Herz schlägt noch

Herz schlägt noch

… Kopf ist mittlerweile ob der andauernden (nächtlichen) Hitze ein wenig Matsch.

Ein grauenvoller Urlaub, bei Rückkehr ein Wasserschaden (mit einem komplizierten Vermieter), permanente Unruhe auf der Arbeit und in 4 Tagen der nächste Urlaub… mit Familie …

Erholsam ist anders 😉

Und auch, wenn ich sehr stolz bin, wie ich das alles hinbekomme, so hatte ich es mir doch anders vorgestellt – nach dem letzten Urlaub, der nun ansteht, gehe ich das an … meine Vorstellungen zu realisieren und dabei muss ich mich am meisten an der eigenen Nase packen 🙂

So, ich hätte da mal was zu berichten…

So, ich hätte da mal was zu berichten…


… kommt ja selten genug vor.

Ich habe Euch die zwei Festivals dieses Jahr unterschlagen, ein kleines lokales Rock/Hard-n-Heavy-Festival, wo ich mithelfen durfte und – für mich das erste Mal so groß – Rock im Park.
Da hatte ich mich wirklich drauf gefreut, einfach schon aufgrund der Menge der Bands, die ich immer schon mal sehen wollte. Es war glaube ich rückblickend sehr gut, dass das Line-up so war wie es war, denn es war deutlich leerer als die Jahre zuvor (berichteten die Medien und Freunde von mir). Insofern war es durchaus möglich sich bei der immer mehr knallenden Sonne auch mal zu legen und zu setzen, ohne todgetrampelt zu werden. Ich habe 3 Bands mit nach Hause genommen – als neuer Teilnehmer meiner Playlist versteht sich – und dafür anderen erstmal „Auf Wiedersehen“ gesagt – Sorry 30Seconds to Mars, Alt-J, A perfect Circle, Marilyn Manson … aber das war einfach nicht meins und/oder Eure Bühnenshow ist seeeeehr schräg.

Die Entdeckungen waren:
Black Stone Cherry

Shinedown

Trailerpark

So RICHTIG abgefeiert habe ich eigentlich nur eine Band – Hollywood Undead
Gorillaz fand ich SEHR cool, aber die sind halt nicht so zum Abgehn und die Foo Fighters muss ich nochmal mit einem Sänger hören, der auch eine Stimme hat… 🙂 Dave Grohl war heiser 🙂 Aber die anderen Bandmitglieder haben auch sehr geile Stimmen 🙂

Niemals würde ich bei Rock im Park campen – das haben wir dieses Jahr aus Faulheit nicht gemacht, aber nachdem wir den Zustand und die Locations der Camping Plätze gesehen haben, war klar: NEVER EVER!

Ob wir nächstes Jahr hingehen? Die Ärzte spiele dort die einzigen Deutschland-Konzerte 2019 und viele haben sich schon Tickets gesichert. Für mich reicht aber eine Band nicht. Dafür ist es zu teuer und zu aufwendig. Dann würde ich DÄ eben erst 2020 sehen – das überlebe ich auch noch 🙂 Habe sie ja schon ein paar Mal gesehen 🙂

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Ich lese momentan eine furchtbare Schundroman-Reihe aus dem BDSM-Bereich, quasi Fifty-Shades-für-Fortgeschrittene, ich habe diese Phasen der ChickLit manchmal – immerhin lese ich es auf Englisch, da sterben die Gehirnzellen wenigstens nicht ab, auch wenn sie nicht sonderlich gefordert werden … IST ja jetzt auch nicht das Thema hier 🙂

Ich habe ja sehr bewusst schon früh in der Therapie für mich entschieden, dass ich DIESES Thema dort nicht anspreche. Auch wenn ich glaube, dass es meine Therapeutin durchaus professionell behandelt hätte, ich wollte schlichtweg wahrscheinlich nicht hören, was sie mir gesagt hätte … ergo, was ich schon wusste.

