Die Plattformen

Die Plattformen

Nachdem ich danach gefragt wurde, auf welchen Plattformen ich unterwegs bin und welche ich empfehlen kann, hier eine kurze, total subjektive Liste von mir:

  • Firstaffair.com
    Die für mich erfolgreichste Plattform, die Optik und die Bedienbarkeit – nunja, es könnte besser gehen. Natürlich gefällt mir die Oberflächenfarbe 😉
    Und ich habe hier wirklich die meisten Kontakte gehabt und habe sie immernoch. Prinzipiell angelegt als Affären und Seitensprungplattform. Männer-Frauen-Anteil mal mindestens 7:1 würde ich schätzen.
  • flirtfair
    Auch hier habe ich durchaus Männer kennengelernt, aber mit Einschränkungen zu Empfehlen. Wenn Männer nicht bezahlen, können Sie so gut wie nichts machen und sehen – das merkt man. Sie können kostenlos „Küsse“ verteilen und das geschieht so inflationär, daß ich mittlerweile kaum noch reagiere. Die ersten Männer hatten Glück, da habe ich mir noch die Profile angeschaut. Wenn sie clever waren, haben sie dort ihre Kontakte reingeschrieben.
  • secret
    Ein erotischer Ableger von friendsscout. Hier ist es zumindest insofern „fair, als daß auch Frauen für den kompletten Service zahlen müssten. Aber, wenn man Geduld hat, sammelt man automatisch Coins, die man braucht, um mit anderen in Kontakt zu treten.
    Von der Bedienbarkeit und vom „Look“ her schick und witzig mit den Masken, aber erfolgreich? Geht so.
  • finya
    Je nachdem wie das Profil angelegt wird, kann man sich hier auf die Suche nach einer festen Beziehung, einen Flirt oder einem Abenteuer machen. Vor ein paar Jahren hat es mit letzterem super geklappt. Jetzt ist mein Profil dort anders ausgerichtet und es passiert fast garnichts.
    Aber Vorteil: Für alle Geschlechter kostenfrei.
  • parship
    Eindeutig eine Beziehungs-Vermittlungsplattform und genauso langweilig entpuppt sich das Ganze dann auch. Nirgendwo ist mir so gravierend aufgefallen, daß Männer – egal wie sie selber aussehen – alles im Rahmen der „Norm“ suchen, am Besten 90-60-90, lange Haare, erfolgreiche Karriere, willens alles für den Mann hinzuschmeißen – die eierlegende Wollmilchsau sozusagen.
    Für mich rausgeschmissenes Geld mit hohem Frustfaktor.
  • lovepoint
    Ganz „nette“ Plattform, wo man nach „Traumpartner“ oder „Erotischem Abenteuer“ suchen kann. Aber eben auch nach beidem gleichzeitig, was die Erstellung eines Profils, das für beide Ziele paßt, eben ein wenig schwer macht. Aber auch da, ab und an nette Kontakte. Die Bilder werden zensiert bzw. es wird Fotostudioqualität erwartet, sonst werden sie nicht freigegeben. Warum ich allerdings, wenn ich nach einem erotischen Abenteuer suche, meinen nacken Rücken nicht abbilden darf, keine Ahnung.

Ganz schnell raus aus meiner Betrachtung fielen aus vielen Gründen affaire.de, c-date und poppen.de.
Entweder die Bedienung oder bei C-Date einfach die ganz unangenehmen ersten Zuschriften. War nicht meins. Auf Joyclub finde ich es ganz informativ, aber weniger wegen der Kontaktbörse als wegen der Foren zu den diversen Themen.

Bis auf Parship habe ich bei keinem Dienst Geld gelassen, ich weiß aber, daß das für Männer anders aussieht. Und auch das Männer-Frauen-Verhältnis ist wohl auf allen Seiten ungefähr gleich. UND die Masse an Frauenfakes wohl auch… Oft denke ich mir ja, daß ich vielleicht nur deshalb soviel Zuspruch erhalte, weil eindeutig KEIN Fake dahintersteckt… 😉

Ich weiß von meinen Männern, daß die ganze Suche nach Seitensprüngen und Affären für sie relativ frustig ist, weil eben die meisten Frauen dann doch nicht nach Sex suchen, sondern eben doch den „EINEN“ haben wollen. Ob sie damit auf den oben genannten Plattformen Erfolg haben, weiß ich leider nicht.

