williams mich natürlich (!) auf seinem Motorrad abholt und seiner Mutter vorstellt, aber auf der anderen Seite kam selbst in diesen Träumen mein eigener Zeigefinger der mir vehement gegen die Stirn pochte. Der ist ja nicht blöd. Was will der mit Dir?

Jupp, und genau so war mir mein Leben lang klar, dass ich tatsächlich der EINE Topf sein werde, der seinen Deckel niemals finden wird. Je nach Phase lag das an meiner Figur oder an meiner Persönlichkeit… ach und natürlich immer daran, dass mich schlichtweg keiner wollen würde.

Jetzt kann man natürlich über self-fulfilling prophecy sprechen und dass es ja immer so kommt, wie man sich das ausmalt… weil das strahlt man ja auch aus und so… aaaaaaaber ich glaubte dennoch dran, dass ich das alles ändern kann, wenn … ja wenn ich mich nur mehr bemühe.

Ich kürze hier mal ab, denn der Punkt war ja oben erwähntes Zitat.

Heute wünsche ich mir weiterhin, dass ich noch mal die Chance bekomme, zu lieben und geliebt zu werden und zwar möglichst gegenseitig (Damit es keine Verwirrungen gibt). Deswegen entferne ich mich aus allen Beziehungen, die „eigentlich“ eine andere weibliche Hauptdarstellerin haben… und die immer als erste gewählt werden wird. Dafür kann ich unzählige Beispiele auch in der jüngsten Vergangenheit aufzählen – mache ich aber nicht.

Denn mittlerweile mache ich das sehr klar: Das möchte ich. Kannst Du mir das geben? Nein? Dann kann ich Dir nicht geben, was Du Dir von mir wünschst.

Denn daran würde ich auf Dauer kaputt gehen. Mein Glauben und mein Vertrauen in die Liebe ist sehr, sehr fragil. Ich muss das Restfünkchen bewahren. Sonst droht die Resignation.

 

und ich bin doch Romantikerin.

Aus den Entwürfen: Ausruhen

Aus den Entwürfen: Ausruhen

2 Jahre her, dieser Eintrag, der nicht veröffentlich wurde, weil ein „Beteiligter“ Leser war.  Nicht bearbeitet.

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„Du ruhst Dich auf Deiner Krankheit aus“

„Du musst…“

„Nur Du kannst … “

„Du solltest… “

„Mach doch mal…“

Ein Auszug an Ratschlägen, Vorwürfen, externer Einschätzung meines Verhaltens …

Sie treffen mich und lähmen mich.

Warum?

Weil es keine Pause gibt und kein Ausruhen. Es gibt kein „müssen“, schon gar kein „können“ – „Doch, Du KANNST …“ – impliziert: Du willst nur nicht.

Wenn es so einfach wäre.

Jedem, der sowas auch nur annähernd denkt, wünsche ich mittlerweile eine Woche in meinen Schuhen. Wirklich. Aus tiefstem Herzen und trotz Karma-Minus-Punkten.
Ich werde regelrecht wütend, weil es nicht nur demotivierend ist, so etwas zu hören. Sondern es meine Leistung nicht anerkennt. Weil es beleidigt. Erniedrigt. Verletzt. Lähmt – sagte ich das schon?
Der Standard-Satz zwischen meinen Besties und mir? „Der/Die sollte auch mal in Therapie“.
Könnte ich das entscheiden, wären tatsächlich mehr Menschen in Therapie und würden das Reflektieren lernen und vor allem das „An sich arbeiten“ – und dann unterhalten wir uns nochmal darüber, ob ich mich auf meiner Depression ausruhe, ob ich sie vorschiebe und als Entschuldigung für alles verwende und ob ich Pause mache.
Seriously?

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Mein Fehler.

Ich habe falsch gedacht. Ich dachte, es wird einfacher, wenn ich erkläre … wenn ich sage, wie Dinge für mich sind … was ich mir wünsche… was ich brauche … was mir helfen würde.
An sich nicht falsch – Falsch dabei ist die Erwartung, dass andere das hören, verstehen und umsetzen.
Der größte Denkfehler? Würde mir jemand, der mir wichtig ist, sowas sagen? Ich würde mich daran halten. Ich würde versuchen, die Dinge zu machen, die helfen. Die Dinge vermeiden, die schlecht sind. Würde nachfragen, wenn ich etwas nicht verstehe. Würde fragen: Was brauchst Du von mir, damit es für Dich einfacher wird.
Ich bin nicht wie andere, andere sind nicht wie ich. Punkt.

Denk- und Verhaltensfehler erkannt. Versuche mich zu ändern. Versuche Entscheidungen für mich zu treffen – Eiere dabei trotzdem über das Glatteis – weil ich weiss, dass diese Entscheidungen für andere drohend wirken, wie ein Ultimatum, eine übertrieben Trotzreaktion. Ja, geht man von der „normalen“ Basis aus, wirkt es übertrieben – vielleicht trotzig. Ich erkläre nichts mehr. Es bringt niemanden weiter. Menschen um mich rum nicht, mich auch nicht. Wenn ich nichts erkläre, kann ich wenigstens nicht enttäuscht werden, dass es nichts ändert. Es ist einfacher zu sagen: „Ich hätte vielleicht was sagen müssen“ als „Ich habe Dir das doch gesagt“. Ich kann keine Vorwürfe machen, wenn ich die Fehler mache. Also mache ich bewusst den Fehler und behalte mich für mich.