Hier im Blog wurde das „damals“ ja nun auch ausgiebig diskutiert und wie schon so oft in meinem Leben, kann ich Dinge, die offensichtlich sind, einfach wunderbar ignorieren. Rückblickend macht es total Sinn, dass ich so schnell und so tief abgerutscht bin und auch an welche Männertypen ich dabei geraten bin. Und auch der Wechsel, nach den durchaus traumatischen Erfahrungen mit H., auf die Domme-Seite ist gar nicht so abwegig.
Der Irrsinn und die Überschätzung meinerseits, dass ich H. soweit vertraue, dass ich meine Safewords abgebe (i know, ich schüttel gerade selbst den Kopf), führte zum Kapuzendisaster, das bis heute dazu führt, dass alles was mit Kapuzen, Ballgags und Mindfucks in Geschichten oder gar mit mir zu tun haben, ein absolutes NO-GO sind. Da geht schlichtweg gar nichts mehr. In dieser besagten Schundromanreihe ist es nun so, dass es in jedem Band um eine andere BDSM-Paar-Konstellation geht, immer er Dom und sie sub (oder pet oder slave….). Meistens so, dass sie ihre submissive Seite nicht ausleben mag, aus Scham oder was auch immer, und er natürlich SO Bombe ist, dass sie schon beim reinen Atmen seinerseits weiche Knie bekommt (ich sag‘ ja: ChickLit).
Es gab bereits 2 Bände, die ich echt schwierig zu Lesen fand, in beiden ging es darum, die sub zu brechen – ihren Willen und ihr Wesen.
Da bäumt sich schlichtweg alles in mir auf, weil es natürlich immer auch im die Aufgabe der Safewords geht.

Der aktuelle Band, der hat nun wiederum einen ganzen Berghang mit kleinen Gesteinen zum Rollen gebracht. Eine geswitchte Domme sehnt sich nach ihrer submissiven Seite und arbeitet ihren Switch auf. Ob ich das nun bewusst getan habe oder nicht – ich habe aufgearbeitet. Dabei viel mit R. geschrieben, der an dieser Stelle, nach verdammt nochmal 4 Jahren, immer noch bei mir ist.. oder ich bei ihm. Kann man jetzt sehen wie man will.

Am Ende kam ich mit 2 Erkenntnissen raus:

  1. Ich mag wirklich beide Seiten, vorallem aber mag ich die Vertrauensbasis auf der diese Art Beziehungen beruhen – auf die klaren Regeln stehe ich ausserdem. Das gibt mir innere Ruhe. Meine sexuellen Fantasien drehen und drehten sich immer um diese Dynamik. Heisst für mich aber eben auch: So falsch es damals war, wie ich das Ganze angegangen bin, es ist schon ein Teil von mir. Es ist meine Neigung, es ist mein Kink.
  2. Der Switch kam nicht wegen dem Leinemann oder wegen R. – der kam, weil ich diese absolute Hilflosigkeit und diese Verletzlichkeit wie bei H. nie NIE wieder erleben wollte. Ich wollte (und will) nicht darauf angewiesen sein, dass ich aftercare bekomme, wenn es mir schlecht geht. Ich will nicht darauf angewiesen sein, dass jemand meine Grenzen … dass jemand MICH respektiert. Ich will das verlangen können. Ich will das Sagen haben. Mich verletzt keiner mehr, weil keiner mehr zu MIR durchkommt. So die Gedankengänge, wenn ich sie verkürzt aufschreibe

Was mache ich nun mit diesem Wissen?

Gestern erstmal den Fehler meinen Gefühlen nachzugehen und die Ratio auszuschalten. Das führte dazu, dass ich R. anheizte und mich zurückzog, als er auf das Spiel einging. Denn: Ich möchte nicht virtuell spielen. Ich möchte eine echte Hand am Hals haben, echte Handabdrücke, einen echten Schwanz und vorallem echte Arme, die mich hinterher auffangen. Das brauche ich und das weiss ich. Da passe ich mittlerweile sehr auf mich auf. Aber dieser Wunsch nach Hingabe, nach „Erdung“, nach Loslassen, nach Fliegen… die war für einen kleinen Moment einfach SEHR SEHR SEHR verlockend.