Ein Kumpel von mir hat mal von seiner Seite aus die Plattformen aus Männersicht beschrieben:

„Das kommt auf die Erwartungshaltung an. Willste ne Beziehung: Parship. Evtl. kann Mann da auch was zum Vögeln finden, die Wahrscheinlichkeit ist aber mehr als nur gering. Elitepartner hatte ich auch mal probiert, allerdings nicht ernsthaft. iLove ist eher nix.
Vögelei: Hat bei mir weder bei FirstAffair, noch bei Flirtfair (zu viele Fakes) oder Secret funktioniert. Auf FA sind zu viele, die da ne Beziehung suchen, wir Männer wollen, wenn wir da unterwegs sind, einfach nur ficken. Und ich schreib das bewusst so ordinär weil es uns um nix anderes geht.
Finya: Zu viele Spinner unterwegs da. Klar, niedrige Einstiegshürde da kein Beitrag. Aber eben auch viele Fakes bei den Frauenprofilen. friendscout habe ich nie probiert, c-date nur kurz, secret hat für mich gar nicht funktioniert.

Das Kosten-Nutzen-Verhältnis… Da darfste als Mann überhaupt gar nimmer nicht drüber nachdenken. Das steht in keinster Weise in Relation zu den angebotenen Leistungen.

Aber klar, wir Männer habens halt auch nötig. Deswegen vernebelt sich unser Blick auf das Geld.

Zusammenfassung: Auf den Fickportalen sind viiiiiieeeeeel zu viele Kerle unterwegs.“

Emil

Emil

Ein Mann, der erwähnenswert ist, obwohl es nie zu einem Treffen gekommen ist.

Warum? Die absurde Faszination, was in so einem Männerkopf abgeht….

Gefunden haben wir uns auf secret, einer Plattform, in der es sehr um die Wahrung der Identität geht und die Fotos mit Masken verschleiert werden.

Die ersten Emails waren sehr vielversprechend, ich war angetan und habe, wie ich das immer mache, relativ schnell unbearbeitete Fotos von mir geschickt. Aus Erfahrung wird man klug und ich möchte nicht noch mehr Männer wie Dirk in meinem Leben haben 😉

Scheinbar hat Emil das, was er gesehen hat, nicht abgeschreckt und so mailten wir weiter, irgendwann wollte ich denn mal ein Bild von ihm haben.

Seine Antwort: „Ich würde Dir auch glatt ein Bild schicken. Hab nur ein wenig Schiss, dass das in Falsche Hände gerät. Das verstehst Du sicher. Trotzdem werde ich Dir wohl bald eins schicken – vielleicht erstmal nur mein Gesicht…“

(Ähm ja, also … klar Gesicht, was denn sonst? Bzw. wenn Du so paranoid bist, warum dann das Gesicht zuerst? Hä?)

Meine, wie ich finde noch sehr nette, Antwort: „Nein, so genau versteh ich nicht in wessen falsche Händen das fallen könnte… Und solang ich nicht weiß, wie Du aussiehst, ähm… Sind die Emails netter Zeitvertreib führen aber nicht zu einem Treffen …. Ich denke, das kannst Du nachvollziehen….“

Er: „Natürlich. ich wollte mich nur vergewissern und von Dir bestätigt haben, dass Du das Foto nicht mißbrauchst, bei mir persönlich wär das weniger schlimm!“

(Aja, also wie jetzt? Hab ich den Vertrauenstest bestanden oder was jetzt? Aber die Antwort habe ich bis heute nicht verstanden …. Nja, mal abwarten)

Danach erhöhte sich das Schlagtempo der Emails und die äh Eindeutigkeit derselbigen… bis…ich die Dreistigkeit hatte, nach mehr zu fragen … mehr als nur ein Gesicht… Dies war die Antwort: „Gerade trau ich mich noch nicht, Dir Körperbilder von mir zu schicken. Aber mein Körper wird Dir bestimmt gefallen, ich bin 183cm groß und sportlich knackig. Und insgesamt ganz gut ausgestattet.“

Also, ich wieder die Standard-Email für solche Fälle ausgepackt:
„Also ich weiß ja nicht wieviel Erfahrung du mit solchen Dates/Affären hast, aber ganz so funktioniert das nicht 😉 Ich will auch garkein Foto von Deinem besten Stück, sondern von Dir um einen Eindruck von Dir zu bekommen … Ich kann, selbst wenn ich wollte mit dem Foto nix anstellen, was denn auch? Ich kenn ja deinen Namen nicht … Und nur bevor Du spaeter dann umfällst … Bevor wir uns treffen möchte ich einen Namen, den ich irgendwie wiederfinden kann, eine telefonnummer und eine Adresse.
Selbst bei treffen auf neutralen Grund erwarte ich diese Informationen … Ich bin offen und ehrlich und erwarte das gleiche von meinen Partnern :-)“

Er: “ Das weiss ich schon, dass das so nicht läuft. Selbst wenn ich noch kaum Erfahungen mit solchen Dates habe. (Die Autorin wagt dies zu bezweifeln) Aber ich bin trotzdem noch skeptisch, was die Weitergabe von privaten Informationen und eben auch gerade Bildern von mir angeht. Im Netz treiben sich schon auch schräge Vögel rum, die mit so Infos Schindluder treiben. Nicht dass ich Dir das unterstelle. Aber meine Skepsis ist sicher nicht ungesund. Aber mit dem Bild hast Du ja schon einen Eindruck bekommen. Einen ersten. Oder?“