Man wünscht sich weniger Unruhe von mir, weniger Emotionalität, weniger Auf- und Ab. Weniger harte Aussagen in schlechten Zeiten. Mehr und schnellere Veränderung. Oder man wünscht sich, dass ich wieder so bin wie früher, da war alles einfacher. Man wünscht sich von mir, dass ich mit dem Sturkopf aufhöre und weniger Trotzig bin, nicht so kompliziert. Dass ich mal was Neues zu berichten habe. Dass auf die Frage „wie geht es Dir“ nur noch die Standard-Antwort kommt „Gut, Danke und Dir“.
Ich habe verstanden.
Wo habe ich meine Masken hingelegt? Die müssen noch irgendwie hier rumliegen. Passen noch.

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Ich fahre mitten in der Nacht los, um Freunden in der Not zu helfen.

Umgekehrt? Fährt niemand los. Nicht mal, wenn ich mich überwinde und um Hilfe bitte.

Ich lege meine Termine um, damit ich Zeit mit lieben Menschen verbringen kann. Weil ich dachte, dass es auf Gegenseitigkeit beruht.

Umgekehrt? Legt keiner seine Termine um oder versucht „Quality Time“ zu schaffen. 3, 5, 8 Wochen nicht sehen? Passiert. Es folgt keine Nachfrage, keine Alternativen… Friss oder stirb. Finden Termine statt, sind auf einmal mehr Menschen da als Angekündigt. Telefonate, wenn sie denn stattfinden, finden immer „on the run“ statt. Dazwischengeschoben.

Ich mache die Situationen nicht kompliziert, mich kann man jederzeit auf verschiedenstem Wege erreichen. Die Situationen der Menschen um mich rum sind kompliziert. Ich passe mich dem an.

Umgekehrt? Passiert sowas nicht, nicht mal in Ausnahmesituationen. Weil mittlerweile jede Situation mit mir eine Ausnahmesituation zu sein scheint.

Ich gehe immer wieder den ersten Schritt, auch wenn mir nicht danach ist – zum Einen, weil ich es kann – zum Anderen, weil ich mit einem einprogrammierten schlechten Gewissen rumlaufe. Mit der Muttermilch aufgesogen – im Zweifel bin ich schuld, auch wenn ich nichts gemacht habe – ich bin schuld. Also muss ich es auch wieder hinbiegen. Egal, ob ich mich danach fühle oder nicht.

Umgekehrt? Sind wir in Woche 5 des Schweigens. Geht keiner den ersten Schritt.

Fazit: So sehr ich daran arbeite, dass ich andere akzeptiere, die umgekehrte Akzeptanz findet nicht statt oder anders ausgedrückt – ich merke sie nicht. Weil Menschen nicht mehr verbalisieren. Sie tun etwas und wollen damit etwas ausdrücken. Nur wie soll ich das verstehen? Wie soll ich das deuten? Es findet ein Ratespiel statt, die Arbeit der Interpretation liegt zu 100% bei mir. Warum? Sag‘ doch einfach, was es bedeuten soll? Sprich‘ mal ein Lob aus, Sag‘ einfach mal „Ey, das tut mir jetzt echt voll leid, aber es geht leider nicht anders, ich bin da selbst voll traurig drüber“, beim nächsten Wiedersehen reicht ein „Hey, ich hab‘ Dich voll vermisst?“ … Was spricht gegen ein „ich hoffe, es ist alles okay bei Dir und Dir gehts gut“ – muss ja nicht mal mit Fragezeichen sein. Es gibt so viele Dinge, die man sagen kann. Ein „Tun“ ist eben nicht immer sichtbar – vielleicht erkläre ich deswegen permanent mein Handeln, um es Unmissverständlich zu machen?

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Wie oft habe ich die letzten Tage gedacht und getestet: Wie lange dauert es, bis mich jemand vermisst? Wer würde als Erstes merken, dass ich nicht mehr da bin? Wen würde es interessieren? Wen treffen? Erschreckenderweise würde ich tatsächlich nicht vermisst werden. Erstmal. Sollte ich jemals in meiner Wohnung stürzen, es käme niemand zur Hilfe. Ich muss locker 48 warten, bis jemand auffällt, dass ich nicht da bin, wo ich sein soll. Denn selbst, wenn ich Termine bei Physio oder meiner Therapeutin nicht einhalten würde? Es würde mindestens 1-2 Termine dauern, bis sie meine Mutter alarmieren würden. Meine Arbeitskollegen? 2-3 Tage, bevor sie meine Mutter alarmieren würden. Meine Freunde? Manche von denen wüssten nicht mal, wen sie anrufen sollten, um herauszufinden, ob ich noch lebe.
Ich bin nicht suizidgefährdet, ich mag das Leben viel zu sehr. Aber manchmal wünschte ich, ich könnte eine Pause machen, könnte mich ausruhen. Könnte all das machen, was andere mir vorwerfen.
Was ist keine Frage des Wollens, es ist eine Frage des Noch-Nicht-Könnens.

Ich bin mir sicher, dass es Techniken und Tricks gibt, die mir helfen. Ich bin mir sicher, dass ich lernen werde, mit Situationen und mit mir