So … am Ende der Unterhaltung sagte R. zu mir „Du brauchst einen DD, Du solltest mal aus Deinem Schneckenhaus rauskommen“ …. joaaaaah – sagte mir die Therpeutin auch (also das mit dem Schneckenhaus). Ich weiß das wohl. Allein, die Angst ist noch SEHR groß. SEHR SEHR SEHR groß. Klops-im-Hals-groß.
Mein Panzer, den ich meinem Körper in Form von Fett gegeben habe, ist zwar am schmelzen, aber ich kann nicht verleugnen, dass er genau aus diesem Grund aufgebaut wurde. So habe ich immer eine Erklärung, warum ich im Schneckenhaus bleibe. Ich arbeite dran. Ich torpediere mich da auch nicht mehr selbst. Aber mit jedem verlorenen Gramm kommt die Frage nach „Was dann?“ – wie kann ich DAS finden, was ich suche? Ohne wieder mit dem Alphabet von vorne anzufangen. Ich will keine Affären mehr und lehne Angebote dieser Art konsequent ab. Aber das sind eben schlichtweg die einzigen Interessenten.

Dieser Beitrag macht wahrscheinlich ÜBERHAUPT keinen Sinn, aber es musste raus. Und ich arbeite an der Klarheit … dauert vielleicht ein bißchen.

Ihr wolltet ja unbedingt mal wieder was lesen … 🙂

Bis vielleicht Freitag,
Lila

Frust-Freitag

Frust-Freitag

Ich drehe noch ein wenig an den Schrauben in der Anpassung meines Nach-Therapie-Lebens.

Was ich momentan nicht schaffe, ist es mich regelmäßig zum Bloggen zu Zwingen – denn das wäre es momentan.

Nicht, weil ich nichts zu berichten hätte, sondern weil die Zeit schlichtweg fehlt. Die fehlt auch zum Beantworten von Nachrichten und Erledigen von Steuer … und warum? Weil das Leben Spaß macht und das Wetter gut ist und es wichtigere Dinge gibt, als am Handy oder vor dem Rechner zu hängen 🙂

Aber: Zweimal hat es mich schon überrollt, dass es zuviel ist – daher zügel ich mich gerade selbst ein wenig und suche mir meine „FREI-Zeit“ … und blockiere die wieder und genieße sie dann auch.

Daher lieber Herr E. aus H.: NEIN, bin nicht abgesoffen – MEINE Festivalwochenenden waren ja eher zum anbruzzeln als zum absaufen 🙂
Danke für die liebe Erinnerung dennoch … da freue ich mich immer ein bißchen 🙂

Freitag …

Freitag …

Das erste Festival dieses Sommers steht an … und ich habe alles wiedergefunden – auch die verdammten Heringe 😉

Ich wünsche Euch ein tolles langes Wochenende 😉

Ach ja, vom Abschiedsgespräch mit meiner Therapeutin Berichte ich noch … hätte fast geheult vor Dankbarkeit 😉

Mal sehen, ob wir die Tradition wieder hinbekommen (Freitagspost)

Mal sehen, ob wir die Tradition wieder hinbekommen (Freitagspost)

Blog schließen oder nicht? Ja, nein, vielleicht … oder mal gucken, was andere so machen… Ungefähr so wie das kleine Hörnchen auf der Bank gucke ich im Bloggyversum rum, chatte mit dem WP-Support und schaue nach Alternativen… Aber das ist alles so aufwendig für die Unregelmäßigkeit und dem Gefühl, dass ich einfach nicht wirklich spannendes zu erzählen habe… Und so verfiel ich in meine aus der Depression bekannten Bewegungs- und Antriebslosigkeit…