An dieser Stelle habe ich die Reißleine gezogen und ihm eine höfliche Abschiedsemail geschrieben. Für solche Art Diskussionen ist an dieser Stelle, in dieser Form der Kommunikation kein Platz – das habe ich auch so geschrieben, ich bin schließlich in Vorleistung gegangen und wenn das Gegenüber nicht mitzieht, habe ich zwei Optionen – ich kann mir total bescheuert vorkommen, weil ich jemandem Fotos geschickt habe oder ich kann den Hebel umdrehen und das Ganze eben beenden.
Auf diese Email kam eine weitere von Emil, ich sei nicht bescheuert, nur mutiger aber wir würden doch so gut passen… (Ähm nein, Du hast mich mit keinem Zentimeter verstanden….)
Bewiesen, dass er nichts verstanden hat, hat Emil dies mit folgender Email:
„Gibst Du uns keine Chance mehr? Das wär wirklich schade…Ich habe halt nicht so viel Erfahrung bei der schriftlichen Anbahnung von Sexgeschichten. Aber Du kannst mir ja sagen, was Du erwartest. Offenheit wollen wir doch auch beide.“

Zur Erinnerung: Ich sagte sehr deutlich, was ich erwarte und habe dies nicht bekommen, fällt nur mir auf, daß das nicht wirklich paßt?

Ich habe sogar DARAUF nochmal geantwortet und mich nochmal erklärt, er schrieb dann auch sehr nett zurück, daß er das so akzeptiert.

Zu erwähnen ist, daß ich zu dieser Zeit im Urlaub weilte … eine Woche später, ich war wieder zuhause, kam eine Email von Emil: „und, bist du wieder in frankfurt?“

Ganz ehrlich, ich habe nur gelacht und die Email abgelegt und nicht mehr drauf geantwortet.

Die Quintessenz des Ganzen: Ich möchte nur mit Männern Kontakt haben, die an den wichtigen Stellen meine Einstellung teilen. Wenn der Mann das nicht erfüllen kann, ist das in Ordnung, aber dann eben kein Mann für mich. So einfach ist das. Und ich bin zu alt, um jemand an der Hand zu nehmen und zu zeigen, wie zwischenmenschliche Kommunikation funktioniert. 😉

Vorgeschichte

Vorgeschichte

Anstelle einer „Über“-Seite gibt es hier die Vorgeschichte, wie und warum dieses Blog zustande kam.

Nach jahrelanger Erfahrungen in Beziehungsdingen, wie sie wohl jeder irgendwann macht, kam der Frust, dann die Depression, dann die verzweifelte Suche nach „Mr. Right“ … Viele Frösche wurden geküsst, keiner machte „pouf* und war ein Prinz… Kurz: Ich hatte einfach die Schnauze voll. Wenn es da einen gibt, dann wird der mich schon finden….  Und damit gingen die Jahre ins Land, die Frustration stieg… so konnte es auch nicht weitergehen… Also, raus … Raus ins Leben, wieder in die Disko, anmelden auf den diversen Online-Plattform der seriösen Art und hoffen…
Trotz viel Spaß und lustiger Unterhaltungen, so richtig war da auch nichts dabei und dann das….
Ein Blogartikel, der in der Quintessenz (für mich) die Message enthielt: Warten auf Mr. Right, schön und gut, aber hab Spaß dabei.

Hmmm, das hörte sich doch sehr gut an 🙂

Also, Google angeschmissen – „Seitensprung, Affäre, Casual Sex…..“

Whoaaaa… Reizüberflutung…überall blinken mir nackte Brüste entgegen und versprachen mir die tollsten Stunden meines Lebens… äh, ich möchte keine Brüste… also nicht primär… (Nichts gegen Brüste, die sind toll!) Also, weitersuchen…. Bewertungen und Kommentare lesen und dann für 3 Plattformen entscheiden.

Von 2 dieser 3 Plattformen habe ich mich nach ca. 2 Tagen verabschiedet, zuwenig Informationen über den potentiellen Partner, zuwenig Such-Komfort, zu schräge Angebote („Willste mir bis zum Schluß zugucken? Brauchst keine Webcam“)… das war einfach nix für Mutterns Tochter.
Die dritte Plattform ist eher mein Ding… nicht auszuschließen, dass noch weitere hinzukommen – aber für den Anfang wollen wir mal nicht gierig sein….

And so the story begins….. Stay tuned….

 

 

 

Profilfoto: <a href=’http://de.123rf.com/photo_13825267_young-woman-from-back-showing-the-middle-finger.html‘>robstark / 123RF Stock Foto</a>