Bis heute morgen der Artikel von DasNuf in meinen Reader gespült wurde. Den kann ich nur empfehlen und der war mir prompt einen Kaffee wert.
Natürlich oder Leider gilt auch hier das meiste für Fremdgehostete WP-Blogs – unter dem Businesstarif als WP-Gehostet Blog hat meine keinerlei Chancen Plugins zu (de-)installieren. (Schon garnicht Jetpack oder Akismet … 🙂 ) Aber dennoch: Immerhin sehe ich eine Alternative, wenn WP es wirklich versemmelt, dann zieht dieser Blog um. Vielleicht versemmeln sie es ja nicht 😉

Es gibt aber auf jeden Fall jetzt auch eine Seite mit der kompletten Datenschutzerklärung… wem langweilig ist, kann die ja mal durchlesen. Das sind Bausteine von Dr. Schwenke.

Also erstmal keine Panik, es muss kein Passwort angefordert werden – hat mich natürlich trotzdem gefreut, dass mich das einige gefragt haben 🙂 Wird ja scheinbar doch noch gelesen, was ich hier verzapfe 😉

THEMENWECHSEL 🙂

Ich vereinbare gerade für die kommende Woche meine Abschiedstherapiesitzung und auch, wenn mir vor dem Termin ein wenig mulmig ist, freue ich mich drauf. Denn ich habe mir das sehr lange überlegt und auch hinterfragt. Aus dem Ergebnis kommt dann auch das mulmige Gefühl – weil es wieder eine Situation ist, wo ich gefühlt eine andere Entscheidung treffe als mein Gegenüber. Ja, es gibt noch einige Themen, an denen ich arbeiten muss. Mein Weg in der Therapie, den ich zurückgelegt habe, hat mich allerdings auch zu einem ganz anderen Ziel geführt als ich am Anfang dachte. Nach den letzten Monaten habe ich gemerkt, wie WEIT ich gekommen bin. Ob das im beruflichen Alltag oder im Leben mit Familie und Freunde ist – ich habe jeden Stress gemeistert, Konflikte gelöst und für mich Dinge entschieden… ganz alleine. Und bin happy damit.
Ja, ich bin immer noch übergewichtig und ja, neben mir liegt/lag schon lange kein Mann mehr … aber das ist okay. Weil die Ursachen bearbeitet werden und nicht die oberflächlichen, sichtbaren Austriebe.

Was heisst das denn, Mensch Lila, sei mal nicht so kryptisch!

Okay 🙂

Das heißt zum Beispiel, dass ich darauf achte, dass ich Sport mache und Rad fahre und dass ich schnuckel in einem Ausmaß wie „Normalos“ das auch machen. Dass ich keine Fressattacken mehr habe oder Stress-Esser bin. Weil ich das anders bearbeite als mit Futter in mich reinstopfen.
Ich genieße dennoch einen guten Burger – MIT Pommes rot-weiß. Aber dann hatte ich auch Hunger und nicht bloß Appetit. Mit einem Male gehe ich mit Freundinnen in Kunstausstellungen statt Essen. So Gewohnheiten mal zu ändern… macht Spaß.
Ich arbeite dran, mich nicht so Scheiße zu finden. Und zu verstehen und vor allem zu akzeptieren, dass Leute mich mögen – auch mit dickem Po. Und das klappt immer besser. Die Erkenntnis hier war, dass Essen ein Symptom ist und ich, wie erwähnt, die Ursache ändern muss. Und wie auch immer, es klappt. Essen wird „Normaler“ für mich… Mit Hunger- und Sättigungsgefühl… 🙂

Ein Mann im Bett wäre übrigens weiterhin schnell gefunden und ja, manchmal fehlt mir das … Oft sogar 🙂 Aber ich will eben nicht „nur“ was für mal drüberrutschen oder Lust befriedigen… Weil es eben nicht nur das für mich ist… Und wahrscheinlich auch nie war. Egal von welcher Spiel- oder Beziehungsart ich hier spreche, es ist für mich mit einer persönlichen Verbindung verknüpft…. und damit auch immer mit einer Wertung zu meiner Person. Es wäre einen Versuch wert, ob ich es mittlerweile könnte, mir einfach einen für eine Nacht zu suchen und damit wäre es auch gut. Könnte ich, will ich aber nicht. Ich will Nähe und ich will, dass Man(n) MICH möchte und nicht nur einen Körper zum Abspritzen. DAS ist nicht mein Problem 🙂 Aber das ist eben nicht alles, für das ich „gebraucht“ werden möchte und vor allem möchte ich, dass es mir genauso viel gibt. Und das tat es meist nicht in der Vergangenheit.
Ja, ich habe da total Angst vor mich verwundbar zu machen… Ich stehe mit jemand im Kontakt, der fantastisch ist… Aussehen, Charakter… ich empfinde ihn als außerhalb meiner Reichweite… und die Babysteps sind, dass ich zulasse, dass wir flirten… mehr nicht. Mehr geht noch nicht. Aber es wird mehr und mehr und es kristallisiert sich, was ich mir wünsche.

Und das ist der Schlüssel und deswegen möchte ich erstmal keine äußeren Einflüße einer Therapeutin haben: ICH muss das für mich rausfinden und ICH muss den Weg gehen. Das schaffe ich. Das habe ich mir die letzten Monate mehr als bewiesen.

Ja, man verliert Menschen „along the way“, wenn man konsequent sagt und tut, was für einen selbst wichtig ist. Aber das ist völlig normal. Manche Menschen sind eben nur für einen Zeitraum X Wegbegleiter. Und für diese Zeit sollte man dankbar sein (sofern sie gut war) oder sie eben auch beenden (Wenn sie es nicht mehr ist).

Ich bekomme noch regelmäßig Nachrichten und Post von meinem Vater… früher hätte mich das aufgeregt, weil er meinen Wunsch auf „keinen Kontakt“ einfach ignoriert. Mir zeigt das heute einfach nur, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe, denn es interessiert ihn eben nicht, was ich möchte oder brauche. Er setzt sich darüber hinweg und macht, was ER braucht. Ich mache also die Post auf, lese die Briefe und packe sie auf den Ablagestapel. Abgehakt – Abgelegt

Soooooo das war jetzt ganz schön viel und die Musik der letzten Wochen ist hier noch gar nicht zur Sprache gekommen… Sowas aber auch.

Ich mache es mal kurz: Ein echtes Highlight war das Konzert der Itchy’s in einer kleinen aber schönen Location… heidenei, ich war heiser und nassgeschwitzt wie schon lange nicht mehr und das obwohl (oder gerade deshalb) ich alleine da war. Eine echte Niete war leider 30 seconds to Mars in Hamburg… woaaaaaah wie ich dieses amerikanische Gedönse auf Konzerten hasse… und wenn man schon eine leere, stylische Bühne macht, dann lass da halt nicht ständig 2 Kameraleute für Instaaagraaaam und einen Roadie fürs Drumkit geduckt drauf rumlaufen. Und vorallem, verdammt nochmal, spiel für 70€ mehr als 90 minuten OHNE ZUGABE! Achso und wenn Du es nicht schaffst, Stimmung in die Butze zu bekommen, solltest Du Dich mal fragen, warum dem wohl so ist und nicht ständig auffordern „some noise“ zu maken… Gute Konzerte haben von alleine „Noise“… 🙂
Ich bin gespannt, wie und ob die beiden Herren es schaffen, ihren Headlinerspot bei RiP auszufüllen 🙂


Ich habe extra ein Live-Video gewählt, weil SOOOO war es leider gar nicht 🙂

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende 😉

Mal wieder Freitag

Mal wieder Freitag

… ich weiß, es war lange still … hatte aber seine Gründe 🙂

Im Freundeskreis gab es vor ca. 2 Monaten einen schweren Krankheitsfall, der uns als Freundeskreis doch aufgeschüttelt hat. Seitdem gibt es Doodle-Kalender zum Besuchen und scheinbar bin ich ein guter und hilfreicher Besuch – was aber etwas anstrengend und belastend für mich ist. Aber auf der anderen Seite ist eben auch schön zu sehen, dass das Sozialgefüge um einen herum (in diesem Fall ist die weitere Familie nicht vor Ort) funktioniert. Und man sich wie im Cheerleader-Camp anfeuert mit seinen Fortschritten 🙂

Dann beschäftige ich mit der DSVGO und den Möglichkeiten, die es für meinen Blog gibt. Wenn man sich tiefer in die Materie einliest, dann bleibt das schale Gefühl zurück durchs Raster zu fallen. Ich bin kein Selbsthoster, kein Business aber immerhin ein zahlender Kunde. Die Meinungen, was man alles machen kann und was ausreicht – ausreichen könnte, sind vielfältig – der WP-Support selbst verspricht, dass man als WP-User NICHTS machen muss und alles wunderschööööön wird. Ich zweifel da ein wenig dran und habe keine Lust in die Abmahnwelle zu geraten, die meines Erachtens eintreten wird, bis die Leute sich sicherer fühlen und die ersten Urteile gefallen sind. Beruflich ist das alles viel einfacher geregelt, da sind die Regeln klar und werden so und so umgesetzt.
Also – sollte Ende Mai dieser Blog erstmal auf Privat gestellt werden, seht es mir nach … Gottseidank blogge ich gerade nicht regelmäßig, insofern entgeht Euch dann nicht soviel 😉

Ich habe außerdem die Entscheidung getroffen, die Therapie nicht fortzusetzen – ich drücke mich zwar vor dem Anruf, aber ich werde ihn heute noch tätigen. Mir geht es auch in den stressigen Situationen „gut“ – sprich – ich handle sie, wie ich das von mir erhoffe und erwarte. Es zeigt sich, was ich schon alles gelernt und umgesetzt habe, ich hatte sehr lange KEINEN Schub in die Lethargie und Traurigkeit… ich mache mich selbst nicht mehr so runter … und traue mich im Sommer mit meiner Mutter und meinem Bruder in den Urlaub zu fahren. Das war seine Idee und unser Verhältnis ist wirklich gut geworden. Nicht intensiv aber auf eine beruhigende Art und Weise „geschwisterlich“ – so wie ich es mir immer gewünscht habe.

Insofern würde ich sagen, es ist eigentlich alles ganz gut so, wie es jetzt ist 🙂

In diesem Sinne lasse ich Euch einen kleinen Wochenendegruß da… lacht ein bißchen 🙂

Ich muss irgendwann noch die Berichte von allen Konzerten aufführen… 😉 Das werden aber viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiele 🙂

Habt eine gute Zeit!

Gelesen – Drei Worte

Gelesen – Drei Worte

Erinnert ihr Euch noch an „Druckstaueffekt„?

Das erste Buch von Sabine Wirsching, dass ich auf dem Deichbrandfestival verschlungen habe, weil mir der Stil, die Thematik und die Nähe zu den Figuren so gut gefallen und mich so sehr gefesselt hat.

Daher habe ich mit Spannung die Veröffentlichung ihres neuen Romans erwartet und habe die Wartezeit mit Geschichten rund um Fips überbrückt.

Anfang März fuhr ich dank dem Chaos der DB etwas länger als sonst nach und von Hamburg zurück nach Frankfurt und obwohl ich müde war und eigentlich nach 1 Woche Messe eher so auf dem Niveau „Groschenroman“ war, konnte ich das Buch schlicht nicht weglegen. Ich habe mir sogar Notizen während des Lesens gemacht, damit ich nicht vergesse, was mich so berührt hat.

Das ist nun fast einen Monat her und ich brauche die Notizen nicht, denn ich fühle es noch immer. Die Art und Weise, wie Sabine Figuren in meinen Kopf und vor allem auch in mein Herz bekommt, berührt mich jedes Mal. Ich leide mit und ich fieber und drücke die Daumen, wie ich es bei einer Freundin machen würde. Genauso möchte ich sie anschreien und ihr sagen, dass das der falsche Weg ist…. Aber … gibt es einen „falschen“ Weg? Wer kann das sagen, ob der Weg falsch ist. Und darum geht es unter anderem in „Drei Worte“.

Wir folgen Milka und Till, die sich ineinander verlieben und das hart. Anders kann man es nicht beschreiben. Die Geschichte wird abwechselnd aus Sicht von Milka oder Till erzählt, gespickt mit den heute total normalen Konfusionen von SMS-Unterhaltungen, die eben eine Face-to-Face-Unterhaltung nicht ersetzen können.

Die Nebenfiguren sind nicht minder liebenswert und spielen große und wichtige Rollen, daher – Nebenfiguren? Naja 🙂 Die sind mit ebensoviel Liebe zum Detail der Persönlichkeiten entwickelt worden und machen das Leben rund um Milka und Till bunter.

Nun ist das nicht alles rosarot und mit Zuckerguß überzogen, keine Sorge.

Ich muss nun kurz ausholen: Seit meiner DD-Diagnose fand ich den Umgang mit Materialien, Büchern, Menschen, die unter Depressionen leiden, schwierig. Auf der einen Seite interessiert es mich natürlich, ich möchte Vergleiche, vielleicht auch Hilfe und Anleitung und Support. Auf der anderen Seite bin ich viel zu sehr mit mir beschäftigt und habe Angst, dass ich, wenn ich mich auf andere Betroffenen einlasse, mir die Kraft für mich fehlen wird. Und immer die stille Anklage, dass MIR ja schließlich auch niemand hilft. Das ist schwierig und komplex und auch immer ein bisschen gefährlich. Daher war „Drei Worte“ auch deshalb etwas besonderes, weil ich ziemlich genau beide Seiten nachempfinden konnte. „Schlimm“ ist es deswegen gewesen, weil Sabine Wirsching mit einer Empathie schreibt, die mir die Tränen in die Augen getrieben hat. Ich habe mich verstanden gefühlt und gleichzeitig hilflos und wütend und triumphierend… alles gleichzeitig.

Die armen Menschen in meinem Zugabteil – da sitzt eine Irre, die beim Lesen lacht und weint gleichzeitig 🙂

„Die Scheiß Natur und ihre rosaroten Hormontricks“

Von dem Zitat möchte ich mir gerne ein T-Shirt machen und ich möchte noch mal ins Bassy, ich möchte all‘ die Songs aus dem Buch hören…. und nach Berlin und ich möchte Robby finden, der echt wie ein cooler Kerl klingt, den man einfach gerne kennen möchte. Ich möchte auf dem Markt bei Milka’s Gemüsehändler einkaufen gehen und die Auberginen künftig in Wasser legen und nicht tot salzen.

UND: Ich möchte Robbi, Tobbi und das Fliwatüüt nochmal „erkunden“ – wir früher mit meinem großen Bruder 🙂

Was sind nun die „Drei Worte“ – Ich liebe Dich?

Das wäre die einfache Lösung, wa?

Aber einfach ist ja nicht immer richtig 🙂

Ich habe für mich drei andere Worte gewählt, die ich aber erstmal nicht verrate. Ich möchte ja nicht spoilern.

Buchempfehlungen auszusprechen ohne zu spoilern ist ECHT hart 🙂

Mir hat das Buch (ich hoffe, dass man das gemerkt hat) auf jeden Fall SEHR gefallen und ich hoffe, dass Fips und das Haus Sabine nicht daran hindern wird, weitere Romane auf uns loszulassen. Mein rosarotes Kitsch-Herz wünscht sich eine Fortsetzung von Milka und Till’s Geschichte. Mein realistisches Herz denkt sich, dass es besser ist, nicht alles zu wissen 🙂

Btw. ich musste SEHR lachen, dass Sabine es geschafft hat den „Druckstaueffekt“ in „Drei Worte“ unterzubringen 🙂

 

Drei Worte von Sabine Wirsching

Roman. 456 Seiten.
Mit einem Nachwort von Tammi Torpedo.
Erscheint im kladdebuchverlag (14.02.2018).
ISBN: 978-3-945431-36-8